Geplatzter Blinddarm: Ähnliche Erfahrung?

    Mein geplatzer Blinddarm


    Vor gut 10 Jahren war ich Inline-Skaten. Plötzlich hatte ich bauchschmerzen, habe mir da ja natürlich nichts dabei gedacht. ich musste brechen und hatte durchfall, bin jedoch noch rumgelaufen und machte keine anstalten, dass es mir wirklich schlecht geht. der hausarzt kam, da es immer wie schlimmer wurde. ich war immernoch ziemlich ruhig. seine diagnose: magen-darmgrippe! so wurde ich dann auch behandelt. 2.5 tage später, keine besserung in sicht. der arzt wurde nochmals geholt. diagnose immernoch: magen-darmgrippe... aber da ich zu wenig


    flüssigkeit zu mich nehmen konnte, schickte er mich ins krankenhaus damit ich wieder flüssigkeit bekomme über eine infusion. im krankenhaus angekommen, wurde ich von der oberärztin untersucht. ihre diagnose: geplatzter blinddarm. problem: geplatzer blinddarm seit ca. 3 tagen und keine flüssigkeit im körper und behandelt vom hausarzt auf magen-darmgrippe. für die ärzte im krankenhaus war es schon ein wunder dass ich nicht geschrauen habe, oder sonst bemerkbar gemacht habe, dass ich wahnsinnige schmerzen hatte. ich kann mich heute auch nicht wirklich an die schmerzen erinnern. ich weiss nur, dass der blindarm schon fast zu beginn an geplatzt war und deshalb nicht mehr oder gar nicht den rechten schmerz unten wahr genommen habe. den nach einem geplatzten blinddarm verursacht die ganze bauchdecke schmerzen und man kann nicht eruieren von wo aus das ganze kommt. nur mit em bluttest kann man in diesem fall sehen dass es der blinddarm ist und keine magen-darmgrippe. aber dieser bluttest wurde bei mir nie gemacht. meine mutter machte isch schreckliche vorwürfe, dass sie den ernst der lage nicht erkannt habe. doch ich war nicht "wehliidig", sie konnte nichts ahnen. ich konnte im krankenhaus nicht sofort operiert werden, da ich bei der op ohne flüssigkeit drauf gegangen wäre. deshalb mussten sie das risiko eingehen und mich über die nacht mit infusionsflüssigkeit aufpumpen um mich dann am morgen als erstes zu operieren. ich kann mich nur noch an die oberärztin erinnern und wie ich auf dem op tisch lag und diese köpfe über mich hinab schauten. für den moment dachte ich, ich wäre nicht mehr anwesend ich war so bedusselt. ich sehe diese köpfe heute noch vor mir. die op ging sehr lange. mein ganzer körper war bis obenhin fast vergiftet. sie mussten den bauch voll aufspannen und alles säubern, denn darm wurde anscheinend herausgelegt, gesäubert und wieder reingedrückt (unteranderem habe ich anscheinend deshalb heute noch darm-probleme). ich habe eine 12 cm lange und ca. 1 cm breite narbe vom bauchnabel her abwärts und links und rechts der narbe 2 kleinere schnitte wo die blutsäcke etc. rangehängt wurden. es sieht nicht schön aus und erinnert mich ständig daran was passiert ist. ich kann mich nicht an s aufwachen nach der op erinnern. ich glaube sie haben mich kaum wach gekriegt. dannach war ich 6 wochen im krankenhaus, etliche komplikationen und der darm wollte sich nicht regulieren. ich wurde sehr lange am schlauch ernährt und musste noch länger mich an die schonkost halten. als ich das 1. mal aufstehen musste/konnte waren meine muskeln völlig schlapp ich konnte nicht selber laufen. ich musste praktisch wie ein baby neu anfangen. ich habe massig gewicht verloren und sah aus wie ein superflaches brett. ich könnte ewigs


    weiter schreiben doch was zählt:


    ich habe das ganze überlebt und bin darüber superglücklich, obwohl ich mit den konsequenzen leben muss. ich bekam eine 2. chance sozusagen. das muss ich mir immer wieder vor augen führen.


    es nimmt mich wunder, ob sonst jemand ähnliche erfahrungen gemacht hat und z. B. heute noch probleme mit dem darm hat.

  • 16 Antworten

    Hallo Shirlyn,


    eine diffuse Bauchfellentzündung kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen (z.B. geplatzter Blinddarm, Darmverschluss, Darmperforation, postoperativ ...). Bei mir entstand sie nach einer subtotalen Dickdarmentfernung, worauf der Restdickdarm direkt nach der OP abstarb. Die Folgen einer Bauchfellentzündung sind immer die gleichen. Ohne Not-OP stirbt man.


    Nach dem langwierigen Ausheilen bleiben im Bauch natürlich großflächige Narben zurück bzw. es entwickeln sich Verwachsungen. Diese wiederum können sich auf die Verdauung auswirken. Es gibt zwar die Möglichkeit einer Adhäsiolyse (Lösung von Verwachsungen) in einer weiteren OP, doch kehren die Verwachsungen leider immer wieder zurück, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.


    Du siehst, Du bist mit Deiner Geschichte nicht alleine.


    Liebe Grüße von


    Angie

    Hi...

    Mein Bilddarm ist bei mir im Alter von 12 Jahren geplatzt. Das ist demnach jetzt 8 Jahre her. Bei mir fing es auch mit "einfachen" Bauchschmerzen an. Ich blieb halt von der Schule zu Hause, lag auf dem Sofa und versuchte mit meinen Schmerzen klarzukommen. Am nächsten Tag holte meine Mama den Arzt. Seine erste Diagnose weiß ich nicht mehr. Ich bekam eine Spritze. Erst am Tag darauf kam nach unzähligen Anrufen endlich ein Krankenwagen. Ich wurde ins Krankenhaus gefahren und mitten in der Nacht 2-3 Stunden untersucht. Ich erinnere mich nur noch dunkel daran. Als dann um 4 Uhr morgens der Oberarzt kam, rief er "geplatzter Blinddarm - bereitet alles für eine Not-OP vor!!" Ich wurde also operiert. Ich habe eine 8 cm und eine 2 cm lange Narbe zurück behalten, die allerdings bis heute sehr dunkel ist, da ich nach der ersten OP drei Tage später ein zweites Mal operiert haben. Ich hatte wohl doch noch was von der Flüssigkeit im Bauch. Als die Fäden gezogen wurde, wurde die Narbe in der Mitte nochmal aufgemacht um noch wieder ein wenig Flüssigkeit abzulassen. Dieser 1 cm lange Schnitt blieb danach offen und ich musste nach meiner Entlassung (14 Tage Krankenhaus) jeden Tag zum Arzt um eine neues Stück Mullbinde in die Wunde stopfen zu lassen...ja richtig gehört! Jeden Tag wurde ein neues Stück Stoff in den 1 cm langen Schnitt gestopft!


    Heute komm ich mit all dem super klar, ich hab keine weiteren Beschwerden zurück behalten. Auch die Narbe stört mich in keinster Weise, sie gehört einfach zu mir. Nur schade ist, dass sie auch nach den 8 Jahren immer noch sehr dunkel und auffällig ist. Aber ich denke von Jahr zu Jahr wird sie auch blasser.


    Das zu meinen Erfahrungen!


    LG *:)

    Zitat

    Dieser 1 cm lange Schnitt blieb danach offen und ich musste nach meiner Entlassung jeden Tag zum Arzt um eine neues Stück Mullbinde in die Wunde stopfen zu lassen...

    Diese Vorgehensweise ist üblich, denn die Wunde soll von unten herauf zuheilen. Bei mir sind von der 30 cm langen Narbe (Brustbein bis Schambein) nach dem Fädenziehen ca. 20 cm wieder aufgeplatzt. Auch das ließ man offen und wurde über 2 Monate zweimal täglich vom mobilen Pflegedienst gereinigt und neu tamponiert.


    Grüßle von


    Angie

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Unentdeckter Blinddarm

    Bei mir war es genauso, habe vor gut 8 Jahren beim Hausaufgaben machen, schleichende und immer intensivere Schmerzen in der Magen-Darmzone bekommen.


    Am nächsten Tag war ich beim Hausarzt, der hat das selbe gesagt, eben den Verdacht auf Magendarmgrippe.


    Aber es wurde 1-3 Tage so schmerzhaft, dass ich nicht mehr wusste, ob ich mich links, rechts, auf Rücken oder Bauch legen sollte. Meine Mutter war eigentlich meine Lebensretterin, weil sie anhand meiner Schmerzen sah, dass es doch etwas schlimmeres sein könnte. Also fuhr mich mein Vater abends in die Klinikambulanz und den Ärzten fiel nix auf, aber behielten mich für eine Nacht zur Beobachtung da.


    Da man erkannte, dass ich häufig Durchfall bekam, der sehr schleimig und grünlich war, machte man viele Untersuchungen.


    Darunter Röntgen, Ultraschall und CT.


    Erst beim CT sahen die behandelnden Ärzte, dass sich auf meinem Dickdarm Flüssigkeitsablagerungen befanden. Die Ursache konnte nicht diagnostiziert werden.


    Der Oberarzt sagte mir, dass ich in die OP gehen sollte, da man dort erst richtig sehen kann, was es genau ist.


    Nach der OP sagten alle zu mir, dass ich großes Glück hatte, denn es war tatsächlich ein schon geplatzter Blinddarm, dieser auch tödlich hätte ausgehen können.


    Das Either im Bauchraum wurde bei der OP abgesaugt und der Blinddarm zugenäht.


    Bis heute bleibt eine lange Narbe aber keine weiteren Leiden.

    es ist schon wirklich krass, wieviele dämliche ärzte auf dieser welt sind. ich habe jetzt schon von dutzenden fällen gehört, wo die ärzte stur eine magen-darm-grippe diagnostizierten und die patienten fast bei drauf gegangen sind. statt blut abzunehmen und bei starkem bauchschmerzen nicht als erstes an den blinddarm zu denken, ist ungeheuerlich. ich bin froh, dass meiner-obwohl es fehlalarm war- draußen ist.


    ihr seid echt tapfer@:) habt ihr euren arzt wenigstens gewechselt oder ihn einen bösen brief geschrieben? verklagen ist ja nicht so leicht


    also echt, unfähige ärzte- habe ich selbst sehr oft schon erleben müssen- bringen mich zur weißglut, könnte kotzen über diese trottel>:(:-(:(v

    Hallo!

    Auch mein Blinddarm ist geplatzt: An meinem 13.Geburtstag!


    Etwa sechs Wochen vor meinem Geburtstag hatte ich einen komischen Schmerz, nicht wirklich stark, im rechten Unterbauch. Ich (damals leidenschaftliche Leserin der medizinischen Fachlektüre meiner Omi) hatte sofort den Verdacht: BLINDDARM! Ich hab es meinen Eltern gesagt und die sind mit mir zum Hausarzt Derr tastete rumm und wollte mich mit nem Rezept wieder nach Hause schicken. Ich gab aber keine Ruhe. Er überwies mich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Die Ärztin dort machte Ultraschall und meinte: "Unauffällig. Du bekommst bestimmt bald zum ersten Mal deine Tage!" Ich mauserte noch ein wenig rumm, von wegen, ob sie denn nicht nochmal schauen möchte: "Nein! Leg dir schonmal Tampons bereit!" %-|


    Wir fuhren dann nach Hause, die Schmerzen wurden tatsächlich besser, gingen schließlich ganz weg.


    Sechs Wochen später: Abends hatte ich Bauchschmerzen. Meine Mami gab mir etwas dagegen und ich schlief ein. Morgens waren die Schmerzen wieder da und wir fuhren zum Arzt. Der tastete wieder rumm, machte US: "Blinddarm! Ab ins Krankenhaus!" Dort wurde nach weiteren Untersuchungen festgestellt, dass der BD bereits durchgebrochen war, wahrscheinlich in der Nacht. ich wurde um die Mittagszeit notoperiert. Das letzte was ich vorher hörte war:" Sollen wir dir ein Geburtstagständchen singen?!" %-|


    Die Operation verlief problemlos. Ich blieb noch 2 Wochen im KH. Den ganzen Sommer über konnt ich nich schwimmen gehen...


    Die Narbe ist gut verheilt, bis heute fast ganz verblasst.


    Achja: Meine Tage kamen ein halbes Jahr später. und es tat mir überall weh, nur nich im rechten Unterbauch.... ;-)


    Liebe Grüße! @:)

    Geplatzter Blinddarm

    Hallo zusammen,


    seit dem 17 Februar 2008 liegt mein Bruder mit einem geplatztem Blinddarm im Krankenhaus. Nach der Not - OP hatte er keine Darmfunktion und es mußte eine Magensonde eingeführt werden. Nach ca 4-5 Tagen hatte er erhebliche schmerzen im Unterbauch und mußte sich nochmals eine Not-Op unterziehen lassen. Befund war Darmverwachsungen. Nur komisch war das er einen Tag später einen ziemlich aufgebläten Bauch bekam und dabei erhebliche schmerzen hatte.


    Darauf hin beschloßen die Herren in Weiß ( endlich einmal ein vernünftiger Gedanke des Chefarztes ), das er sich nochmals einer Not-OP unterzeihen lassen mußte.


    Stand jetzt :


    Man stellte, man sollte es nicht glauben eine Bauchfellentzündung fest.


    Mein Bruder wurde jetzt in ein künstliches Koma versetzt, und der Darm und alles was dazu gehört wird täglich gereinigt.


    Ich bin ja zwar kein Fachmann, aber es kommt mir lagsam etwas komisch und zögernd vor.


    Was meint Ihr dazu ?


    Gruß:-)

    Geplatzter Blinddarm

    Hallo Monsti und Patrick,


    danke für Euer nachfragen.


    Wie es zur Zeit Ihm geht, genau kann man das nocht nicht sagen, denn es ist mal ein auf und ein ab.


    Eines haben die Ärzte schon mal gemacht, die Bauchdecke wurde gestern geschlossen, also keine Spülung nicht mehr erforderlich. Seine Blutwerte sind mal besser und ein wenig schlechter, und Fieber hat er auch noch. Deswegen lassen die Ärzte Ihn vorsichtshalber im Koma liegen. Lieber noch einen Tag länger im Koma liegen lassen als zu kurz, es könnte ja nochmals ein Rückschlag kommen. Denn man sagt der Körper erholt sich nur im Schlaf.


    Ich bin der Meinung das er auf der Intensiv sowieso besser aufgehoben ist als auf der Station wo er vorher war. Den das Personal und Ärzte sind hier ganz schön auf zack und sie sorgen sich sehr gut um Ihn.


    Wir hoffen, also meine Schwägerin, meine Frau und ich das es jetzt langsam aufwärts geht.


    Werde Euch auf dem laufenden halten


    Christian

    Hallo Christian


    Das ist echt schlimm was passiert ist, 1. hatte er Pech dass es überhaupt zu einem Blinddarmdurchbruch kam und 2. dass es dann auch noch solche Komplikationen gab..:-/


    Ich hatte auch Durchbruch, aber bei mir verlief es noch einigermassen glimplfig ab.. hoffentlich geht alles gut!!


    LG