Stuhlfrage, Suche nach Begrifflichkeit

    Ich bin aktuell erstmal nur auf der Suche nach Begriffen, ich möchte erstmal keine Ernährungstipps (ich mache vielleicht in den nächsten Wochen noch ein neues Thema auf). Im Internet gibt es sehr viel Info über Form und Farbe des Stuhls, aber auf die anderen Eigenschaften geht keiner ein.


    Trotzdem eine schnelle Zusammenfassung: Ich habe seid einige Jahren Verdauungsprobleme. Am Ende führte es dazu, dass ich seit 2-3 Jahren immer dasselbe esse, jeden Woche, jeden Tag, .... Damit bleiben mir Bauchkrämpfe größtenteils erspart und der Stuhlgang ist "erträglich". Wässrige Durchfälle und Verstopfung bleiben mir dadurch erspart. Änderungen daran sind komplizeirter als "iss mehr Ballaststoffe", daher möchte ich das gerne raushalten.


    Das eine ist der "Verdreckungsfaktor". Unabhängig davon, wie weich oder hart der Stuhlgang ist, schmieren tut er immer und ich benötige unfassbare Mengen Klopapier. Ohne zwischendurch immer mal wieder etwas Klopapier nass zu machen gibts überhaupt keinen Säuberungsfortschritt. Ich dachte irgendwann, ob vielleicht anatomisch etwas seltsam ist, die Haut drumrum komisch geformt, sodass es halt beim Austritt mehr schmiert als bei anderen Menschen. Aber ich hatte vor zwei Jahren ein paar Tage in der der Stuhlgang schlagartig gut war: nach dem Stuhlgang blieb einfach nichts zurück. Man tupft mit einem Blatt Klopapier und da ist entweder gar nichts oder son mini Fleck. Es gibt doch soweit ich weiß eine Art Schutzhülle um den Stuhl, der dafür sorgt, dass er außenrum nicht so "verdreckend" ist. Was ist das, wie nennt man das genau und wodurch wird es maßgeblich beinflusst?


    Das andere ist der Stuhldruck und wie er "herauswill". In eben jenen beschriebenen Tagen hatte ich es auch, dass der Kröper mir irgendwie richtig signalisierte, dass der Stuhl raus sollte. Das war ein sehr lockeres (als Verduungsgestörter empfand ich es als überraschend angenehmes) Signal, so nach dem Motto "es wäre an der Zeit, wenn Du es einrichten kannst". Ich hatte dann ein großes Zeitfenster (verglichen zu sonst) in dem ich auf die Toilette gehen sollte und der Stuhl kam einfach "von selbst heraus". Ich musste ihm nur andeuten, dass er raus darf. Ich weiß nicht wie ichs besser beschreiben soll. Es fühlte sich einfach komplett richtig an, daher weiß ich noch, wie es eigentlich sein sollte auch wenn ich das eigentlich nie erlebe. Gibt es für dieses Körpersignal oder diesen Vorgang eine Art Begriff oder umgekehrt, wenn das nicht so ist, einen Symptom Begriff?

  • 8 Antworten

    Bei der zweiten Frage meinte ich eher diesen Unterschied, zwischen Stuhl der von selbst herauswill gegenüber den, von dem man sich unter Schmerz und Druck entledigt. Bis auf dieses eine Erlebnis vor zwei Jahren ist es bei mir seit Jahren nur letzteres.


    Vielleicht wars ein bisschen viel aufeinmal, die andere Frage mit der "Verdreckung" war mir das wichtige. Es ist alles echt seltsam zu beschreiben, besonders jemandem der das nicht hat. Wenn man jahrelang ne Rolle Klopapier pro Tag benötigt und soviel Zeit auf der Toilette verbringt, aber gar nicht sagen kann, was das Problem ist.

    Kauf oder leih dir einfach das Buch: Darm mit Charme. Studier das eingehend, darin ist auch die Physiologie und alles ums Kackerli gut beschrieben. Und fachlich aufgearbeitet.

    BenitaB. schrieb:

    Kauf oder leih dir einfach das Buch: Darm mit Charme

    Das habe ich vor ein paar Jahren gelesen, soweit ich mich erinnere ist dort auch nur das klassische beschrieben: die X Typen (kleine Brocken, lange Wurst etc) und Farben.


    Aber danke für den Hinweis, als ich nun nach dem Buch schaute fiels mir wieder ein, wo ich das mit der Schleimschicht gelesen habe: "Alles Scheiße". Dort stand "Der intakte Dickdarm überzieht den Kot mit einer Schleimschicht, die verhindert, dass der After verschmutzt wird." Weiß jemand ob diese Schicht einen Namen hat und ob es außer der Darmflora einflußfaktoren gibt, die diese "Schleimbildung" verhindern würden oder wie das überhaupt funktioniert?


    Verhueter schrieb:

    Warst du mal beim Proktologen damit?!

    Meinst Du mit "damit" mit meinem Problem oder mit dieser Frage? Die Frage habe ich tatsächlich dort noch nicht gestellt. Aber beim Proktologen war ich oft, ich hatte unzählige Hämmorrhoiden, Fissuren und Analvenenthrombosen. Ich sprach Ihn aber irgendwann schonmal auf das Sauberkeitsproblem an, aber er ist der Meinung, man bräuchte eigentlich nur ein Blatt, alles andere ist zuviel. Feuchttücher sowieso gar nicht verwenden. Da das bei meinen Stühlen nicht möglich ist, hat er halt noch empfohlen Unverträglichkeiten abzuchecken. Da habe ich leider jede, daher wollte ich das nun auch hier nicht mit ins Thema mischen, sonst geht meine eigentliche Frage unter was es mit dieser Schleimschicht auf sich hat und wie sie beeinflusst wird.

    Mike578 schrieb:

    ich hatte unzählige Hämmorrhoiden, Fissuren und Analvenenthrombosen

    Das wäre schon eine wichtige Info gewesen, oder? Wie glatt ist es denn dann bei dir noch da unten?


    Ein Blatt? Das ist aber optimistisch. o.O

    Ich fand die Info nicht wichtig, da ich für das Problem aktuell keine Lösung suche, das ist eine Folge von den furchtbaren Stuhlgängen die ich seit vielen Jahren habe und nicht umgekehrt.


    Auch hatte ich letztes Jahr vorleteztes Jahr je einmal für wenige Tage, dass es schlagartig gut war, davor und danach genauso "scheiße" wie sonst. Eine Hämmorhoide verschwindet ja nicht für 3 Tage und verursacht dann wieder eine Verdreckung in riesigem Ausmaß.


    Vermutlich liegt das mit der Fehlenden Schleimschicht an der Darmflora, die seit einer Antibiotikabehandlung kaputt ist. Aber mit Darmflora braucht man einem Arzt nicht kommen, die glauben nicht daran. Ich wollte aber für Ernährung und Unverträglichkeitsprobleme nochmal nen anderen Faden machen. Mir gings jetzt wirklich nur um die Schleimschicht, da hätte ich gerne mehr drüber gelesen, was es da für Einflussfaktoren gibt aber ich finde bis auf das genannte Zitat aus dem Buch nichts dazu. Was sorgt dafür, ob Stuhl abfärbt / abdreckt oder nicht?

    Dann koche doch Leinsamen zusammen mit Kartoffeln und Kümmel als Suppe. Vorsicht schäumt. Schmeckt gar nicht mal soooo schlecht. Und der Glubsch des Leinsamens schützt auch die Schleimhäute, Darm besteht daraus....


    Wußte die Omma schon. Auch wenn sie nicht wußte, wie der Schleim auf Kacki nun heißt....