Hiatushernie verschlimmert?

    Guten Abend,


    ich muss gerade mal meine Ängste loswerden. Ich leide schon seit längerem an Magenbeschwerden und war vor einigen Tagen sehr mies drauf, da die Schmerzen kaum zum aushalten waren. Ich war so wütend und verzweifelt, dass ich mir mehrmals auf den Magen bzw. oberen Teil gehauen habe - ich weiß, total dumm. Das Dümmste kommt aber noch : ich hatte vergessen, dass bei mir im Rahmen einer Refluxösophaigits, die auch bereits Kehlkopf angegriffen hat, eine kleine axiale Hiatushernie bestätigt wurde. Jetzt habe ich natürlich Angst, dass ich den Magen noch weiter nach oben verschoben haben könnte bzw. den Riss vergrößert habe. Ist das möglich? Das raubt mir den letzten Nerv!


    Danke für eure Hilfe!

  • 8 Antworten

    Ich kann deine Verzweiflung verstehen,weil ich weiss wie beschissen man sich fühlen kann.Lebe selber schon bald 20Jahre mit sowas.Aber ich bin ziemlich sicher ,dass du durch so einen Stoß nicht deinen Bruch vergrösserst.


    Man braucht viel Geduld und Selbstdisziplin um die momentan wohl vorhandene Entzündung auszukurieren.


    Aber irgendwann ist es wieder besser und die Laune steigt .


    Alles Gute ! *:)

    Vielen Dank, Bobo2015, das beruhigt mich etwas. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich irgendetwas verändert hat, da der Reflux sich verschlimmert hat bzw. die Schleimhaut am Kehlkopf ist mittlerweile weitaus mehr geschädigt, so dass ich nach jeder Nahrungsaufnahme aufpassen muss, mich nicht nach vorne zu beugen, sonst ist gleich alles mehr entzündet. Verstehe das nicht. Das habe ich aber schon vor meinem "Ausraster" bemerkt. Ich habe auch das Gefühl, mein Magen kann nicht mehr richtig verdauen, weiß nicht, ob das von PPI kommen kann oder kann das auch eine Nebenwirkung der axialen Hernie sein? Aber ich habe gestern Mittag um 15 Uhr das letzte mal gegessen, allerdings auch fettig und nicht magenschonend, 1 halbe Pizza, etwas Salat und 1 Kinderriegel. Das war bis auf einen Eiweissriegel die einzige Mahlzeit und ich habe noch immer das Gefühl, mein Magen ist wie gelähmt und der Inhalt noch immer darin, kann das auch von einer axialen Hernie kommen? Wohl eher nicht, oder?


    20 Jahre sind wirklich lange, wie meisterst du das Ganze?

    Wenn du wirklich nur einen kleinen Bruch hast,kann das wohl nicht die einzige Ursache sein.Vieleicht ist noch eine Magenschleimhautentzündung mit dabei.Du solltest meiner Meinung nach mal eine Woche ganz konsequent magenschonend essen und wenn du PPI nimmst ,diese auch weiter nehmen bis eine Besserung eintritt.


    Ich bin zwar auch absolut kein Freund von dem Zeugs.Aber für den jetzt akuten Zustand gehts wohl nicht anders.


    Ausserdem solltest du deinen Arzt aufsuchen wenn du das Gefühl hast ,dass es garnicht geht.


    Zu meinen Beschwerden:Es ist eigentlich stetig etwas schlechter geworden und ich nehme eine Menge PPI.


    Zur OP kann ich mich aber noch nicht richtig überwinden,weil ich nicht überzeugt bin ,dass das die richtige Lösung ist.Stichwort:stiller Reflux und wohl auch nicht unerhebliche Nebenwirkungen.

    Vielen Dank für deinen Rat. Dann scheinen wir eine ähnliche Geschichte zu haben. Ich bin der Meinung, ebenfalls an stillem Reflux zu leiden, da ich das häufig beschrieben Sodbrennen mit Brennen hinter dem Brustbein nur äußert selten habe, allerdings dieser Magendruck und das Völlegefühl bis hin zu einem monströsen harten Blähbauch, der auch den Darm mitbetrifft und eben die Schleimhautschädigung am Kehlkopf regelmäßige Begleiter meines Lebens sind. Bei mir wurden 2 Magenspiegelungen durchgeführt, eine chronische Gastritis und eben die kleine axiale Hiatushernie festgestellt. Allerdings laut Gastro kein relevanter Reflux, was ich nicht glauben kann. PPI soll ich nur bedarfsweise nehmen, nehme sie aber aktuell durchgängig, bringt aber nur Erleichterung bei abendlichem Fasten, aber auch nich üt 100%, wobei ich das Gefühl habe, seitdem noch schlechter zu verdauen. Ich werde in jedem Fall für die nächste Zeit sehr magenschonend essen und hoffe, die Sache weitgehend in Griff zu kriegen, eine OP möchte ich ebenfalls nicht, sieht auch bisher kein Arzt als notwendig.


    Eine OP hilft, wenn ich dich richtig verstanden habe, bei stillem Reflux nicht einmal? Ohje, das ist ja irgendwie wirklich frustrierend. Und die PPI konnten die Verschlechterung bei dir ja scheinbar auch nicht aufhalten.


    Ich bin immerhin erleichtert, dass du nicht denkst, dass ich selbst den Magen weiter nach oben verschoben haben könnte. Ich werde in jedem Fall nochmal einige Ärzte zu Rate ziehen, woher diese blöden Druckbeschwerden etc. immer kommen. Ich könnte zwar auch weitgehend damit leben, wenn das Ganze nicht mittlerweile auch auf den Kehlkopf geschlagen wäre. Aner erstmal an einen Arzt zu geraten, der sich wirklich Gedanken hierzu macht, ist echt nicht einfach. :-(

    Es ist eine beschissene Krankheit und Ärzte sind teilweise wohl überfordert.


    Selbst ein Gastroenterologe unserer Uni-Klinik sagte mir das Refluxerkrankungen


    schwer zu behandeln sind.Man sollte wirklich versuchen sich von PPI s fernzuhalten


    und sie nicht dauerhaft verwenden.


    Die bessere Lösung ist gesundes leicht verdauliches Essen und innere Ruhe finden.


    Ich weiss es ist leicht gesagt und schwierig zu erlangen.


    Aber sich ein wenig austauschen zu können hilft auch schon mal. *:)

    Vielen Dank an euch alle! Ich kam leider nicht mehr zum Schreiben. Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte entweder überfordert, desinteressiert sind oder einfach nicht glauben wollen, dass PPI nicht imme helfen. An einer Ernährungsumstellung komme ich wohl tatsächlich nicht vorbei, habe damit auch bereits begonnen, aber es klappt noch nicht immer.


    Schönes Wochenende!