Ständige, extrem starke Übelkeit

    Hallo zusammen, ich bin neu hier in diesem Forum, weil ich langsam nicht mehr weiter weiß.


    Ich leide seit ungefähr 6 Monaten an extremer Übelkeit, die jeden Tag in sehr starker Form auftritt. Körperlich wurde nichts gefunden und jetzt dachte ich, dass es etwas psychisches ist. Meistens tritt die Übelkeit auf, wenn ich in verschiedenen Situationen einfach nicht gerne sein möchte z.B. in der Arbeit. Dort fühle ich mich in letzter Zeit nicht mehr so wirklich wohl, was zum Teil am neuen Chef als auch an den Kollegen liegt, die sich kürzlich ziemlich seltsam in meiner Nähe benehmen.


    Auch wenn ich emotionalen Stress habe, wird mir ziemlich schnell schlecht. Also zum Beispiel wenn ich ein besonders trauriges oder spannendes Video sehe, merke ich, wie mir schlecht wird. Was mir auch aufgefallen ist, immer wenn ich schlafen gehe, tritt die Übelkeit auf. Dann ist es so, dass ich aufstehe und sich mein ganzer Körper plötzlich ganz komisch anfühlt. Als wenn z.B. der Arm eingeschlafen ist und sobald man ihn wieder entlastet, kommt diese warme Gefühl des Blutes, das wieder zurück in den Arm fließt. So in etwa fühlt sich mein kompletter Körper an. Ich bin dann ganz kurz davor mich zu übergeben und wenn ich wieder zurück ins Bett gehe, zitter ich am ganzen Körper, als hätte ich Schüttelfrost. Ich halte das Ganze nicht mehr aus, weil es mich in so vielen Situationen einschränkt. Ich hatte das Ganze früher schon mal. Da wurde ich aber gemobbt und wollte deswegen einfach nicht mehr da hin.


    Warum das alles jetzt wieder auftritt, kann ich mir nicht erklären.


    War vielleicht jemand von Euch in der gleichen Situation oder weiß, was das sein könnte? Oder was ich machen könnte, um es zu behandeln?


    Bin dankbar für jede Hilfe :-)


    Liebe Grüße Jess

  • 6 Antworten

    Hallo,


    Ich sitze quasi im selben Boot wie du. Bei mir hat das alles mitte Juni angefangen. Bin allerdings ein wenig vorbelastet durch Depressionen etc.


    Also zuerst würde ich dir empfhlen: pass auf mit Medikamenten. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass mir sowas wie MPC garnicht geholfen hat. Vomex dagegen schon, hab aber ziemlich ekelige Nebenwirkungen bekommen. Muss natürlich nicht sein, jeder Körper ist anders aber solche Medis belasten den Körper ja denke ich auch.


    Desweiteren was ganz, ganz wichtig ist: such dir einen Therapeuthen. Das ist nicht schlimmes das zutun oder ein zeichen von Schwäche, im Gegenteil. Die haben aber ne ziemlich lange Wartezeit, bei uns zum Beispiel so 7-12 Monate. Deswegen: besser gestern als morgen.


    Bei mir ist es so, dass sich aus der ganzen Sache eine richtige Angststörung entwickelt hat mit Panikattacken und so weiter. Ich traue mich nicht mehr alleine raus, zum Sport zu gehen oder auserhalb zu essen bzw. schlafen. Deswegen gehe ich jetzt in eine Klinik, die eine Station hat, die sich auf sowas spezialisiert hat. Wenn ich glück habe komme ich da so in 2-3 Wochen rein dann wäre das eine Wartezeit von ca. 7-8 Wochen.


    Viel sport ist auch gut wurde mir von verschiedenen Ärzten und eine Psychologin gesagt. Ansonsten probier dich Mal durch progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder einfach Meditation zum entspannen und wieder "runter kommen". Da gibt es mitlerweile sooo viele Videos auf Youtube.


    Wenn also alles körperliche ausgeschlossen ist (Magenspiegelung, Ultraschall, Blutuntersuchungen etc.) dann hör auf deine Seele und tu dir gutes.


    Wünsche dir, deiner Seele und deinem Körper auf jeden Fall gute besserung!

    Du sagst es ja schon selbst: dein Körper hat schon früher mit Übelkeit auf schwierige Situationen reagiert, jetzt tut er es wieder. Damit ist ziemlich sicher, dass deine Übelkeit psychosomatisch bedingt ist.


    Ich bekomme z.B. schon immer gerne Durchfall, wenn mich etwas emotional schwer belastet (ziemlich doof, wenn man eine chronisch entzündliche Darmerkrankung hat und dann immer rausfinden muss, was denn jetzt die Ursache ist - die Psyche oder ein Schub), überhaupt reagieren viele Menschen mit Magen-Darm-Problemen auf psychische Belastungen.