Gelegentliche Schmerzen nach Anal-Fissur OP vor einem Jahr

    Hallo zusammen


    Im Dezember letzten Jahres bekam ich sehr plötzlich nach einem starken Hustenanfall stechende Schmerzen im Analbereich. Da die Schmerzen innerhalb von 3 Tagen so schlimm wurden, dass ich nicht mal mehr auf die Toilette gehen konnte ohne fast in Ohnmacht zu fallen, suchte ich einen Proktologen auf, der mich nach einer sehr schmerzhaften Untersuchung umgehend in ein KH überweisen lies um mich operieren zu lassen.


    Im KH hatte ich dann eine Anal-Fissur OP, zudem hatte man mir gleichzeitig eine Mariske und eine Analvenen-Thrombose entfernt. Man kann sich, glaube ich, ziemlich gut vorstellen welche Schmerzen mir das bereitet hatte. {:(


    Die Operation an sich ist recht gut verlaufen und man hatte mich mit den Standardratschlägen (Ausduschen nach dem Stuhlgang, Sitzbäder und Sitzkringel, sowie Schmerzmedikation und stuhlregulierende Maßnahmen) nach 3 Tagen KH-Aufenthalt entlassen.


    Der "Heilungsprozess" an sich zog sich leider relativ lang dahin. Ich besuchte zwischendurch meinen Hausarzt zur Kontrolle der Wundheilung (so riet man es mir im KH).Die ersten halbwegs schmerzfreien Momente hatte ich ca 3 Monate nach OP. Zu dem Zeitpunkt hatte ich dann auch einen Termin bei meinem Proktologen, der mir gleich ordentlich den Kopf gewaschen hatte und mich wie einen Idioten hingestellt hatte. Ich hätte seiner Meinung nach alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Sitzbäder wären totaler Quatsch, Sitzkringel schon 2 mal und sowieso hätte ich ihn schon 2 Wochen nach OP aufsuchen sollen (was mir leider KEIN einziger Arzt inklusive IHM erklärt hatte) Leider war der gute Mann auch nicht fähig, mir wenigstens weitere Tips zu geben, was ich gegen die sporadisch auftretenden Schmerzen tun könnte. Er macht mir sogar noch Angst, indem er mir sagte, dass die Fissur sowieso jederzeit wieder kommen kann. >:( Also machte ich weiter, wie bisher.


    Inzwischen sind 10 Monate vergangen seit OP und ich leide immer wieder unter gelegentlich auftretenden Narbenschmerzen. Zumindest denke ich, dass es von der Narbe her kommt. Nach härterem Stuhlgang, längerem Sitzen oder auch zu viel Druck auf den Beckenboden, zieht es doch schon ordentlich auf 6 Uhr und hält dann auch gut und gern einige Stunden an.


    Ich habe inzwischen schon überlegt, erneut zu einem Proktologen zu gehen. Allerdings habe ich inzwischen wirklich Bammel vor weiteren Untersuchungen und OPs. Ich schätze, auch um eine Darmspiegelung werde ich nicht drum rum kommen. Davor graust es mich am meisten, da meine Oma vor kurzem dank einer Darmspiegelung nun einen künstlichen Darmausgang hat... Man hatte ihr ausversehen während der Untersuchung 3 mal den Darm durchstochen ohne es zu merken. X- :°( >:(


    Jetzt hoffte ich, jemand von euch hätte ähnliche Erfahrungen gemacht. Vielleicht gibt es hier jemand, der mir Tips geben kann, was ich gegen die Beschwerden tun kann, oder welche weiteren Maßnahmen sinnvoll wären.


    Wenn ihr es bis hierhin geschafft habt, zu lesen. Danke! Ich würde mich über Antwort freuen.