bitte vergesst das Wort "weiten". es wird einfach eine Magenspiegelung gemacht. Dabei gehen die Magneten auseinander, so, als ob man etwas großes runter schluckt. Sollte sich bei der Vernarbung etwas verklebt sein, löst sich das dann.

    verena 1000 mal danke für deine infos.


    aber wie ist das mit der schnelligkeit des schluckens? ist es wie vor der op?


    oder minimal langsamer? oder schon relativ langsam?


    danke für eine schluckantwort. @:) :-)


    saloon


    achso vielen dank für diese info :)^ @:)

    6. Woche: Appetit ist seit einiger Zeit wieder da, nehme schon wieder zu. Auch das Schlucken ist deutlich besser, ich habe den Eindruck, es presst sich schon alles irgendwie durch. Sodbrennen nur sehr selten, trinke stilles Mineralwasser, dann ist es gut.

    nein, ist aber auch noch nicht komplett weg. Es gibt Phasen ohne, tagelang, dann wieder Sodbrennen völlig grundlos. Aber eher mit vollem als mit leerem Magen. Gestern eher mehr Sodbrennen und ich glaube nachts auch etwas Reflux, heute wieder alles normal. Vielleicht hat irgendwas gehangen... Schlucken ist aber heute immer noch top!

    ja aber ich meine ob der reflux und das sodbrennen seit gestern also seit es mit dem schlucken schlagartig besser geworden ist, sich verschlimmert hat oder von der häufigkeit und von der intensität gleichgeblieben ist.

    Also ganz konkret: an dem Tag, als das Schlucken sich schlagartig verbessert hat, hatte ich fast den ganzen Tag entweder leichtes Sodbrennen oder das Gefühl, dass es gleich wieder los geht. Ich habe aber nichts genommen, nur stilles Wasser getrunken, um die Säure, die in der Speiseröhre über dem Schließmuskel steht, runter zu spülen. Ich weiß auch nicht, ob es einen Zusammenhang gibt, ich war an dem Tag auch etwas gestresst und nicht entspannt.


    Gestern war dann das Schlucken immer noch besser, das Sodbrennen aber wieder weg. Heute kein Sodbrennen, aber das Schlucken zwar immer noch viel besser als vorher, aber nicht ganz so wie vorgestern.


    Meine Theorie ist nun, dass der LINX-Ring mit der Vernarbung etwas an der Speiseröhre verklebt war. Vorgestern war die Muskulatur (Peristaltik) der Speiseröhre nun einmal stark genug, um die Magnete auseinander zu drücken. Da die Verklebung aber noch nicht komplett gelöst war, gingen die Magnete aber nicht sofort in die Ausgangslage zurück (deshalb Sodbrennen und sogar abends nach dem Einschlafen etwas Reflux). Inzwischen sind die Magnete zurück in der Ausgangslage, aber nicht mehr so stark verklebt. Deshalb kein Sodbrennen mehr und viel besseres (aber nicht ganz so überleichtes) Schlucken.


    Fazit bis hierher: Es geht nicht ganz ohne leichte Anpassungsschwierigkeiten, aber bisher läuft es doch wie ein Länderspiel, oder? :)^


    Die Frage wird eher sein: Wie ist die Langzeitprognose. Stört sich eine 60, 70, 80, 90jährige Speiseröhre auch nicht an dem Ding oder "eitert es irgendwann raus"...?


    Wie lange hält das Ding? Kann es dann problemlos ersetzt werden? Oder nimmt man die letzten 10 Jahre des Lebens wieder PPI's?


    Da ist viel Spekulation mit drin. Manches könnten Spezialisten aus den Erfahrungen mit anderen Titan-Implantaten vielleicht vorhersagen. Ich selbst weiß von meinem Wadenmuskel (die Speiseröhre ist ein Vierfach-Muskel), dass Muskeln sehr anpassungsfähig sind (Da wurde ein Streifen teilweise rausgetrennt, nach unten geklappt und als Achillessehne verwendet. Inzwischen hat sich der Muskel fast regeneriert und das runter geklappte stück wandelt sich zu Sehnengewebe um und hält bombenfest).

    Man darf es aber nicht übertreiben (Shit!) Hab gerade eine nicht ganz reife große Pflaume gegessen und dabei einfach mal so gekaut wie früher, also nur so grob zerkleinert. Das erste Stück ist (wahrscheinlich auch noch eingeklemmt) hängen geblieben. Der Rest dann oben drauf. Es ging nichts mehr. Ich glaub ich war fast eine Stunde im Bad. Musste mit allen Tricks arbeiten (viel viel Wasser obendrauf trinken). Nach und nach kam alles wieder raus. Der letzte Brocken hing aber fest. Irgendwann hab ich ihn dann mit viel Wasser doch durch gekriegt. Mir is jetzt noch übel...


    Das Positive: LINX sitzt richtig und funktioniert :-)

    7. Woche: Zum Status ist ja erst einmal alles gesagt. Derzeit übrigens schon länger kein Sodbrennen mehr.


    Vielleicht deshalb mal etwas zu meinem allgemeinen Befinden. Ich nehme ja seit Mitte Januar keine NEXIUM mehr (davor ja wie gesagt ca. 8000 Stück in knapp 20 Jahren).


    Was auffällt, außer, dass der Reflux weg ist, ist, dass ich nachts (und auch tagsüber) nicht mehr so viel schwitze (bzw. garnicht mehr). Ich habe früher manchmal 3 mal in der Nacht das T-Shirt gewechselt. Ich kann mich auch noch gut an meinen Opa erinnern, der hatte fast ständig Sodbrennen und hat immer extrem geschwitzt. Mit ca. 70 Jahren ist er dann an Magenkrebs gestorben...

    danke saloon für alle infos


    darf ich fragen, wo genau du und auch dein opa geschwitzt haben?


    unter den achseln?


    oder woanders?


    oder unter den achseln und zusätzlich woanders?


    die frage ist sehr wichtig für mich persönlich danke

    @ Sofia:

    Also meinen Opa sehe ich noch genau vor mir, wie ihm meine Oma mit Handtuch oder mit seinem Unterhemd, manchmal auch zwischendurch tagsüber, den kompletten Oberkörper abgetrocknet hat. Speziell aber morgens.


    Bei mir war es so, dass es mir vorne und bestimmt auch hinten vom oberen Teil des Oberkörpers runter gelaufen ist. Manchmal sind die Tropfen kurz hintereinander raus gekommen und am Oberkörper runter gelaufen. Am Rest des Oberkörpers hab ich bestimmt aber auch geschwitzt, aber wohl nicht so stark.


    Oft hab ich mehrmals in der Nacht das total durchgeschwitzte T-Shirt gewechselt.


    Es hat auch komplett mit der Schwere meiner Beschwerden korrespondiert. Hab ich mich nicht an die Regeln gehalten und gesündigt (spät essen, nicht hoch liegend schlafen, enge Kleidung etc.) und hab ich dann Schmerzen, Druck oder Krämpfe im Bereich der Speiseröhre gehabt, hab ich auch mehr geschwitzt. War ich dagegen diszipliniert und somit beschwerdefrei unter Nexium, dann gab es sogar Phasen ohne schwitzen...

    P.S.


    Übrigens hab ich derzeit nur (noch) das Schluck-"Problem" (siehe oben). Essen kann ich wann und was ich will. Klar machen 2 Tassen Kaffee und ne Tafel Schokolade eher Sodbrennen (übrigens oft, wenn ich vorgebeugt am Rechner sitze) als total gesundes Essen, aber ansonsten ist es egal.


    Sodbrennen mach ich inzwischen schon im Ansatz mit viel Mineralwasser (still) weg. RIOPAN hab ich schon lange nicht mehr genommen.

    So, gestern war meine Kontrollmagenspiegelung (die mit dem "Weiten" :-) ). Alles wie gehabt im – ich mach hier gerne mal etwas "Werbung" – Stadtkrankenhaus Schwabach. Es gab eine ausführliche und umfassende Vorbereitung und Aufklärung direkt vor der Spiegelung (Blutwerte liegen nach wenigen Minuten vor). Dann rein in die Endoskopie, etwas warten, dann kam der Chefarzt PD Dr. Horbach (ich bin privat versichert, aber ich glaube zu wissen, dass er derzeit noch alle LINX-OP's (und dann sicher auch die Nachbereitung) selbst macht..??


    Er hat mir selbst das Narkosemittel gespritzt (PROPOFOL, an Dormicum bin ich inzwischen zu gut gewöhnt, das wirkt kaum noch). Hinterher Besprechung: Alles perfekt, Zwerchfell in Ordnung, Magen sitzt richtig, LINX auch.


    Nächster Termin: in einem Jahr.


    Ob er nun etwas geweitet oder gelöst hat, war kein Thema des Gespräches. Ich war auch noch etwas zu narkotisiert um alles nachzufragen. Die Info: "Alles in Ordnung" hat mir erst mal gereicht. Aber ch denke, er hat nur das Endoskop durchgesteckt und nicht übermäßig gedehnt...? Aber wirklich wissen tue ich es nicht.


    Auf jeden Fall geht das Schlucken noch so wie vorher oder vielleicht nen Tick besser. Ich muss aber immer noch relativ gut kauen.