Schmerzen nach Magen/Darmspiegelung

    Hallo zusammen,


    die beiden Spiegelungen wurden am 21.12. direkt hintereinander durchgeführt. Ich wollte keine Betäubung. Also hat der Arzt ziemlich schnell gemacht, aber dadurch auch etwas sehr grob. Zum Beispiel hat er die Drähte zum Proben entnehmen enorm schnell durch den Schlauch gejagt, so dass diese von Innen gegen die Bauchdecke peitschten. Das war sehr unangenehm. Die Spiegelungen wurden nur gemacht, weil kein Arzt die Ursache für meine Brustschmerzen finden konnte. Daher hieß es, das sei der nächste Schritt. Ich hatte vorher keine Magen oder Darmbeschwerden. Jetzt hingegen schon. Und zwar nicht zu knapp. Hab immer Mal wieder ein starkes Ziehen an einer Stelle des Bauchraums und linksseitig des Darms. Der Darm fühlt sich insgesamt sehr mitgenommen an. Als wäre er verformt. Ich dachte das legt sich wieder. Scheint aber schlimmer zu werden. Daher nehme ich morgen Kontakt zum Arzt auf. Bin drauf und dran eine neue Spiegelung machen zu lassen. Aber diesmal wohl besser im Krankenhaus. Auf jeden Fall nicht mehr bei diesem Arzt. Irgendwas scheint da nicht in Ordnung zu sein oder ist das etwa normal?!

  • 3 Antworten

    Hallo,


    kurz nach der Spiegelung kommt es schon häufiger vor, dass es noch zu Irritationen kommt. Im Darm sind es häufig Blähungen, da das Gas, mit dem der Arzt den Darm aufgeblasen hat noch nicht vollständig raus ist. Des Weiteren können die Schleimhäute; Mageneingang und Ausgang gereizt sein. Das kann schon mal locker eine Woche anhalten. Auch Blutungen ein bis drei Tage nach dem Eingriff (meist nach Polypenentfernungen, seltener bei normalen Biopsien) kommen vor. Durch die Instrumente kann rein theoretisch auch die Magen- / Darmwand derart verletzt worden sein, das ein kleiner Durchbruch entstanden ist. Auch Infektionen können bei Probenentnahmen auftreten.


    Wenn Deine Beschwerden nach so langer Zeit noch anhalten, musst Du auf jeden Fall noch einmal zu einem Arzt. Einen Durchbruch wirst Du vermutlich nicht haben, da sich nach so langer Zeit die Beschwerden mit Sicherheit verschlechtert hätten (bei einem Durchbruch hättest Du Luft unter dem Zwerchfell => Röntgenuntersuchung). Blutungen wären Dir mit Sicherheit aufgefallen. Durch die Darmspiegelung wird Dein Darm ganz schön verdreht, sodass es schon einige Zeit dauern kann, bis er sich wieder "eingewurschtelt" hat.


    Empfehlung: ich würde zu einem Internisten gehen und einen Ultraschall machen sowie Blut abnehmen lassen (Entzündungswerte); dann kann zumindest eine Infektion abgeklärt werden; mit ihm kannst Du auch den Nutzen einer weiteren Spiegelung abklären


    Alles Gute

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Darmspiegelung auch sehr vom Können des Arztes abhängig ist.


    Es gibt den Typ, die dir das Endoskop reinschieben, wie bei ner Rohrreinigung, dann voll aufpumpen und absuchen.


    Oder die, die sich alleine fürs das Einschieben 5 Minuten Zeit nehmen, die Luft behutsam langsam einblasen und vorsuchen möglichst angenehm um die Kurven zu kommen.


    Letzteres dauert natürlich länger, aber ist gerade ohne Sedierung viel angenehmer.


    Aber du weißt: Manche Ärzte haben solchen Zeitdruck, die versuchen überall Zeit zu sparen und brauchen dann eben nur 5 mins anstatt 15.