Eisenmangel und Magenspiegelung?

    Hallo zusammen,


    ich kämpfe schon seit längerem mit einer Eisenmangel-Anämie und nun sind die Werte wieder richtig im Keller und nichts schlägt an. Habe jetzt vom Hausarzt eine Überweisung zur Gastroenterologie erhalten mit der Anmerkung: Bitte um Dis. ÖGD.


    Liege ich richtig, dass ÖGD für Magenspiegelung steht? Er selbst hat das Wort im Gespräch nicht erwähnt, deswegen bin ich da jetzt drüber gestolpert.


    Und zweite Frage: Wieso braucht es bei Eisenmangel denn eine Magenspiegelung?


    Ich mach mich nur schon wieder verrückt, seit ich heute da war und den Schein bekommen habe :-(


    Danke euch!

  • 8 Antworten

    Irgendwas muss den Eisenmangel verursachen. War bei mir auch so. Da muss man dann alle Optionen ausschließen, u.a. auch Blutungen im Magen-Darm-Trakt mit Magen- und Darmspiegelung. Wird meistens nichts gefunden, also mach dir keine Sorgen. Dann könnte z.b: auch eine Aufnahmestörung im Darm die Ursache sein, dass die Eisenwerte so schlecht sind. Das kann man auch testen. Oder bei Frauen eine überdurchschnittliche starke Periode. Das wars wohl bei mir. Mit Minipille ist meine Blutung fast auf null, Kontrolle der Eisenwerte nach 6 MOnaten steht aber noch aus - auber ich denke, das war bei mir die Ursache.

    Danke für die ausführliche Antwort!

    Habe jetzt auch direkt einen Termin ausgemacht, jetzt bin ich nur irritiert, dass die Spiegelung komplett ohne Vorgespräch stattfinden soll. Nun ja, dann hoffe ich auch mal auf einen unauffälligen Befund! :-)

    Hallo,
    Erst Mal zu deinen Fragen: Ja, ÖGD steht in diesem Zusammenhang für eine Magenspiegelung. Finde es auch sehr eigenartig, dass es kein Vorgespräch oder etwas dergleichen gab. Und so eine Mangen/Darmspiegelung findet häufig bei Eisenmangel statt, um die Ursache für den Eisenverlust herauszufinden, also ob es Blutungen in dem Bereich gibt. Aber mach dir keine Sorgen, das ist eher selten der Fall.


    Hast du es schonmal mit einer Eiseninfusion versucht? Hier bekommt man quasi den benötigten Eisengehalt direkt über eine Infusion in den Körper. Ich hatte auch einen starken Eisenmangel und die Tabletten zeigten einfach keine Wirkung, außerdem bekam ich Bauchschmerzen davon... Dann stellte sich heraus, dass mein Magen das Eisen nicht aufnehmen konnte. Also hat mir mein Hausarzt das Eisen direkt in die Vene gespritzt. Danach waren meine Werte rasant schnell im Normalbereich. Hatte auch keine Nebenwirkungen dabei (: Vielleicht fragst du mal nach, ob so eine Eiseninfusion auch eine passende Behandlungsform für dich wäre? Hoffe ich konnte dir weiterhelfen, alles Gute!

    Vielen Dank, das hilft mir sehr weiter!


    Ich war heute noch bei einem anderen Arzt wegen Eiseninfusionen. Mein Hausarzt hatte mir zunächst auch Tabletten verschrieben, aber die vertrage ich nicht und sie haben nicht angeschlagen - wie du geschrieben hast! Deshalb gab es noch eine Überweisung (mein Hausarzt selbst verabreicht Eisen nicht intravenös) und jetzt bekomme ich erst einmal zwei Infusionen und dann werden die Werte wieder kontrolliert.


    Gut zu lesen, dass beide „Therapien“ Routine sind - jetzt bin ich schon viel beruhigter!