Magen oder Speiseröhre oder Beides?

    Hallo!

    Vielleicht hat hier jemand einen guten Tipp für ein wirksames Mittel oder ähnliche Beschwerden, wo mich Therapie und Heilungsverlauf interessieren.

    Ich habe seit einigen Wochen, ich nenne es mal Magenprobleme.

    Angefangen hat es mit mehrmaligem nächtlichen Sodbrennen, bis hin zu verschlucken von Magensäure.

    Vor vielen Jahren wurde festgestellt, dass mein Magen nicht richtig schließt und ich auch einen Reflux habe. Daraufhin folgte Dauermedikation von Pantoprazol 20mg abends. Seit dieser Zeit hatte ich kaum noch Probleme.

    Jetzt seit ca 7 Wochen ist es wieder extrem. Der Hausarzt verschrieb mir 80mg Pantoprazol und nach einiger Zeit war das Sodbrennen auch besser. Was bis heute fast unverändert geblieben ist, dass ich nach allem was ich esse oder trinke das Gefühl habe, mir schnürt es den Hals zu . Und als müsste ich ständig gegen Widerstand schlucken. Ich habe die letzten Wochen nur diätetisch gegessen, Suppe, Zwieback, Haferflocken, Reiswaffeln. Auf alles Fettige, Süße oder Saure verzichtet. Neben den Säureblockern nehme ich noch Heilerde, aber es will nicht besser werden.

    Magenspiegelung steht an. Da ich aber extremen Schiss davor habe schon 2 Mal schlechte Erfahrungen gemacht), würde ich das als letzte Mittel der Wahl nehmen.

    Vielleicht gibt's ja hier Menschen, denen irgendwas gagegen gut geholfen hat. Ich bin für jeden Tipp dankbar.

  • 10 Antworten

    Was meinst du denn mit "Mittel der Wahl" ? Eine Magenspiegelung ist ja nicht auf Besserung und Heilung ausgelegt, sondern wird zur Diagnostik durchgeführt.

    Die Spiegelung kannst du unter Kurznarkose (Propofol) machen lassen, dann bekommst du gar nichts mit.

    Ich würde schon dazu raten, denn nur so kann man sehen, ob was entzündet ist und wie stark. Die Schluckbeschwerden können eine Speiseröhrenentzündung sein.

    Schonkost machst du bereits, Medikamente nimmst du auch.

    Ich kann zusätzlich noch empfehlen nachts den Kopfteil des Bettes zu erhöhen, dass verhindert einen Reflux der Magensäure in die Speiseröhre.


    Wenn sich die Hernie, die damals gefunden wurde, verschlimmert hat, dann sollte man evtl. auch über eine operative Korrektur nachdenken.

    Ich weiß, dass eine Magenspiegelung zur Diagnostik bestimmt ist !

    Leider musste ich schon 2 Mal miterleben, dass ich trotz Spritze alles mitbekommen habe und das war äußerst unangenehm.

    Deshalb wollte ich vorher alle Mittel ausschöpfen, die vielleicht zu einer Besserung führen.

    Mit dem Kopfteil vom Bett ist es recht schwierig, da ich Bauchschläfer bin.

    • Neu

    1. Wahrscheinlich ne Entzündung der Speiseröhre durch den Reflux.

    2. Sag deinem Arzt das du alles mitbekommst. Es gibt alternativen zur klassichen Propofol sedierung.

    • Neu
    HerzensAngst schrieb:

    1. Wahrscheinlich ne Entzündung der Speiseröhre durch den Reflux.

    2. Sag deinem Arzt das du alles mitbekommst. Es gibt alternativen zur klassichen Propofol sedierung.

    Okay, werd ich mal ansprechen.

    Kann denn eine Speiseröhrenentzündung so lange anhalten?

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    Jup, kann sich ewig ziehen.Wenn es das nicht ist, kann man immenroch eine Manomatrie mit pH-Wert und Druck Bestimmung machen.

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    Falls es 'ne Speiseröhrenentzündung ist, kann ich da noch selber irgendwas gegen tun, außer der Säureblocker und Diät?

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    Cassandra 86 schrieb:

    Mit dem Kopfteil vom Bett ist es recht schwierig, da ich Bauchschläfer bin.

    Ich weiß nicht, ob Bauchschlafen prinzipiell ein Problem ist mit der Refluxsache oder nicht, aber statt das Kopfteil zu verstellen könnte eine Alternative sein, den Rost oder das ganze Bett auf Kopfseite zu erhöhen (Holz oder ähnliches unterlegen, da gibts Tipps im Internet, es sollte aber natürlich stabil und ungefährlich sein!). Dann ist halt der ganze Körper etwas schräg, aber es muss ja nur eine leichte Schräge sein. Vielleicht ist das einen Versuch wert.


    Ich hab gerade auch mit Magen oder Speiseröhre zu kämpfen, zum ersten mal in meinem Leben, normalerweise macht nur mein Darm beschwerden. Säureblocker halfen nicht und "schwieriges Essen für den Magen" esse ich ohnehin seit Jahren nicht. Vielleicht mach ich nen eigenen Faden, weils ein wenig "anders" ist.


    Was ich aber noch dalassen wollte: Am meisten hilft mir aktuell eine Zwerchfell-Atemübung (angeblich gegen Sodbrennen von diesen Liebscher und Bracht auf youtube). Das mit dem Drücken war nix für mich, das machte nur Brustschmerzen, aber das mit dem Atem ist bei mir ganz gut. Es löst das Problem nicht, aber es schafft Linderung. Ich denke es ist bei mir ne Kombination aus Speiseröhrenproblem und Verspannung, ob nun das eine das andere fördert oder nicht, keine Ahnung. Vielleicht ists nen Versuch wert? Und wenns das ganze nur ein paar Prozent erträglicher macht.

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    Mike578

    Danke für deine Antwort!

    Ja, da hast du Recht mit dem Bauchschlafen. Der Druck ist dann noch größer, aber leider kann ich nicht anders einschlafen. Vielleicht müsste ich es trainieren.

    Trotz abends 40mg Pantoprazol und nur einer kleinen Portion Abendessen ca 19 Uhr, bin ich heute Nacht um 3 mit leichtem Sodbrennen aufgewacht.

    Nach 8 Stunden dürfte doch der Magen eigentlich leer sein. Wo kommt da soviel Magensäure her. Nach etlichen kleinen Schlucken Wasser wurde es etwas besser. Unter die Matratze hab ich mir dann ein Kissen gelegt, dass ich etwas höher liege. Aber mit Schlafen hat das nicht wirklich was zu tun.

    Das mit den Atemübungen schau ich mir mal an, ein Versuch ist es wert und vielleicht bringt es ja was.