Hallo Andrea,


    ich hatte eine Schmerzpumpe mit Dipidolor (synthetisches Opiat). Leider spreche ich auf Opiate so gut wie nicht an :(v . Das scheint aber nur selten vorzukommen. Meine Bettnachbarinnen waren unter Dipi stets weitgehend schmerzfrei.


    Wünsche Dir einen schönen Urlaub mit super Wetter, liebe Grüße von


    Angie

    Ich hatte die ersten Tage auch einen Dauertropf mit den unterschiedlichsten Schmerzcoktails, unter anderem war auch das Dipidolor dabei, habe aber nix davon vertragen (gekotzt wie ein Weltmeister:-/). Der Anästhesist auf der Intensiv, der für mich zuständig war, ist schier verzweifelt.


    Als das zuende war, hatte ich nur noch Hunger. Ich hab die Pfleger angebettelt und beschimpft, aber sie ließen sich nicht erweichen;-). Selbst dieser Herzkatheter, über den ich eine sogenannte Nährlösung kriegte, hat den Hunger und einen ordentlichen Gewichtsverlust nicht verhindern können.


    Viele Grüße

    @cordu

    Herzkatheder ??? Du meinst vermutlich den üblichen zentralvenösen Katheder (Cava) am Hals oder unterhalb des Schlüsselbeins, den man bei solchen OPs immer bekommt und den ich schon seit über 2 Jahren dauerhaft besitze (implantiert = Port-a-cath). Einen Herzkatheder hattest Du ganz sicher nicht, denn das ist etwas völlig anderes. Tut mir leid, aber das muss ich unbedingt korrigieren, damit andere Betroffene nicht in Panik geraten.


    Liebe Grüße von


    Angie

    Hallo an alle :-)

    Liebe Angie, Bettina, cordu, Patrizia etc.


    Ich wollte euch nur kurz mitteilen, dass ich jetzt e n d l i c h


    an nen Chirurgen geraten bin (und das sogar in meiner näheren Umgebung), der mir klipp und klar sagte, dass es nach meinem Befund (also Slowtransit von 140 Stunden) nur zwei Möglichkeiten gibt:


    a)...so weiter machen wie bisher mit den abführen unter heftigsten Schmerzen und Ängsten etc.


    oder


    b) eine subtotale Kolektomie.


    Ein dazwischen gibt es nicht. Dieser Arzt ist Professor der Chirurgie an dem KH und würde mich selbst operieren. Damit ich habe die Entscheidung nicht übereilt fälle, solle ich noch zusätzlich zu nem andere Professor (der Gastroenterologie) gehen, dass dieser evtl. nochmal die Transitzeitbestimmung macht etc.


    Der Professor der Chirurgie sagte zwar zu mir, dass er keine weiteren Untersuchungen für nötig findet, da mein bereits vorhandener Befund bzgl. Slowtransit eindeutig ist und es sozusagen eigentlich egal ist, warum und wieso der Darm nicht arbeitet. Das Resultat bleibt das gleiche.


    Ich habe jetzt noch einige Wochen Galgenfrist, bis der weitere Prof. aus seinem Urlaub zurück ist und ich bei ihm vorstellig werden kann.


    Auf alle Fälle bin ich - so komisch das jetzt klingt - erstmal irgendwie erleichter, dass ich endlich an nen Arzt gekommen bin, der mich ernst nimmt und sagt, was Sache ist.


    Mal sehen, wies jetzt weitergeht.


    So, das wollte ich euch jetzt erst mal wissen lassen.....


    an alle weiterhin alles Gute und viele Grüsse


    Iris

    Kurz zu den Schmerzinfusionen

    Hallo,


    also vielleicht war ich auch die Ausnahme, aber so einen zentralvenösen Katheter über den Hals hatte ich nicht. Ich hatte einen venösen Zugang, wie bei allen OPs üblich am Arm und über diesen wurden teilweise 3 Infusionen angehängt die über eine Schmerzpumpe geregelt wurden, ich habe allerdings gar nicht so viel davon in Anspruch genommen, da ich relativ schnell herausgefunden habe das ich durch die Schmerzmittel vor allem durch Tramadol und Novalgin nur noch schwindeliger und matter wurde. Ich bin ab 5 Tag fast ohne Schmerzmittel ausgekommen, ich hatte zwar Schmerzen, aber die waren mir lieber und für mich besser erträglich als die Nebenwirkungen der starken Schmerzmittel.


    Ich wollte das auch nur schreiben, da Angie im Zusammenhang mit dieser OP und diesem Katheter von "üblich " und "immer bekommt" schreibt. Wie gesagt, ich bekam sie nicht.


    Zu Iris noch etwas, ich freue mich rießig für dich. Hast du es nochmal über die UNI probiert? Evtl die Zweitmeinung?! Denn ich war wirklich in der Uni bestens versorgt und TOP zufrieden.


    Gruß Bettina.


    P.S. Es ist mir auch unangenehm und ich möchte keinesfalls als "Besserwissende" gelten nur ich habe die OP bzw. die Schmerzbehandlung in der UNI Regensburg eben so bekommen und da dachte ich, dass man dann eben nicht von " es ist üblich oder immer so" schreiben kann. Vielleicht handhabt es ja wirklich nur die UNI Regensburg so, oder vielleicht auch nur deshalb, da bei mir wirklich alles perfekt abgelaufen ist. Also bitte bitte nicht böse sein, ich will auch nur helfen und jemandem die evtl. Angst nehmen.

    Hallo liebe Iris,


    ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich im Moment fühlst: endlich ein Arzt, der Deine Beschwerden ernst nimmt!


    Ich denke der Anfang ist gemacht, damit Deine Leidenszeit nun zu Ende ist.


    Alles Liebe und Gute und hoffentlich triffst Du die richtige Entscheidung für Dich...


    Ich bin sehr gespannt, wie es dann weiter geht.


    Gisela

    Hallo Bettina,


    ist ja okay, dass Du das relativierst. Dann sage ich halt: In den Kliniken, in denen ich war, ist ein ZVK nach solchen Eingriffen üblich. Da ich von 'zig OPs sowohl den ZVK wie auch periphere Venenzugänge kenne, muss ich Dir sagen, dass ein ZVK gegenüber einem peripheren Zugang um einiges angenehmer ist. Man merkt ihn nämlich NULL, und er kann bis zu 2 Wochen verbleiben. Zudem ist auch eine TEP möglich, was bei einem peripheren Katheder spezielle Nährlösungen (z.B. Trimix perikal) erfordert.


    Liebe Grüße von


    Angie

    Ist schon in Ordnung, jeder hat seine eigenen Erfahrungen. Ich denke halt auch nur an die im Forum die sich vor so einer OP befinden und informieren möchten. Ich möchte ihnen etwas die Angst nehmen, die ich vorher empfunden habe und ihnen aufgrund meiner tollen OP aufzeigen, dass alles auch ganz "harmlos" verlaufen kann. Mein Zugang war 6 Tage und hat mir überhaupt keine Probleme gemacht und musste auch keinen Tag länger sein. Ich war froh darüber und bin es auch heute noch, dass alles so glücklich verlaufen ist. Ich hatte vor der OP wahnsinnige Angst, ich will keinesfalls untertreiben, das wird mir auch Iris bestätigen können, da ich ihr immer wieder geschrieben habe, da so eine OP keine einfacher Spaziergang ist. Ich möchte aber auch allen, die vor so einer OP stehen vermitteln, dass alles auch sehr problemlos ablaufen kann. Ich kann mich jetzt vielleicht nicht so ausdrücken wie ich es meine und wie ich es gerne rüberbringen möchte, aber vielleicht versteht es ja doch jemand, was ich damit sagen möchte.

    Hallo nochmal

    Danke euch allen für eure lieben Wünsche.


    Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, das kann aber einige Wochen dauern.


    Ich werde auf alle Fälle alle Beiträge hier im Forum diesbezüglich nochmal durchstudieren und mir Notizen machen, so dass ich schon a bisserl "gerüstet" bin.

    @ Bettina:

    Ich habe leider keine zweite Meinung an der UNI in REgensburg einholen können, da weder ich noch meine Ärztin einen Besprechungstermin erhalten haben.


    Angeblich übernehmen sie "solche Fälle" (die Dame ging wohl von normaler Obstipation aus) nicht mehr. Auch wegen den vielen STreiks in letzter Zeit übernehmen sie nur "Notfälle".


    Meine Ärztin hat ja selbst durch angerufen...sie hätte dann in vielleicht nem halben Jahr einen Besprechungstermin für mich erhalten. Um mir aber trotzdem zu helfen, hat meine Ärztin eben an diesem KH (keine UNI, kleineres KH) vorgesprochen und mir den Termin verschafft.


    Ich war zwar anfangs skeptisch, weil ich dachte, so ein kleines KH hat doch keine ERfahrung diesbezüglich. Aber der Professor wirkte auf mich sehr kompetent und dass er weiss, wovon er spricht. Er selbst hat zwar diesen Eingriff wegen Slow-transit noch nicht gemacht, aber halt wegen z.B. Darmkrebspatienten. Also den Eingriff selbst beherrscht er auf alle Fälle.


    Ich habe ganz vergessen zu fragen, ob diese OP und alles was damit zusammenhängt, denn nun auch von der gesetzlichen Kasse übernommen wird. Das hab ich in der Aufregung vergessen. Aber ich gehe wohl schwer davon aus, denn sonst hätte mich der Prof. doch sicherlich darauf aufmerksam gemacht, dass da immense Kosten entstehen können.


    Danke nochmal an alle für die lieben Wünsche


    ich halte euch weiter auf dem Laufenden


    und wünsche allen auch weiterhin alles Gute


    Iris

    Frage an Angie

    Angie, du hast mal in nem Beitrag geschrieben, dass bei einer subtotalen Kolektomie ca. 20 cm Restdickdarm (meistens im oberen Bereich) verbleiben, so dass mein keinen künstlichen Ausgang braucht.


    Der Prof. hat mir den Eingriff allerdings so geschildert:


    Er sprach von einer kompletten Dickdarmentfernung (manche sollen auch subtotal dazu sagen). Auf alle Fälle wird der komplette Dickdarm entfernt und der Dünndarm wird mit dem verbleibenden Mastdarm verbunden und zusammengenäht, der Mastdarm entspräche dann den 15-20 cm Darm (wo manche Leute eben restlichen Dickdarm sagen) und diese 15 cm Mastdarm sollten dann in der Regel die Funktion des Eindickens übernehmen.


    Der Prof. sagte auch weiter, dass solche OP keinen künstlichen Ausgang nach sich zieht (wenn alles normal verläuft).


    Ich bin jetzt nur a bisserl irritiert, weil eben ich dachte, es verbleiben noch 15-20 restlicher Dickdarm und nicht nur der Mastdarm.


    Von was sprachst du da Angie?


    Da du ja geschrieben hast, dass man bei einer kompletten Dickdarmentfernung einen künstlichen Ausgang braucht.


    Wär für eine kurze Antwort sehr dankbar.


    LG


    Iris

    Hallo Iris,

    bei einer subtotale Kolektomie bleibt i.d.R. ein Stück des aufsteigenden Dickdarms erhalten (Colon ascendens), welches direkt mit dem 12-15 cm langen Rektum verbunden wird. Normalerweise passiert dies ohne die Anlage eines Stomas. Bei dieser OP bleibt dann auch die "Bauhinsche Klappe" (= Übergang zwischen Dünn- und Dickdarm) erhalten.


    Das Rektum ist leider kaum in der Lage, dem Stuhl Flüssigkeit zu entziehen. Es ist nur ein Reservoir für den fix und fertig aufbereiteten Stuhl, portioniert durch das darüber befindliche Sigma.


    Auch bei einer totalen Kolektomie ist eine eine dauerhafte Ileostomie nicht zwingend. In diesen Fällen wird eine sog. "Pouch-OP" gemacht, bei der aus ca. 30 cm Dünndarm ein J-förmiges Reservoir gebastelt wird. Darüber kannst Dich z.B. hier informieren: http://www.chirurgie-klinikum-…de/htm/erbliche_fap12.htm. Diese, recht schwierige OP sollte aber nur von einem diesbezüglich sehr erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden (Wir in Österreich haben nur einen einzigen, der das beherrscht).


    Eine ileoanale Anastomose (direkte Verbindung von Dünndarm und Rektum) ist keinesfalls zu empfehlen. Das macht man eigentlich auch kaum mehr, denn diese Lösung ist für die Betroffenen anschließend meist die Hölle (Dauerdurchfälle rund um die Uhr, wunder Anus). Über das Leben komplett ohne Dickdarm mit Pouch-Anlage kannst Du Dich z.B. bei http://stoma-forum.de/topic.ph…1c78c51401d14921a&id=1341 informieren. Es gibt dort auch noch andere Threads (Suchbegriff: "Rückverlegung" oder "Pouch")


    Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesen Infos weiterhelfen.


    Liebe Grüße von


    Angie

    Sorry!!!

    Natürlich hat Angie recht und ich hatee einen zentralen Venenkatheter. Ich hatte die Bezeichnung vergessen und mir war nur im Gedächtnis geblieben, dass mir erklärt wurde, dass der mit der Spitze im Vorhof liegt. Zum Glück hat man mir das erst bei Ziehen erklärt, ich war echt erschrocken. Er hatte mich überhaupt nicht gestört oder weh getan, war sehr praktisch, aber wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich nicht mehr getraut, mich zu bewegen!


    Also nochmal deutlich für alle: der ZVK war völlig in Ordnung und für so viele Tage erheblich praktischer als die üblichen Zugänge auf der Hand! Deshalb bitte keine Panik deswegen kriegen!!:)^

    @ Iris:

    Ich freu mich für dich und bin mit dir erleichtert, dass das jetzt endlich in eine Richtung geht und du nicht mehr auf der Stelle tritts. Könntest du mir sagen, welches KH das ist? Kannst mir ja vielleicht eine PN schicken, wenn du es nicht schreiben möchtest!


    Viele liebe Grüße an alle!!