Magen- und Darmbeschwerden seit Monaten. Bitte dringend um Rat!

    Hallo,

    ich habe seit einigen Monaten unangenehme Beschwerden.

    Zuerst hat es damit begonnen, dass ich am linken Oberbauch ein Druckgefühl bekommen habe und meist morgens oder abends einen komischen bitteren Geschmack im Mund hatte. Dann hatte ich mit der Zeit ständige Appetitlosigkeit, trotz Hunger. Nun ist es so, dass sich dieses unangenehme Gefühl von der linken Oberbauchseite bis hin zum unteren Bauch verbreitet hat. Außerdem ist mir durchgehend leicht schlecht und das Gefühl plus die Übelkeit wird beim Essen schlimmer. Ich habe noch bemerkt, dass ständig mein Magen und mein Darm knurrt, das kann aber auch daran liegen, dass ich nicht mehr so viel essen kann. Seit ungefähr 1 Woche verschlimmern sich die Beschwerden drastisch. Leider haben Magen und Darmspigelung nix ergeben. Im Krankenhaus meinten die, das wäre kein Notfall und müsste nicht stationär behandelt werden... Ich warte schon seit 5 Wochen auf meiner Stuhlprobe.


    Ich bin 17 Jahre alt und sehr schlank. Meine Ernährung war leider jahrelang sehr ungesund.

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, ich weiß nicht mehr weiter und habe das Gefühl, dass die Ärzte auch keine Ahnung mehr haben. Der letzte hat das sogar auf meiner Psyche geschoben obwohl ich zu 9999% keine Krankheit simuliere oder hypochonder bin!

    Vielen Dank im Voraus. {:(

  • 5 Antworten

    Hallo,


    Du bist sicher kein Hypochonder. Deine Symptome spürst Du ja.

    Ich denke mal, dass Du einen Reizmagen und Reizdarm hast. Die Symptome passen ja auch.

    Reizmagen und Reizdarm sind Ausschlussdiagnosen und noch nicht besonders gut erforscht.

    Deshalb, vermute ich, schiebt Dich Dein Arzt auf die Psychoschiene. Ärzte möchten halt lieber "echte" Krankheiten behandeln. Ein Patient mit unerklärbaren Symptomen geht denen schon mal schnell auf die Nerven, besonders wenn er oder sie so jung ist.

    Versuch doch mal, Deine Ernährung etwas anzupassen, also weniger FastFood, mehr frisch gekochtes Essen, wenig Zucker und keine Energy-Drinks.

    Hast Du vielleicht viel Stress in der Schule oder mit Deinen Eltern? Stress kann das ganze erst richtig triggern und verstärken.

    Daneben spielt die genaue Beobachtung der Symptome eine grosse Rolle(Stichwort:energy goes where attention flows). Versuche also, Deinen Körper ggf. nicht ständig zu beobachten, lenk Dich ab.


    Diese Massnahmen brauchen aber viel Zeit, bis sich eine Besserung einstellt.*:)

    Wenn du dich über Jahre ungesund ernährt hast, dann ist es möglich, dass du einige Nährstoffmängel hast. An manchen Nährstoffen hängen hunderte von Enzymen und diese wiederum sind für eine gute Verdauung der Nährstoffe unverzichtbar, genauso für das Immunsystem (Fehlbesiedelung) und das Hormonsystem.


    Wenn nur ein Nährstoff Dauerhaft zu niedrig ist, dann laufen wichtige Stoffwechselprozesse ständig auf Sparflamme oder gar nicht richtig. Das kann auch zu Unverträglichkeiten und Bauchschmerzen führen.


    Ich würde mit meinen Eltern und dem Arzt darüber sprechen. Leider tun Ärzte das manchmal etwas leichtfertig ab. Das ist mir früher auch so gegangen mit einigen unschönen Folgen, die mir längere Zeit gesundheitlich beschäftigt haben. Hätte alles nicht sein müssen.


    An deiner Stelle würde ich Zink, Selen, Mangan, Ferretin, Folsäure, B12 und Vit. D testen lassen. Alle Werte sollten in einem guten mittleren Bereich liegen, besser noch etwas darüberliegen. Alles was darunterliegt ist keine optimale Versorgung.


    Leider zahlt die Krankenkasse nicht alles. Wenn man privat versichert ist, ist das wieder etwas anderes. Man kann aber mit der Kasse sprechen. Oftmals wird Ferretin, Vit. D, Folsäure und B12 gezahlt, wenn ein berechtigter Verdacht besteht. Ansonsten kann man sich bei einem Labor erkundigen, was die anderen Sachen kosten.

    Um dir konkret weiter helfen zu können, müsste man wissen, welche Untersuchungen bereits veranlasst wurden. Magen-, Darmspiegelung wurde gemacht, Stuhlprobe hast du auch abgegeben... was noch? Oder war das schon alles?


    Zitat

    Der letzte hat das sogar auf meiner Psyche geschoben obwohl ich zu 9999% keine Krankheit simuliere oder hypochonder bin!

    Deine Beschwerden können durchaus auch psychosomatisch sein. Zumindest sollte man das nicht komplett ausschließen!

    Psychosomatisch heißt aber nicht, dass du simulierst. Eine psychosomatische Erkrankung ist ebenfalls eine ernst zunehmende Erkrankung, die aber eher dein Seelenleben betrifft. Stress, Traumata, Trauer o.ä. können auch solche Beschwerden, wie die deinen, auslösen.

    Doch, bis man die Psyche in Erwägung zieht, sollte man vorher körperliche Ursachen ausschließen. Erst, wenn man hier nicht fündig wird, sollte man eine Psychotherapie in Erwägung ziehen.

    Wie schon mal erwähnt, gehen jüngste wissenschaftliche Theorien davon aus, dass eine psychsomatische Störung tatsächlich und sehr wohl körperlich begründet ist. Die Psyche hat aber die Gabe das alles zu verschlimmern.


    Es gibt immer mehr Leute denen nicht weiter geholfen werden kann, da der menschliche Körper immer noch ein Rätsel ist. Ärzte geben sowas natürlich nicht zu.


    In deinem Fall wurde auch längst nicht alles gemacht. Unverträglichkeiten. Auf die würde ich mich mal testen lassen.