Hallo Slavica,


    ich glaube meine Ängste wären nicht so schlimm geworden, wenn ich schneller etwas unternommen hätte. Da ich aber nicht akut krank war, habe ich den Arztgang sehr lange gescheut - und dann wurde erst einmal dieses und jenes ausprobiert und währenddessen verging sehr viel Zeit.


    Ich muss dazu sagen, dass ich auch selber Schuld bin, dass das ganze schon so lang dauert.


    Bis vor einiger Zeit dachte ich noch, dass es irgendeine "Wunderpille" gibt, die ich nur nehmen müsste, damit es mir wieder gutgeht.


    So war es eben auch bei den Krankheiten, die ich bis dato hatte - eine Erkältung, Bronchits etc. - man rennt mal eben zum Arzt, bekommt ein paar Pillen, ein paar Tage lang achtet man auf seinen Körper und alles ist wieder gut.


    Reizdarm ist eben nicht sowas - er erfordert, dass man quasi sein ganzes Leben hinterfragt und so einiges ändert.


    Ich würde für mich jetzt so die Hauptkomponenten Ernährung/ Stress/ Bewegung und Angst sehen, die bei mir alles auslösen.


    Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich mich besonders ungesund ernährt habe (im Westentlichen würde ich sogar sagen gesünder als der Durchschnitt), aber es waren einfach sehr viele Dinge dabei, die meinen Magen geschädigt haben ... Cola, zu kalte Getränke, Zitronen, scharfes Essen, salziges Essen, Zigaretten ... alles nicht im Überfluss, aber irgendwie doch stetig.


    Ich bin gerade dabei für mich einen Essensplan zu erarbeiten - bei einigen Sachen weiß ich bereits, dass sie mir nicht guttun - bei Erdbeeren z. B. ist Durchfall vorprogrammiert, scharfes Essen löst bei mir irgendwann Magenschmerzen aus etc. - ich versuche ein gutes Maß zu finden. Schließlich möchte ich auch nicht auf alles verzichten. Mit dem Rauchen habe ich übrigens auch aufgehört.


    Bewegung hatte ich in den letzten Jahren kaum. Ich war - leider - noch nie der sportliche Typ. Ich war nie besonders gut in Sport und habe nie etwas gefunden, das mir wirklich Spaß macht. Das muss ich einfach ändern - ich bin 24 und meine Kondition ist eine einzige Katastrophe.


    Stress kann man ja leider nicht immer abstellen - aber ich muss lernen, gelassener mit dem Stress umzugehen. Lernen abzuschalten, wenn ich aus der Arbeit komme. Und vor allem auch zu erkennen, dass manches so unwichtig ist, dass ich mir darüber keine Gedanken machen muss.


    Allerdings auch viel Alltagsstress - ich muss lernen auch mal "Nein" zu sagen. Ein Standartspruch, ich weiß - aber da ist viel dran. Ich mache einfach total oft Dinge, auf die ich keine Lust habe. Dass ist für mich meistens einfacher als Nein zu sagen und mich dann mit einem schlechten Gewissen herumzuschlagen. Obwohl es meistens gar keinen Grund gibt, das zu haben.


    Tja ... und schließlich die Angst. Wie gesagt - ich glaube, die Ängste hätten sich bei mir nicht so stark herausgebildet, wenn ich die obigen Punkte schneller erkannt hätte. Wenn ich nicht immer gehofft hätte, dass wie ein Wunder noch irgendetwas auftaucht, dass man einfach abstellen kann - eine Laktoseintoleranz etwa.


    So aber haben sie sich in den letzten beiden Jahren immer mehr gesteigert, so dass ich inzwischen bei fast allem Angst habe - dass ich Durchfall bekomme, dass ich irgendwas nicht kann, dass ich in der Arbeit irgendeinen Fehler gemacht habe, dass mir irgendwo schlecht wird, dass ich irgendwen enttäusche ...


    Aber dein Beitrag hat mir geholfen - man sollte sich wirklich Öfters ins Bewusstsein rücken, dass andere Leute auch ihre unperfekten Momente haben. Und dass man als Außenstehender schließlich auch nicht lange darüber nachdenkt - im Gegenteil - meistens vergisst man das sofort.


    Das erinnert mich an eine Geschichte, die mir mein Vater neulich erzählt hat. Es ging um einen Arbeitskollegen, der auch irgendetwas mit dem Magen-Darm-Trakt hatte (ich weiß jetzt leider nicht genau was, aber es war sehr heftig und er war auch deswegen im Krankenhaus) - jedenfalls war er in der Apotheke und konnte dort seinen Stuhlgang nicht zurückhalten - er machte sich also in die Hose. Und er sagte danach nur: "Da kommt man sich ganz schön blöd vor, wenn man sich in der Apotheke in die Hose scheißt." Aber er nahm das irgendwie so locker - als etwas, das zwar unangenehm war, aber trotzdem jedem passieren kann. Es wäre schön, wenn ich auch so locker werden könnte.


    Wegen der Therapie - leider kenne ich mich diesbezüglich nicht gut aus. Was muss ich machen? Muss ich zu meinem Hausarzt gehen und ihn bitten, mir eine Therapie zu verschreiben oder wie läuft das ab? Und wie finde ich einen Therapeuten - muss ich mir selber einen suchen oder bekomme ich vom Hausarzt diverse Vorschläge?


    Ich glaube wirklich, dass die Therapie mir helfen könnte. Sicherlich würde sie nicht alle Probleme wie von Geisterhand verschwinden lassen - aber ich könnte lernen an mir zu arbeiten und meine Ängste realistischer einzuschätzen.


    Ui, das war jetzt ein sehr langer Beitrag - aber vielleicht helfen die Punkte, die ich als auslösend erachte, jemand anderem weiter oder jemand erkennt sich darin wieder.


    Was ich noch sagen wollte:


    Ich versuche - trotz allem - mich von meiner Angst nicht unterkriegen zu lassen und so zu leben, als wäre nichts. Je öfter ich mich zu Hause einschliesse und irgendetwas NICHT mache, desto schlimmer werden meine Ängste.


    Ich bin in dieser Hinsicht heilfroh, dass ich meinen Freund habe und auch meinen Job - so dass ich immer "gezwungen" bin, nach draußen zu gehen. Hätte ich die Gelegenheit, mich öfters zu verkriechen, wäre mit Sicherheit alles noch sehr viel schlimmer geworden.

    @ Tinka

    Danke, dass du dich auch gemeldet hast.


    Du schreibst, dass auch du Probleme hast, sobald du raus musst oder Termine hast. Hast du dann jedes Mal Durchfall oder ist das bei dir auch hauptsächlich die Angst, die alles so unmöglich macht.


    Und wie gehen du und dein Mann damit um?


    Also - schränkst du dein Alltagsleben sehr ein? Gibt es viele Dinge, die du wegen deines Reizdarmes nicht machst und wie steht dein Mann dazu.

    @Fen

    Ich kenne mich zwar mit der von dir beschriebenen Ernährung nicht aus, aber das klingt auf jeden Fall sehr interessant.


    Viel kann ich jetzt nicht dazu sagen - aber von Trennkost habe ich schon viel Gutes gehört, so dass ich mir einfach mal ein Buch besorgen werde.


    Lieben Gruß, EmmaMarie

    @EmmaMarie:

    erst mal danke für all Deine Infos! :-) Nun, ein solch ausführliches Problem kann man für gewöhnlich nicht in 2 Zeilen packen-geht mir genauso. Vor allem die Begleitsymptome-denen sind wir uns oft nicht mal bewußt, wie z. B. Herzrasen, Muskelschwäche, Nackenschmerzen usw. Das kommt eben nach und nach zum Vorschein-und dafür hilft uns dieses Forum auch!


    Also, zum ersten möchte ich Dir mal Deine Schuld, die Du auf Dich nimmst, von Dir nehmen, denn Du bist durchaus nicht Schuld an der verzögerten Wahrnehmung des RDS, sondern Ärzte, die Gesellschaft sowie die Medizinbranche! Wir leben einfach in dieser Gesellschaft, die alles zu komprimieren versucht durch Tablettengabe. Nun, jedoch RDS ist leider eine ganzheitliche Krankheit, deshalb hast Du es auch super erkannt: Es sind sämtliche "PSYCHO-" und "SOMATISCHE" Probleme zu beheben. Kein Arzt des Okzidents wird Dir jemals helfen können, da leider jeder immer nur auf eine Sache spezialisiert ist. Medikamente! Und vielleicht noch Ernährung. Aber wo bleibt die Psyche? Wir haben es quasi gelernt, die Soma (Körper) zu heilen durch diese Verfahrensweisen. Nun ist es aber an der Zeit, die Kombination, sowie den Schnittpunkt bei der Wurzel anzupacken-also die Psyche, die Soma und die Nerven, die uns verbinden. Deshalb ist dies der Punkt, an dem es eben zum Scheitern verurteilt ist, zu einem westlichen Arzt zu gehen.


    Zu Deiner Ernährung kann ich sagen, daß Du Dich wohl wahrscheinlich gesünder ernährt hattest, jedoch grasiert hier ein driftiger Fehler. Cola, Zigaretten, Saures, Scharfes... das sind durchaus keine gesunden Ernährungsgewohnheiten. Aber zum Glück packst Du das nun alles richtig an mit Ernährungsplan. Hast ja auch schon einiges gefunden, das Deinen Darm in den Streik führt. Wie ging's Dir mit dem Rauchen aufhören? Vermißt Du es noch?


    Und was Sport angeht: Sollst Dich auch nicht zum Muskelproll heranzüchten. Weißt Du, ab und an mal zu schwimmen ist schon ganz hilfreich. Oder ersetze einfach mal den Aufzug in Gebäuden durch Treppen. Gehe täglich mal 30 Min. schneller "spazierenlaufen". Das tut Körper und Psyche gut.


    Was Deine Ängste angeht: Diese kannst Du in den Griff bekommen mit Hilfe einer fundierten Therapie. Die Therapie wird Dir auch zum abschalten und zu richtigem Lebensumgang verhelfen. Zu Deiner Frage: Du gehst einfach zum Hausarzt, redest mit ihm über Deine Ängste und das RDS gegebenenfalls, und sprichst ihn direkt auf eine Psychotherapie an. Adressen bekommst Du von ihm, ja. Solltest Du Dich damit nicht zufrieden geben oder etwas unsicher sein, kannst mich gerne per PN kontaktieren (ich bin auch aus der Branche! ;-) ). Kann Dir gerne dabei behilflich sein. Durch das Unwissen von Leuten, Medizinern und anderen "Heilern" kommt es leider oft zur falschen Vermittlung. Ich habe schon herausgelesen, daß bei Dir mehrere Faktoren zusammenspielen. (ist übrigens bei den meisten so! Keine Sorge!) Klar, durch Dein RDS wurdest Du ziemlich verunsichert, was dazu führte, daß sich Dein Seelenleben hauptsächlich um Deine Probleme dreht. Deshalb siehst Du Deine Probleme und Mißgeschicke im Vordergrund-jedoch andere vergessen dies meist ganz schnell wieder (wie bei dem Bekannten Deines Vaters). Und Menschen verübeln auch Fehler anderer nicht großartig.


    Keine Sorge: Wir erkennen uns hier fast alle in Deinem Beitrag wieder! *:)


    Nun, sich nicht unterkriegen zu lassen von den Ängsten ist ein wundervoller Anfang von allem. Jedoch so zu leben, als wäre nichts, wird Dir sehr bald die Grenzen lehren. Wir haben ETWAS, jedoch nichts, das uns dazu verdammt, sich im Hause zu verschanzen. Unser Leben ist auch lebenswert, und unser Problem sollte uns auffordern zu kämpfen-mit dem RDS-und jeder gelungene Schritt wird Dich stärken und durch Erfolg wachsen lassen-wirst sehen! ;-)


    Dies war mein Schlußsatz für heute-ich muß mich nun wieder meinen Kindern widmen und arbeiten bei der Hitze! :-( Bis bald!


    Gruß Slavica. @:)

    @Tinka:

    Hallöchen!


    Na, wie geht's Dir mittlerweile? Hast schon irgend so ein Bauchgefühl (ich meine damit, ob Du das Gefühl hast, daß Du zu zweit bist?)? Ich drücke Dir noch immer alle Daumen. Wie geht's Deinem RDS? Ich hoffe, Du hast noch immer Erfolg.

    @Tinka:

    Hallo Tinka!


    Oh, das tut mir soooo leid! Ich hoffe, Du bist nicht zu sehr deprimiert deshalb. Ich meine, ich weiß nicht genau, woran es bei Dir liegt, aber wenn Du möchtest, kannst Dich ja mal nach den Terme Dobrna in Slowenien (!) erkundigen. Sie unterstützen die Fruchtbarkeit etc. Vielleicht hilft es Dir ja, und es ist auf jeden Fall viel günstiger, als die künstliche Befruchtung. Und ein Urlaub hast gleich inklusive. Ärzte und Spezialisten sind natürlich auch vorort, sowie Masseure, Aromatherapie etc. Ich würde Dir so sehr wünschen, daß es bald klappt...


    Liebe Grüsse


    Slavica.

    @ Slavica

    Es ist wirklich ein großes Problem mit den Ärzten.


    Den Arzt in unserem Ort würde ich eigentlich als ganz gut bezeichnen - er ist Allgemeinmediziner und Homöpath.


    Aber bei ihm ist halt das Wartezimmer auch immer bis zum Bersten voll. Wie soll er sich da für einen Patienten die Zeit nehmen, die er verdient?


    Und außerdem muss heute alles schnell gehen - deswegen werden meistens auch irgendwelche total starken Tabletten verschrieben.


    Meine Schwester hatte kürzlich Grippe und ein Arzt wollte ihr tatsächlich Tamiflu (oder wie man das schreibt) verschrieben, damit sie in ein oder zwei Tagen wieder auf den Beinen ist.


    Total verrückt das alles.


    Das Rauchen vermisse ich eigentlich nicht mehr und ich bin total froh, dass ich aufgehört habe. Ich kann es wirklich nur jedem Empfehlen und nach 10 Tagen ist man aus dem Gröbsten raus.


    Klar - manchmal denke ich schon daran und schwelge ein bisschen in Zigarettenerinnerungen, aber ich hab nie daran gedacht wieder anzufangen.


    Mein "Sportprogramm" habe ich jetzt auch erst einmal damit begonnen, alle Treppen zu meiden. Da kommt bei mir schon ein bisschen was zusammen. Außerdem möchte ich mehr Fahrrad fahren. Das mit dem Spatzierengehen klingt auch gut - und wenn noch jemand Lust hat mitzukommen, kann man dabei auch noch ein bisschen quatschen.


    Vielen Dank für dein Hilfsangebot beim Finden eines geeigneten Therapeuten. Habe für nächste Woche einen Termin beim Hausarzt vereinbart und werde ihm dann alles sagen - und danach habe ich bestimmt noch eine Menge fragen, mit denen ich dich nerven muss.


    Vielen Dank, liebe Slavica für deine Kommentare und fürs Zuhören. Das hilft schon sehr. :-)


    Und jetzt wühle ich mich mal durch den ganzen Faden hier, denn ich möchte natürlich auch wissen, wie eure Schicksale so aussehen.


    Lieben Gruß, EmmaMarie

    Hi!


    Ich habe seit ca. 2 Jahren das Reizdarmsyndrom...Mein Leben zu meistern fällt mir ziemlich schwer, aber ich versuche alles!An manchen Tagen klappt alles gut, aber öfter noch geht auch alles schief. Ich habe trotz meines Problems ein Studium begonnen und es ist sehr schwer für mich morgens das haus zu verlassen, aber ich denke es klappt öfters als es nicht klappt! Als das alles angefangen hathabe ich gedacht, dass ich wohl der ienzige mensch auchf der welt mit einem derartigen problem wäre, aber ich bin erleichtert zu wissen, dass ich nicht alleine bin :-)


    Liebe Grüße

    Habe gerade gesehen, dass ich geschrieben habe, dass ich alle Treppen meide.


    Ich meinte natürlich, dass ich keine Aufzüge etc. mehr benutze und möglichst viel Treppen steige.


    Das war wohl ein freudscher Versprecher.

    @EmmaMarie:

    Ganz klar, in Deutschland ist auch eine gewisse "Ärztedichte" vorgeschrieben. Dadurch bleibt für uns leider nicht mehr viel Auswahl, und Wartezeiten bleiben uns leider dadurch auch überhaupt nicht erspart! Aber die lieben Krankenkassen haben ja zu wenig Geld, um dies an noch mehr Ärzte zu verteilen! Der Urlaub auf den Malediven für den Azubi muß doch mindestens drin sein-egal, wie viele Menschen draußen leiden, und wie hart die Ärzte, die gut sind, oft arbeiten müssen!


    Ich kenne dieses Tamiflu nicht-jedoch nach 2 Tagen sich von 'ner Grippe zu "regenerieren"-das klingt unglaublich gesund! :(v Siehst Du, wie Ärzte eben auch reagieren "müssen", da sie 1. die Mittel und das Wissen nicht haben, und 2. keine Zeit haben, sich um jeden zu kümmern. Sehr schade! Ich habe mir immer vorgenommen, privat zu arbeiten, etwas teurer zu sein, jedoch liebe qualitativ mit meinen Patienten umzugehen, als Geld zu sammeln-und es klappt auch bisher! Denn wenn sich jemand Zeit für den Patient nimmt, so kommt der auch nicht so schnell wieder, da es ihm gut geht-und es freut mich auch, ist schließlich mein Ziel. Sonst hätte ich das Gefühl, zu versagen. Aber unter den Ärzten fehlt leider bisher die Privatisierung in Deutschland! Denn im Ausland findest einen gravierenden Unterschied zw. privaten und Kassenärzten! Klar kannst mir Fragen stellen-kein Problem! Dafür sind wir hier ja alle da!


    Spazieren gehen und schwimmen finde ich das beste überhaupt! Denn das kannst fast immer und überall-gut, für Euch ohne Meer ist es wohl eher schlecht! Aber laufen ist immer super hilfreich und entspannend. Und zu anfangs auch am leichtesten!


    Viel Spaß beim durchlesen-ist nicht wenig, ich weiß! :-) Wie geht's Dir momentan gesundheitlich? Bei Euch ist es wohl auch heiß. Komischerweise hat sich das bei mir noch nicht wirklich auf den Darm geschlagen, jedoch auf's Gewicht, da ich jeden Tag schwimmen gehe. Aber eine Konsequenz gibt's wohl immer!


    Liebe Grüsse


    Slavica.

    @Hanny85:

    Hallo und erst mal willkommen!


    Nun, wie Du siehst, Du bist wahrlich nicht alleine. Ich schlage mich beispielsweise schon 10 Jahre damit herum. Es gilt eben auch für Dich, Deinen persönlichen Weg zu finden, wie Du damit am besten umgehst. Vielleicht machst Dich auch mal Schritt für Schritt an das durchlesens dieses Fadens, denn hier stehen super viele Ratschläge drin. RDS hat sehr viele Seiten, und welche bei Dir der Fall sind, gilt es eben herauszufinden. Du leidest wohl eher an Durchfall, oder? Ich kenne das auch von mir mit aus dem Haus gehen-und leide aber eher an Verstopfung. Es ist sehr umstritten, was weniger Leiden beschafft-ist wohl am Endeffekt das gleiche Übel!


    Liebe Grüße


    Slavica.

    Slavica:


    Die Sache mit der Zeitnot habe ich nicht nur auf die Ärzte selbst bezogen, sondern auch auf den Arbeitsmarkt.


    Leider haben sehr viele Leute enorme Probleme, wenn sie länger ausfallen. Was ja auch immer öfter dazu führt, dass sich Leute, die eigentlich ins Bett gehören, in die Arbeit schleppen (und dort meistens noch die halbe Abteilung mitanstecken ...)


    Was ich damit sagen will:


    Es bleibt nicht einmal mehr die Zeit, eine Krankheit richtig auszukurieren.


    Und ich bin noch dabei, den Thread durchzuackern. Es ist echt wahnsinn, was einige hier erlebt haben. Aber es gibt ja auch immer wieder ein paar positive Meldungen und so darf und sollte man die Hoffnung nicht aufgeben.


    Mir geht es momentan gesundheitlich ganz gut. Letzte Woche hatte ich mal wieder so einen Tiefpunkt, das heißt: Ich dachte , ich hätte einen. In Wirklichkeit hatte ich mir nur einen Magen-Darm-Infekt eingefangen.


    Im Allgemeinen ist es schon so, dass ich bei Hitze größere Probleme habe. Aber vermutlich liegt das auch daran, dass ich dann etwas anderes esse, z. B. öfter Gegrilltes bei schönem Wetter.


    Aber wie gesagt - derzeit ist es in meinem Magen relativ ruhig. Toi, Toi, Toi.


    Und wie sieht es bei dir aus?


    Lieben Gruß, EmmaMarie

    EmmaMarie

    ich schränke mein Leben eigentlich nicht besonders ein. bei mir kommen die durchfälle wirklich nur, wenn ich termine habe, die mir unangenehm sind. und dann nehme ich da jetzt einfach loperamid oder so und dann geht es auch meist sofort wieder. mein mann hat einen viel schlimmeren reizdarm als ich. bei ihm treten die durchfälle sehr häufig auf und es ist kein grund erkennbar. z. b. sonntagnnachmittags, wenn wir nur rumgammeln....


    ich kann auch alles essen. egal, ob pommes, schoki oder sonstiges... wenn ich keinen blöden termin habe, vertrage ich alles. hier hat mal jemand geschrieben, dass sie immer baldrian nimmt am abend vor diesen terminen und ihr das hilft. ich habe das jetzt auch mal ausprobiert und bei 2 terminen hat es geklappt. ich hatte keinen durchfall. da war ich echt froh. ich muss das mal beobachten, ob ich das irgendwie in den griff kriege. aber so geht es mir ganz gut.


    mir hat auch die magen- und darmspiegelung geholfen, denn seitdem weiß ich, dass ich gesund bin und bin von daher auch beruhigter.


    lg tinka

    @EmmaMarie:

    Ja, Du hast wirklich recht. Ein türkischer Mann sagte einmal zu mir: "In Deutschland schnell leben, und in Deutschland schnell sterben!". Er hat wirklich recht. Am schlimmsten bekommen wir es halt zu spüren, wenn wir krank sind, und diesem Lauf nicht mehr folgen können. Und wenn man dann von den Ärzten nicht mehr wahrgenommen wird, dann sind wir durch Eigeninitiative überfordert. Deshalb gehe ich in Deutschland fast nie zum Arzt! Nun, in der westlichen Welt leben die Menschen grundsätzlich gegen sich selbst, und dann wundert man sich über die Zahl der Auswanderer! Ganz ehrlich: Welche Vorteile habe ich in Deutschland noch? Einerseits wird der Körper in den Boden gewirtschaftet, und andererseits bekommt man noch 'nen Ars**tritt hinterher, denn die Krankenkasse wird einen verweigern, die Ärzte haben kein Behandlungsinteresse, die Firmenchef's werden einen verstoßen... na schönen Dank auch noch! Deshalb müssen wir als Individuum unseren Weg finden, sonst werden wir niemals glücklich!


    Oh je, Du arme-war es ein schlimmer Magen-Darm-Infekt?


    Ja, der Thread hier ist echt interessant, und hilfreich vor allem! Auch wenn's viel ist, jedoch kann man wirklich den einen oder anderen Tip rausziehen. So ging's mir jedenfalls!


    Nun, das Wetter macht mir reichlich zu schaffen-36 Grad im Schatten! Ich kann einfach nicht mehr. Und dann beim schwimmen jeden Tag bekomme ich ein seltsames Gefühl im Magen, sobald ich etwas zuvor getrunken oder gegessen habe. Es ist kaum auszuhalten. Ich hoffe, Dir geht es soweit gut?

    @ Tinka:

    Oh, ich hoffe, es hat Dich nicht zu sehr mitgenommen! Da kommt wirklich ein Urlaub gerade recht-entspanne Dich mal von allem, und laß' es Dir gut gehen. Anschließend wirst Du dann den Kopf für neue Entscheidungen frei haben. Geht's Deinem Darm gut?


    Liebe Grüsse


    Slavica.

    hi slavica!

    meinem darm geht es inzwischen gut. eigentlich schon seit der darmspiegelung anfang mai. ich hatte zwar mal durchfall, aber wirklich nur vor einem termin... also mal wieder psychisch ;-)


    das ist aber blöd, dass du beim schwimmen so ein komisches gefühl bekommst. woher kann das denn sein? wie ist es denn, wenn du vorher nichts trinkst oder isst? merkst du dann auch was? vielleicht solltest du einfach eine stunde nach dem essen warten.


    lg tinka

    @ Tinka

    Ich versuche auch, mein Leben so wenig wie möglich einzuschränken. Es ist für mich schon schlimm genug, dass ich manchmal gar keine Freude an bestimmten Dingen empfinde, weil ich Angst habe, ich könnte Durchfall bekommen.


    Allerdings geht es mir ähnlich wie dir - meine Beschwerden sind auch nicht sooooo wahnsinnig groß.


    Durchfall habe ich eigentlich nur, wenn etwas "Großes" ansteht - d.h. ein wichtiger Termin, eine Urlaubsreisen.


    Und manchmal - wenn ich z. B. im Stau stehe - denke ich: "Mensch, hoffentlich bekomme ich nicht Durchfall." Und prompt grummelt es im Magen.


    Alles nur psychisch - und ein paar Dinge gibt es, die ich absolut nicht vertrage. Paprika z. B. oder auch scharfes Essen - wenn ich das esse weiß ich schon, was bevorsteht.


    Glaubst du, dir könnten diverse Entspannungstechniken helfen? Bei dir scheint das ja auch stress- bzw. terminbedingt zu sein.


    Ich möchte das vielleicht demnächst auch mal probieren, weil ich auch immer dazu neige, mich in alles gleich so reinzusteigern.

    @Slavica

    Darf ich dich fragen, in welchem Land du lebst?


    Ich habe auf jeden Fall auch das Gefühl, dass die Menschen im Süden viel lockerer/entspannter sind.


    Ich kenn das vor allem von der Türkei - dort regt sich halt keiner auf, wenn am Supermarkt eine endlos lange Schlange ist. Und es juckt auch keinen, ob ein Bus verspätung hat. Und auch mit der ganzen Arbeit nehmen die das viel lockerer. So einem extremen Leistungsdruck wie hier, setzen sich die Leute dort einfach nicht aus.


    Deutschland ist inzwischen für mich kein Land mehr, in dem man so richtig gerne lebt.


    Das ganze Leistungsdenken beginnt schon in der Grundschule, wenn aussortiert wird, wer auf das Gymi kann und wer auf der Hauptschule bleiben muss etc. etc. etc.


    Und auch diese ganzen Statussymbole, die hier wichtig sind und die man sich leisten möchte - aber das ist halt nun einmal Deutschland. Es hat sicherlich jede Menge Vorteile, aber auch eine ganze Reihe von Nachteilen.


    Der Magen-Darm-Infekt war nicht so schlimm. Ich hatte zwar zwei Tage Durchfall, musste aber auch nicht ständig auf dem Klo sitzen. Übel wars mir glücklicherweise auch nicht. Stattdessen war ich so wahnsinnig müde.


    Wie geht es dir inzwischen?


    Dass mit dem Schwimmen klingt wirklich seltsam. Aber vielleicht hängt das auch mit der Verdauung zusammen - also, dass du die Verdauungsvorgänge beim Schwimmen besser spürst oder sie dadurch angeregt werden?


    Mir geht es gerade soweit ganz gut... naja heute nicht ganz so prima, weil ich gestern wieder ein bisschen scharf gegessen habe. Aber ich bin selber schuld und insofern muss ich ja jetzt einfach durch.


    Lieben Gruß, EmmaMarie