Ich hatte neulich ganz spontan eine Magenspiegelung. Termin zum Erstgespräch und Ultraschall, sollte daher nüchtern kommen. Da beschloss der Arzt, wir machen die Spiegelung gleich. Ich sagte dann ja, aber nur mit Kurznarkose. Einzige Frage war, ob ich noch Auto fahren müsste. Das musste ich auch unterschreiben, aber von einer Begleitperson war nie die Rede, weder im Gespräch, noch im Aufklärungsbogen.


    Spiegelung wurde dann gemacht, war sehr toll mit der Kurznarkose. Ich blieb 10 Minuten liegen, war dann gefühlt wieder fit und 30 Minuten nach der Untersuchung und der Befundbesprechung mit dem Arzt durfte ich gehen. Ganz alleine. Das Personal war eher etwas irritiert, als ich sagte, ich würde noch ein paar Minuten im Wartezimmer warten, ehe meine Mutter mich abholen würde :-D


    Gefühlt hätte ich es auch alleine nach Hause (immerhin 45 Minuten Busfahrt) geschafft, doch mit meiner Mutter an meiner Seite hab ich mich doch wohler gefühlt, vor allem als sie mich drauf aufmerksam machte, dass ich in den falschen Bus steigen wollte :=o


    Mein Vater hatte letztes Jahr eine Darmspiegelung, da durfte er erst gehen, als die Begleitperson (in dem Falle ich) sich beim Personal gemeldet hatte. Scheint echt von Praxis zu Praxis verschieden zu sein.

    Eine Bekannte von mir hat vor 20 Jahren mehrere Magenspiegelungen machen müssen, alle ohne Narkose oder Beruhigungsspritze. Das war laut ihrer Aussage keine große Sache, nicht unbedingt angenehm aber auch nicht schlimmer als andere Untersuchungen. Gleiches gilt für die Darmspiegelung, die sie in dem Zusammenhang auch hat machen müssen.


    Ich denke mir, das man das frei wählen kann. Ich selbst habe auch einmal eine Magenspiegelung gemacht. Da habe ich am Bildschirm den Magen selbst sehen können. War interessant.

    Zitat

    Klar geht das auch ohne Narkose. Fragt sich nur, wie sich das anfühlt wenn der Schlauch bis in den Magen geschoben wird.

    Ich konnte mir das auch nicht vorstellen, aber dann dachte ich, probieren wir es halt mal wenn der Arzt sagt, dass das kein Problem wäre. War dann auch wirklich keins, hätte ich nicht gedacht. Wenn man sich auf das richtige Atmen konzentriert geht das leicht. Und so ein Schlauch ist schnell wieder herausgezogen, wenn es Probleme gegeben hätte.

    @ Lian-Jill

    Bei meiner ersten und bisher einzigen Magenspiegelung, Damals, war es auch so, dass es letzendlich nur ging, weil ich mich dann auf beruhigende Atmung konzentriert hatte und den Würgereiz somit im Griff hatte. Die Beruhigungsspritze hatte mir in Sachen Würgereiz überhaupt Nichts genützt. Ich war nur wie halbbesoffen, aber ansonsten trotzdem völlig wach. %-|

    hallo,


    wenn du eine Narkose bekommst/möchtest, musst du auch eine Begleitperson haben.


    Ich habe mittlerweile schon einige Magenspiegelungen gemacht bekommen und bei keiner habe ich mir eine Narkose geben lassen, dass ist wirklich gut auszuhalten... gegen den Würgereflex bekommst du was !!!


    Meine erste Magenspiegelung hatte ich vor gut 20 Jahren, da wurde noch nicht mal eine Narkose angeboten...


    Lieben Gruß

    Als ich vor einem Jahr Magen- und Darmspiegelung machen ließ, wurde ich ausdrücklich anlässlich des Vorgespräches darauf hingewiesen, dass ich auf jeden Fall abgeholt werden müsse. (Auch als Fußgänger und vorsichtshalber auch bei gewünschter Durchführung ohne Sedierung!)


    Wie ich verstanden habe, kann man in Einzelfällen jederzeit wieder in "Narkose" verfallen und braucht daher in jedem Fall eine Begleitperson. Wenn keiner zum Abholen erscheint, kann man sich noch von einem Taxifahrer in der Praxis abholen lassen. Bei Patienten, die eigenmächtig ohne Abholung die Praxis verlassen, kann die Polizei geholt und ggf. Strafanzeige erstattet werden.


    Ich gehörte zu der Minderheit, bei der beide Spiegelungen ohne Sedierung gemacht wurden. Daher stand ich schon drei Minuten nach Beendigung der Spiegelungen wieder auf der Straße und konnte zum Frühstücken und Einkaufen gehen.


    Vor elf Jahren habe ich beide Spiegelungen aber auch schon einmal mit Sedierung machen lassen. Damals hielt es noch nicht so genau mit der Abholung, hätte es damals auch als übertrieben empfunden. Heutzutage ist man mit Recht vorsichtiger.


    Eine Durchführung ohne Sedierung kann ich übrigens nur denen empfehlen, die auch in etwas unangenehmen Situationen immer ganz locker und entspannt bleiben, also so tun, als ob man schwebt. Dann lässt es sich nach meinen eigenen Erfahrungen ganz gut aushalten. Wer das nicht kann, der sollte lieber eine Sedierung wählen, sonst wird die Untersuchung sowohl für den Patienten als auch das medizinische Personal zur Hölle.

    Zitat

    Bei Patienten, die eigenmächtig ohne Abholung die Praxis verlassen, kann die Polizei geholt und ggf. Strafanzeige erstattet werden.

    Wer kann angezeigt werden? Die Patienten oder das Personal?

    Ich hatte schon einige Magenspiegelungen und konnte immer danach allein nach Hause gehen allerdings waren die immer ohne Narkose.Ich find es garnicht nötig bei sowas in den Schlaf gelegt zu werden.

    Zitat

    Wie ich verstanden habe, kann man in Einzelfällen jederzeit wieder in "Narkose" verfallen und braucht daher in jedem Fall eine Begleitperson. Wenn keiner zum Abholen erscheint, kann man sich noch von einem Taxifahrer in der Praxis abholen lassen. Bei Patienten, die eigenmächtig ohne Abholung die Praxis verlassen, kann die Polizei geholt und ggf. Strafanzeige erstattet werden.

    Das wär ja sehr verwunderlich, wenn man ein Krankenhaus jederzeit auf eigene Entscheidung hin und gegen ärztlichen Rat und auch ohne dass irgendwer angezeigt wird verlassen kann, wenn man das unterschreibt, und nach einer läppischen Spiegelung nicht ":/

    In einem Fall, wo sich ein Patient nach einer Spiegelung (mit Sedierung) trotz Hinweis auf die erforderliche Begleitperson einfach alleine und selbständig aus dem Staub gemacht hat und auf dem Nachhauseweg mit dem Pkw tödlich verunglückt ist, hat der BGH im Jahr 2003 in dritter Instanz dem Arzt die volle Schuld zugesprochen. ;-D


    Begründung: Beim Patienten konnte eine Bewusstseinstrübung bzw. Einschränkung der Einsichtsfähigkeit nicht ausgeschlossen werden. Deswegen sei er möglicherweise nicht in der Lage gewesen sei, abgewogene und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. ;-D


    Ich denke, bis zur Übergabe an eine zur Abholung erscheinende Begleitperson hat sich der Arzt um den Patienten ungefähr so zu kümmern, wie um ein kleines Kind. Und ein solches Kind lässt man auch nicht einfach so ausbüxen. Zur Not beansprucht man die Hilfe der Polizei. ;-D


    Mein Facharzt hat mich im Vorfeld schon im Aufklärungsbogen schriftlich auf die erforderliche Abholung hingewiesen und sich dieses von mir bestätigen lassen. Am Untersuchungstag wurde ich zu Beginn auch nochmal gefragt, wer mich abholt. Gut, da die Sedierung bei mir auf meinen ausdrücklichen Wunsch entfiel, konnte ich anschließend eh machen, was ich wollte. ;-D


    In allen Praxen, wo ich bisher war, versuchte man die Patienten immer mit allen Mitteln zu einer Sedierung zu überreden. Das Schlauch-Schlucken und die Entnahme von Gewebeproben aus dem Magen müssen wohl viele sonst als Quälerei empfinden. Ich persönlich würde es niemals mehr mit Sedierung machen lassen, da ich mich "ohne" viel unbeschwerter fühle. ;-D

    Wenn man es ohne Sedierung machen lässt, braucht man nicht abgeholt zu werden.


    Ich habe es vor etwa einem Jahr machen lassen und wollte auch keine Sedierung, es war nur etwas unangenehm aber nicht schlimm. Man muss nur mitarbeiten, das heißt, den Schlauch schlucken.


    Es wurde nachmittags um ca 15 Uhr gemacht und ich hätte mit Sedierung noch warten müssen, um essen zu können.