Heliobacter, seit Monaten schlimme Übelkeit, nichts hilft.

    Ich schreibe für meine Mutter und hoffe auf Hilfe, wir wissen langsam wirklich nicht mehr weiter :-(

    Ende 2019 bekam sie eine Magenschleimhautentzündung und behandelte sich selbst mit Pantoprazol, welches die Magensäure reduziert. Das soll angeblich auch das Mittel der Wahl bei solchen Erkrankungen sein.

    Leider gingen ihre Beschwerden auch in den folgenden Monaten nicht weg. Sie kämpfte täglich mit starker Übelkeit, Völlegefühl, Magenschmerzen.

    Als sie sich endlich entschloss zum Arzt zu gehen, ging der Lockdown los und in den darauffolgenden Wochen und Monaten bekam sie so gut wie keine Behandlung mehr. Alles wurde verschoben, kein Arzt wollte sie aufnehmen. Der einzige Rat, den ihr ein Arzt ihr gab, war das Pantoprazol einfach weiter einzunehmen und zwar in noch höherer Dosis. Was sie auch tat, allerdings wurden ihre Beschwerden nie besser. Irgendwann war es so schlimm, dass sie sich schon beim bücken übergeben musste.

    Wochen später hatte sie Glück und bekam einen Termin zu einer Magenspiegelung. Dort wurde nichts gefunden. Wie sich später allerdings herausstellte, hatte sie dort auch nur einen Schnelltest bekommen der nicht viel aussagt, aber immerhin kein Magengeschwür.

    Es folgten weitere schlimme Wochen des Wartens, bis sie endlich einen Termin zu einem Atemtest bekam. Dort wurde dann der Heliobacter festgestellt und sie bekam ein sehr starkes Antibiotika. Dadurch ging es ihr so schlecht, dass sie heute sagt, dass sie das nicht noch einmal schafft.

    Das ist jetzt etwa 3 Wochen her.

    Der Arzt hat ihr geraten, das Pantoprazol weiter zu nehmen, da der Magen von der Behandlung noch gereizt ist. Sie nimmt jetzt aber nur noch 20mg.

    Die ersten Tage nach dem Antibiotikum schien es bergauf zu gehen, doch nun ist es doch wieder sehr sehr schlimm geworden. :-(

    Sie hat keine Lebensqualität mehr, ist nur noch am weinen, seit mittlerweile 10 Monaten leidet sie unter schlimmer Übelkeit.

    Nebenbei nimmt sie noch frei erhältliche Aufbaupräparate für Magen und Darm, aber nichts hat bisher geholfen.

    Der nächste Termin zu einem weiteren Atemtest ist erst in 2 Monaten. Und ob sie eine weitere Therapie schafft ist fraglich, sie ist mittlerweile sehr schwach, fühlt sich nur noch krank und müde, kann auch kaum noch etwas essen.


    Hat jemand eine Idee, was man noch tun könnte? Sind diese langen Wartezeiten zwischen den Untersuchungen und Behandlungen normal? Es kann doch nicht sein, dass es ihr so schlecht geht und sie immer wieder wochenlang bis zur nächsten Untersuchung warten muss. Ich frage mich auch, ob Heliobacter diese Antibiotikatherapie wirklich überlebt haben kann? Meine Mutter musste 12 Tabletten am Tag nehmen. Könnte es vielleicht noch andere Ursachen geben? Wir sind sehr verzweifelt :-(

  • 4 Antworten

    Ich hatte ein ähnliches Problem und damals etliche kg abgenommen.

    Bei wurde der Helicobacter pylori neben einer Entzündung direkt bei der Magenspiegelung nachgewiesen.

    Es gibt zwar verschiedene Medikamentenkombinationen, aber die Behandlung mit 2 Antibiotika+Pantoprazol gehört zum Standard. Da ich eine ganze Reihe von Antibiotika nicht nehmen darf, die Behandlung demzufolge nur halbherzig war und die Alternative (mit 4 Medikamenten) bis vor einigen Jahren in Deutschland nicht zugelassen, bin ich den Helicobacter nicht losgeworden.

    Zitat

    Hat jemand eine Idee, was man noch tun könnte? Sind diese langen Wartezeiten zwischen den Untersuchungen und Behandlungen normal?

    Der Atemtest zum Erfolgsnachweis wurde auch bei mir erst nach Wochen durchgeführt. Ja, das ist normal.


    Was mir geholfen hat, war eine Nahrungsumstellung und das langsame Absetzen des Pantoprazol. Manche vertragen das Zeugs ganz gut, mir ging es damit erst so richtig schlecht und ich konnte fast gar nichts mehr essen.


    Ich habe die Kohlenhydrate (vor allem das Weizenzeugs) reduziert, ernähre mich viel von Gemüse, Obst, Milchprodukten, Reis, Kartoffeln, Eiern, magerem Fleisch – angelehnt an die leichte Vollwertkost.

    Was mir gut tut, habe ich nach der Methode Versuch und Irrtum herausgefunden - also mit einigen wenigen Lebensmitteln angefangen und den Speiseplan dann erweitert. Einige Dinge, die man eigentlich meiden soll (Vollkornprodukte mir Körnern, Kiwis,…) vertrage ich super, andere wiederum gar nicht. Ganz übel sind Pfefferminztee, Zitrusfrüchte, Paprika, Zwiebeln, Alkohol …

    Mit Medikamenten (vor allem mit Schmerzmitteln) halte ich mich sehr zurück. Denn auch den „Magenschutz“ in Form von Omeprazol oder Pantoprazol vertrage ich ja nicht.


    Ich hatte dann nochmals eine Magenspiegelung. Der Helicobacter wurde zwar noch nachgewiesen, aber die Entzündung war weg. Solange ich symptomlos bin, wird es keine weitere Therapie geben.


    Gute Besserung!




    Aurora schrieb:

    Ich frage mich auch, ob Heliobacter diese Antibiotikatherapie wirklich überlebt haben kann? Meine Mutter musste 12 Tabletten am Tag nehmen.

    Naja ein Bakterium, das in Magensäure lebt, hält schon einiges aus. Ich bin froh, dass diese Tortur vorerst nicht wiederholen muss.


    Aber vielleicht ist der Helicobacter ja weg und es liegt tatsächlich am Pantoprazol. Das Zeugs wird einem duch die Ärzte regelrecht nachgeworfen.

    Danke für eure Berichte. Das Pantoprazol hatte ich auch schonmal im Verdacht, leider hat meine Mutter große Angst es abzusetzen, und dass ihr Magen die plötzliche Magensäure nicht aushält. Aber damit schafft sie dem Heliobacter doch grade ein günstiges, wenig saures Milleu :-/Die Ärzte lassen sie das Zeug schon seit 10 Monaten durchgehend nehmen :-/

    Das mit der Ernährung werde ich ihr auch nochmal sagen.

    Hey,

    also aus Erfahrung kann ich dir sagen dass ein Antibiotika Kur nicht zwangsläufig beim 1 mal wirkt.

    Ich für meinen Teil musste dass ganze 3 mal machen bis ich den Helicobacter losgeworden bis.

    In Sachen Pantoprazol würde ich euch vielleicht mal raten Iberogast zu probieren... dass ist zwar nicht so stark wie Pantoprazol aber viele sprechen darauf ganz gut an.

    Das Hauptproblem beim absetzen von Pantoprazol ist der Rebound Effekt. Wenn sie dass schon seit 10 Monaten nehmen muss wäre ein plötzliches absetzen meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, denn dann kommt das Sodbrennen noch stärker wie vorher.