Lange Geschichte zum Thema meiner Darmbeschwerden - Keine Lösung

    Hallo,


    ich habe beschwerden mit meinem Bauch und deshalb meine „Krankengeschichte“.

    Es ist sehr ausführlich beschrieben, aber ev. kann mir jemand helfen.


    Ich bin 35 Jahre alt, 190cm groß und Wiege knapp 100kg

    Durchaus sportlich mit Kraftdreikampf und Laufen (bis zu Halbmarathon)

    Kein Alkoholkonsum, kein Rauchen

    Ausgewogener Ernährungsstil mit erhöhtem Proteinanteil (Magerquark, Eiweissriegel,…)


    +)Seit einigen Jahren reagiert meine Verdauung bei fettigen Speisen (z.b. Wiener Schnitzel) etwas empfindlich, sodass ich nächsten Tag des Öfteren Durchfall hatte.


    +) Im Herbst letzten Jahres begab ich mich mit Bauchschmerzen (Schmerzen im rechten Unterbauch auf Höhe des Bauchnabels) zu meinem Hausarzt. Dieser stellte im Zuge eine Blutabnahme meine CRP – Entzündungswerte fest. Diese waren bei 80 (Grenze war 5). Nach 1 Woche Antibiotika und keiner Besserung der Werte schickte er mich ins Krankenhaus.


    +) Im Krankenhaus wurde ich sehr genau untersucht, großes Blutbild, Bauchraum abgetastet, Ultraschall des gesamten Bauraums. Keine Auffälligkeiten feststellbar.

    Nach 3 Tagen wurde ich ohne Befund entlassen, da meine Entzündungswerte wieder normal waren.


    +) Anfang diesen Jahres bin ich nochmals nach Ratschlag des Hausarztes (Durchfall, bzw. dünner Stuhlgang) ins Krankenhaus und wurde nochmals genau ambulant untersucht.

    Im Ultraschall wurde festgestellt, dass meine Dünndarmschlingen etwas „aktiver“ waren und meine Leber ganz leicht „fettig“ wäre.

    Es wurde der Ratschlag erteilt eine Darmspiegelung zu machen.


    +) Die Darmspiegelung ergab einen kleinen Polypen (linker Oberbauch) der entfernt wurde (gutartig) und Divertikel (laut Arzt für mein Alter ungewöhnlich).

    Es war aber nichts entzündet. Die laut Arzt zugehörige Übelkeit und Fieber hatte und habe ich zu keinem Zeitpunkt.

    Die zugehörige Magenspiegelung ergab einen leichten Reflux, laut Arzt aber nichts dramatisches.


    +) Da es sich nicht besserte und ich im Internet etwas recherchiert hatte, war ich beim Urologen (da ich manchmal leichtes Ziehen in den Hoden habe) ob im Bereich der Hoden etwas auffällig wäre – keine Auffälligkeit.


    Konkret habe ich nach wie vor folgende Beschwerden:


    Häufiger Stuhlgang (bis zu 5mal am Tag wenn ich Durchfall habe), immer wieder auch Durchfall

    Häufig Blähungen mit Winden / Flatulenzen.

    Ein ziehen im Bauch rechter Unterbauch, keine Krämpfe (Schmerz ist erträglich aber einfach ziemlich ungut)

    Wenn ich auf den Bauch drücke rechter Unterbauch auf Höhe des Darm schmerzt es „Mittelstark“

    Generell ich mein Bauch druckempflindlicher aber nicht hart.

    Etwas „lautere“ Darmgeräusche

    Keine Gewichtsabnahme

    Keine Appetitlosigkeit

    Kein Fieber

    Keine Übelkeit


    Hat jemand eventuell eine Idee?

    Könnte es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handeln?

    Zu welchem Arzt sollte ich mit meinem Problem gehen?


    Danke


    Josef

  • 2 Antworten
    josef1980 schrieb:

    Könnte es sich um eineNahrungsmittelunverträglichkeit handeln?

    Würde ich jetzt mal mit - Ja - beantworten wollen, weil sich nach med. Klärung bisher kein relevanter Befund ergeben hat.


    Du schriebst:

    josef1980 schrieb:

    +)Seit einigen Jahrenreagiert meine Verdauung bei fettigen Speisen (z.b. Wiener Schnitzel) etwasempfindlich, sodass ich nächsten Tag des Öfteren Durchfall hatte.

    Hast Du dich schon mal intensiv mit Ernährung befasst?


    Wenn Du die Probleme überwiegend nach fettigen Speisen bekommst, solltest Du zu Beginn dort ansetzen. Hier kann schon das jeweilige Öl oder sonstige Fette eine Rolle spielen.


    Ich würde dir raten darüber ein Buch zu führen, indem Du tägl. genauestens aufführst, was Du zu dir genommen hast. Auch was Naschereien, Kuchen usw. betrifft und nicht nur Öl angibst, sondern auch um welches Öl es sich handelt. Zusatzstoffe in den einzelnen Lebensmitteln können auch eine Ursache sein.


    Sobald es zu einer Reaktion kommt, kannst Du zumindest den Tag der Speisen vom Vortag unter die Lupe nehmen und durch evtl. Wiederholungen nachvollziehen.


    Wichtig ist auch mMn, das Du dich nicht nur auf den Durchfall beschränkst, sondern auch auf jedes Bauchgrummeln, Reflux achtest. Also jedes Geräusch, jedes Problem das mit dem Magen-Darm i.V. steht.

    Der Gastroenterologe ist initial eigentlich schon der richtige Ansprechpartner. Aber Darmprobleme sind leider sehr komplex.


    Bis auf die hohen Entzündungswerte könnten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, schlechte Darmflora oder Dünndarmfehlbesiedlung gut passen. Die Entzündungswerte könnten ja rein zufällig aufgetreten sein.


    Weit hergeholt kanns natürlich auch nen Zusammenhang haben, z. B. entsteht Dünndarmfehlbesiedlung angeblich häufig durch verganene Salmonelleninfektionen (die würde ja auch CRP Werte hochtreiben) oder durch Antibiotika. Aber wie gesagt, weit hergeholt, nur um mal zu zeigen wie vielfältig das sein kann.


    Ich denke es wär kein Fehler mal Laktose, Fruktose und Dünndarmfehlbesiedlung per Atemtests abzuchecken. Wenn Du Vertrauen in Heilpraktiker hast, kannst Du auch mal nen Darmfloracheck machen, das ist preislich noch ok, oder auch noch viel mehr checken lassen aber nach meiner Erfahrung ziehen sie einem spästens beim 3. Besuch nur noch das Geld aus der Tasche mit verrücktesten Theorien, selbst Darmflora ist ein umstrittenes Thema. Weiterhin kannst Du auch selbst Probiotika probieren, kann damit besser werden, gleich bleiben oder schlechter werden, jenachdem was das zugrundeliegende Problem ist. Man kann immer so 4 Wochen ein Mittel probieren und wenn es keine Besserung gibt, Pause machen und dann ein anderes Produkt. Da weiß bis heute niemand so genau wann man welche Bakterienstämme braucht, das ist einfach ein ausprobieren. Wenn jedes Probleme macht, deutet das auch auf bestimmte Diagnosen hin.