• Refluxerkrankung

    Ich bin 23 Jahre, als Kind hatte ich schon häufig Sodbrennen, wußte aber zuerst gar nicht, daß es Sodbrennen war. Vor 3 Jahren stellte der Arzt (für Innere Medizin) durch Ösophago-gastro-duodenoskopie fest, daß die Cardia weit geöffnet ist, Magenschleimhaut-Ösophagusschleimhautgrenze ca. 1 cm oberhalb des Zwerchfells liegt, d.h. Refluxösophagitis…
  • 21 Antworten

    Eigentlich....

    wollte ich..., aber dann sollte ich... !


    Wenn ich lese, was die meisten von Euch so erlebt haben, dann muß ich feststellen, ich bin gesund! Und dabei habe ich die selben Symtome und klinischen Befunde wie Ihr, meine lieben Mitleider.


    Kurz zu meiner "Krankengeschichte":


    Ich habe gerne mal ein Glas oder mehr getrunken, rauche und habe einen stressigen Job.


    Irgendwann hatte ich plötzlich Kreislaufprobleme und ein Stechen in der Brust. Da war er nun - 35 Jahre alt und Herzinfarkt - aber denkste !!! Kein Arzt hat etwas festgestellt, keine EKG konnte etwas aufzeichnen, Ruhepuls 46 und beim Belastungs-EKG 150 bei 250W. Fazit: Psychosomatisches Überlastungssyndrom.


    So und nun kommst du !!!!! Es wurde immer schlimmer - Herzrasen, Panikattacken, Depressionen und eine Besuch nach den anderen in der Notaufnahme - weltweit.


    Die Internisten und Kardiologen haben sich überschlagen und gut kassiert, da ich ja Privater bin. 3 Magenspiegelungen, viele Belastungs-EKG's, mehrere Klinikaufenthalte haben nichts ergeben. Da ich auch schlecht schlafe und nach 4 Stunden immer aufwache und auf 's Klo muß - ging ich ins Schlaflabor: zentrale Schlafapnöe war die Diagnose und das bei mir mit 78 kg Körpergewicht. Also schlief ich mit Bipap Beatmungsgerät - war auch nicht besser, aber ich schlief 6 Stunden durch. Doch die Symtome kamen alle wieder.


    Dann Verzicht auf Kaffee ( Oh wie es mir schwer fällt ) wegen des Koffeins, Alkohol in jeglicher Form, keine Zigaretten mehr. Half alles aber nur für kurze Zeit.


    Ich wurde medikamentös auf Nexium eingestellt und es wurde besser - leider stellte sich mit der Zeit eine Übelkeit ein, welche nicht in den Griff zu bekommen war.


    So und nun kam der Hammer an meiner kleinen Geschichte.


    Für meine Nervosität und das Körperzittern wollte ich mir einen Tee kaufen und vergriff mich im Regal. Ich nahm "versehentlich" den Tee von MILBONA mit Kümmel, Fenchel und Anis. Ich trank Ihne den ganzen Tag in Litern, immer wenn ich Durst hatte. Pro Tasse mit einem Beutel Kamillentee dazu. Wochenlang.


    Ich schlief durch, hatte keine Herzprobleme mehr, musste nicht mehr aufstoßen und konnte völlig auf Nexium verzichenten, da ich es vergaß.


    Irgendwann habe ich dann damit aufgehört und war einige Tage später auf einer Messe in Italien, wo wir auch einige Glas Wein und einen Ramazotti tranken. Ein paar Sekt kamen auch noch dazu.


    Am nächsten Morgen war ich reif für die Klinik. Ich hatte Sodbrennen, Herzrasen, Schwindel, Körperzittern, konnte kaum Autofahren und mußte 800km nach Hause. Mit aller Mühe habe ich es auch geschafft, direkt in meine Stammklinik und ...?!? Wieder nichts. Kein Befund außer geröteten Stellen in der Speiseröhre und 2 Tage später eine Bronchitis. Schlafen konnte ich auch nicht mehr gescheit, da ich wieder auf Klo mußte. Die Leistungsfähigkeit läßt immer mehr nach und ich war genau da wo ich schon mal war: Psychosomatisches Überlastungssyndrom.


    Was habe ich bekommen: Von einem Arzt Pantozol, vom andern Nexium.


    Nehmen tu ich nichts - ich trinke wieder !!!


    Meinen Kümmel, Fenchel, Anis, Kamillen TEE, täglich, auch Sonntags und ich konnte schon am 2. Tag wieder schlafen.


    Ich esse alles, trinke nur keine Milch mehr und nichts mehr nach 19.00 Uhr.


    Ich habe gewonnen, was ich 15 Jahre lang verloren habe - mich selbst.


    sc@angstfreileben.de

    Re: eigentlich

    Hallo, habe Fragen zu diesem Beitrag, aber die e-mail-Adresse ist so nicht existent, Mails kommen nicht an, es erscheint eine Fehlermeldung.


    Hier die wichtigsten Fragen:


    Wo gibt es den Tee zu kaufen?


    Wieviel trinkst Du pro Tag, wieviel Beutel benutzt Du dazu (einen pro Kanne oder pro Tasse? Jedesmal Kamillentee dazu? Kamillentee soll man doch garnicht täglich trinken! (weil er ein natürliches Antibiotikum ist)


    Rauchst Du wieder?

    Das erste Mal

    Hallo,


    ich bin froh, dass ich endlich mal sehe, dass andere mir ähnliche Probleme habe, auch wenn es mir leid tut, dass es euch z.T. genauso schlecht geht. Ich habe nach Studium der Seite http://www.sodbrennen.net entschieden, mich zumindest für eine Operation beraten und voruntersuchen zu lassen.


    Meine Nexium Therapie hat hervorragend funktioniert, bis ich eine Woche Amoxicillin nehmen musste. Seitdem dreht mein Magen trotz Nexium total am Brett und zwar nicht durch bestimmte Speisen sondern unerwartet. Meine Frau sagte, schmecke nach Säure, das hatte ich schon lange nicht mehr. Außerdem habe ich seit 6 Monaten Brustschmerzen am Brustbein die sich durch Druck (Beispiel: Sicherheitsgurt) verstärken. Mein Hausarzt sagt, es kann mit Reflux nichts zu tun haben und empfiehlt ein Radiocintigramm (heißt das so?), da die Schmerzen ja nicht von innen kommen. Meine Lebensqualität ist echt eingeschränkt, Gicht in der Familien, Reflux und Brustschmerzen. Können die eine Folge von Nexium sein? Ich wäre ka schon froh, wenn die weg wären!


    Lange lamentiert, ich bin für jeden Kommentar dankbar!

    Verwirrt

    Hallo Leute!


    Bei mir ist recht frisch (vor einem halbem Jahr) die Refluxkrankheit Grad II festgestellt worden. Zunächst hab zwei Monate Nexium-mups nehmen und danach ein anderes Mittelchen. Danach ging es mir wieder recht gut und ich war so gut wie beschwerdefrei. Nun ging es mir wieder dermaßen schlecht, leide unter Schlaflosigkeit, bin total nervös, habe ständig Sodbrennen und Magendruck etc. Jetzt wurde wiederum Grad II festgestellt und mir wurde gesagt, das ich mein lebenlang Tabletten nehmen muß. Jetzt lese ich hier die ganzen Beiträge und es läuft mir eiskalt den Rücken runter. Nebenwirkungen haben sich nur so bei mir gezeigt, das ich eine total trockene Zunge habe, ansonsten Gott-sei-Dank noch keine. Aber ich nehme die Tabletten ja auch noch nicht so lange (Nexium 40mg). Wer kann mir denn zu einer operativen Lösung noch was sagen? Ich bin total verunsichert....


    Gruß


    und noch eine Leidensgenossin!

    MixSa

    Da ist mal wieder ein so einseitiger Beitrag, dass ich enttäuscht bin. Meine Nachbarin sagt beispielsweise, sie würde sich *jederzeit* wieder operieren lassen.

    Die medikamentöse Therapie ist ja echt toll

    Wenn ich dieses Forum verfolge, dann bin ich überrascht, wieviele Patienten sich so lange mit der unzureichenden und nebenwirkungsträchtigen medikamentösen Behandlung ihrer Refluxerkrankung herumplagen.


    Natürlich ist die Einnahme von Medikamenten die Therapie der ersten Wahl und in der Regel erfüllt sie die Anforderungen, nämlich die Symptome der Refluxerkrankung soweit zu lindern, dass ein weitgehend ungestörtes Leben möglich ist.


    Nur ich glaube, diese zufriedenen Patienten sind es nicht, die sich hier in diesem Forum versammeln.


    Es sind doch wohl eher die sogenannnten Therapieversager, für die die medikamentöse Therapie eben nicht den erwünschten Effekt bringt. Das gilt es als erstes auch zu akzeptieren. Und ich bin sicher, Sie alle haben schon alles probiert, was es so auf dem Markt gibt.


    Natürlich möcht ich hier keinem vorschreiben was er tun und lassen soll. Wenn Sie mit Ihrer Situation zufrieden sind, dann gibt es ja auch keinen Handlungsbedarf.


    Ich möcht aber dennoch noch einmal auf die operativen Möglichkeiten der Refluxkrankheit hinweisen, weil ich glaube, dass eine OP zumindestens für manchen von Ihnen eine echte Alternative darstellt. Sicher haben Sie auch mal darüber nachgedacht und sich informiert. Natürlich gibt es pro und contra, genauso wie für die medikamentöse Therapie.


    In der Hand des Spezialisten ist die OP einfach und sicher und risikoarm. Bedenken Sie, 95 % der Patienten sind nach der Op zufrieden !!!


    Sprechen Sie also mit dem Operateur und wenn es geht auch mit Patienten nach der OP !


    Hören Sie doch auch auf die guten Erfolge nach OP, über die auch hier im Forum gesprochen wird.


    Und natürlich stehe ich auch jederzeit für Fragen zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Dr. Müller Tel.: 030 / 25 06 237

    Re: Kalli Reichert

    Hallo Kalli Reichert,


    wie geht es Dir. Auch ich habe ähnliche Beschwerden wie Du, auch kein Sodbrennen. Habe Dir schon eine Mail geschickt, aber die Adresse stimmt nicht mehr.


    christine

    Re: Die medikamentöse Therapie ist ja echt toll

    Für alle die in den Link von MixSa nicht reingeschaut haben hier noch einmal ein Auszug......


    ....laut Prof. Manfred Stolte vom Klinikum Bayreuth liegt bei derartigen Eingriffen die Sterblichkeit bei 0,2 bis 0,5 Prozent der Operierten. Zudem träten bei 17 Prozent der Operierten Komplikationen wie zum Teil anhaltende Schluckbeschwerden auf. Manche Patienten verlören auch die Fähigkeit zum Aufstoßen. "Ich sage meinen Studenten deshalb, wer einen Patienten zur Refluxchirurgie überweist, leistet Beihilfe zur vorsätzlichen Körperverletzung", sagt Stolte.

    weitere randerscheinungen?

    Hallo!


    Habe mich grad ziemlich gefreut, endlich ein forum gefunden zu haben, in dem sich leidensgenossen austauschen, die analytisch & konsequent an ihr problem herangehen und so der fundus an möglichkeiten richtig ausgetestet wird.. auch wenn man durch 100% rückschlagsquote immer wieder in lethargie zurückgeworfen wird ;-)


    Ich habe schon als kind nach dem essen fast immer sodbrennen gehabt, wovon ich natürlich nie etwas erzählt habe weil ich dachte, daß das zum essen dazugehört.. die magenbeschwerden haben dann mit ca 18 Jahren sporadisch angefangen, und seitdem (12 Jahre) ist mein oberkörper beim schlafen immer weiter nach oben gewandert.


    Dann möchte ich gleich mal meine erfahrungen schildern:


    Untersuchungen:


    Spiegelungen habe ich natürlich auch schon einige hinter mir, bisher hat mich leider nur *ein* arzt dabei zusehen lassen.. da kann ich die ärzte nicht verstehen, ich möchte wissen, was *die* dazu sagen würden, wenn sie sich den magen spiegeln lassen und das resultat nicht sehen..


    Helicobacter pylori war keiner festzustellen, eine untersuchung auf einen zwerchfellriß durch ein kontrastmittel war ebenso negativ.. interessant dabei war, daß dabei trotz liegen+druck auf den magen durch den bauchmuskel kein reflux festgestellt wurde, was den arzt etwas zu verwundern schien..andererseits jedoch bekomme ich beim trainieren (fitnesscenter), wie mir scheint durch automatisches ständiges anspannen der bauchmuskeln bei den meisten übungen *immer* sodbrennen.


    Medikamente:


    Habe ich aufgrund von verschiedenen ärzten auch schon das programm an säureblockern und motiliums durch, bis auf übelkeit und durchfall aber keine änderungen bemerkt


    Liegen:


    1) Das ganze bett schiefzustellen ruiniert den schlaf, da man ständig am "wieder-zurück-nach-oben" wandern ist. (ab einem bestimmten winkel natürlich, den ich aber leider benötige)


    2) Nur den oberkörper durch polster erhöhen (wie ich es immer noch tue, ich brauche ca 30 grad um mehr als 5 stunden schlafen zu können) resultiert auf dauer in rückenschmerzen, auch die schultergelenksschmerzen, die ich inzwischen bekommen habe, führe ich darauf zurück.


    Punkto alkohol, scharfes, fettes, tomaten, schokolade möchte ich nur hinzufügen, daß ich bei allem auch am abend konsumiert trotz sodbrennen noch 5 stunden schlaf gut möglich sind, bei fetten speisen + (auch nur minimal) alkohol ich jedoch beim liegen fast sofort starke magenschmerzen bekomme. (Natürlich schlafe ich normalerweise mehr als 5 stunden ;-) )


    Von (leitungs-)wasser bekomme ich meistens sodbrennen, von milch fast nie.


    Vollkorn bzw schwarzbrot sind ebenso wie honig eine katastrophe, weißbrot schneidet schon besser ab


    Streß:


    Dem entkommt wohl keiner so leicht, auch ich bin es gewohnt so viele dinge wie möglich gleichzeitig


    zu tun um alles im tag unterzubringen.. an dieser schraube zu drehen ist wohl das schwerste (im gegensatz zu ernährung und "drogen")


    Einen zusammenhang mit lungenproblemen scheint es ja zu geben (siehe im forum erwähnte artikel);


    ich habe zwar allergisches asthma (tierhaare, pollen), allerdings auch unabhängig davon ca 2x mal pro jahr bronchiolitis + (vereinzelte punktuelle) drückende und brennende schmerzen im gesamten brustkorb, die sich auch trotz schonung über wochen hinziehen.


    Mich würde auch noch interessieren, wieviele refluxer außer mir unter psoriasis leiden; bei mir scheint bei stärkerem reflux auch die psoriasis


    stärker zu werden (die liste der bei psoriasis zu meidenden lebensmittel kenne + befolge ich strikt,


    da sie zu 100% bei mir stimmt)


    Deswegen habe ich auch Dr.Stolls "Leaky Gut"-theorie nicht gleich verworfen, obwohl die von


    seinen patienten beobachtete wirkung von ingwer bei mir zumindest im kurzzeittest nicht geholfen hat.(vielleicht funktioniert es ja bei anderen?)


    Weiters habe ich auch seit dem ca 18. lebensjahr immer mehr eine augenmuskel-schwäche bekommen, ein muskel- und muskelgewebe-test auf myasthenie war jedoch negativ.


    Hat hier jemand ein ähnliches problem bekommen?


    squarry: zu deinen schluckschmerzen:


    Die bekomme ich meistens auf bestimmte kartoffelsorten, und zwar so stark, daß ich am anfang glaubte, daß meine luftröhre auseinanderbricht und ich dachte "das wars dann"..


    es hilft weder gleich etwas nachzuessen noch zu trinken; ´hast du bestimmte speisen ermittelt?


    So, ich hoffe daß ich nicht ein völliger ausnahmefall bin und meine ganzen beobachtungen für dieses forum kontraproduktiv sind,


    gruß an alle, peter

    reflux oder nicht?

    ich verfolge das forum schon etwas länger... angefangen hat alles vor etwa 4 monaten. muss zu meiner schande gestehen dass ich noch nicht mal beim arzt war... hat wohl mit angst vor einer "schlimmen" diagnose zu tun. anfänglich hatte ich klossgefühl im hals und manchmal leichtes sodbrennen. mein erster gedanke war damals "kehlkopfkrebs". dann hat es angefangen mit ständigem aufstossen. was mit kehlkopfkrebs ja eigentlich wenig zu tun hat - dachte ich mir. habe dann durch zufall dieses forum gefunden wo viele symptome der refluxkrankheit bei mir auch zu trafen. habe dann meine ernährung etwas umgestellt. kaum noch kaffe, rauchen aufgehört, leicht erhöht geschlafen etc.. aufstossen wurde besser. klossgefühl auch, sodbrennen habe ich noch manchmal. habe dann auf einmal wieder angefangen mit kaffee und nachts essen, fast food etc. jetzt hab ich wieder wahnsinniges aufstossen. so etwa alle 5 minuten und ein klossgefühl im hals das aber variiert. manchmal muss ich anfangen zu husten und bekomme fast einen brechreitz. ist schon alles etwas seltsam... nur mein problem, ich habe tierische angst davor zum arzt zu gehen...

    Re: boris und Thomas

    Auch ich plage mich seit 4 Monaten mit Reflux. Ebenfalls mit Kloßgefühl und Aufstoßen, weniger mit Sodbrennen, aber das kommt jetzt auch.Ich war beim Arzt und ich weiß, daß ich einen Zwerchfellbruch habe. Mir ist echt zum heulen , da bisher die Medikamente nicht richtig anschlagen und ich nicht weiß was tun. Aber wenn Du nicht zum Arzt geht, kannst Du gar nichts tun. Wenn gar nichts geht, werde ich mir schon über eine OP Gedanken machen.


    Thomas. Inwiefern ist es sehr schlimm wenn man nicht mehr aufstoßen kann. Vielleicht wegen der darauffolgenden Blähungen? Ich habe vor dem Reflux eh nicht viel aufgestoßen.


    christine

    Re: Die medikamentöse Therapie ist ja echt toll

    thomas

    Auf http://www.sodbrennen.net stehen wirklich etwas andere Zahlen! Außerdem hängt der Erfolg sehr stark von der Erfahrung des Oparateurs ab, wie ich gelesen und mir ein Chirurg bestätigt hat. Man sollte sich die Erfolgsbilanz des Operateurs schon vorher zeigen lassen und vielleicht auch, wenn möglich, mit Operierten reden. Ich werde mich auf jeden Fall voruntersuchen lassen um dann gemeisam mit dem Arzt eine Entscheidung zu treffen. Nexium ist nicht untersucht für Einnahme länger als 6 Monate. Und dann ein Leben lang nehmen? Sind wir einen riesige Versuchsgruppe? Die "keyhole" Operation scheint wieder Bewegung in diese Alternative gebracht zu haben und behebt die Ursache, nicht das Symptom. Barret-Schleimhaut (richtig geschrieben) entwickelt sich übrigens laut Studie nur nach Operation zurück -- oder ist das falsch. Bitte wiedersprecht mir oder stellt mich richtig, falls ich das falsch verstanden habe.


    Viele Grüße!

    Weiteres zu meinem Reflux

    Re: Tomas


    Wie funktioniert das mit dem Urin-Messen?


    Es funktioniert wie folgt:


    Jeden Tag immer schön Basenpulver nach Dr. Sander (o.ä. Mixtur) in einem Glas Wasser trinken. Am besten über den ganzen Tag schluckweise verteilen.


    Danach stets zur gleichen Tageszeit den Urin mittels pH-Indikatorpapier (aus Apotheke, 100 Blatt 5 Euro) messen, und zwar stets zur gleichen Zeit (am besten um 16 Uhr). Der pH-Wert sollte sich am besten zwischen 6,2 - 7,0 befinden. Die Zusammensetzung der Basenmischung habe ich bereits in einem meiner Beiträge beschrieben. Für alle, die sich für die Zusammensetzung von Basenmischungen interessieren, empfahl ich das Buch von Margrit Sulzberger "Säure-Basen Kochbuch" (Grundlagen, Behandlung, Ernährungsempfehlungen), Seiten 34 und 35. Die Rezepte sind allerdings nicht so interessant, man muß selber herausfinden, was man verträgt. Säurehaltige, neutrale und basenhaltige Nahrungsmittel sind ebenfalls im Buch aufgelistet. Ich habe das Buch über Amazon gekauft.


    Zu Carlson:


    du bist leider nicht konsequent, was mich aber nicht wundert, da du ja ständig im Stress lebst. Du kannst dich - wenn ich dich richtig verstehe - nicht selbst "bekochen" sondern bist oft auf Hotel- und Gaststättenessen angewiesen, die ihre Menüs heutzutage größtenteils aus Convenience-Food herstellen. Es sieht auf dem Teller recht anziehend aus, aber es sind nur Magenfüller. Daher ist es schwer, die Ernährung ins Gleichgewicht zu bekommen.


    Die Symptome, die du schilderst, hatte ich auch alle, auch exakt den gleichen Leidensweg und es dauerte lange, bis der Reflux diagnostiziert wurde.


    Zu: Dr. Müller


    Es ist ja nett, dass Sie dieses Forum screenen und zur OP raten. Da die OP-Methoden noch nicht 100%ig ausgereift/ausgetestet sind, warte ich noch ab. Es sind noch weitere neue OP-Methoden in der Pipeline der MHH-Forschungsprojekte. Ich würde mich auch nur operieren lassen, wenn mir der Operateur eine ordentliche Erfolgsliste vorlegen kann, bis dahin reicht meine Selbstmedikation und das Medikament OMEP. Ich sehne mich auch nicht danach, als Versuchskaninchen oder Strichmännchen zu dienen. Außerdem rät mein Arzt von einer OP ab, da die Rückfallquote zu hoch sei.


    Vor 2 Wochen bin ich endoskopiert worden und das Ergebnis läßt mich hoffen, denn die Entzündung der Speiseröhre ist merklich zurückgegangen. Ich fühle mich auch weiterhin recht gut, bis auf einen Tag, wo ich eine Dummheit machte: Ich wollte Fliederbeersaft trinken in der Annahme, daß er mir aufgrund der vielen Vitamine bekäme. Aber denkste! Ich bin fast gestorben. Die Flasche habe ich sofort entsorgt, eine Tabl. Nervogastrol mit einem Glas Wasser mit Basenpulver runtergespült. Es dauerte ca. 2 Stunden, bis die Schmerzen in der Brust nachließen. Ergo: Fliederbeersaft ist out da zuviel Säure!


    Ich halte stur an meiner in meinem ersten Beitrag beschriebenen Ernährungsweise fest, lebe ein entspanntes Leben, lasse mich von niemanden jagen und tue das, was mir Lust macht. Ich nehme auch stur jeden morgen OMP von Hexal ein und komponiere mir mein Müsli bestehend aus CereGran, MinActiv, gemahlenen Sonnenblumenkernen, Kiwis, Banane, jetzt Mandarinen, Korinthen und natürlich Joghurt, Kefir und Molke. Ich esse nur Vollkornprodukte aus Natursauerteig, trinke jeden Tag mein Quantum flüssig-celluläre Bierhefe PanActiv bis an mein Lebensende. Fleisch ist tabu, Kaffee auch, Alkohol sowieso wegen der Säure. Das bekannte Glas Orangensaft vor dem Frühstück ist eh tabu, da stark säurehaltig. Wenn mir einmal nach einem Kaffee ist, dann nach Kneipp Kaffee. Klingt lustig, aber ich bin eigentlich noch kein alte Tante, die ein Fan von Vater Kneipp ist. Aber besser, als gar nichts.


    Kochen ist auch out! Ich gare nur und verwende kaltgepresstes Olivenöl. Sauerkraut aus dem Reformhaus ist auch gut, da viel Milchsäure! Ab 18 Uhr esse ich nichts mehr und kann daher auch beschwerdefrei schlafen. Die erhöhte Schlafstellung ist ein Problem, da ich eigentlich immer mit einem tiefergelegten Kopf schlief. Auf der linken Seite schlafen ist auch nicht so einfach, da ich ein Rückenschläfer bin. Dass ich nachts einmal zur Toi muss, ist normal, da ich täglich ungefähr 2 Liter Stilles Wasser trinke.


    Re: Sassenach


    Liess doch mal meinen ersten Beitrag speziell hinsichtlich der Nahrungsumstellung. Ich hoffe, es wird dir helfen. Du schreibst außerdem, daß Du anfangs OMEPRAZOL eingenommen hast und es nicht vertrugst. Handelte es sich dabei um OMEPRAZOL von ct oder OMEP von Hexal? OMEPRAZOL von ct enthält den gleichen Wirkstoff wie von Hexal, hat aber außerdem auch noch den Bestandteil Melasse, dagegen reagierte ich allergisch, d.h. meine Beschwerden wurden stärker.


    Die ständige Ausprobiererei von diversen Medikamenten bringt euch nichts sondern macht nur die Pharmaunternehmen reich. Medikamente sind kein Allheilmittel. Befasst euch mehr mit Naturprodukten, da kann nichts falsch laufen und Nebenwirkungen gibt es auch nicht.


    Re: Klueck


    In deinem ersten Beitrag beschreibst du die bekannten Nebenwirkungen, die nach Absetzen des Medikaments verschwanden. Logisch. Die gleichen Nebenwirkungen hatte ich, als ich Omeprazol von ct einnahm. Deshalb wechselte ich zu Omep von Hexal und es bekommt mir gut.


    Du schreibst weiterhin, dass der helicobacter pylori verschwunden ist. Dein Arzt ist sicherlich kein Gastroenterologe, sonst hätte er dir sicherlich gesagt, daß der heli lediglich z.Zt. beseitigt ist, was aber nicht heißt, daß er nicht wiederkommt. Die meisten Menschen werden mit dem helicobacter geboren und man wird ihn eigentlich nie wirklich los. Nach einer Antibioticabehandlung ist er zwar verschwunden, aber er schlummert weiterhin bis zum nächsten Mal. Man forscht z. Zt. an einem finalen Medikament gegen den heli. Du solltest auch das verordnete Medikament nicht absetzen, sondern es lt. Waschzettel einnehmen. Und wenn Dir der Doc versichert, daß alles mit dir okay ist, dann glaube das nur weiter, denn die Anzeichnen, die du beschreibst, lassen auf eine Refluxkrankhet schließen.


    Zu deinem 2. Beitrag:


    Klar, daß mit einer vermehrten Säure-Produktion zu rechnen ist, wenn man Medikamente und Basenpulver absetzt. Richtig schlimm wird es dann aber, wenn man wieder in seine alten Gewohnheiten fällt und alles ißt, was das Herz erfreut aber nicht den Magen.


    Das Basenpulver kannst Du bedenkenlos über einen langen Zeitraum einnehmen. Es sorgt für eine Balance von Säure und Basen im Magen. Es kann zwar immer noch mal Säure hochkommen, aber nicht mehr die aggressive Salzsäure, die die Schleimhäute stark angreift. Schaff' Dir doch auch das o.a. Buch an, es sagt sehr viel über den Säure-Basenhaushalt aus (Bemerkung: ich bekomme keine Rabatte für meine Empfehlungen).


    An alle:


    Ich stelle immer wieder fest, daß ihr nach Absetzen eurer Medikamente ein Superwohlgefühl erwartet. Dieses wird aber nicht eintreten, da ihr nichts gegen die scheußliche Magensäure tut und wieder all das esst, was man überall so kaufen kann (Fertiggerichte, Müslis aus der Packung, Fabrikbrot, Luftbrötchen, zusammengepanschte Puddings und ebensolche Joghurts, die Liste ist lang). Nehmt - auch nach dem Absetzen der Medikamente - das Basenpulver ein, und zwar jeden Tag gleich vor dem Frühstück. Und ernährt euch gesundheitsbewußt, d.h. mit geprüften und zertifizierten Nahrungsmitteln und vielem frischen Gemüse der augenblicklichen Jahreszeit (mit dem Nachweis der 3-Felder-Wirtschaft) und täglich frischen Früchten und Obst. Bei Hungergefühl am Abend reicht ein gutschmeckender Apfel. Bitte, das stille Wasser mit dem richtigen pH-Wert (Volvic)nicht vergessen.


    Gute Besserung für alle!


    Rose

    Behandlung der Übersäuerung mit Basenmischung

    Auf Wunsch einiger Forummitglieder beschreibe ich hier die Behandlung der Übersäuerung mit Hilfe von Basenmischungen


    Bei einer starken Übersäuerung genügt eine Nahrungsumstellung allein in den seltensten Fällen. Hier helfen die vielen im Handel erhältlichen, sogenannten Basenpulver. Das sind basische Mineralsalze in verschiedenster Zusammensetzung.


    Der Körper benützt sie als direkte Puffersubstanzen, um die zirkulierenden oder abgelegten Säuren zu neutralisieren und zur Ausscheidung zu bringen.


    Die verschiedenen Inhaltsstoffe von Basenmischungen:


    Calcium ist der im Organismus am stärksten vertretene basische Mineralstoff. Er macht in einem 70 kg schweren Körper 1000 - 1100 g aus, gefolgt von Kalium mit 189 g, Natrium mit 126 g, Magnesium mit 30 g und Eisen 3,6 - 4,5 g.


    Mangan ist mengenmäßig unbedeutend; der Körper enthält rund 10 - 20 g Mangan. Dass es dennoch in einigen Basenmischungen enthalten ist, hat zwei Gründe: Erstens handelt es sich um eine Base, und zweitens spielt es als Katalysator eine zentrale Rolle. Zahlreiche Enzymreaktionen, die das Säure-Basen-Gleichgewicht entscheidend beeinflussen, sind von Mangan abhängig.


    Citrate sind basische Salze schwacher Säuren.


    Die folgende Übersicht handelsüblicher Basenmischungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:


    NIMBASIT (CH):


    Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Calciumcitrat, Magnesiumcitrat, Mangancitrat, Eisen, Molkepulver, Brennesselpulver, Fruchtpulver


    ERBASIT (CH):


    Calciumcitrat, Kaliumcitrat, Natriumcitrat, Magnesiumcitrat, Eisencitrat, Mangancitrat, Kieselsäure, Fruchtpulver, Brennesselpulver, Laktosepulver, Holunderblumenpulver, Lindenblütenpulver, Fenchelpulver, Kamillenpulver, Ringelblumenpulver


    ALKALA T (CH und D):


    Natriumhydrogencarbonat = Natrontabletten


    REBASIT (D):


    Natriumcitrat, Tri-Kaliumcitrat, Eisen-3-Citrat, Mangan-2-Citrat, Tri-Magnesiumcitrat, Kieselsäure


    NEUKÖNIGSFÖRDER MINERALTABLETTEN (D):


    Kaliumchlorid, Calciumhydrogenphosphat, Magnesiumhydrogenphosphat, Calciumcarbonat, Magnesiumoxid, Eisen-2-Sulfat, Zinkoxid, Mangan, Kobalt, Kupfer


    BASICA (D):


    Calciumcitrat, Kaliumcitrat, Natriumcitrat, Magnesiumcitrat, Spurenelemente, Laktose (Milchzucker)


    BASENMISCHUNG NACH SANDER:


    (vom Apotheker mischen lassen und ist auch die preiswerteste und geschmacksneutraleVariante)


    Rp Natrium phosph., Kalium bicarb. aa 10,0, Calcium carb. 100,0, Natrium bicarb. ad 200,0


    Einnahmeempfehlung von Basenmischungen


    Bei saurem Aufstossen:


    Jeweils 1 Messerspitze mit etwas Wasser einnehmen.


    Zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts:


    Die Einnahmeempfehlungen auf den verschiednen Packungen der Basenpulver sind sehr unterschiedlich. Die angegebene dreimalige Messung des Säuregrades des Urins ist meiner Meinung nach unnötig und in der Praxis auch kaum durchführbar. Man sollte also das Basenpulver möglichst auf leerem Magen nehmen, da es sonst die Magensäure zu stark neutralisiert und zu Verdauungsstörungen führen kann. Die beste Zeit ist abends vor dem Schlafengehen oder morgens nüchtern. Man beginnt mit 1 gestrichenen Kaffeelöffel Basenpulver in 200ml warmem stillen Wasser aufgelöst und trinkt diese Mischung zügig (oder 2 Tabletten). Anschließend noch 1/2 Glas warmes Waser nachtrinken.


    Die effektiv benötigte Menge Basenpulver ermittelt man wie folgt:


    Messen Sie während einer ganzen Woche den Säuregrad des ersten Morgenurins mit einem pH-Indikatorpapierstreifen (Heft mit100 Streifen in Apotheken und Drogerien erhältlich. Streifen können halbiert werden und reichen dann für 200 Tage. Preis: ca. 5 Euro). Liegt der pH-Wert während der ganzen Woche immer zwischen 7,0 und 7,5 (Schwankugen sind normal), dann ist 1 Kaffeelöffel Basenpulver die richtige Menge für Sie und Sie können mit dem Messen aufhören. Messen Sie während dieser Woche öfter einen niedrigeren pH-Wert, dann müssen Sie die Basenpulvermenge erhöhen und wiederum während einer Woche messen. Weiterfahren, bis Sie die für Sie richtige Menge Basenpulver ermittelt haben, das heisst bis der morgendliche pH-Wert zwischen 6,5 und 7,4 schwankt.


    Manchmal istauch die zusätzliche Einnahme von Natron (Matriumbicarbonat) nötig, bis der Körper anfängt zu reagieren.


    Liegt der Säuregrad von Anfang an immer im oberen Bereich der Skala, können 2 Gründe vorliegen: Entweder ist 1 Kaffeelöffel Basenpulver für Sie zu viel und Sie müssen die Menge reduzieren. Oder es liegt eine Säurestarre vor, das heisst, der Körper kann die Säuren nicht ausscheiden und der Urin ist deshalb immer basisch.Um eine Säurestarre zu lösen, hat es sich als nützlich erwiesen, während eines Monats zusätzlich 1 Esslöffel Essig in 1 Glas Wasser zu trinken. Am Anfang sollte man den pH-Wert jeden Morgen messen. Sobald die Werte einigermassen stabil sind, reicht eine Messung alle 4 Wochen.


    Heilreaktionen:


    Evtl. Durchfall, Ziehen im ganzen Körper. Bei unangenehmem Aufstossen die benötigte Menge Basenpulver eventuell in 1 Liter Flüssigkeit auflösen und diese Flüssigkeit über den ganzen Tag verteilt trinken.


    Dauer der Einnahme:


    Um eine chronische Übersäuerung oder Mineralstoffunterversorgung zu beseitigen, 1 bis 2 Jahre. Sympathikotone Menschen - die dauernd vermehrte Säuren produzieren - sollten die Basenmischung so regelmäßig einnehmen, wie sie ihre Zähne putzen!


    Empfehlung:


    Da es sich bei der Einnahme eines Basenpulvers immer um eine langfristige Massnahme handelt, die Jahre dauern kann, empfiehlt es sich, ein Basenpulver zu suchen, das einem schmeckt. Das Basenpulver nach Sander schmeckt neutral und ist vorzuziehen. Viele Basenpulver enthalten so viel Natrium, dass sie sehr salzig schmecken und einem die Einnahme schwer machen.


    Achtung Allergiker!


    Viele Basenpulver enthalten Molke und Laktose. Allergiker sollten ein Basenpulver ohne Molke/Laktose nehmen oder mit Bioresonanz bzw. dem Muskeltest überprüfen, ob die Menge toleriert wird.


    Ich empfehle in jedem Fall, das Buch "Säure-Basen-Kochbuch" von Margrit Sulzberger zu lesen und hier speziell die Kapitel


    Das Säure-Basen-Gleichgewicht und Krankheiten


    Gründe der Übersäuerung


    Was versteht man unter Säure-Basen-Gleichgewicht


    Die Behandlung der Übersäuerung


    Saure Nahrungsmittel und säurebildende Nahrungsmittel


    Basische Nahrungsmittel und basenbildende Nahrungsmittel


    Neutrale Nahrungsmittel


    Mit bestemGruss,


    Rose