Dünndarmfehlbesiedelung

    Hallo,

    Ich leider seit sehr langer zeit an Dünndarmfehlbesiedelung, erst dachte ich es sei normal so aufgebläht zu sein bis es immer schlimmer wurde, mich würde jetzt mal interessieren was euch geholfen hat, lowfoodmap hilft mir genau garnichts, mich blähts auch von nem glas wasser auf als wär ich schwanger, probiotika hat mir bis jz auch nix gebracht, weiß nicht mehr was ich noch machen soll, habt ihr Erfahrungen mit Metronidazol und rifaximin? Und wenn ja in welcher Dosierung habt ihr das bekommen? Bei meinem ärzten in der Nähe existiert nur das „reizdarmsyndrom“ was mich unfassbar ankotzt... wäre um jeden tipp dankbar :)

  • 5 Antworten

    Ich habe zu dem Thema sehr viel gelesen, soviel, dass ich selbst verunsichert bin welche Schritte ich nun gehen soll. Ich leide nun auch seid etwa 6 Jahren daran, hatte anfangs eine schlechte Behandlung und fälschlicherweise haben Arzt und ich dann geglaubt es sei "geheilt", wars aber wohl nie, nur schlecht getestet.


    Hatte dann langezeit aufgegeben zu Ärzten zu gehen, habe immer mehr Unverträglichkeiten (alle Zucker, Süßstoffe, Histamin) entwickelt und immer mehr Lebensmittel aus meinem Leben gestrichen. Ich esse nur noch Nudeln, Kartoffeln, Fleisch und Wurzelgemüse.


    Das mit den Ärzten verstehe ich gut, selbst mit nachgewiesenen Laborwerten schieben sies auf Reizdarm und das ist alles psychosomatisch. Es hat nichts mit irgendeiner Angst vor Lebensmitteln zu tun, ich kann einen Blindtest machen und werde auf bestimmte Stoffe stark reagieren. Die Bakterien im Darm interessiert meine Psyche nur sehr bedingt ....


    Ich war jahrelang nicht mehr bei Ärzten deswegen aber ich mache einen Neuanlauf weils so nicht weitergehen kann.


    Ich wills mit Rifaximin/Xifaxan versuchen. Ich bin noch unschlüssig wie ich mich am besten in der Zeit NACH dem Antibiotikum verhalte.


    Ich kann Dir morgen mal die lesenswertesten Links raussuchen von allem, was ich so gelesen habe.


    Was macht Dich sicher, dass es die Fehlbesiedlung ist? Die Symptome oder hast Du auch Glucose und/oder Lactulose Atemtests gemacht?

    Anhand der Symptome konnte ichs feststellen, extreme blähungen, fettstuhl, wenn ich Schokolade esse muss ich aufstoßen was nach verfaulten eiern schmeckt, alles was typisch dafür ist. Hab auch einen laktulose test gemacht der war ebenfalls positiv. Nur da ich damals stationär in einem Krankenhaus war und mehrere sachen getestet wurden, steht in meinem Endergebniss nicht richtig drin ob er jetzt positiv war, was mir alles erschwert. Meine ärztin verschreibt mir ständig nur probiotika, was meiner meinung nach nichts bringt solange die schlechten bakterien noch da sind. Das einzige was mir bisher bisschen abhilfe geschafft hat ist betain hcl, damit geht das grummeln gleich nach dem essen weg aber mein extremer blähbauch ist trotzdem noch da. Da ich schon im Untergewicht bin möchte ich die „Formeldiät“ eigentlich nur ungern ausprobieren. Ich beschäftige mich schon sehr lang damit und denke eine Kombination aus rifaximin und Metronidazol würde mir helfen aber schwierig zu bekommen. Durch die Ernährung bring ich die Dünndarmfehlbesiedelung nicht weg, ich denke die ist schon so weit fortgeschritten. Möchte endlich wieder gesund werden, kann nicht einmal mehr arbeiten. Die Dünndarmfehlbesiedelung sollte endlich anerkannt werden, die Symptome sind nurnoch widerlich. Übelkeit, erbrechen, chronische Müdigkeit, durchfall, verstopfung, blähungen, blähbauch, Kopfschmerzen, magengrummeln, bin schon etwas enttäuscht von der medizin %:|%:|%:|

    Ich nur ganz kurz. Die Dünndarmfehlbesiedlung hast du dir nicht von heute auf morgen geholt, vermute ich mal. Und man bekommt sie auch nicht von heute auf morgen weg.


    Ich hatte vor 20 Jahren mal so was ähnliches. Da waren verschiedene Faktoren im Spiel, aber heute nach 20 Jahren ist die Welt wieder in Ordnung. Okay, ich will dir keine Angst machen und sagen, dass es 20 Jahre dauert. Für mich war es auch ein "rumlaborieren" mit verschiedenen Sachen und Ansätzen.


    Allerdings bin ich ein "Natur-Typ". Ich bin in einer Nebenerwerbslandwirtschaft in 1960er, 70er Jahren groß geworden und kann mit so, ich sag's aus meiner Sicht "künstlichem Pharma-Zeugs" nichts anfangen. Ich habe mit der Ernährung "rumgespielt" und verschiedene natürliche Sachen ausprobiert.


    Ich habe hier schon viele Beiträge dazu geschrieben, vielleicht findest du die mit der Suchfunktion. Bei mir hat es ca. 4 Jahre gedauert bis ich aus dem gröbsten raus war.


    Mein Hausarzt war mir keine große Hilfe, das war mir aber auch von vorne herein klar und ich bin ihm auch überhaupt nicht böse. Weil ich weiß, dass bei so komplexen Sachen die meisten Ärzte überfordert sind. Meist wird 'ne Magenspiegelung gemacht und 'ne Dickdarmendoskopie und denn: Man sieht nix und dann geht das ärztliche "rumlaborieren" los. Darauf hatte ich keinen Bock. Ich wußte nur eines: Ich bekomm' das hin.

    Ich kann das gut nachvollziehen. Ich habe unzählige Symptome, bei vielen glaube ich, dass sie folgen der Verdauungsprobleme, eventuell auch Nährstoffmängel sind. Allerdings habe ich bisher über Blutbilder keine Nährstoffmängel finden können.

    Müdigkeit, Kopfschmerzen, ständig Halsentzündungen und Krankheitsgefühl. Ich schlafe viel zu wenig wegen überaktiver Blase, Darm und was da unten alles im Bauch ist. Ich arbeite zwar, fühle mich aber auch nahezu "arbeitsunfähig", irgendwie quäle ich mich da aber durch.


    Falls Du in einer Akutsitation was ausprobieren willst: Wenn ich mal extrem starke Bauchschmerzen habe weil sich Luft bildet die nicht weggeht, hilft mir Lefax und ein warmes Kirschkernkissen auf dem Bauch. Mache ich aber nur wenn es extremst ist.


    Ich habe mich auch mit den Ernährungstipps beschäftigt und habe selbst auf der Suche nach der Ursache bereits mehrere Ernährungsumstellungen und Versuche gemacht z. B. 6 Wochen Candidadiät, auch längere Zeit eine Art fxmayr-Kur.

    Diese beiden haben mich jeweils 5kg gekostet sodass ich ebenfalls an der Untergewichtsgrenze rumhänge.

    Ich kann essen so viel ich will aber das Gewicht ändert sich gar nicht.


    Dementsprechend bin ich zum selben Schluss gekommen: ich kann keinen weiteren Ernährungsversuch machen und schon gar nicht kann ich von meinen 5 Lebensmitteln noch irgendwas streichen.

    Daher möchte ich es mit Antibiotika versuchen. Ansonsten wäre die Low-FODMAP oder wahrscheinlich noch sinnvoller die SCD (spezielle Kohlenhydratdiät) für mich der logisch nächste Versuch gewesen.

    Aber ich habe einfach keine Kraft und keine Reserven.


    Probiotika haben bei mir auch null oder negative Effekte. Das kann bei mir an der Histaminunverträglichkeit oder sonst was liegen, aber es ist wohl oft so, dass man bei DDFB auch Probleme mit Probiotika hat.

    Außerdem sollte man nicht unbedingt noch mehr Bakterien zuführen, auch wenn sie für den Dickdarm bestimmt sind. Alles was "Fermentiert" ist nicht so toll.


    Kurz zum Antibiotikum, Erfahrung habe ich keine, nur viel gelesen ... 2-3 Tabletten Rifaximin 550 pro Tag (also 1650 insgesamt) für 14 Tage ist heutzutage wohl das übliche. Ich bin noch nicht sicher aber ich denke ich möchte es mit 3 Tabletten versuchen.

    Metronidazol soll wohl gut sein, wenn man gleichzeitig unter Verstopfung leidet, wenn man Verstopfung und Durchfall hat, wiederrum nur Rifaximin (siehe Infos in den Links).

    Diese Antibiotika muss man wohl häufig selbst zahlen, nur wenn Du Glück hast übernimmt das die Gesetzliche, eigentlich ist das ein Offlabel-Use. Leider ist Xifaxan sehr teuer.


    Momentan überlege ich noch was ich Ernährungsmäßig im Anschluss mache und ob ich ein Prokinetikum nehmen möchte oder nicht. Sicherlich werde ich Bittertropfen oder Iberogast versuchen damit der Magen gut vorverdaut.


    Meiner Meinung nach kommen die besten Infos zur DDFB/SIBO Behandlung aus den USA. Ich hasse das zu sagen, wenn ich in irgendeinem Blog eines Heilpraktikers lese "Forschungen aus den USA haben gezeigt", habe ich eigentlich schon genug gehört.

    Aber Mark Pimentel und Allison Siebecker sind sehr gute Quellen zu Behandlungsansätzen. Unter all den Dingen die ich gelesen habe, würde ich folgende Quellen als Einstieg empfehlen:


    https://medium.com/@stkirsch/i…tment-of-sibo-c091bb5aa00

    Und die dort enthaltenen Links (auch das PDF mit der präventiven Diät um ein Wiederauftreten von SIBO zu verhindern)


    https://www.siboinfo.com/

    sehr gut zusammenverpackte Informationen

    Man kann dort auch einen "Kurs" für Patienten mit Videolernmaterial kaufen, da hadere ich noch, das sind halt gleich mal 300 Dollar und ich weiß nicht ob da mehr Info drinsteckt als ich mir auch über die Seiten erlesen habe.


    Sehr umfassende gute Zusammenfassung

    http://www.townsendletter.com/FebMarch2015/sibo0215.html und dessen Vorläufer http://www.townsendletter.com/FebMarch2013/ibs0213.html


    Für die Zusammenfassung habe ich eine deutsche Übersetzung in einem Blog gefunden, wenn Dir diese ganzen Fachbegriffe in Englisch zu anstrengend sind, ich hab es aber nur überflogen, es sieht ordentlich übersetzt aus: https://ehrlichundoffen.wordpr…se-hat-einen-neuen-namen/


    Ich habe noch viel viel mehr in Blogs, bei Heilpraktikern etc durchgelesen, aber nichts ist so umfassend wie diese Infos.