Aus der Luft gegriffen ist die Sorge trotzdem nicht. Der festgestellte Keim ist in Deutschland quasi nie aufgetreten und zudem höchst resistent gegen entsprechende Medikamente. Das hat nichts mit den zuvor aufgetretenenen Ehec-Fällen zu tun, zumindest war es nicht dieser Keim.


    Dass die Medien nerven, ist eine Sache, aber das sollte einen auch nicht zu Trotz verleiten.

    Zitat

    Es gibt jedes Jahr eine gewisse Anzahl an völlig gesunden Leuten die ohne Grund tot umfallen. Bloß weil man jung ist heißt das nicht automatisch das man nicht krank werden kann.

    Jo. Ich bin mir auch sicher, dass es jedes Jahr Leute gibt, nicht sterben, weil sie gesund sind. ;-)


    Darum geht es aber nicht, wesentlich ist doch, dass die Frau an dem Erreger verstorben ist.

    Auch wenn sich hier einige Leute über dieses EHEC-Gedöns lustig machen (ich ja zum Teil eingeschlossen :=o ) möchte ich das nicht haben. :|N


    Allein der Gedanke, dass durch die Scheisserei Organversagen passieren kann und die Ärzte eigentlich machtlos dagegen sind, ist schon gruselig. :-(

    Zitat

    Allein der Gedanke, dass durch die Scheisserei Organversagen passieren kann und die Ärzte eigentlich machtlos dagegen sind, ist schon gruselig. :-(

    Wäre mal schön wenn langsam differenziert wird.


    EHEC = Magen-Darm-Infekt mit starken Durchfällen, Übelkeit, Erbrechen, etc.


    Komplikation: Dehydrierung (in der Regel gut zu behandeln)


    Durch die "Scheisserei" an sich kommt das Organversagen (in dem Falle dann Nierenversagen) erstmal nicht.


    Das HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom) löst das Nierenversagen aus. Dieses Syndrom ist eine weitere Komplikation von EHEC, welches aber eigentlich nur sehr selten auftritt.


    Aus diesem Grund darf EHEC auch nur symptomatisch und nicht medikamentös behandelt werden. Denn die EHEC Bakterien tragen ein Toxin mit sich, welches – in großen Mengen freigesetzt – HUS auslöst.


    Werden diese Bakterien jetzt beschädigt (durch medikamentöse Behandlung), setzen sie ein vielfaches dieses Toxins frei und lösen somit HUS aus.


    Woran die HUS-Häufung bei diesem Erreger liegt wurde ja noch nicht nachhaltig geklärt. Die Wissenschaftler tappen also noch im Dunkeln. Generell ist aber auch dieser Typ von EHEC bisher nicht so aggressiv in Erscheinung getreten.


    Für mich liegt also erstmal die Vermutung nahe, dass die bislang schweren Fälle von HUS einem eventuellen Behandlungsfehler – sprich Medikamente die das Bakterium bekämpfen sollten – zu Grunde liegen.

    Man kann die Leute ja auch schlecht beruhigen. Schon mal gar nicht die, die sich sowieso Panik ohne Ende machen.


    Entweder man schaut dem Erreger gelassen entgegen, oder man tut es nicht. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden in wiefern er sich von Medien so verunsichern lässt.


    Die Menschen, die sich verunsichern lassen, die kann auch kein Arzt beruhigen, glaub mir. Man kann nur versuchen die Leute so weit wie möglich über EHEC aufzuklären.


    Wenn man jetzt über jeden leichten Dünpfiff gleich an EHEC denkt und in Panik verfällt, dann sollte man sich eher Gedanken machen, ob man nicht über kurz oder lang besser psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmt.

    LichtKristallxX

    Jetzt hast du es geschafft mich verlegen zu machen |-o


    Ich danke dir!


    Und des weitern wollte ich noch anmerken, dass ich niemandem mit der psychotherapeutischen Hilfe zu nahe treten wollte. Da ich allerdings selber Panikerin bin und hypochondrische Züge habe, sollte es nur ein Anstoß sein.


    Man sollte sich von seiner Krankheitsangst nicht beherrschen lassen. Man verpasst zu viel im Leben. Und – nunja – ich habe keine Angst mehr. Zumindest nicht vor EHEC und Co. ;-)

    Zitat

    Und des weitern wollte ich noch anmerken, dass ich niemandem mit der psychotherapeutischen Hilfe zu nahe treten wollte. Da ich allerdings selber Panikerin bin und hypochondrische Züge habe, sollte es nur ein Anstoß sein.

    Ich auch,habe Depressionen und eine Angststörung und habe auch vor Allem und Jedem Angst bzw. machen mich schnell verrückt. Aber vor EHEC habe ich nun nicht wirklich Angst,weil ich eben derzeit auf Gemüse verzichte bzw. es gut reinige. In meinem unmittelbaren Umfeld sind auch bisher keine EHEC-Fälle bekannt.

    Zitat

    Für mich liegt also erstmal die Vermutung nahe, dass die bislang schweren Fälle von HUS einem eventuellen Behandlungsfehler – sprich Medikamente die das Bakterium bekämpfen sollten – zu Grunde liegen.

    Eine Bekannte von mir ist gestern an einer Ehec-Infektion bzw an Nierenversagen wegen HUS gestorben. Sie hat keine Antibiotika bekommen. sie war 38 (glaube ich) ..noch keine 40 auf jeden Fall. :°( :-o


    Ich kann es immer noch nicht ganz glauben...


    Der Keim ist ziemlich aggressiv und Vorsicht ist angebracht – auch wenn heillose Panik keinen Sinn macht.


    Was das Waschen von Gemüse angeht... würde mir persönlich derzeit nicht reichen.


    Peel it, cook it or forget it.

    Inzwischen gibt es ein Fall in Östereich und einige Fälle in Englang, diese Menschen waren jedoch vor ihrer Erkrankung in Deutschland.


    Das Problem ist, das es innerhalb weniger Tage so viel Erkrankte auch mit HUS! gibt, wie sonst in einem Jahr.


    Eine Kollegin hatte Geburtag und hat uns belegte Brötchen ausgegeben, was war drau - auch Tomate, Salat, Gurke, obwohl ich die Berichterstattung verfolge, habe ich beim Verzehr gar nicht dran gedacht, dass ich genau das esse, vor dem gewarnt wird.


    Schlimm finde ich es für die Gemüsebauern und Händler, die jetzt alles wegschmeisen müssen, und ob das Bakterium auf Tomaten oder Salat ist, weiß ja auch kein Mensch. Nur 3 Spanische Gurken und eine Holländische Gurke sind bisher posituv getestet worden.

    Zitat

    ich liebe diese ganzen katastrophen >:(

    Auf jeden Fall hat das Robert-Koch-Institut gestern verlauten lassen, man solle zunächst mal Gurken und Tomaten aus Norddeutschland meiden. Zumindest haben die Nachrichten das so gemeldet.


    Heute haben sie (RKI)gesagt, sie seien falsch widergegeben worden und man solle in Norddeutschland Gurken und Tomaten meiden.


    Vielleicht hat ihnen mittlerweile jemand gesteckt, dass es im Mai in Deutschland weder Gurken noch Tomaten geben kann ]:D

    Nur wenn man das Gemüse auf mindestens 70 Grad erhitzt kann man wohl sicher sein, dass es dann zum Verzehr unbedenklich ist. Doch bei Salat geht das ja nicht. Da lobe ich mir unseren kleinen Genüsegarten, der Salat, Gurke und Tomate hergibt.