Unwohlsein wegen ständigem Stuhlgang, Blähbauch, Gas

    Hallo,


    Ich habe schon immer nachfolgende Probleme:


    - Blähbauch, auch wenn wenig gegessen wurde bzw. nach Stuhlgang

    - mehrfach täglich Stuhlgang, d.h. 3-5x, jedoch sehr oft nur Kleinstmengen/Gas/Schleim

    - Luft ablassen ohne zur Toilette zu gehen ist oft ein Problem, da Angst es könnte nässen oder noch etwas anderes mit heraus kommen

    - starke Nebengeräusche beim Toilettengang

    - gelegentlich Magenkrämpfe nach Genuss von größeren Mengen Müsli, Chips, scharfem Essen


    Ich versuche meist mit Frühsport (Bodenturnen, Situps, etc.) und Morgenkaffee die Verdauung in Schwung zu bringen, damit mittags das Schlimmste erledigt ist und man etwas unternehmen kann.


    Dies führt jedoch oft zu Problemen im Berufsalltag. Ich bin männlich, normalgewichtig und Mitte 30. Sehr oft entstehen auch Schamsituationen vor allem bei meiner Freundin oder wenn man woanders zu Besuch ist. (Anzahl der Toilettengänge und vor allem Nebengeräusche dabei)


    Vermutlich bin ich da familiär vorbelastet. Mein Vater hat ähnliche Probleme mit dem ständigen Toilettendrang und klagt zudem über ausgeprägte Hämorrhoiden. Meine Mutti hat dagegen oft Verstopfung.


    Mittlerweile belasten die geschilderten Probleme meinen Alltag immer mehr. Aufgrund des delikaten Themas hab ich dazu bisher mit keinem Arzt gesprochen. Wäre dies zu empfehlen? Was wäre die beste Anlaufstelle? Überweisung vom Hausarzt zum Proktologen?

    Oder gibt es andere Möglichkeiten?


    Vielen Dank im Vorfeld für eure Antworten.

  • 4 Antworten

    Hallo! Googelst Du mal bitte hier, auch weil Dein Vater das gleiche Problem hat: Morbus Fabry

    Das Gegenmittel wird normalerweise per Infusion zugeführt, Du kannst aber auch des Medikament "Oligase 600" rezeptfrei aus der Apotheke für gut 10 € testen.

    Es kann aber auch eine viel häufigere Laktose (Milchzucker) Unverträglichkeit sein - dann hilft das Enzym Laktase auch aus der Apo zu den Mahlzeiten.

    Gute Besserung!

    Der Proktologe kann sich von Deiner Symptomliste eventuell Hämorrhoiden etc ansehen wegen Deinem Gefühl, dass da am Darmausgang ständig etwas sein könnte (Angst es könnte nässen oder noch etwas anderes mit heraus kommen). Ich war schon sehr oft beim Proktologen, da ich aufgrund meiner Nahrungsmittelunverträglichkeiten sehr viel damit zu kämpfen habe.


    Aber bei den anderen Symptomen wird er dir weniger helfen können, da wird ein Gastroenterologe der Ansprechpartner sein. Ist nicht immer ganz klar wann wer zuständig ist, woher soll man denn wissen aus welchem Darmabschnitt das aktuelle Problem kommt. Aber die beiden Facharztrichtungen sind sicher nicht verkehrt für Dein Anliegen, der Gastro deckt mehr Deiner Symptomliste ab, aber am Ende kanns gut sein, dass Du zu beiden musst.

    Wenn es im Bauch gärt, wurde erst mal oben was eingeworfen, was dann dann zur Gasansammlung und so weiter führt. Da sollte man erst mal abklären, ob nicht Unverträglichkeiten vorhanden sind.


    Die Dinge muß man natürlich meiden. Es gibt in Deutschland 80 Ernährungsmediziner, die erst mal viel Dinge auf dem Schirm haben, um etwas auszuschließen.


    Dann zusammen mit einem Ökotropholgen einen Speiseplan zusammenstellen.


    Der dann vielleicht lebenslang eingehalten werden muß. Meist kann man dann ohne jegliche Tabletten auskommen.

    Nachtrag: Und für Deine Mutter hält der Apotheker*in 4 Produkte von Dulcolax rezeptfrei bereit: Saft, der den Stuhlgang leichter macht, Tropfen die am nächsten Morgen wirken und Zäpfchen, die innerhalb von 1/2 Stunde wirken - also in der Nähe einer Toilette bleiben.

    Außer Deine Mutter lehnt Chemie grundsätzlich ab. Dann müsste sie zugestehen, dass Ballaststoffreiche Nahrung nicht immer ausreicht und eine echte Verstopfung auch andere gesundheitliche Probleme machen kann, also nicht leicht auf die Schulter zu nehmen ist Man darf sich nur nicht an Abführmittel gewöhnen, oder damit gar Körpergewicht abbauen wollen. Also keine Dauerbehandlung, sondern immer wieder Pause! Aber Verstopfung ist auch nicht gerade gesund.

    Der Morbus Fabry ist vielleicht etwas hoch gegriffen ( Du müsstest dann auch schwarze Punkte auf der Haut haben und außergewöhnlich wenig schwitzen), aber Du hast gelesen, dass sonst umfangreiche Untersuchungen auf Dich warten und ebensolche Umstellung der Ernährung - auch mit ungewissem Ausgang