Unspezifische Darmerkrankung

    Hi,


    Ich leide seit ca. Ende Juli an immer wiederkehrenden Magen-Darm Beschwerden die sich in Übelkeit, Schwitzen, Krämpfen/Druck und einer erhöhten Stuhlfrequenz ( Kein Durchfall ) äußern. Habe nun schon 3 Kilo abgenommen ( M 184cm 60 kg 30 Jahre) und bin langsam etwas verzweifelt. Die Symptome treten nicht immer alle gleichzeitig auf, es gibt Wochen wo es sich auf ein flaues Gefühl mit Appetitlosigkeit beschränkt und dann leider auch die schlimmeren Tage wo mein Körper hochwärmt und viel schwitzt mit Übelkeit und allgemeiner Schwäche in den Gliedmaßen.

    Hab im Internet viel über Leaky Gut gelesen und darauf mal einen Zonulin Test gemacht ( Wert 180, optimal wäre <60 ). Diesen Test habe ich gemacht NACHDEM ich bei meinem Hausarzt war welcher mir nur ein Probiotikum verschrieb.....(Wozu eig. verschreiben:-|)


    Habe meine Nahrungsmittel jetzt schon sehr limitiert und versuche schon seit einer Weile auf low Fodmap, dies brachte leider keine Verbesserung bis jetzt. Bevor diese Symptome aufgetreten sind konnte ich nahezu alles essen was ich wollte, jetzt habe ich Angst überhaupt noch irgendwas zu essen. Die Symptome treten einfach nicht in einem Muster auf welches ich erkennen kann, manchmal geht es mir sogar für mehrere Tage relativ gut obwohl ich in der Nahrung nichts geändert habe. Ich bin also tatsächlich nicht durchgängig krank, aber jede Woche eine Phase mit diesen echt schlimmen Beschwerden die zufällig auftreten geht mir langsam an die Substanz. Hab einen Termin am Donnerstag bei einem anderen Hausarzt und ich weiß nicht ob sie das verstehen wird da solche Geschichten ja schnell gerne in die Psychoschiene geschoben werden. Möchte zumindest die Spurenelemente und Vitamin D abklären. Mir egal ob ich das selbst zahlen muss. Eine kleine Zusatzinfo noch, vor einem halben Jahr musste ich wegen eines Backenzahnes ein Antibiotikum (Amoxi 1000 1A) einnehmen welches bei mir unglaubliche Panikattacken + Hautausschlag am ganzen Körper verursacht hatte, das ganze wurde dann mit etwas Cortison behandelt. In der Zeit lag ich auch nur im Bett und konnte kaum auf den Beinen stehen, der Körper hat auch hier sehr hochgewärmt (möglicherweise das Immunsystem? ).



    Hat hier vielleicht jemand ähnliches durch ? Ich wäre für jeden Denkanstoß sehr dankbar, Leaky Gut und andere Darmerkrankungen sind ja in der Schulmedizin leider noch nicht so richtig angekommen.



    LG Conners:-)

  • 11 Antworten

    Ja bei Darmproblemen muss man sich meistens irgendwann selbst helfen. Die Schulmedizin ist immer sehr schnell am Ende. Ist dann einfach "Reizdarm".


    Histaminintoleranz könnte etwas passen, das würde ich mal probieren. Also mal versuchen eine Woche oder wie lange es normalerweise dauert bis Deine Probleme wiederkommen, möglichst histaminfrei zu essen. Starke Sportliche Betätigung und Stress steigern auch das Histamin im System (darum verträgt man an manchen Tagen mal mehr mal weniger histaminhaltiges). Das kannst zumindest "einfach mal ausprobieren", auch wenn das nicht so einfach ist, wenn Du gleich googlest und schaust was Du alles vermeiden musst und wie Du die Lebensmittel transprotieren / lagern solltest. ;-)


    Äußern sich die Symptome direkt nach Mahlzeiten, zufällig am Tag oder in der Nacht? Alle Symptome auf einmal oder unterschiedlich? Ist bei auftreten der Probleme die Stuhlfrequenz nur erhöht oder stimmt auch was mit dem Stuhlgang nicht (z. B. gelber, klebriger oder übelriechender Stuhl)?

    Mike578 schrieb:

    Ja bei Darmproblemen muss man sich meistens irgendwann selbst helfen. Die Schulmedizin ist immer sehr schnell am Ende. Ist dann einfach "Reizdarm".


    Histaminintoleranz könnte etwas passen, das würde ich mal probieren. Also mal versuchen eine Woche oder wie lange es normalerweise dauert bis Deine Probleme wiederkommen, möglichst histaminfrei zu essen. Starke Sportliche Betätigung und Stress steigern auch das Histamin im System (darum verträgt man an manchen Tagen mal mehr mal weniger histaminhaltiges). Das kannst zumindest "einfach mal ausprobieren", auch wenn das nicht so einfach ist, wenn Du gleich googlest und schaust was Du alles vermeiden musst und wie Du die Lebensmittel transprotieren / lagern solltest. ;-)


    Äußern sich die Symptome direkt nach Mahlzeiten, zufällig am Tag oder in der Nacht? Alle Symptome auf einmal oder unterschiedlich? Ist bei auftreten der Probleme die Stuhlfrequenz nur erhöht oder stimmt auch was mit dem Stuhlgang nicht (z. B. gelber, klebriger oder übelriechender Stuhl)?

    1. Histamin würde ich durchaus auch interessant finden, ein Test ist ja nicht allzu teuer und aufwendig.


    2. Ca. 70% der Symptome kommen immer gleichzeitig, wenn ich einen sehr stinkenden Stuhl habe dann sind davor und auch danach definitiv Spannungsgefühle im Rücken und in den Beinen zu spüren( fühlt sich ein bisschen so an als hätte man den ganzen Tag nur gesessen). Übelkeit und flaues Gefühl im Unterbauch sind nicht immer zwingend dabei, auch das starke schwitzen mit der erhöhten Körpertemperatur kommen hin und wieder als schlimmste Symptome und kündigen an das ich die nächsten Tage wieder nur schonend essen darf und meist ausruhen muss. Oft sieht der Stuhl sehr zerfleddert aus. Soweit ich es beobachten konnte treten die Symptome nicht direkt nach den Mahlzeiten auf, auch kann ich keine Tageszeit ausmachen an denen das besonders vorkommt. Allerdings ging es mir bis letzten Mittwoch so gut, das ich einfach mal wieder eine deftigere Mahlzeit integrieren wollte und so aß ich 5 Stück (Achtel) Gemüsepizza (Ca 800kcal). Nach einer halben Stunde bemerkte ich dann schon die ersten Vorboten: Leichtes schwitzen, Übelkeit, Krankheitsgefühl und sogar die Stimme hörte sich etwas verändert an. Ich war zu leichtsinnig und hatte gehofft meine Verdauung käme damit klar.

    Conners schrieb:

    Eine kleine Zusatzinfo noch, vor einem halben Jahr musste ich wegen eines Backenzahnes ein Antibiotikum (Amoxi 1000 1A) einnehmen welches bei mir unglaubliche Panikattacken + Hautausschlag am ganzen Körper verursacht hatte, das ganze wurde dann mit etwas Cortison behandelt. In der Zeit lag ich auch nur im Bett und konnte kaum auf den Beinen stehen, der Körper hat auch hier sehr hochgewärmt (möglicherweise das Immunsystem? ).

    Im Dick- und Dünndarm befinden sich 70% aller Immunzellen. AB plättet meist das System, was bei dir eine Ursache für die jetzige Problematik sein könnte.


    Sinnvoll wäre wahrscheinlich mal eine Darmspiegelung, um evtl. tiefgreifende Veränderung ausschliessen zu können. Besprich das mit deinem neuen HA.


    Was Du auf keinen Fall mehr tun solltest, dich von Pizza oder sonstiges Fast Food, Zucker, ungesunde Fette usw. zu ernähren. Ein geschwächtes Immunsystem (Darm) nimmt dir das sofort übel, was sich ja auch wohl immer wieder bei dir zeigt.


    Um dein Immunsystem, Darm wieder zu stärken, befasse dich ab sofort intensiv mit deiner Ernährung und führe am besten Buch darüber.

    Die besten Tipps sind mMn immer noch die von den Ernährungsdocs.


    Versuche so konsequent wie möglich ab sofort, dich anders zu ernähren. Diäten oder nur Bio meine ich damit nicht. Wenn Du das mind. 6 - 12 Monate durchführst, was nur zu Beginn etwas mehr Aufwand erfordert, wirst Du iwann feststellen wie gut Du dich damit fühlst. Dann könnte auch mal eine Pizza von ausserhalb keine Darmprobleme mehr verursachen. Ausserdem merkst Du durch gesündere Ernährung - alles selbst frisch zubereiten - wieviel Schrott Du/wir/ich so am Tag zu uns nehmen, genommen haben.

    hi, mein Mann und ich haben auch ähnliche Symptome..... seit langem..... Bei meinem Mann war es bisher immer nicht so schlimm, aber bei mir. Erst hatten wir einen Infekt mit Würmern- das sieht man im Blut an den eosinophilen Granulozyten. oder später dann wenn ein kleiner weißer Wurm winkt...*:) auf der Kacka...


    Mit Wurmkur ist es besser geworden aber nicht weg gegangen- und bei mir sind jetzt Werte für eine Zöliakie auffällig- daher habe ich spontan kein Gluten mehr gegessen und es ist wesentlich besser- seit 6Tagen. Das Problem ist leider, dass es die Ärzte nicht auf dem Schirm haben, was da so alles in Frage kommt. Und der Weg zur Diagnose kann lang sein. Vor allem kann der Weg lang sein, zu richtigen Diagnose.


    ich habe sehr viele Diagnosen bisher gesammelt.......


    ich wünsche dir viel kraft und Durchhaltevermögen. Und lass dich nicht in die Schublade -Psychisch stecken.

    Noch vergessen - trinkst Du ausreichen Wasser, mindestens 1,5 Liter am Tag? Zuckerhaltige oder sonstige Mixgetränke solltest Du ab sofort meiden.

    Conners schrieb:

    1. Histamin würde ich durchaus auch interessant finden, ein Test ist ja nicht allzu teuer und aufwendig.

    Ich hab mal irgendwo gelesen, dass es wohl tatsächlich ein Labor? gibt in das eine Gewebeprobe aus einer Darmspiegelung geschickt werden kann.


    Aber abgesehen davon habe ich noch keinen Test gefunden, der nicht von mehr Leuten schlecht als gut geredet wird. Egal ob das nun ein Urin-, Stuhl- oder Bluttest ist. ":/


    Conners schrieb:

    Nach einer halben Stunde bemerkte ich dann schon die ersten Vorboten: Leichtes schwitzen, Übelkeit, Krankheitsgefühl und sogar die Stimme hörte sich etwas verändert an. Ich war zu leichtsinnig und hatte gehofft meine Verdauung käme damit klar.

    Leider kann man davon nicht viel ableiten selbst wenn kein Fleisch dabei war, könnte es noch Gluten- oder Weizenunverträglichkeit, Histaminintoleranz (Hefe, Tomate, Käse, manche Gemüsesorten), Fettunverträglichkeit (Öl, Käse), Milcheiweißallergie (Käse), diverse Zuckerintoleranzen (Soße, Gemüse, Käse). Mit warmem Käse haben auch viele Probleme die sonst alle Milchprodukte vertragen.


    Fettstuhl ist es aber nicht? Also gelblich, klebrig, glänzend und/oder an der Oberfläche schwimmend? Ist der Stuhl dann voluminöser als sonst?

    Ja das mit dem AB ist mir bewußt, ich habe darauf auch sehr extrem reagiert und es gar nicht vertragen. Ernährungstagebuch führe ich seit Anfang August und ich kann hier keine Lebensmittel ausfindig machen die die Beschwerden hervorrufen. Zum Thema Zucker und Trinken, ich trinke seit Jahren nur noch Wasser da ich damals mit Reflux zu kämpfen hatte. Zucker habe ich jetzt auch schon sehr reduziert, also sprich <10g/Tag. Ich gehe auch stark davon aus das mein ganzes Immunsystem angegriffen ist und repariert werden muss inkl. Darmflora.



    Oh Gott Würmer würden mir jetzt noch fehlen, Zölliake oder auch Weizensensitivät würde ich auch noch gerne abklären lassen. Viele dieser Tests muss man ja leider selbst zahlen.



    Ja viele der Tests mit Antikörpern werden von den Ärzten als nicht zuverlässig angesehen da wissenschaftlich noch keine Evidenzen vorliegen.


    Jetzt wo ich das grade lese fällt mir tatsächlich auf das mein Stuhl gerne mal schwimmt. Und hin und wieder war er auch etwas glänzend. Das ist mir gar nicht aufgefallen. Ja also die Pizza hat ja auch eine Menge verschiedenes drauf gehabt, angefangen bei Cherry Tomaten, einem Dressing und vielen anderen Gemüsesorten. Ich sehe auf jedenfall den Zusammenhang zwischen dieser Mahlzeit und den wohl daraus resultierten Beschwerden die mich jetzt immernoch plagen.


    Eventuell würde ich einen Verdauungstest machen um zu sehen wieviel Rückstände in meinem Kot vorhanden sind ( Eiweiß, Fett etc).

    • Neu

    UPDATE:


    Mittlerweile ist ja wieder etwas Zeit vergangen und ich dachte mir ich schreibe hier mal auf was sich getan hat.


    Beim Calprotectin Test kam ein Wert von 74mg/kg raus (Normwert <50 mg/kg)

    Kein Blut (Hämoglobin) im Stuhl nachweisbar

    CRP mit 0,5mg/l unauffällig war zu erwarten (Normwert <5mg/l)

    Vitamin D ( Aus Eigeninteresse ) 1.7 ng/ml (Starker Mangel da <9ng/ml schon Untergrenze ist, nehme deshalb D3/K2 Tropfen 5000 IE am Tag)


    Ein Termin für ein Vorgespräch zur Darmspiegelung ist am 5. November sodass die Spiegelung dann auch hoffentlich noch zeitnahe danach erfolgt.



    Wie ist die Lage: Die Beschwerden haben sich etwas verändert, Hitzewallungen mit starkem Krankheitsgefühl kommen jetzt zum Glück nicht mehr so häufig/stark vor. Dafür können Bauchschmerzen ohne direkte Nahrungsaufnahme auftreten und halten für ca. 90-120 Min. Auch die Gliedmaßen (vor allem die Beine) fühlen sich dann auch noch schwerer und unbeweglicher an (Zittern in den Händen). Zurzeit esse ich nur noch Schonkost a la Zwieback, Suppen, Leicht verdauliches Weißbrot, etwas Reis/Hirse, Bananen und selten auch eine kleine Portion Geflügelfleisch. Ich erreiche leider meine Kalorienmenge nicht da einfach der Appetit fehlt bzw sich der Magen schnell voll anfühlt. Abends scheint die Verdauung sich meistens etwas zu beruhigen was auch wieder eine bessere Durchblutung in den Händen nach sich zieht und das Wohlbefinden damit defintiv steigert. Fettstühle sind leider nach wie vor zu sehen, allerdings empfinde ich das diese nicht mehr stinken was ja zumindest ein gutes Zeichen ist (keine Fäulnis). Habe mir nun auch mal Knochenbrühe bestellt (ich weiß selbst kochen ist nochmal besser) da diese ja inhaltlich ene Menge wichtige Nährstoffe enthält und ich ohnehin nicht auf meine Eiweiße komme mit meiner derzeitigen unterkalorischen Ernährung (ca. 1300 kcal pro Tag + schlechte Nährstoffaufnahme obendrauf). Ich warte eigentlich nur die ganze Zeit darauf das sich das ganze hier langsam etwas bessert, arbeitsfähig bin ich so wie jetzt definitiv nicht.


    UPDATE ENDE

    • Neu

    Ich hatte einen jahrzehntelangen Leidensweg hinter mir als ein Gastroenterologe nach Untersuchungen Morbus Crohn diagnostizierte. Mit entsprechenden Medikamenten wurde ein entsetzlicher Schub zum Stillstand gebracht, ein weiterer Schub nach einigen Monaten war weniger heftig. In einer guten Zeit war der Calprotectin Test 12,9 (Norm kleiner als 50) um kurze Zeit später auf 500 anzusteigen - neuer Schub.


    Bei mir ist es eine Autoimmunerkrankung. Ich bekomme jetzt einen TNF Blocker. Zur Zeit geht es mir sehr gut.


    Jahrzehntelang habe ich durch viel Sport, sogenannte gesunde Ernährung mein Immunsystem "gepflegt" um gesund alt zu sterben, möglichst spät. Und nun wird alles runter gefahren.


    Die bevorstehenden Darmspiegelung ist eine Untersuchung, die halb so schlimm ist, wie teilweise im Forum beschrieben wird, ja sogar die Erlebnisse der Schwiegermutter geschildert werden. In Deinem eigenen Interesse ist es wichtig, 5 Tage vor dem Termin keine körnerhaltigen Lebensmittel zu essen wie Tomaten, Früchte (Kiwis u.a.), Körnerbrot, Nüsse u.a. weil damit die Linse des Untersuchungsgerätes "blind" gemacht wird. Eine exakte Diagnose ist ja auch im eigenen Interesse. Auch leichtere Kost sorgt für einen sauberen Darm. Die üblichen Abführgetränke besorgen dann den Rest. Übrigens kühlschrankkalt

    schmeckt es besser, jedenfalls mir.


    Nach der Diagnose kann man über die Ernährung reden.


    Alles Gute Rut

    • Neu
    Conners schrieb:

    Wie ist die Lage: Die Beschwerden haben sich etwas verändert, Hitzewallungen mit starkem Krankheitsgefühl kommen jetzt zum Glück nicht mehr so häufig/stark vor.

    Klingt für mich nach wie vor irgendwie nach Histamin. Ich möchte Dir auch nichts einreden, aber es lohnt sich ja vielleicht das auch mal auszutesten.


    Conners schrieb:

    häufig/stark vor. Dafür können Bauchschmerzen ohne direkte Nahrungsaufnahme auftreten und halten für ca. 90-120 Min.

    Das kenne ich gut. Ich bin froh, dass ich aktuell im Homeoffice arbeiten kann, wenn mich diese unfassbaren Bauchschmerzen während der Arbeit erwischten, litt ich stundenlang schmerzen und die Produktivität war praktisch null ich war nur damit beschäftigt halbwegs normal auszuschauen. Wenn ich die Beine hochlegen kann + Kirschkernkissen auf den Bauch, wenns ganz schlimm ist versuche ich je nach Bauchschmerzart Lefax oder Buscopan, dann geht das deutlich schneller.


    Conners schrieb:

    Zurzeit esse ich nur noch Schonkost a la Zwieback, Suppen, Leicht verdauliches Weißbrot, etwas Reis/Hirse, Bananen und selten auch eine kleine Portion Geflügelfleisch.

    Klingt ansich schonmal nicht schlecht wenn Du Dinge findest die Deine Symptome in Schach halten. Du musst leider selbst herausfinden was Du verträgst und was Dein Leid mindert, solange Du nicht weißt woran es liegt. Aber da fehlen vielleicht ein paar Nährstoffe, wobei ich nicht weiß was Du in Deine Suppe wirfst. Ich hoffe da ist Gemüse drin.


    Wenn Du die Histaminsache austesten wolltest (klang weiter oben ja so als interessiert Dich das Thema), müsstest Du allerdings ein paar Dinge ändern denke ich.


    Zwieback (Hefe + Zucker), Weißbrot (meist mit Hefe) und Bananen (sollen auch ungünstig sein bzgl. Histamin) testweise auch noch weglassen. Da wäre es wichtig, dass Du Dinge hast, von denen Du dann ersatzweise viel essen kannst.


    Probier mal ob Du Nudeln verträgst, bei mir ist es das was ich am besten vertrage und noch dazu sehr viel essen kann. Solange Du kein Problem mit Weizen hast, ist das vermutlich besser verträglich als Hefeprodukte. In ermangelung an Soßen esse ich sie pur oder mit einem guten Pflanzenöl. Du solltest Öle finden die Du gut verträgst. Bei mir geht Leinöl sehr gut. Kartoffel verträgt auch fast jeder. Reis isst Du ja schon. Gemüse solltest Du auch essen, am leichtesten verdaulich finde ich Karotten, Sellerie, Pastinake. Bei Histamin sind Hülsenfrüchte schlecht. Kohl bläht halt. Wirst Du irgendwann austesten müssen, wenn Du die Verdauung gerade auf einem verträglichen Nievau hast.


    Achja und nichts aufwärmen, möglichst immer frisch kochen. Beim Fleisch am meisten aufpassen, sogar schon einen gut gekühlten transport sicherstellen.


    Gewürze verwende ich gar keine, außer Salz. Das muss man auch mal austesten, was geht und was nicht, dafür hatte ich noch keine Nerven.


    Rohkost geht bei mir auch gar nicht, ich Dmüpfe am liebsten, so ein Dampfgarer kostet nicht die Welt.


    Conners schrieb:

    und ich ohnehin nicht auf meine Eiweiße komme mit meiner derzeitigen unterkalorischen Ernährung (ca. 1300 kcal pro Tag + schlechte Nährstoffaufnahme obendrauf).

    Da ich das schon eine Weile mitmache, habe ich mich langsam auf immer größere Portitionen gesteigert obwohl ich sowenige unterschiedliche Nahrungsmittel esse. Eiweiß hatte ich vor ein paar Monaten sogar viel zu viel gegessen. Ich komme mittlerweile auf 3000 kcal.


    Allerdings habe ich jetzt auch festgestellt, dass das nichts nützt, ich bleibe auf meinem Gewicht (ungefähr dasselbe wie Du, auch ähnliche Größe) hängen. Egal ob ich 2000 oder 3000 (über längere Zeiträume) esse. Ich denke die schlechte Nährstoffaufnahme ist daran schuld und auch an einigen "Folgesymptomen".


    Conners schrieb:

    Ich warte eigentlich nur die ganze Zeit darauf das sich das ganze hier langsam etwas bessert, arbeitsfähig bin ich so wie jetzt definitiv nicht.

    Ich habe zum Glück sehr nette Kollegen die sehr viel Rücksicht nehmen. Auch wenn ich wirklich oft, mehrfach pro Tag, zu Besprechungen zu spät komme oder mal zwischendurch weg muss. Aber ich bin schon sehr unproduktiv geworden durch das ganze und es ist furchtbar anstrengend. Vorallem als ich noch vorort arbeiten musste. Wenn man dann mehrmals täglich für 15-20 Minuten "verschwindet" und auf dem Klo am liebsten heulen würde weil alles wieder so schrecklich ist was dort passiert.


    Ich wünsche Dir viel Glück. Ob man für die Darmspiegelung lieber empfehlen sollte, dass was (harmloses) gefunden wird oder besser ohne Befund, da wünsche ich mal lieber nichts vorab. Man wünscht sich immer eine klare Diagnose, aber was schlimmes solls ja auch nicht sein. ;-)


    Ein paar Dinge können, teils gegen Selbstbezahlung, auch noch mitgemacht werden. Du solltest den Gastro fragen ob er z. B. gleich nen Laktosetest und/oder Mastzelldingsbums mit den Gewebeproben checken lassen kann.

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