Habe im März einen Termin beim Gastroenterologen, selbst ausgemacht aber nicht sicher ob ich hingehen soll.

    Der Titel sagt schon alles.

    Hab einen Termin ausgemacht beim Arzt, um Speiseröhre und Magen abchecken zu lassen.

    Habe schon seit meiner Jugend Sodbrennen und habe 2012 das erste mal eine Magenspiegelung durchführen lassen, es war alles sauber.

    Seit längerem habe ich jetzt ständig so einen verschleimten Hals und muss den Schleim immer hochwürgen, Sodbrennen habe ich nur noch gelegentlich.

    Jetzt Anfang März habe ich einen Termin aber irgendwie will ich den Termin nicht antreten, könnte auch damit zu tun haben, das ich 2012 immer so stark würgen musste und fast alles mitbekommen habe trotz Sedierung.

    Ich habe mir deshalb auch einen guten einfühlsamen Arzt ausgesucht der gute Bewertungen hat im Internet und mir bei ihm einen Termin gemacht.

    Jetzt rede ich mir ständig ein das meine Symptome vielleicht total harmlos sind und möchte den Termin lieber absagen und es lieber auf die lange Bank schieben, irgendwann später mal so in 10-15 Jahren.


    Einerseits möchte ich das abgeklärt haben und andererseits habe ich schon irgendwie Angst. Schon alleine nur die Fahrt dahin und die Vorbereitungen, der Gedanke daran macht einem Angst. Am liebsten möchte ich den Termin absagen, weiß nicht was ich tun soll.

  • 12 Antworten

    Was für eine Sedierung hattest du denn?

    Mir wurde in meiner Hausarztpraxis auch gesagt, ich bekäme etwas, womit ich ja nur etwas beruhigt wäre, wie unter Alkohol, aber ich bekäme ja alles mit - das ging für mich gar nicht. Habe die Spiegelung woanders mit Propofol machen lassen und habe friedlich geschlafen.

    BlueLagune schrieb:

    dass ich 2012 immer so stark würgen musste und fast alles mitbekommen habe trotz Sedierung

    Besprich das doch nächste Woche mit dem Arzt bzw. der Praxis und bitte um eine "gründliche" Sedierung. Das schon erwähnte Propofol ist heute wohl das Mittel der Wahl.

    Hier noch eine Stimme für Propofol. Du kannst dort anrufen und fragen was sie verwenden.

    Ich dachte, das ist Standard.

    Jede Vorsorge ist besser als keine. Ich würde nichts auf später verschieben, denn später kann mal zu spät sein.

    Hallo BlueLagune,


    ich kann dich verstehen, solche Arzt-Termine sind nicht immer unbedingt schön.

    Wenn du zu dem Termin gehst, hast du Gewissheit und dir kann geholfen werden. Eine Möglichkeit für dich wäre hier, dass Thema offen mit dem Arzt/derÄrztin zu besprechen. Sag ihm/ihr, dass du bereits schlechte Erfahrungen gemacht hast und frag ggf. nach, ob die Möglichkeit besteht, ein Medikament zu bekommen, wodurch du von der Behandlung nichts mitbekommst.

    Wenn du garnicht hin gehst, fragst du dich vielleicht die nächsten Jahre, was es wohl ist und welche Ursache es hat. Zumal es von alleine nicht unbedingt besser wird.

    LG :)

    Ich hatte auch eine sehr unschöne Magenspieglung und seitdem große Angst vor einer erneuten Spiegelung. Kannst du nicht vor deinem Termin nochmal beim Gastroenterologen anrufen und sagen, dass du wegen deiner schlechten Erfahrungen sehr große Angst hast, dass du wieder etwas von der Spiegelung mitbekommst und ob die dass irgendwie anders machen. In der Regel kennen die Mitarbeiter in der Praxis sehr gut diese Ängste und können dementsprechend beruhigen.

    Ihr scheint komische Ärzte zu haben. Ich lasse mir Propofol spritzen und habe mein Lebtag noch nie was davon mitbekommen. Weder bei einer Magen- noch bei einer Darmspieglung.

    Ich würde zu keinem Arzt gehen, der das nicht verwendet....

    Und bei Sodbrennen sollte man alle 5 Jahre nachschauen lassen, wie der Magen aussieht. So mein Gastroenterologe.

    Ruf vorab an was du zur Sedierung bekommst und ob du Propofol haben kannst. Damit schläfst du sicher für die Dauer der Untersuchung und bist schnell wieder fit. Ich hatte 2 x Propofol und 1 x Midazolam. Auch wenn ich alle 3 Spiegelungen o.k. fand, würde ich Propofol bevorzugen, denn da schläft man halt tief genug um nichts mitzubekommen und ist sofort wieder recht fit. Das Schlimmste war das fies schmeckende Rachenbetäubungsspray und der fehlende Milchkaffee in der Früh, von der Spiegelung habe ich nichts mitbekommen, war auch wieder Aufnahmebereit als der Arzt mir das Ergebnis erklärte. Zuhause war ich dann etwas kaputt, hatte Zwicken im Bauch von der Probenentnahme aber das war am nächsten Tag weg. Echt nichts wovor man Angst haben muss. Bei der Spiegelung mit Midazolam meine ich, dass ich zwischendurch was mitbekommen habe, kann mich an die Std. danach nicht erinnern und war den ganzen Nachmittag platt. Auch nicht so tragisch aber Propofol ist angenehmer.

    Ja, Benita, es gibt komische Ärzte. Bei meiner ersten Spiegelung wurde ich vorher noch gefragt, ob ich wach sein oder schlafen möchte.

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich nichts mitbekommen möchte und fest schlafen will. Wir machten eine Kurznarkose mit Propofol aus.


    Als dann der Tag kam, lag vor Ort eine Spritze mit einer durchsichtigen Flüssigkeit bereit. Da ich Propofol kenne, war mir klar, dass es das nicht sein konnte. Ich fragte schnell nach bevor ich das Beißloch in den Mund bekam.

    Nö, ich habe mir gedacht sie könnten sich ihren Ängsten ruhig mal stellen und ich werde sie nur mit Dormicum ein wenig sedieren, dass sie kein Theater machen.


    Ab dem Moment war der Rest der pure Horror. Ich wurde auf die Seite geschmissen, das Beißloch fest im Mund, mir wurde schwummrig vom Dormicum.

    Aber mehr eben auch nicht. Dann kam der Schlauch und traf auf meinen ausgeprägten Würgereflex, meine Panik und meine Wut.

    Es vergingen wohl nur wenige Sekunden bis ich mir den Schlauch wieder gezogen hatte, irgendwas umwarf und ich den Arzt schimpfen hörte, warum mein Puls auf 210 sei.


    Gnmfff......ich war rasend vor Wut, sah dann noch wie sich eine Spritze mit Propofol mit näherte und dann wachte ich irgendwann wieder auf und wurde vom Personal gefragt, warum ich weine.

    Ja, Leute, weils furchtbar war und der Arzt sich nicht an die Absprache hielt und ich nicht nur den Stress deswegen erleiden musste, sondern auch 2 Medikamente statt nur eines erhielt.

    So ein Arschloch war das.


    Deshalb: auf Propofol bestehen und wenn das nicht bereitliegt, sofort aufstehen und gehen!


    Ich musste dann zwei Jahre wieder zur Spiegelung. Diesmal aber woanders. Ich habe die Geschichte dort sofort erzählt und klargestellt, dass ich sowas keinesfalls nochmal mitmachen werde. Zumindest nicht ohne juristische und evtl. auch bereits unmittelbarer körperlicher Konsequezen vor Ort.

    Die waren schockiert über den Bericht, sehr lieb und es war überhaupt kein Problem. Mit Propofol ist es im Grunde nur ein Schläfchen und somit easy.

    Super, wenn man einem Arzt gleich klarmacht: dies, nur dies oder...... Und wehe nicht.... Dann gleich Jurist....

    Ich habe immer vorher nette Gespräche mit meinen Ärzten und sie sind auch noch nie abgewichen von dem, was abgemacht wurde.... Bei unsympathischen Ärzten kommt es darauf an, was ich von denen will. Ist der Arzt ein super Diagnostiker, aber ansonsten blöd, ist mir die Diagnose wichtig und den Rest der Kommunikation nehme ich dann so hin... Aber selbst solche Ärzte haben sich an das gehalten, was vereinbart war.

    Benita, es wäre vielleicht sinnreich gewesen das gesamte Posting zu lesen. Dann erschliesst sich dir vielleicht auch, warum ich so vehement bin in dem Punkt.

    Der Arzt war damals auf Anhieb eben nicht unsympathisch, sondern hat die Sau erst zum Spiegelungstermin rausgelassen, er hat sich schlicht NICHT an unsere Vereinbaurng gehalten.

    Ich wünsche dir ganz ehrlich, dass dir das nie passieren wird. Das Gespräch vorher war nämlich da auch noch nett.


    Ich mache das übrigens durchaus zwar sehr deutlich, was ich erwarte, aber ganz sicher in einem sachlicheren Ton als hier, wie du ihn auch von dir kennst. Vielleicht da nicht von dir auf andere schließen.;-)

    Ich bekomme Propofol. Ich gehe mal stark davon aus das ich 2012 wohl nur eine leichte Sedierung bekommen habe aber so genau weiß ich das leider nicht mehr.

    Ich weiß nur noch wie ich den Schlauch mehrmals rausgewürgt habe und der Arzt schon ziemlich genervt war. Ich bekam dann erneut eine Spritze, danach war ich dann wohl weg.

    Das Ganze sitzt einfach noch zu tief im Gedächtnis und umso näher der Tag rückt umso weniger möchte ich es machen auch wenn ich Propofol bekomme.

    Schon alleine die Vorbereitung, vorher nichts essen und trinken, und die fahrt zum Arzt ist schon ne große Hürde für mich.

    Ich muss mich gedanklich beruhigen und das Ganze gelassen sehen, das ist aber leider nicht so einfach, nur dann schaffe ich es zum Arzt.


    Wie ist das eigentlich wenn man zum Termin erscheint und es sich dann anders überlegt, muss man dann die Arztkosten tragen?

    Ich hätte gerne noch ein Notfall Ausweg wenn gar nichts mehr geht aber ohne Konsequenzen, ansonsten muss ich eben den Termin absagen oder ich verschiebe es erst einmal bis Juli.


    Der Einzige Weg der für mich nur dann funktioniert hat so paradox es auch klingt, wenn ich mir große Angst mache das ich Krebs haben könnte, dann zwinge ich mich dazu, aber das ist purer Stress und ich weiß nicht ob das so richtig wäre die Sache so anzugehen.


    Manchmal denke ich mir, ach scheiss drauf Augen zu und rein mit dir, nicht viel denken und einfach rein marschieren... dann kurze Zeit später überwältigt mich die Angst wieder.

    Ich muss mal schauen und mir gegebenenfalls irgendeine Strategie ausdenken um meine Angst auszutricksen.

    Welchen Eindruck hattest du denn von der gastroenterologischen Praxis beim Terminausmachen? Wie sind die Bewertungen im Internet?


    Vielleicht hilft dir das, dass du dich ein wenig beruhigt.


    Du kannst natürlich auch noch einmal in der Praxis anrufen und deine Ängste schildern und dann kannst du sehen, wie sie darauf reagieren.