Kann man sich wirklich an Ranitidin gewöhnen?

    Ich habe das Gefühl, Ranitidin 300 hilft nicht mehr. Kam damit gut zurecht, aber nach einem halben Jahr habe ich jetzt nachts trotz Einnahme Refluxbeschwerden.

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    Wie sieht es denn mit Omeprazol aus? Ginge das, oder verträgst du das nicht?


    Steht im Beipackzettel von Ranitidin irgendwas von Gewöhnung? Vielleicht hat die Situation mit deinem Reflux sich ja auch verändert, vielleicht mal wieder eine Magenspiegelung machen lassen.

    Hallo Cornelia,


    eine Magenspiegelung steht noch in diesem Monat an, da ich ja auch vom Ranitidin wegmöchte. Im Beipackzettel steht nichts von Gewöhnung, aber es sollte eben – wie die PPIs auch – im Normalfall nur über einen bestimmten Zeitraum genommen werden. Die Nebenwirkungen sind ja eigentlich überschaubar (im Gegensatz zu den PPIs, die habe ich 8 Jahre lang genommen und ich hoffe: nie wieder!)

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    Ich muss in best. Phasen (Stress, erhöhte andere Medikamentendosis) mit der Ranitidin-Dosis raufgehen auf bis zu 600 mg. Oder tatsächlich auf 2 Einzeldosen morgens und abends aufteilen. Habe da eine Weile in enger Rücksprache mit meinem Arzt experimentiert und jetzt eigentlich meinen Weg gefunden. Meine Einnahme schwnkt jetzt zwischen wochenlang gar nichts bis hin zu 600mg am Tag. Eine Gewöhnung konnte ich bei mir nicht feststellen.

    Bei mir wirkt Ranitidin nicht oder nur kaum. Auch Pantozol wirkt irgendwie nicht so toll:


    Ich habe früher Nexium mups genommen. Aber die bekommt man ja jetzt so nicht, mehr, jetzt nehme ich Espomeprazol. selber Wirkstoff aber leider Kapselform.


    Aber immerhin hilft es.

    Bei mir selbst ist es so, dass eine Rantidin-Einnahme am MORGEN weitaus besser hilft als tagsüber! Am Anfang nahm ich es vor allem zur Nacht, und zwar 300 mg (PPIs hatte ich für meine Begriffe schon viel zu lange geschluckt, kamen nicht mehr infrage).


    Heute reichen mir morgens, noch weit vor der ersten Mahlzeit eingenommen, 150 mg, und ich habe tagsüber so gut wie kein Sodbrennen mehr. Vorher meinte ich sogar einen Gewöhnungseffekt festzustellen; jetzt reicht komischerweise die halbe Dosis für eine doppelte Wirkung aus,


    Ich habe noch nie gelesen, dass der Zeitpunkt der Einnahme bei Ranitidin einen Unterschied ausmachen kann. ???

    Siehe oben.


    Ich hab' in akuten Phasen halt v.a. morgens oft Probleme mit Sodbrennen etc., so dass ich mal stumpf morgens Ranitidin genommen habe und vom Effekt sehr positiv überrascht war.


    Bei geringen Beschwerden nehme ich weiterhin abends (so, wie man es eigentlich soll). Aber sobald die Probleme mehr werden oder ich morgens mehr Medikamente nehme, nehme ich das Ranitidin auch morgens. Dann halt 2x150 mg am Tag, möglichst mit 12 Stunden Abstand. Wirkt definitiv besser als 300mg abends.


    Aber in akuten Phasen abends ganz weglassen ist auch keine gute Idee.

    Renessance

    Ich versuche, so wie vorher von den PPIs jetzt auch von Ranitidin wegzukommen, da ich den Gewöhnungseffekt fürchte und dann in sog. schlimmeren Phasen gar kein Mittel mehr für mich hätte, da PPIs für mich ein "no go" sind. Aber das klappt nicht so ganz und deshalb muß ich wieder zur Magenspiegelung. Fürchte mich vor dem Ergebenis: wieder Speiseröhrenentzündung, was bei bereits vorh. USBarrett ja nicht besonders gut ist.


    Meine Probleme sind mehr nachts als am Tag. Wenn ich nichts nehme bekomme ich oft anfallsartigen Husten und ganz selten schwappt auch die Säure regelrecht über. Ich nehme also Ranitidin 300 abends und versuche auf 150 runterzukommen.


    Untertags ist es lediglich so, daß ich links leichte Hals- und Ohrenschmerzen bekomme. Lt. Arzt sollte ich dann Talcid nehmen, ich versuche es mit Mandeln und Maronen (lecker in dieser Jahreszeit)


    Zeitpunkt der Einnahme: Na ja, Ranitidin wirkt halt für höchstens 12 Std. und wenn nachts die Probleme sind, ist es bestimmt besser, sie abends zu nehmen. Außerdem ist ja auch der Sinn der Sache, daß die Magensäure nicht komplett unterdrückt wird und zum Verdauen von Essen ist dann eben untertags Säure vorhanden (vereinfacht ausgedrückt)


    Wie geht's Dir jetzt mit Ranitidin?

    Sunflower

    Mein Gastro hat zu mir gesagt, daß eine Steigerung über 300 sinnlos wäre, da dadurch keine bessere Wirkung erzielt werden kann. Wie lange nimmst Du denn die Ranitidin schon? Von Dauereinnahme wird im Beipackzettel ja eigentlich abgeraten (wie ja auch bei PPIs).


    Darf ich fragen, warum Du die PPIs nicht verträgst?

    an Alle

    Was ich ja total unmöglich finde, ist, daß bei jeder Art von Magensäureblockern (Antazida, H2-Blocker und natürlich besonders PPIs) der Gastrinspiegel erhöht wird und deshalb dann bei einem Auslaßversuch zwangsläufig vermehrt Säure produziert wird. Ich würde so gerne aus diesem Teufelskreis rauskommen. Ich bin der Meinung, daß Ärzte den Patienten vor Beginn der Einnahme darauf aufmerksam machen sollten.


    Weiß jemand von Euch, ab welchem Zeitpunkt sich die erhöhte Gastrinausschüttung wieder zurückbildet? Werde meine Gastro befragen.

    Hallo Paulamarie

    Ich berichte weiter oben, worauf ich mit Ranitidin gekommen bin ...


    Ja, ich finde auch die Patientenaufklärung unbefriedigend bis leichtfertig. "So wenig wie möglich, so viel wie nötig" ist aber Konsens. Auch klar, weshalb: Weil die Säure ungehindert schlimmer sein kann als PPI usw.


    Die Frage ist auch für mich weiterhin: Wieso steht bei PPI und H2-Blockern, dass von Dauereinnahme abgeraten wird, ohne nähere Begründung? Könntet Du Deinen Gastro auch DANACH befragen?


    Bleib ruhig, oft macht man sich die ganzen Sorgen umsonst. Ich denke an Dich wegen der Spiegelung. :)*

    Sunflower

    Nein, wenns abends arg brennt und weder Heilerde noch eine Messerspitze Natron hilft, müssen auch bei mir die Medis ran ... nicht die Säure lange ungehindert in die Speiseröhre eindringen lassen, geht einfach nicht.


    Bei mir brennt es vor allem dann, habe ich festgestellt, wenn ich von der Nahrung, die ich schlecht vertrage, auch noch zu viel esse. Am besten ist es, wenn der Magen ganz leicht beschäftigt ist, mit Leichtverdaulichem.


    Ranitidin wirkt bei mir als "Grundlagen-Medikament" selbst in der geringeren Dosierung (150 mg als Einzeldosis), also auf praktisch leerem Magen, quasi vorbeugend, besser als PPIs.