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    Extren harter Stuhlgang (Kotsteine) aber keine Verstopfung!

    Ich weiß, dass das Forum bald zumacht, ich probiers trotzdem mal, vielleicht ist noch jemand hier der Lust hat eine sehr lange Frage zu lesen.


    Bisher hatte ich eigentlich immer matschige, klebrige Stuhlgänge, also das Gegenteil von jetzt, habe Laktose-, Fruktose- und Histaminintolerant und esse daher eigentlich nur sehr wenige Lebensmittel. Mein Hausarzt und Gastroenterologe sagen einfach, ich hätte ja eh Reizdarm und harter Stuhlgang ist "Verstopfung". Daher zielen alle Behandlungsansätze auf der Verbesserung der Darmbewegung. Mein Problem damit ist: ich habe 5-8 Stuhlgänge am Tag, ich habe Untergewicht obwohl ich sehr viel esse, meiner Meinung nach klingt das eher nach einem viel zu schnellen Darm. Dennoch versuche ich die Empfehlungen. Movicol, Iberogast, als nächstes wirds Resolor. Aber bisher wird mein Darm dadurch nur schneller, dann muss ich halt noch öfters oder früher aufs Klo, sehe darin keinen Vorteil.


    Wer nichts über Stuhl lesen möchte muss hier aufhören, jetzt kommt die Detailbeschreibung: Seit drei Monaten ist mein Stuhlgang extrem trocken und hart. Es beginnt damit, dass tagelang sehr harte kleine Klumpen kommen 2x hatte ich einen riesen "Stein", für den ich jeweils einige Stunden brauchte um sie mit viel Druck (habe Sternchen gesehen und war fix und fertig) und Blut los wurde. Ansonsten sind es immer sehr harte kleine Brocken. Ich habe jetzt in den letzten Monaten fast durchgehend mit verschiedenen Mengen Movicol herumprobiert damit ich nicht mehr so einen gro0en Stein bekomme allerdings vertrage ich das nicht gut. Ich hatte auch 2, 3x Durchfall, habe ein Medikament versucht das ich scheinbar nicht vertrage und es gibt auch lebensmittel die ich nicht vertrage. Aber wenn ich mich "normal" Ernähre, kein Movicol nehme und nichts tue was Durchfall verursacht, entstehen sofort wieder harte trockene Steine. Ich habe nun mehrfach versucht das Movicol ganz langsam auszuschleichen (am Ende nur jeden zweiten Tag nehmen, nur halbe Tüte und so weiter). Aber ohne wird es wieder richtig hart.


    Folgendes habe ich versucht ohne irgendeine Wirkung: 2x täglich Flohsamenschalen, immer ein Glas wasser hinterher. Nach jeder Mahlzeit 1-2 Gläser Wasser trinken. Jeden Tag nach der Hauptmahlzeit ein Spaziergang. Durch die Maßnahmen auch automatisch eine höhere Trinkmenge (eher 3 statt gut 2 Liter die ich normalerweiße trinke). Später dann noch die genannten Empfehlungen der Ärzte: Movicol, Iberogast. Movicol macht ab einer bestimmten Menge bei mir Fettstühle und bei höchstmenge einen heftigen matschigen Durchfall. Einen "Normalen" oder "weichen" Stuhl bekomme ich nicht hin. Ich kann nur zuwenig nehmen, dann bringts nix oder zuviel, dann Durchfall.


    Ich habe auch nichts an meiner Ernährung geändert, sie besteht seit Jahren aus: Nudeln, Kartoffeln, wenigen Gemüsesorten und Fleisch (eher Geflügel). Bisher hatte ich jahrelang einen sehr matschigen klebrigen Stuhlgang, da außer tausenden Intoleranzen nichts gefunden wurde, habe ich halt die Diagnose "Reizdarm".


    Zuvor brauchte ich manchmal unmengen Klopapier bzw. besser Wasser sofern zuhause, aber jetzt brauche ich gar keins! Es ist so hart und trocken, dass gar nichts am Hintern zurückbleibt. Ich würde mich darüber ja freuen aber dazu ist das ganze zu schmerzhaft. Ich kann die "Steine" auch schon im Bauch spüren und von außen erstasten, da sie so groß und fest sind. Ich kann praktisch die gesamte wanderung durch den Darm verfolgen bzw. zumindest an 3 Stellen an denen sie länger verweilen.


    Ich geb mich gern mit "das ist psychisch" zufrieden, Stress habe ich durch ein paar krankheitsbezogene Baustellen schon, dennoch hätte ich gerne irgendwas, was kurzfristig einigermaßen hilft. Was mir halt gar nicht weiterhilft sind Hinweise auf Ernährungsgründe (also zuwenig Ballaststoffe habe ich bestimmt nicht) und all die Dinge die gegen "Verstopfung" helfen, mein Zuiel ist nicht, noch öfters Stuhlgänge zu haben.


    Liest hier noch jemand der ähnliches kennt und hat eine Idee? ???

  • 13 Antworten
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    Es gibt ein Mittel, das Kijimea Regularis heisst, vielleicht kannst du das mal

    ausprobieren.


    Ansonsten machst du ja anscheinend schon alles, um deinen Stuhlgang zu verbessern":/

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    Ich bekomme das durch zu viel Getreide-Produkte. Reis z.B ist kein Problem. Wenn du den verträgst würde ich mal die Nudeln damit ersetzen und auch die Ernährung z.B durch Quinoa, Buchweizen etc. etwas abwechslungsreicher gestalten.

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    Plüschbiest schrieb:

    So weit ich weiß werden doch aus dem Stuhl im Dickdarm Wasser und Natrium Ionen resorbiert. Könnte es sein, dass der Darm da zu übereifrig ist?

    https://www.jameda.de/gesundhe…hlprogrammierte-darmhirn/

    Danke für den Hinweis. Das wäre tatsächlich eine gute Erklärung, warum all die Maßnahmen, die mir Hausarzt und Gastro blind gegen meine "Verstopfung" raten nicht helfen bzw. es gefühlt eher schlimmer machen. Vorallem der Hinweis auf Verspannungen: Ich habe seit ein paar Monaten mit mehreren Bandscheibenproblemen und nem eingeklemmten Nerv zu tun. Ich nehme zwar keine Schmerzmittel weil mein Magen/Darm eh schon spinnt aber ich habe öfters mal Schmerzanfälle und dementsprechend verspannt sich da auch öfters was. Vielleicht spielt das da mit rein.


    Vielleicht wird das besser, wenn eine der nächsten geplanten Maßnahmen des Orthopäden mal etwas bringen (wir versuchens von sanften Maßnahmen mit zunehmend intensiveren).


    Auch danke an die anderen Antworten :)^.


    Ich werde das Kijimea mal als Alternative zum Movicol testen das mir leider nicht so gut bekommt aber als einziges hilft. Oder zumidnest als Alternative zu Flohsamenschalen die aboslut gar nichts bewirken.


    Die Sache mit dem Getreide ist schwierig, aber ich kann das mal 1-2 Wochen testen. Ich bin leider bereits grenzwertig zum Untergewicht und da ich fast nichts vertrage, esse ich seit Jahren viele Nudeln. Tatsächlich ist Weizen das einzige Getreide das ich richtig gut vertrage, mit allen anderen hatte ich bisher leichte bis mittlere Beschwerden. Ich habe in den letzten Jahren mehrfach Getreidefrei getestet (meist für 4-6 Wochen) und außer einem Gewichtsverlust hat es nichts gebracht. Damals hatte ich aber auch dieses neue Problem noch nicht. Ein vorsichtiger Versuch werde ich vielleicht wagen, wenn andere Maßnahmen weiterhin nichts bringen.

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    Was ist mit den gängigen Hausmittelchen gegen Verstopfung?


    - getrocknete Aprikosen oder Pflaumen?

    - geschrotete und gequollene Leinsamen?

    - rohe rote Paprika (wirkt bei mir zumindest sehr gut X-\)


    Isst du sehr fettarm? Evtl. musst du die Fettmenge steigern.

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    Platypus schrieb:

    Was ist mit den gängigen Hausmittelchen gegen Verstopfung?

    Dass die höchstens die Stuhlfrequenz noch weiter erhöhen (die ist mir eh zu hoch). Ich habe "Verstopfung" bei 5-8 Stuhlgängen pro Tag, wenn ich irgendwelche Mittelchen hinzufüge wird das dann noch häufiger.


    Pflaumen gehen eigentlich nicht wegen meiner Intoleranzen aber ich habs trotzdem probiert, übliche Mengen haben keinen Effekt, extrem viel würde natürlich zu Durchfall führen.


    Platypus schrieb:

    - rohe rote Paprika (wirkt bei mir zumindest sehr gut X-\)

    Mein Ziel ist es nicht, den Darm zu entleeren. Das wäre einfach, ich kenne genug Lebensmittel und Medikamente, bei denen ich binnen Stunden Durchfall bekomme und den kompletten Darm entleere.


    Ich möchte, dass der Stuhlgang nicht mehr so hart ist, dass ich auf der Toilette manchmal fast Ohnmächtig werde vor Druck und das alles so dermaßen blutet und schmerzt.


    Wenn ich Durchfall bekomme, dann kommen die ersten harten Steine schnell heraus und hinterher wirds natürlich flüssig, aber das kann ja auch nicht das Ziel sein, jeden Tag für Durchfall zu sorgen. Das reizt den Enddarm zwar weniger als der harte Stuhlgang aber gesund ist das auch nicht.

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    Plüschbiest schrieb:

    Früchtewürfel haben meiner Mutter immer sehr gut geholfen.

    Beim "erweichen" des Stuhlgangs oder gegen "da kommt nix"?


    Ich probiere natürlich noch weiter übliche Hausmittel gegen VErstopfung durch und auch Resolor, wofür ich gerade das Rezept zugeschickt bekam.


    Aber bisher hat nichts davon eine Wirkung auf die Konsistenz, lediglich auf die Frequenz, die so gar nicht mein Problem ist. :-|

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    Meine Mutter hatte klassische Verstopfung.

    Wurde bei dir mal untersucht, wie lange der Stuhl bei dir im Dickdarm bleibt?

    Ich vermute, je länger desto wahrscheinlicher dass er zu Kotsteinen eindickt.

    Du schreibst ja, 5 mal am Tag.

    Wäre dass theoretisch möglich dass der Stuhl deutlich länger bei die im Darm ist als es normal wäre?

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    Plüschbiest schrieb:

    Meine Mutter hatte klassische Verstopfung.

    Wurde bei dir mal untersucht, wie lange der Stuhl bei dir im Dickdarm bleibt?

    Ich vermute, je länger desto wahrscheinlicher dass er zu Kotsteinen eindickt.

    Du schreibst ja, 5 mal am Tag.

    Wäre dass theoretisch möglich dass der Stuhl deutlich länger bei die im Darm ist als es normal wäre?

    Darüber habe ich auch nachgedacht, ob beides gleichzeitig sein kann? Also ich gehe öfters auf die Toilette als normal aber dennoch verweilt das Zeug länger drin? Ich weiß ja nicht von wann der Inhalt, der da ins Klo fällt, letztendlich ist. Da steht kein Datum drauf. :-|


    Zur Untersuchung: Nein, nichts wurde untersucht. Dummerweise hatte ich letzten Sommer erst eine Darmspiegelung, zwar lange vor diesem Problem aber naja. Deshalb gibt es für HA und Gasto keinen Grund etwas weiteres zu untersuchen, da der Darm ja "in Ordnung" ist. Ich soll halt alles mögliche probieren was gegen Verstopfung hilft.


    Ich glaube auch nicht an etwas schlimmes, also Krebs oder sowas. Entweder der Darm hat einfach keine Lust genug Wasser hinzuzuziehen obwohl ich genug Wasser zur Verfügung stelle. Oder trotz des häufigen Stuhlgangs bleiben Kotstücke vielleicht in manchen "Darmschlingen" längers hängen. ???


    Wenn mal so ein richtiger Stein da ist, dann kann ich den von außen Problemlos ertasten. Aber alle paar Stunden bewegt er sich an die nächste Stelle an der er etwas verweilt.

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    Klingt interessant, vielen Dank für den Hinweis. Habe bisher nicht viel dazu gegoogled was man da untersuchen könnte, ich hatte gehofft der Gasto hilft mir da weiter. Aber mehr als ich mit meinem "neuen Problem" dort anfrage, bekam ich nur Hinweis "wir hatten doch erst letztes Jahr ne Spiegelung" und 2, 3 Rezepte für Iberogast und Co. Mehr war nicht zu machen. Für Gespräche ist da eh kaum Zeit, die machen Ihre Spiegelungen, ansonsten soll man sie in Ruhe lassen. :-|


    Dadurch, dass ich so häufig Stuhlgang habe, denke ich halt überhaupt nicht an Verstopfung, aber wenn auf der Autobahn nen Stau ist kommen trotzdem ständig viele Autos an. Solange man die Leute nciht fragt, wann sie losgefahren ist, weiß man nicht, wie lange sie unterwegs waren.


    Ich mache sowas ähnliches demnächst für die Speiseröhre, da trinkt man eine Art Kontrastmittel um zu schauen wie es da aussieht. Fast Zeitgleich mit dem Darmproblem habe ich nämlich auch ein Schluckproblem bekommen, das hatte ich gar nicht hier erwähnt. Mir bleibt Essen bzw. insbesondere Flüssigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes "im Hals stecken".


    Ich frag bei dem Radiologen mal ob sie auch so eine Untersuchung anbieten. Ansonsten werd ich mal weiter Anti-Verstpfungsmittel probieren.