HILFE!!! Wie ist das Leben ohne Magen?

    Hallo,


    die Uniklinik Heidelberg hat bei mir (m,46) nach etlichen Untersuchungen im Magen einen neuroendokrinen Tumor festgestellt, der im Magen und einem benachbarten Lymphknoten gestreut hat. Mir soll der komplette Magen herausgenommen und durch einen Teil des Dünndarms ersetzt werden (Ersatzmagen). Ich habe bisher keinerlei Beschwerden. Da der Tumor langsam wächst und noch nicht sehr fortgeschritten ist muß ich noch nicht direkt unter das Messer. Von einem Bekannten hörte ich von seiner Schwägerin mit einer ähnlichen OP, dass diese noch Monate nach der OP nur "Astronautennahrung" zu sich nehmen kann.

    Wie das alltägliche Leben nach so einer OP aussieht sagt einem kein Mensch.

    Ich bin total geschockt und möchte von Betroffenen gerne erfahren wie der langfristige Alltag nach der OP aussieht. Ich bin total geschockt und überlege mir auf die OP zu verzichten und lieber noch ein paar Jahre "normal" zu leben als Jahrzehnte sowas...

    Ich habe schlaflose Nächte und bin nur noch am weinen.

    BITTE berichtet mir von euren Erfahrungen.

  • 4 Antworten

    Hallo, lass dich lieber von einem Facharzt oder Fachkrankenschwester/Pfleger beraten oder ruf an einem spezialisierten Zentrum an.


    Wenn dein Krebs geheilt werden kann und nicht weiter gestreut hat, dann würde ich die OP machen lassen und gesund noch weitere Jahrzehnte leben.


    Es macht keinen Sinn nichts zu tun, den Krebs streuen zu lassen um dann palliativ behandelt zu werden, nur weil man das Risiko nicht eingehen möchte.


    Wähle weise. Ich wünsche dir alles Gute @:)

    Also du kannst später wieder ganz normal leben und auch alles wieder Essen, nur halt in kleinen Mengen mit Pausen. Ohne Magen ist der Speicherplatz nicht da, darum halt nur kleine Portionen. Schwierig wird es nur bei fettigen Lebensmitteln.

    Auch Lebensmittel die blähen solltest du dann meiden.

    Aber das lernst du alles nach der OP mit der Ernährungsberaterin.


    Nach der OP bekommst du aber auch eine Ernährungsberatung. Der Körper braucht zeit sich umzugewöhnen, aber wenn das geschafft ist, du auf deine Ernährung achtest, kannst du wieder ein normales Leben führen.


    Es macht Sinn das du dann auch nach der OP in eine Reha gehst z.B. onkologische Reha.


    https://www.gesundheit.de/kran…nken-nach-magenentfernung

    Zitat

    Ich habe bisher keinerlei Beschwerden. Da der Tumor langsam wächst und noch nicht sehr fortgeschritten ist muß ich noch nicht direkt unter das Messer.

    Warte nicht zu lange. Je länger du evtl wartest desto größer die OP und die Frage ist auch ob das Metastasiert.


    Sprich mit den Ärzten wann es notwendig ist, es sollte nicht zuviel Zeit verloren gehen.

    Eine Tante von mir hat in jungen Jahren ihren Magen durch Krebs verloren.


    Damals war die Medizin auch sicherlich noch nicht so weit wie heute. Trotzdem hat sie mit dem Darmersatz relativ normal essen können, eben mehrmals am Tag. Sie starb (nicht am Krebs) mit fast 90 Jahren. Davon hat sie ziemlich 45 Jahre ohne Magen gelebt. Sie bekam regelmäßig Vitaminspritzen.


    Ich würde nicht zögern, sonst gibt es noch mehr Metastasen.