Was ist das nur? Darmkrebs? Oder doch was anderes? Blut im Stuhl, andere Beschwerden

    Ich bin zwischen Ende 20 und Anfang 30. Vor ungefähr 6 Wochen ging es damit los, dass mein Stuhl 2 Farben hatte und sehr hart war, obwohl ich ohne Ende getrunken habe und mindestens 2 Liter pro Tag zu mir nehme. Dann fiel mir auf, dass ich immer Schafskittel artigen Kot machte, ehe danach die normale Kotkonsistenz kam. So, als ob der Stuhl ein Hindernis passieren würde. Teilweise sah es richtig Bleistift artig aus. Kurz danach hatte ich erstmals Blut im Stuhl. An diesem Tag hatte ich starke Schmerzen und dachte, dass es mir den Unterleib zerreißt, als ich auf Toilette war.

    Das Blut verschwand. Was blieb war, dass ich bei jedem Stuhlgang Schmerzen habe und zuerst immer schafsköttel oder regenwurmförmiger Kot kommt, ehe der normale Kot als Wurst nachschiebt.

    Das ist jetzt seit 4 Wochen so. Es ist, als ob eine Engstelle passiert wird.


    Da ich zuvor auch Stechen im Bauch hatte, bin ich zuerst zum Hausarzt gegangen, der mich einen Test auf okkultes Blut machen ließ, der negativ war. Da er der Sache nicht auf den Grund gehen wollte, bin ich zu einem Internisten, der mich zum Proktologen und zum Gastro überwies. Beim Proktologen habe ich am 14. einen Termin, aber als ich beim Gastro fragte, wurde mir gesagt, dieses Jahr werden keine Termine mehr gemacht. Ich soll nächstes Jahr nochmal nachfragen, das wird frühstens im März was :-o


    Ich habe aber Leidensdruck und jeden Morgen ist das große Geschäft eine Qual für mich. Momentan nehme ich zusätzlich Flohsamen ein, aber egal wie viel ich trinke, der Stuhl bleibt hart. Habe große Angst Darmkrebs zu haben und einen Darmverschluss zu bekommen. Was kann ich noch machen?

  • 145 Antworten

    Mit "2 Farben" meinst Du Gelb und Braun? Das habe ich auch hin und wieder, irgendwie der übergang von Fettstuhl zu normal oder andersrum, wenn ich das mal wieder habe.


    Du hast Blut entdeckt, frisches (rot) oder meinst Du, dass Dein Stuhl tiefschwarz ist, also altes Blut? Frisches Blut kommt häufig vom Darmende, Hämmorhoiden und ähnliches. Daher ist der Proktologentermin schonmal sehr hilfreich.


    Ansonsten ist der Gastroenterologe natürlich auch nicht verkehrt um ne Spiegelung zu machen.


    Zwei Farben und Unterschiedlichste Konsistenzen (habe seit Jahren einfach jeden Tag einen anderen, seltsamen Stuhlgang) und Schmerzen beim Stuhlgang habe ich auch. Es gibt ne Vielzahl von anderen Dingen wie kaputte Darmflora, falsche Ernährung, Entzündungen. Es ist nicht immer gleich Krebs, es gibt unfassbar viele Verdauungsstörungen. Gewissheit bringt Dir erst der Besuch beim Gastroenterologen was das betrifft. Aber der Proktologe kann Dir vielleicht etwas zum Blut sagen.

    Ja, 2 Farben. Hellbraungelb und dunkelbraun. Ich hatte das nie und jetzt ständig jeden Tag. Als ob da irgendwas nicht hin haut.

    Das Blut war ganz hellrot, Ich hatte es auf dem Klopapier und im Stuhl. Und ich hab tierische Schmerzen beim Stuhl. Was mich aber am meisten ängstigt ist, dass der Stuhl erst schafköttelartig ist und hart und dann der Rest nachkommt und normal aussieht. Als ob das irgendwas im Darm umschiffen muss. Wie eine Art Verengung.



    Ich bin geschockt, dass ich erst im März einen Termin kriegen würde. Das ist viel zu lange.

    Mich ängstigt eben, dass ich alle klassischen Krebssymptome habe:


    Bleistiftstuhl und Verstopfung

    Blut im Stuhl

    Schmerzen beim Stuhl

    Ich kenne das nur so, dass es 3-6 Monate bei Fachärzten dauert. :-| Ich kann z. B. seit einem Jahr keinerlei Sport mehr machen und hatte seither gerade einen Neurologen und einen Rheumatolgentermin und warte auf nen weiteren neurologischen .... Es ist wirklich furchtbar.


    Also die ersten zwei Dinge die Du nennst, die doppelfarbe und das hellrote Blut, würden mir jetzt erstmal noch keine Angst machen. Das erste habe ich immer wenn ich Fettstuhl bekomme (Gründe für Fettstuhl gibts auch wieder tausende) wobei ich das nicht jeden Tag habe sondern nur wenn es mal wieder anfängt. Hellrot heißt eigentlich eine frische Blutung, da wird Dich der Proktologe etwas beruhigen können. Blut aus den Tiefen des Darms sieht anders aus, das siehst Du oft gar nicht (daher der Test auf okkultest Blut) oder der Stuhl wird halt noch viel dunkler.


    Den "Schafköttel" wie Du es nennst habe ich seit Jahren immer mal wieder, aber nicht durchgehend, eher mal ein paar Tage / Wochen und dann verschwindet es wieder. Ist ratsam zu untersuchen aber mach Dir nicht selbst zuviel Angst es gibt genug andere Gründe dafür. Bleistiftstuhl ist tatsächlich nicht so gut, aber auch den hatte ich in den letzten Monaten mehrfach und ich hatte gerade erst eine Spiegelung ohne nennenswerten Befund. Vermute nicht gleich das schlimmste.


    Wegen Termindauer, manche Krankenkassen bieten an, dass sie einem bei der Facharztsuche und Terminen helfen. Habe ich aber bisher noch nie gemacht, keine Ahnung wie gut die darin sind.

    isa2020 schrieb:

    Mich ängstigt eben, dass ich alle klassischen Krebssymptome habe:


    Bleistiftstuhl und Verstopfung

    Blut im Stuhl

    Schmerzen beim Stuhl

    Das sind aber auch die Symptome von tausend anderen Sachen.


    Da gäbs z. B. für Bleistiftstuhl und Verstopfung -> Reizdarm (Sammelbegriff wenn man nix anderes findet), Blut im Stuhl (findet vielleicht der Proktologe Hämmorhoiden, auch in Folge von Reizdarm), Schmerzen beim Stuhl -> Reizdarm.


    Ich kann Dir nicht garantieren, keinen Krebs zu haben, es gibt aber auch tausend andere Diagnosen für dieselben Symptome.

    Danke euch fürs beruhigen.

    Danke auch an dich, Mike.


    3 Monate finde ich Hammer lang. Ist das bei den Symptomen überhaupt zu verantworten?

    Wenn es wirklich Darmkrebs wäre, käme vielleicht jede Hilfe zu spät.


    Mit dem Blut könnte ich noch leben, aber heftig finde ich eben die Schmerzen und die merkwürdigen Schafköttel gleich am Anfang, ehe der normale Stuhl kommt. Ich habe das jetzt seit Wochen durchgehend. Ich hab jetzt jeden Tag 2 Liter getrunken und es ändert sich nichts. Es ist trotzdem steinhart.

    isa2020 schrieb:

    Was mich aber am meisten ängstigt ist, dass der Stuhl erst schafköttelartig ist und hart und dann der Rest nachkommt und normal aussieht. Als ob das irgendwas im Darm umschiffen muss. Wie eine Art Verengung.

    Das würde ja bedeuten, daß die Verengung zwischendurch immer wieder verschwindet. Besonders logisch klingt das für mich nicht. Auf einen (malignen) Tumor passt es schon gar nicht.


    Flohsamen müssen den Stuhl nicht unbedingt weicher machen. Das hängt wohl von mehreren Faktoren ab.


    Einen weicheren Stuhl können viele Menschen z.B. durch Einnahme von Magnesium erreichen: Link 

    (Leichter bzw. latenter Mg-Mangel ist ohnehin nicht so selten. Übrigens kann die Einnahme von Vitamin D, vor allem im gehobenen Dosisbereich, einen solchen Mangel fördern. Damit möchte ich keinesfalls vom Vit. D abraten, aber eine zusätzliche Mg-Substitution ist ggfs. zu erwägen. - Natürlich kann und sollte man auch etwas auf den Magnesiumgehalt der Nahrung achten.)

    Danke. Ich hab mir jetzt prompt mal 2 Tabletten Magnesium eingeworfen und hoffe, dass es etwas bewirkt.


    Ja, insofern hast du recht. Komisch ist, dass die Köttel nur am Anfang steinhart sind und dann wird es weich.

    Kannst ja mal ein paar Tage auf Milchprodukte verzichten. Wenn ich eine Tasse Milch trinke wird der Stuhl bei mir richtig schmerzhaft hart. Ist aber nur son Tipp ohne, dass ich dazu irgendwas verlinken könnte, da ich dazu selbst nie etwas gefunden habe. Bei meienr Laktoseintoleranz sollte ich eigentlich Durchfall bekommen ... vermute eher einer Allergie dahinter.

    Bei Krebs wäre auch der Test auf Blut positiv gewesen. Und das Blut sieht man in der Regel nicht, weshalb Darmkrebs ja so heimtückisch ist.

    Wir wissen gar nicht, wie du dich ernährst. Reicht nicht, nur was zu trinken....


    Kenne einige Leute, die hatten Darmkrebs - und zwar ziemlich fortgeschritten, die hatten gar keine Probleme, bis sie plötzlich auffällig wurden.

    Was du hier schilderst, klingt nach Verstopfung, Köttel sind nicht wirklich krankhaft, lies mal das Buch Darm mit Charme. Auch die Farbe kann mal so mal so sein, hängt auch von der Nahrung ab, denn mal an den grünen Sch.ss nach Spinat. Du könntest eine Fissur oder Hämorrhoiden haben, da hat man hellrotes Blut am Klopapier.

    Darmverschluss: nun ja, nicht schön, aber immerhin wirst du dann sofort behandelt, glaub mir. Habe ich hinter mir, ohne jemals überhaupt Verstopfung gehabt zu haben.

    Den seltenen Bleistiftstuhl hast Du ganz bestimmt nicht. Hellrotes Blut am Klopapier und auf dem Stuhl entstammt immer dem Enddarm bzw. direkt vom Anus. Letzteres würde auch die Schmerzen erklären. Am wahrscheinlichsten sind nach Deiner Schilderung eine leichte Verstopfung, vergrößerte Hämorrhoiden und/oder Fissuren. Am unwahrscheinlichsten ist Darmkrebs.


    Magnesium macht den Stuhl weicher. Warum hast Du denn gleich zwei Tabletten genommen? So nach dem Motto: Viel hilft viel? Oder sind das nur so Tabletten aus der Drogerie?

    Monsti schrieb:

    Magnesium macht den Stuhl weicher. Warum hast Du denn gleich zwei Tabletten genommen? So nach dem Motto: Viel hilft viel? Oder sind das nur so Tabletten aus der Drogerie?

    Auch die Apothekenpräparate sind nicht immer hoch dosiert (hier in D jedenfalls). Zum Beispiel "Magnesium Verla N Dragees" mit gerade mal 40 mg Magnesium pro Dragee.


    isa : Sicher gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Stuhl weicher zu bekommen. Bestimmte Pflanzenöle z.B. (ich bin da nicht der große Experte). Man kann auch mal für ein paar Tage ein mildes Abführmittel nehmen (ggfs. in der Apotheke beraten lassen). Es geht primär erst mal darum, Dir die Schmerzen beim Stuhlgang zu ersparen.