Dünndarmoperation nach Darmverschluss durch ein Geschwür

    Hallo zusammen,


    meiner Mutter wurde auf Grund eines Geschwürs 10cm vom Dünndarm entfernt. Das Geschwür wurde leider erst bei einer Bauchspiegelung entdeckt. MRT, CT, Röntgen und Ultraschall hat im Vorfeld leider kein Befund ergeben. Der Arzt meinte, es kann schon vorkommen, dass man erst bei der Bauchspiegelung sieht was die Beschwerden bereitet. Nun einen Tag nach der OP geht es meiner Mutter garnicht gut, sie hat starke Schmerzen. Aber ich denke das ist sicher normal bei so einem Eingriff. Ein paar Wochen vorher wurde auch ein Magengeschwür gefunden.


    Meine eigentliche Frage zu dem Thema,

    ist es möglich, dass sich wieder ein neues Geschwür im Dünndarm bildet. Oder ist sowas eher unwahrscheinlich? So einen schlimmen Eingriff möchte man nicht noch einmal erleben. Gibt es hierzu vielleicht Erfahrungswerte?

  • 36 Antworten

    Einen Darmverschluss und Geschwüre kann man immer wieder bekommen, leider. Ist ja auch, wie hier, von alleine gekommen, ohne dass man den Grund weiß.

    Eine Wiederholung muss ja aber hier nicht der Fall sein. Ich hatte vor Jahren mal einen Darmverschluss und danach ging es mir erst auch nicht gut. Fieber, Entzündungen. Aber wenn das erkannt wird, wird es eben behandelt.

    Auch nach 40 cm Darmentfernung hat es schließlich bei einer weiteren OP Monate gedauert, bis alles wieder normal war.

    Weiß man vorher eben nicht. Kommt auch auf das Alter und die Konstitution an. Aber einen Tag nach einer solchen OP sind Schmerzen eigentlich normal, sie sollte doch am Schmerztropf liegen, so dass es erträglich bleibt.


    Gute Besserung.


    Bis der Verschluss erkannt wurde sind leider auch 3 Wochen vergangen. Der erste Verdacht war, dass die Schmerzen vom Magen kommen, da ein Magengeschwür und eine Magenschleimhautentzündung behandelt wurde. Nachdem meine Mutter (74 Jahre) dann zu dritten Mal im Krankenhaus war wurde eine Bauchspiegelung gemacht und das Geschwür im Dünndarm entdeckt. Ich hätte niemals gedacht, dass man heut zu Tage so etwas nicht im CT oder Rötgen entdecken kann. Ja sie bekommt natürlich Schmerzmittel, aber ich denke auch nach so einer OP und der Vorgeschichte wird alles ein wenig dauern. Obwohl der Arzt gesagt hat in 8 Tagen kann sie nach Hause. Das kann ich mir echt gesagt nicht vorstellen. Sie hat natürlich jetzt Angst, dass sowas nochmal passiert oder auch dass nun wirklich die Ursache beseitigt wurde. Ich hoffe sie übersteht das alles und es wird bald wieder alles ganz normal funktionieren ohne Schmerzen. Eine ganz schlimme Zeit im Moment.

    Micha1977 schrieb:

    Wie lange hattest du nach der Darm OP noch starke Schmerzen?

    Ich bin 2017 am Dickdarm operiert worden (30 cm wurden rausgenommen). Ich war 8 Tage im KH und hatte etwa 4 Wochen starke Schmerzen, weiter 4 Wochen hat es gebraucht, bis ich einigermaßen schmerzfrei war. Bei Darm-OPs ist viel Geduld gefragt.

    Ok der komplette Dickdarm ist ja noch ne ganze Ecke heftiger. Beziehen sich die Schmerzen eher auf die Wunde am Bauch?

    Nein, es waren eher die innerlichen Schmerzen, die etwa 4 Wochen sehr stark waren. Zudem hatte ich im Brustwirbelbereich den Schmerzkatheder liegen. Keiner weiß so recht, ob der richtig lag (da wurde 4x gestochen), denn ich hatte auch wahnsinnige Nervenschmerzen am Bauch. Ich konnte kaum eine Hose anziehen, weil die Haut wie Feuer gebrannt hat. Das hat eine Osteopathin aber schnell in den Griff bekommen.

    Ist es normal, dass man nach so einer OP starke Übelkeit hat? Ich dachte das würde endlich dann weg sein, ist ja genauso schlimm wie vor der OP.

    Wie lange genau ist die OP nun her? Und was war der Grund für den Darmverschluss? Ein geschwüriger Tumor?

    Mein Darmverschluss äußerte sich morgens mit zunehmender Übelkeit. Gegen Abend habe ich dann Kot erbrochen. Notarzt und gleich OP.

    Die OP war am Dienstag morgen. Der Grund war ein Tumor, aber ein gutartiger. Wird zwar noch eingeschickt, aber der Arzt hat direkt gesagt wäre nichts bösartiges und sie könnte in 8 Tagen wieder nach Hause. Wie sich ein Darmverschluss äußert ist mir klar, das haben wir ja alles hinter uns. Nur diese Übelkeit die vorher schon war wird nicht besser. Der Arzt meinte, das wäre nach so einer OP normal. Der Darm müsste erst auch wieder anfangen zu arbeiten. Aber so schlimm, dass sie sich fast übergeben muss?

    Ja Vomex, aber hilft auch nur kurz. Ich habe heute auch mit dem Chefarzt telefoniert. Er meint wäre ja erst der dritte Tag nach der OP. Der Bauch wäre Butterweich, die "Wunden" sehen sehr gut aus, Blutwerte sind auch alle ok und die Übelkeit würde ihr halt noch zustehen. Wichtig ist viel Bewegung und versuchen etwas zu essen damit der Darm wieder anfängt zu arbeiten. Das hört sich alles so einfach an wenn einem immer Übel ist. Also Gedanken macht sich da wohl niemand drüber, es wäre alles im grünen Bereich. Nur ich mache mir komischerweise Sorgen. Ach so ein Einlauf soll wohl auch noch gemacht werden um den Darm anzuregen.

    Ja tatsächlich dauert es nach einer größeren Darmoperation einige Zeit bis Magen und Darm wieder arbeiten und die Übelkeit ist völlig normal. Das Kauen von Kaugummi, ich glaube 3x täglich 30min ist da sehr hilfreich. Dieser Trick scheint aber in deutschen Kliniken noch nicht so angekommen zu sein.

    Bei mir wurde der Darm am 2. Tag nach der OP mit einem Buttermilch/Rizinus-Gemisch "angeregt". Das bescherte mir eine 3-stündige Darmkolik vom Allerfeinsten, dann klappte alles aber wieder. Nur das Gesöff verursachte akuten Brechreiz, ich hab aber auch nicht so einen empfindlichen Magen, was Übelkeit angeht.