Hilfe: Kann eine Zöliakie ausgeschlossen werden?

    Hallo liebe med1-Community,


    ich habe wie bereits 2012 schon beschrieben einige Symptome, die auf eine Glutenunverträglichkeit hinweisen könnten.


    • Ständiges Hungergefühl, leichte Schmerzen ca. 10 cm über dem Bauchnabel
    • Leichter Durchfall (ähnliche Symptome eines Reizdarms) - Stuhl weich, fettig, übel riechend
    • Muskelschwäche
    • juckende Augen, brennend
    • Blähungen
    • Ständiges Durstgefühl
    • Nasenschleimhaut trocken, geschwollen
    • Juckende Kopfhaut
    • Reibeisenhaut (Oberarm, Oberschenkel, Waden)
    • Haarausfall, inselförmig
    • Nächtliches Wasserlassen
    • Gelenkschmerzen


    Vor ca. 2 Wochen wurde nach unzähligen Hautarztbesuchen bei mir eine Psoriasis diagnostiziert. Ich habe noch einen weiteren Termin beim Rheumatologen, da ich vermutlich auch an einer Psoriasis Arthritis leide mit Morgensteifigkeit und den Gelenkschmerzen.


    Nun habe ich gelesen, dass die Schuppenflechte durch Stress oder auch Lebensmittelunverträglichkeiten ausgelöst werden kann, da es zum Leaky Gut Syndrom kommen kann. Mein Hausarzt hat einen einfachen Bluttest gemacht und meinte, dass man eine Zöliakie / GU definitiv damit ausschließen kann.


    Ich habe bereits gegenteiliges gelesen, dass es in 30% der Fälle zu einem falschen Negativergebnis kommen kann. Deshalb wollte ich hier nochmals nachfragen, ob es anhand der Laborwerte wirklich ausgeschlossen werden kann.


    Ich habe leider erst im Juni einen Termin zur Magen-/Darmspiegelung.


    [IMG:https://i.imgur.com/eWq0Vuf.jpg]


    Ich freue mich über jede Hilfe, damit ich nicht noch weitere 10 Jahre auf eine Diagnose warten muss :-)

  • 17 Antworten

    Das einfachste wärs ja, alles Gluten konsequent wegzulassen und dann schauen ob sich am Befinden was verbessert ;-).


    und das Leaky Gut Syndrom ist ja so eine Sache. Keineswegs wissenschaftlich belegt dass es wirklich existiert, trotzdem stürzt sich die Heilpraktikerszene drauf. Nachweisen kann man es wohl auch nur durch eine Gewebeprobe, die man unterm Elektronenmikroskop analysiert, von daher, vorsicht mit jeglicher "Diagnostik" da.


    Zu den Werten kann ich gar nichts sagen, aber der Versuch einer konsequent "richtigen" Ernährung wäre sicher sinnvoll.

    Hallo

    Eine Zöliakie lässt sich nur sicher mit einer Spiegelung und der Gewebeproben feststellen.

    Wann hast du denn Beschwerden ?

    Nach bestimmten Lebensmittel, wie Mehlprodukte ?

    Das solltest du mal beobachten.

    Wurden auch wichtige Blutwerte zb.vitamin B12 und Eisen untersucht ?

    Da hatte ich einen starken Mangel.


    Gruß rubyfee

    Eins steht fest, bei Zöliakie sollte sich das Befinden nach konsequentem Verzicht auf Gluten nachhaltig verbessern.


    Bei Glutenunverträglichkeit (was auch immer das sein mag) ebenso.

    Hallo rr2017


    Dann musst du aber genau aufpassen, es gibt viele Produkte wo Gluten enthalten sind, ohne das es ersichtlich ist.

    Nur brot und Kuchen wegzulassen ist zu wenig.

    Bei konsequenten Glutenverzicht müssen viele zb.Fertigprodukte auf Gluten geachtet werden.

    Denn schon kleinste Mengen können den Darm wieder schädigen.

    Und es kommt immer darauf an, wie stark die Darmschleimhaut entzündet ist, je länger dauert es bis die Entzündung heilt.


    Gruß rubyfee

    rr2017 schrieb:

    Das einfachste wärs ja, alles Gluten konsequent wegzulassen und dann schauen ob sich am Befinden was verbessert ;-).


    und das Leaky Gut Syndrom ist ja so eine Sache. Keineswegs wissenschaftlich belegt dass es wirklich existiert, trotzdem stürzt sich die Heilpraktikerszene drauf. Nachweisen kann man es wohl auch nur durch eine Gewebeprobe, die man unterm Elektronenmikroskop analysiert, von daher, vorsicht mit jeglicher "Diagnostik" da.


    Zu den Werten kann ich gar nichts sagen, aber der Versuch einer konsequent "richtigen" Ernährung wäre sicher sinnvoll.

    Danke für die Antwort. Ich habe bisher noch keine Ausschluss-Diät angefangen, da ich bisher immer gelesen habe, dass vor einer Diagnose weiterhin Gluten usw. zu sich nehmen sollte, da ansonsten die Antikörper nicht nachweisbar sind. Die "richtige" Ernährung gestaltet sich aufgrund der Unkenntnis über mögliche Unverträglichkeiten etwas schwieriger. Da reicht das Spektrum ja von Fruktose, Gluten, Gliadin, Alkaloide usw.



    Danke für deine Antworten. Den Termin zur Spiegelung habe ich leider erst Ende Juni. Die Beschwerden was Schmerzen und ständiges Hungergefühl angeht habe ich meist direkt nach einer Mahlzeit, aber anhaltend. Auch bemerke ich manchmal ein Sodbrennen z.B. nach Haferflocken oder auch Dinkel-Gries aber nicht nur.


    Die Blutwerte wurden meines Wissens bei mir letztes Jahr mal kontrolliert, aber ich schaue später mal nach ob Vitamin B12 oder Eisen untersucht wurden. B12 supplementiere ich jedoch schon seit einigen Monaten.

    Hallo

    Ist deine Antwort ernst gemeint ?


    Ich habe Zöliakie seit 20 Jahren und weiss einiges darüber.

    Bei mir dauerte es Monate, bis einer von vielen Ärzten eine Diagnose hatte.

    Ich hatte 10 Kilo abgenommen, mein Körper war durch die ständige Entzündung im Darm geschwächt und angegriffen.

    Es dauerte Monate, bis zu 1 Jahr bis die Darmschleimhaut wieder intakt war.

    Und auch Spuren von Gluten kann wieder eine Entzündung auslösen.


    Sollte die Fragestellerin die Diagnose bekommen, muss sie ihre komplette Ernährung umstellen.

    Aber erst durch eine gesicherte Diagnose.


    Gruß rubyfee

    Hallo TechN9ne

    Sehe gerade, du hast schon geantwortet.

    Es ist richtig, vor der Spiegelung normal zu essen, sonst ist das Ergebnis verfälscht.

    Du kannst ja versuchen, weniger Gluten zu dir zu nehmen, damit du nicht so starke Beschwerden hast.


    Gruß rubyfee

    Hallo rr2017

    Ich meinte dich eben, mit ist deine Antwort ernst gemeint !

    Und keine Auslasssdiät vor der Spiegelung, das verfälscht das Ergebnis.


    Gruß rubyfee

    Die Spiegelung ist erst im Juni, und um festzustellen ob es einem ohne Gluten besser geht, ist das einzige was hilft, das Gluten wegzulassen.


    Es ist bei Verdacht auf Zöliakie ganz bestimmt nicht angeraten, noch 2-3 Monate lang trotzdem Gluten zu futtern, das kann schwerste Schäden verursachen.

    Hallo

    Das ist so nicht richtig, der totale Verzicht auf Gluten ist für die Diagnose nicht hilfreich.

    Wie ich schon geschrieben habe, es sollte wenn möglich auf überwiegend glutenhaltige Ernährung verzichtet werden, zb das Brot .

    Aber nicht auf alles glutenfreie.


    Gruß rubyfee

    Aber es geht doch nicht primär um die Diagnose sonder um das Wohl des Patienten. Und aufgrund der Schäden die Zöliakie anrichtet erscheint es mir gar nicht ratsam, bei dem Verdacht weiterhin Gluten zu futter, egal ob viel oder nur wenig..

    @Rubyfee  rr2017


    Danke für die Antworten!


    Ich habe nun einen früheren Termin zur Magen-/Darmspiegelung bekommen und werde hoffentlich schon bald wissen, was der Auslöser für die Probleme ist.