Darmspiegelung nächste Woche, und so was von Angst, total fertig

    Hallo an alle,


    nächste Woche steht für mich wieder eine Darmspiegelung an. Hatte 2000 eine, wegen Reizdarmbeschwerden und Blut am Stuhl, stellte sich als Analfissuren und innere Hämorrhoiden heraus, die verödet wurden. 2008 wurde vor meiner Gallen-OP im Krankenhaus noch mal eine Darmspiegelung gemacht, gegen meinen Willen, weil der Arzt behauptete, mein Darm wäre abgestorben, obwohl ich noch Stuhlgang hatte (der Befund war dann völlig unauffällig). Man sagte mir gleich, wenn ich nicht in die Darmspiegelung einwillige, würde man mir die Galle (Gallensteine hatten Koliken verursacht) nicht entfernen. Diese quasi Erpressung hat bei mir massive Ängste ausgelöst. Nun hatte ich am Samstag, nachdem der Stuhl am Anfang etwas hart gewesen war und es auch wehgetan hatte, nach langer Zeit wieder mal helles Blut am Stuhl und relativ viel am Klopapier, danach nicht mehr, und nun darf ich wieder zu so einer Spiegelung antanzen. Nun bin ich ständig am Weinen, die Angst macht mich fertig - Angst vor unaushaltbaren Schmerzen, Angst davor, einen Atemstillstand von dem Beruhigungsmittel zu kriegen, Angst, dass der Arzt den Darm durchstößt, usw. Trotz der zwei bereits erfolgten Spiegelungen ist es nicht besser geworden mit der Angst. Hinzu kommt, dass ich seit 2010 Trauma- und Schmerzpatient bin, ein Hund (nicht mein eigener) biss mich am 24.09.2010 auf einer Betriebsfeier ins Gesicht und verletzte mich so schwer, dass ich viele Narben im Gesicht zurückbehielt, Lähmungen, Gefühlsstörungen und Schmerzen habe. Das Thema Schmerz ist bei mir ein sehr sensibles geworden. Außerdem habe ich Angst, da der Arzt mir fremd ist und die Leute mitunter komisch auf meine Narben reagieren. Ehrlich gesagt, zeige ich mich fremden Menschen überhaupt nur noch ungern. Was habt Ihr für Erfahrungen bei der Darmspiegelung gemacht? Sollte ich mich vielleicht lieber mit dem Gedanken abfinden, dass ich an diesem Tag sterbe? Vor der Diagnose habe ich natürlich auch Angst ... :°( :°( :°( Liebe Grüße, Felix

  • 14 Antworten

    Hattest du den Schmerzen bei den vorherigen Spiegelungen? Eigentlich bekommt man doch eine Scheißegal-Spritze und dann ist das nur eine Sache von ein paar Minuten.


    Ich kann deine Angst schon verstehen. Nur machen die Ärzte solche Eingriffe tagtäglich mehrmals - die wissen, was sie tun. Sprich deine Ängste einfach offen und ehrlich an und dann wird man mit Sicherheit auf dich eingehen können und dir zur Not Beruhigungsmittel geben können. :°_ Das wird schon !!!

    Das wird gut werden! @:) Bei der Magenspiegelung schlafe ich immer (Propofol ist toll :)^ ) und bei der Darmspiegelung schaue ich immer zu. 8-)

    Versteh ich das richtig, du sollst wegen dem hellroten Blut nach dem Stuhlgang ne Darmspiegelung bekommen ":/


    da hätte ich schon unendl. viele Spiegelungen gehabt.


    Ich blute näml. auch des öfteren nach dem Toilettengang.


    Was deswegen 2 x im Darmzentrum, das 1. Mal wurden auch kl. Hämorrhoiden verödet, beim 2. Mal war da anscheinend nix.


    Ich persönl. würd in die Spiegelung nicht einwilligen, wenn ich's nicht möcht. Auch wenn die Spiegelung keine gr. Sache ist.


    Wie schon geschrieben, kannst du während der Untersuchung schlafen, oder auch zugucken

    Hatte auch mal ne Magen-/Darmspiegelung. Lass dir etwas zum Schlafen geben und dann wird alles gut. Danach merkt man auch nichts mehr davon. Spiegelungen sind für mich auch immer ein Graus, aber es gibt ja Spritzen ;-D Mach dir keinen Kopf, das wird schon!!

    Ich hatte auch schon einige Darmspiegelungen. Hatte noch keine negativen Erfahrungen gemacht - abgesehen vom Abführen ;-D .


    Auf die Spiegelung "freue" ich mich meist. ;-D Die Schlafspritze empfinde ich als äußerst angenehm. Nachdem ich aufgewacht bin, ging es mir immer sehr gut und ich habe nichts davon mitbekommen.


    Bekommst du denn keine "Schlafspritze"?

    Danke erst einmal an alle für die Antworten, das hat mich ein bisschen erleichtert. Auf dem Zettel steht, dass man eine Beruhigungsspritze bekommen kann, aber die Dame an der Anmeldung sagte mir, dass man da nur ein bisschen "benommen" wird, Schmerzen hätte man trotzdem. Bei den ersten beiden Spiegelungen habe ich schon was gemerkt, trotz Spritze. Außerdem macht mir der Hinweis auf einen evtl. Atemstillstand Angst. @whoopi 63: Vielleicht, weil ich mit 49 schon etwas alt bin, ich weiß ja nicht, wie alt Du bist. Die Blutung trat nur einmal auf, wie gesagt, ein Teil davon auf dem Ende des Stuhles, etwas im Becken und das meiste am Klopapier, das sah nach richtig viel aus. Es war ganz frisch, so wie wenn man sich eben verletzt hat. So sah das Blut aus, was mir nach der Hundebissverletzung in den Ausschnitt lief. Ob der Arzt groß auf meine Befindlichkeiten eingehen wird, glaube ich eher nicht, meistens wird das wie am Fließband abgearbeitet. Bei den letzten Darmspiegelungen hat man sich über meine Ängste lustig gemacht, so sieht es aus. >:( Und das Propofol ist doch das Zeug, was Michael Jackson umbrachte. Das klingt auch nicht gerade beruhigend. Und fremde Ärzte machen mir noch immer Angst, weil mein zerstörtes Gesicht leider immer wieder für komische Blicke und negative Bemerkungen sorgt. :(v @Grießnockerl: Warum hattest Du schon mehrere Darmspiegelungen?


    Liebe Grüße an Euch alle, Felix

    Zitat

    aber die Dame an der Anmeldung sagte mir, dass man da nur ein bisschen "benommen" wird, Schmerzen hätte man trotzdem

    also die macht dir ja echt "Hoffnung" :-/ find ich nicht gerade professionell- ich hatte schon 2 Spiegelungen und habe NICHTS mitbekommen.

    Ich habe auch diese Woche Darmspiegelung, es ist meine 3.


    Das Einzige, was mir Probleme bereitet, ist das Trinken nach Zeitvorgabe bei der Vorbereitung. Propofol hatte ich schon bei mehreren OPs und habe es immer als angenehm empfunden, weil man danach sehr schnell wieder fit ist. Michael Jackson hat es als Droge missbraucht und das solltest Du nicht mit dem normalen medizinischen Gebrauch vergleichen.


    Schmerzen hatte ich bisher nur bei der 1. Darmspiegelung, weil die ohne Schlafmittel gemacht wurde. Ich bin chronische Schmerzpatientin und kann es deshalb anders empfinden und auch Deine Angst vor Schmerzen gut nachvollziehen, aber die ist in diesem Fall wirklich unbegründet. Mir fällt auf, dass Dich sehr viele Ängste bewegen - ist das auch sonst so oder nur in diesem speziellen Fall?

    Guten Morgen, ganz ehrlich: Du machst Dir wirklich zu viel Stress. Sicher tötet eine Überdosierung Propofol, aber was ist denn überdosiert schon gesund? Vielleicht einfach mal tiiieeef durchatmen und realistisch bleiben. ;-)

    Und bei einmaligem bluten wäre ich nicht mal direkt zum Arzt. Geschweige direkt zu ner Spiegelung ..


    Die ist aber schneller um als du Sehen kannst mit bisschen propofol oder midazolam

    @ beetlejuice

    Hallo,


    Du hast sicher recht, ich hab' total panisch reagiert, und Panik ist kein guter Ratgeber. Läge die letzte Spiegelung nur 2 Jahre zurück, hätte ich wohl auch keine Spiegelung machen müssen (und auch keine gemacht), so drückte sich die Ärztin auch aus. Aber die letzte ist nun mal schon beinahe 9 Jahre her ...


    Danke, lieben Gruß und schönes Wochenende *:) @:)

    @ LtFelix,

    ich werd im April 54 und die Spiegelung hab ich nur als Vorsorge gemacht, hatte nen Aushang beim HA gesehen und ihn gefragt, ob er es sinnvoll findet.


    Er hat's bejahrt.


    Die Spiegelung selbst war ohne Betäubung und ich fand's überhaupt nicht schlimm, obwohl's doppelt so lang gedauert hat, wie normal.


    Bei meiner Magenspiegelung hatte ich ne Betäubung (Propofol), null Problem damit und fit war ich auch gleich danach.


    Nun ja,


    nach 9 Jahren schadet es bestimmt nicht, mal wieder in den Darm reinzugucken.


    Bei mir wurde ein kl. Polyp entfernt und ich soll in 5 Jahren wieder kommen.


    Wird schon alles gut gehen.

    Zitat

    @Grießnockerl: Warum hattest Du schon mehrere Darmspiegelungen?

    Habe Morbus Crohn, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung.

    Hallo,


    danke an Euch alle für die netten Posts und die Unterstützung in den letzten Tagen. Heute nun habe ich die Darmspiegelung hinter mich gebracht. Ich will nicht sagen, dass es schrecklich war, aber es war absolut nicht schön. Statt einer Sedierung gab es 2,5 mg Dormicum (ich bin ja kein Kind) und 10 mg Buscopan. Die Wirkung war gleich null, was bedeutet, dass ich alles bei vollem Bewusstsein erlebt habe. :(v Noch mal tue ich mir das nicht an, das nächste Mal wähle ich sorgfältiger aus, wo ich hingehe (Arzt, der Propofol als Sedierung anbietet, oder Darmzentrum, wo die Spiegelungen unter Kurzzeitnarkose gemacht werden). Und dann werde ich die Kapselendoskopie anvisieren, die schon in etlichen Kliniken angeboten wird. Notfalls bezahle ich sie selbst. Der Befund war in Ordnung, das viele Blut im Klo und am Papier war tatsächlich ein Einriss gewesen, wozu ich neige. @grießnockerl: Die Darmspiegelungen wurden gemacht, weil ich immer wieder Blut an meinen Ausscheidungen hatte, festgestellt wurden Analfissuren und innere Hämorrhoiden, die man 2004 verödet hatte. Soweit mein Erfahrungsbericht. War nicht der Brüller, auch wenn das Personal und der Arzt nett waren. :(v


    Euch allen alles Gute und eine schöne Woche, herzlichst Felix :)z :)_ *:)