• Kortison blutiger Durchfall

    Hallo! Ich nehme jetzt seit drei Tagen Kortison 60 mg und die Beschwerden mit dem blutigen Stuhl sind deutlich zurück gegangen, bzw nicht mehr vorhanden. Das ist natürlich super und freut mich wirklich. Mit dem Doc ist vereinbart am Montag zu telefonieren. Wenn es aber schon so schnell anschlägt, macht eine frühe Dosisredaktion nicht mehr Sinn? Wer hat…
  • 42 Antworten

    Also: ich hatte "normales" Prednisolon.

    Und zum stillen haben Arzt und Apotheker Embryotox befragt: stillen und Prednisolon geht in Ordnung.


    Hätte meine Maus die Flasche gut genommen, hätte ich tatsächlich lieber abgestillt.

    Nun wurde sie auch nicht mehr ausschließlich gestillt und dies war auch mit ein Grund weshalb die Kortison Therapie erst nur kurzfristig angesetzt war.


    Aber anstatt dann noch mal neu, sollte ich nun ein lokales C. nehmen, aber nicht wie empfohlen 2-4 Wochen, sondern nur 3-5 Tage.

    Von daher bin ich froh, dass ich nun noch mal einen anderen FA schnell konsultieren konnte.


    Mesalazin hat ja trotz 5 Wochen Einnahme nichts genützt, das sollte ich absetzen. Habe ich gestern getan.


    Lieben Dank für eure Erfahrungen!

    Die Unterschiede beim C. klingen sehr interessant, da werde ich mich nochmals genauer mit beschäftigen.

    Insgesamt habe ich mit Cortison viel leistungsfähiger gefühlt. Nur der Heißhunger hat mich wahnsinnig gemacht, gerade abends :-(

    Willst deinen Körper nicht mit ungesunden Sachen belasten und hast dann das Bedürfnis ne Tüte Chips, Gummibärchen und Torte einzufahren :(v das ist schon hart, da stark zu bleiben

    Will es schaffen schrieb:

    Insgesamt habe ich mit Cortison viel leistungsfähiger gefühlt. Nur der Heißhunger hat mich wahnsinnig gemacht, gerade abends

    Ja, kenne ich und da muss man sich ganz schön zusammen reissen, zumindest zu Beginn.


    Da Du ja kein C mehr nimmst, erübrigt sich jetzt der Hinweis, wie man ausschleichen sollte. Wie ich viel weiter oben schon schrieb, wäre es mMn besser für dich gewesen, bei evtl. 1 - 5mg tägl. zu bleiben. Dadurch wärest Du, zumindest bis zur genaueren Untersuchung und einer evtl. Diagnose, hiervon verschont geblieben, mehr oder weniger.

    Will es schaffen schrieb:

    Cortison hatte super geholfen, aber nach einer Woche Pause, alles wieder von vorn.

    Nur anders, diesmal sind es überwiegend schleimig, blutige Blähungen.

    Sollte sich noch mal eine Situation durch C ergeben, kannst Du in diesem Thread ja nochmal nachfragen bzgl. ausschleichen, wenn Du magst.


    Bis dahin alles Gute:)*

    Danke dir....

    Ja, für Doc1 war das absetzen Teil der Diagnostik....

    Er war dann leider im Urlaub als es wieder anfing. Im Notdienst bin ich dann mit der Empfehlung 10mg C, 5mg, raus.

    Auch so gemacht, aber das scheint nicht zu helfen....

    Doc 2 riet jetzt dazu, das C wieder abzusetzen (morgen), damit das Ergebnis der Darmspiegelung nicht verfälscht wird.

    Hab schon überlegt, es trotzdem weiter zu nehmen

    Es ist nicht nur so, dass dort bei Netdoktor ein Tippfehler bei dem milligramm (oder doch Gramm) vorliegt, sondern der Hersteller von Kortison schreibt im krassen Gegensatz zum Arzt der TE, dass Kortison in die Muttermilch übergeht und empfiehlt Abstillen.Der Pharmakologe und Hersteller weiß auch etwas und ich glaube ihm mehr als einem Arzt.

    Bei Fizzlypuzzly ist es wohl eher so, dass sie jeden Beitrag von mir ablehnt.


    Stillzeit


    Die Erfahrungen stützen sich auf ca. 40 Mutter-Kind-Paare.


    Pharmakokinetik


    HWZ: 2-3 h; Proteinbindung: 75% - >90% (dosisabhängig); molare Masse: 360; relative Dosis: 1-2%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 2 mg/kg/d: 1,17%; M/P-Quotient: 0,05-0,25; orale Bioverfügbarkeit: 100%. Bei Dosen bis zu 10 mg/Tag liegt die über die Muttermilch aufgenommene Menge unter der Nachweisgrenze.


    Klinik


    Für den gestillten Säugling ergibt sich selbst durch eine kurzdauernde Hochdosisbehandlung kein Risiko, da er über die Muttermilch nur einen Bruchteil einer üblicherweise gut verträglichen therapeutischen Kinderdosis erhält. Auch unter länger dauernder Behandlung mit 80 mg/Tag wird mit der Muttermilch nur eine Prednisolonmenge übertragen, die weniger als 10 % der körpereigenen Cortisol-Produktion entspricht.


    Empfehlung


    Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon sind Glucocorticoide der Wahl für eine systemische Behandlung während der Stillzeit. Auch hohe Dosen bis 1 g, einmalig oder wenige Tage nacheinander verabreicht, z.B. beim Asthmaanfall oder bei multipler Sklerose, erfordern keine Einschränkung des Stillens. Bei wiederholter Gabe solch hoher Dosen sollte, wenn es sich einrichten lässt, drei bis vier Stunden mit dem Stillen gewartet werden. Eine lokale Prednisolon Therapie ist für den gestillten Säugling unbedenklich.



    Quelle: Embryotox


    Ein Hersteller wird sich lieber doppelt und dreifach absichern in seinen Empfehlungen.

    Ich hätte meinen Kindern vor dem 12. Lebensjahr nicht mal eine rezeptfreie, natürliche Hydrocortisol-Creme gegeben. Denn es gibt auch nichtsteroide (hormonfreie) Entzündungshemmer.

    Und ich denke, dass man bei einem Baby auch "doppelt und dreifach" absichern sollte, zumal wenn sich die Gefahr durch Abstillen vermeiden lässt. Bei Antibiotika sind Frauen doch auch pingelig.

    Hallo! Ich hatte mal einen Leserbrief an Netdoktor geschrieben, den Herausgeber des oben angesprochenen m.E. Mißverständlichen Zitates. Hier ist die Antwort und ich betone, nur zur Info:

    Sehr geehrter onodisep,


    Vielen Dank für Ihr Vertrauen in NetDoktor.


    Grundsätzlich wägen Ärzte bei der Verordnung von Medikamenten Nutzen und Risiko ab. Das heißt, die therapeutische Wirkung muss die damit möglicherweise einhergehenden gesundheitlichen Risiken überwiegen.

    Tatsächlich gehen Prednison und seine biologisch aktive Form Prednisolon zu einem kleinen Prozentsatz in die Muttermilch über (laut Fachinformation bis zu 0,23% der Einzeldosis).

    Wie auch die Hersteller/pharmakologische Industrie in den Fachinformationen etwa zu Prednisolon schreiben, liegt die über die Muttermilch aufgenommene Menge bei Dosen bis zu 10 mg pro Tag aber unter der Nachweisgrenze. Darauf verweisen unter anderem auch die Experten der Berliner Charité.

    Diese sehen selbst bei einer kurz andauernden Hochdosistherapie kein Risiko für das gestillte Kind: Der in die Muttermilch übergehende Anteil entspricht nur einem Bruchteil der gut verträglichen therapeutischen Kinderdosis. Demnach erfordern hohe Dosen bis zu 1000mg/1g („g“ ist das offizielle Einheitenzeichen) auch keine Einschränkungen beim Stillen, sofern die Gabe einmalig oder über kurze Zeit erfolgt – beispielsweise zur Schubtherapie bei Multipler Sklerose (MS).

    Für ein Abstillen sprechen sich die Fachinformationen aus, wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum mit höheren Dosen behandelt werden, da der Medikamentenspiegel in der Milch dann ansteigen kann. Die Experten der Berliner Charité halten hier eine Wartezeit von drei bis vier Stunden entgegen. Der an das Kind weitergegebene Anteil entspricht beispielsweise bei einer Tagesdosis von 80 mg/Tag weniger als 10 Prozent der körpereigenen Produktion.

    Letztlich entscheiden Ärzte von Fall zu Fall – wie schon gesagt unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter Berücksichtigung der stillenden Mutter sowie des gestillten Kindes.


    Wir wünschen Ihnen für Ihre Gesundheit alles Gute!


    Ihre NetDoktor-Redaktion


    Code
    1. Florian TiefenböckArzt | Medizinredakteur

    Danke für die Info!


    Hat sich denn damit für dich das Missverständnis gelöst?


    Andere Frage zu Cortison....

    Wie sieht es mit C und Impfung, MMR, aus?

    Liebe Grüße

    Will es schaffen schrieb:

    Wie sieht es mit C und Impfung, MMR, aus?

    ":/Gute Frage, nächste Frage:_D

    Ich würde dir raten, dass mit deinem HA zu besprechen.

    Intuitiv würde ich sagen das es in dieser Kombination keine Probleme geben dürfte. Nur meine Hand lege ich dafür nicht ins Feuer.