Strahlendosis Breischluck

    Hallo zusammen!


    Ich hatte vor kurzem ein Breischluck-Röntgen und würde gerne die effektive Strahlendosis in mSv ermittel bzw. abschätzen.


    Leider habe ich auf dem Befund nur das Dosisflächenprodukt mit 331 cGy * cm^2 angegeben.


    Weiß jemand, wie ich diese Angabe in mSv umrechne? Muss ich den Wert vlt. durch die bestrahlte Körperoberfläche teilen?


    Auf Rückfragen bei dem Institut wurde mir nur gesagt, dass man es umrechnen könnte und ich mal im Internet nach einer Formel suchen soll. Leider bis jetzt ohne Erfolg :(


    Ich freue mich auf jede hilfreiche Antwort!

  • 9 Antworten

    Durch die vom Gerät bestrahlte Fläche (in cm^2) teilen, dann hast du es offenbar in cGy bzw. cSv, was bei Röntgenstrahlung dasselbe sein dürfte (Gewichtungsfaktor 1). dann mal 10, um auf mSv zu kommen. Das ist dann aber die Organdosis bzw. Gewebedosis. Du bestrahlst ja nicht deinen ganzen Körper. Insofern kannst du das nicht mit einer effektiven Dosis von gleich viel mSv für deinen ganzen Körper gleichsetzen. Wenn du die berechnen wolltest, müsstest du noch mit einem Gewichtungsfaktor von etwa 0,1 multiplizieren (Speiseröhre 0,04 plus Schilddrüse, die würde man wohl mit erwischen, 0,04, vielleicht ein bisschen was dabei für Teile von anderen Organen wie zB Lunge, Magen, ...)

    Ich gehe davon aus dass die Einheit hier falsch angegeben wurde, das müsste cGy/cm² heißen. Bei dieser Angabe ist auf den Abstand des Patienten zur Röntgenröhre zurückgerechnet. Anders machts auch wenig Sinn!

    Hint, falls du es nicht glaubst: Die Dosis ist Energie pro Masse, also eine intensive Größe, keine extensive. Du scheinst es für eine extensive Größe zu halten, weshalb du wohl mit der Fläche multiplizieren willst.

    Die Angabe macht so und so wenig Sinn. Ich könnte jetzt weiter in die Dosimetrie einsteigen, aber das würde jetzt zu weit führen. Nur soviel: Die bestrahlte Masse ist in einer Fläche verteilt die in einem bestimmten Abstand von der Röhre steht. Das ist der Bezug, der da schon drinsteckt. Das ist aber nur die Strahlung die auf die Fläche auftrifft. Das wäre dann die Dosisleistung der Fläche wenn die Starhlung denn komplett absorbiert würde. Jetzt ist der Sinn einer Röntgenaufnahme aber ja den Patienten zu durchleuchten. Also geht ein Großteil der Energie durch und wird im Gewebe gar nicht absorbiert. Bei der Breischluckuntersuchung wählt man relativ harte Strahlung, die vom Körper so gut wie gar nicht absorbiert wird sondern nur vom Kontrastmittel das man schluckt. Also ist die Belastung für den Körper minimal. Und jetzt zu sagen wieveil denn im Gewebe wirklich ionisiert das ist kaum zu sagen.

    Zitat

    Ich könnte jetzt weiter in die Dosimetrie einsteigen

    Von mir aus tu es - du darfst dabei so tief in die Physik einsteigen, wie du willst, ich werde es dank einschlägigen Studiums verstehen - aber schwafel nicht rum.


    Hast du inzwischen eingesehen, dass die von Harrydone angegebene Einheit korrekt war?


    Wenn ja, so wirst du einsehen müssen, dass das Dosisflächenprodukt mit der Fläche zu multiplizieren keine gute Idee von dir war.