Seit Monaten Schmerzen in der Blinddarmregion & Rücken ?

    ich habe seit Juni 2017 Bauchschmerzen im rechten Unterbauch.


    Die Schmerzen werden an manchen Tagen heftiger, an manchen Tagen wieder weniger.


    Ich hab auch bisher jede Untersuchung im Krankhaus machen lassen: (Außer Darmspiegelung)


    Ultraschall


    Tomographie


    Bluttest (alles tip top)


    Urin (alles gut)


    aber es war bisher alles ohne Befund.


    2014 wurde mein Appendizitis wegoperiert, da sie entzündet war.


    Nach der OP hatte ich bis jetzt also Mai 2017 keine Schmerzen.


    Aber ab Mai 2017 habe ich diese Schmerzen in der OP-Region.


    Dazu habe ich auch Schmerzen an der rechten Rückenseite. (Also Parallel zum Blinddarm), diese Rückenschmerzen werden heftiger wenn ich liege.


    Wisst ihr vielleicht was das sein könnte? Könnte das vielleicht eine Chronische Blinddarmentzündung sein? Kann man so etwas bei der Darmspiegelung sehen müssen? Eine Darmspiegelung werde ich wohl machen lassen, hab aber Angst...hab sowas noch nicht gemacht.


    Keine Ahnung ob das euch hilft aber manchmal macht mein Bauch an der Stelle wo es Weh tut gurgelige Geräusche wenn ich drauf drücke, als ob sich dort "Gas" versammelt hätte die ich dann eben so etwas "wegdrücke.." ":/


    Ich bin langsam mit den nerven am Ende da ich erst 21 bin und gerne meinen Semester mit guten Note bestehen würde was mir allerdings auf Grund der Schmerzen ziemlich schwer fällt.


    Ich war bis jetzt schon 5-6 mal beim Doc. (im Krankenhaus) und hab mich bei Urologie, innere Medizin/Krankheiten, orthopäde ..alles ohne Befund.


    Letztlich hat der letzte Arzt der mich untersucht hat mir Antidepressivum geschrieben, die mir jedoch kaum geholfen haben. :-(

  • 9 Antworten

    Ich denke auch, Verwachsungen und Faszienverklebungen könnten hier eine Rolle spielen.


    Ich habe auf dem Bauch Narben wie ein Schnittmuster, kreuz und quer. Und gelegentlich scheint es dort auch zu "klemmen".


    Dann ist eine Stelle bei einer Narbe auch pieksend scherzhaft.


    Erst mal versuche ich es selbst mit leichten klopfenden Bewegungen auf der Bauchdecke. Und dann, als wenn etwas in Gang kommt, gurgelt es auch. Dort scheint sich eben etwas gestaut zu haben, was nun wieder in Fluss kommt.


    Alle paar Monate gehe ich aber auch zu einem Osteopathen, der das Ganze zurechtruckelt. Dann ist erst mal wieder Ruhe im Karton.


    Und eine Darmspiegelung würde nie bis zum Blinddarm gehen, weil man Spiegelungen im Dickdarm macht, der Blinddarm ist aber ein Anhängsel des Dünndarms. Und wie Monsti schon schrieb, ja gar nicht mehr vorhanden....

    Zitat

    Und eine Darmspiegelung würde nie bis zum Blinddarm gehen, weil man Spiegelungen im Dickdarm macht, der Blinddarm ist aber ein Anhängsel des Dünndarms. Und wie Monsti schon schrieb, ja gar nicht mehr vorhanden....

    Meine (bisher 6) Darmspiegelungen gingen alle schon bis zum Coecum (Blinddarm) und auch noch ein wenig hinein. Ich habe das ja selbst gesehen und der Arzt hat es mir während der Untersuchung erklärt. Am Blinddarm wurde ich schon als Jugendlicher operiert. Bei meiner Blinddarmoperation wurde nur der Wurmfortsatz entfernt. Der große Teil des Blinddarms, das Coecum, ist noch vorhanden. Eine etwaige Verwachsung kann bei einer Darmspiegelung eventuell doch gesehen werden.

    Zitat

    Eine etwaige Verwachsung kann bei einer Darmspiegelung eventuell doch gesehen werden.

    Möglicherweise, vor allem erkennt man aber Stenosen. Alle anderen Untersuchungen sind da leider für die Katz, weil man Verwachsungen mit bildgebenden Verfahren nur selten nachweisen kann. Bei reinen Verwachsungen ohne Passagestörung im Darm wird von Seiten der Chirurgie normalerweise gar nichts gemacht. Und das ist auch gut so, da mit jeder OP im Bauchraum wieder neue Verwachsungen entstehen. Viel effektiver ist da die Osteopathie.

    Zitat

    Eine Darmspiegelung werde ich wohl machen lassen, hab aber Angst...hab sowas noch nicht gemacht.

    Das Unangenehme an der Darmspiegelung ist vor allem das vorherige Abführen. Die Untersuchung selbst verpennen die meisten.

    Ich habe Verwachsungen gehabt, die waren in einer Bauchspiegelung zu sehen, aber niemals in Darmspiegelungen.


    So hatte ich ständig und über Jahre hinweg Bauchschmerzen im linken Unterbauch, die durch Lösen unter der bereits in der Kindheit entstandenen verkorksten Blinddarmnarbe entstanden war. Das war ein richtige Knäuel dort und links war es wohl zu eng, so hat man es mir damals mit einfachen Worten erklärt.


    Das muß ja hier nicht der Fall sein, ich würde wirklich erst einmal einen Osteopath aufsuchen...

    Hallo sengin1,

    Zitat

    ich habe einfach nur angst vor der darmspiegelung die ich wohl oder übel machen lassen muss..

    Wovor hast du Angst? Vor der eigentlichen Spiegelung oder vor einem für dich ungünstigem Ergebnis? Vor der eigentlichen endoskopischen Untersuchung braucht du keine Angst zu haben. Du kannst dir ja eine tiefe Sedierung mit Propofol geben lassen. Das ist wie eine Vollnarkose für eine halbe Stunde. Von einer "Schlafspritze" mit Dormicum rate ich ab. Diese bewirkt keine echte Betäubung sondern nur ein Vergessen. Nach der Propofol-Sedierung darfst du allerdings über 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen - auch nicht als Fußgänger.


    Ich habe alle meine Darmspiegelungen ohne Alles machen lassen. So konnte ich am Bildschirm verfolgen, was in meinem Dickdarm los war. An den Umlenkpunkten des Koloskops traten leichte Schmerzen auf, die aber locker auszuhalten waren.


    Das Unangenehmste war für mich immer das Abführen. Dazu hatte ich verschiedene Abführmittel bekommen. Bei den letzten 3 Untersuchungen war das PICOPREP (auch rezeptfrei erhältlich). Ein Pulver, das in Wasser aufgelöst einen angenehmen Geschmack nach Zitrusfrüchten hat. Dazu muss man möglichst viel klare Flüssigkeit trinken. Das Abführmittel bewirkt, dass die Flüssigkeit nicht über Nieren und Blase ausgeschieden wird sondern im Darm bleibt und so den Darm durchspült. Ergänzend bekam ich dann noch ein RSS-Pulver, welches in Wasser aufgelöst leicht salzig schmeckte.


    2,5 Stunden nach Abführbeginn ging dass der Durchfall los und nach weiteren 2 Stunden kam dann nur noch gelbes Wasser. Dies erfolgte jeweils am Vortag der Untersuchung. Am Untersuchungstag musste ich 4 Stunden vor der Untersuchung noch einmal PICOPREP mit mindestens 1 Liter Flüssigkeit zur Reinigung des bereits leeren Darmes nehmen. Diese war bis 1 Stunde vor der Untersuchung jeweils durchgelaufen, so dass ich es trocken in die Arztpraxis schaffte.


    Zur eigentlichen Untersuchung musste ich alle Kleidungsstücke außer Unterhemd und Socken ablegen. Ich bekam aber eine Untersuchungshose mit einem hinteren Schlitz, so dass ich nicht völlig entblößt war. Vor der Untersuchung wurde mir am rechten Arm ein Zugang zu einer Vene gelegt, wodurch ich ein Antibiotikum bekam, das bei mir wegen meiner undichten Herzklappen sicherheitshalber notwendig ist. Auf der Brust hatte ich 3 Elektroden zur EKG-Überwachung. Am linken Oberarm eine Manschette zur zwischenzeitlichen mehrmaligen Blutdruckmessung. Am linken Mittelfinger steckte eine Kappe zur Pulsregistrierung. Und natürlich hinten im Darmausgang das Koloskop. Die Untersuchung erfolgte in linker Seitenlage.


    Die Arztpraxis in der meine Untersuchungen gemacht wurden war sehr bemüht, mir diese so erträglich und so angenehm wie nur möglich zu gestalten. In Krankenhäusern wird auf das Wohlbefinden des Patienten da manchmal weniger geachtet. Im Vordergrund stehen da oft die Kosten, die im Rahmen einer Fallpauschale gedeckt werden müssen. Es wird dann oft das billigste Abführmittel verabreicht, egal wie übel das schmeckt. Und die Kosten einer Untersuchungshose werden natürlich auch gespart.


    Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Ausführungen deine Angst vor der Darmspiegelung nehmen.


    Mit freundlichen Grüßen