Paulamarie


    Natürlich war der Bericht an jeden gerichtet, den es interessiert, wenngleich er vielleicht bei der "Refluxerkrankung" etwas besser aufgehoben wäre, es war nur weil die Frage hier gestellt wurde.


    Nun zu deiner Frage, eigentlich hat mir noch niemand genau erklären können, wieso es nach der OP dazu kommen konnte, vielmehr glaube ich das es schon vorher da war und einfach übersehen wurde.


    Meine ersten Magenspiegelungen wurden damals in einer kleinen Praxis gemacht, wo die technische Ausstattung eher bescheiden waren, später ging ich dann in ein Krankenhaus wo es dann auch entdeckt wurde. Heute habe ich das Glück in einer sehr guten Uniklinik zu sein, und dort in der Endoskopie ist eines der Forschungsschwerpukte die "Diagnostik und Therapie des Barrett-Ösophagus", und ich glaube das man hier Gewebeveränderungen, bzw. Dysplasien am besten diagnostizieren kann. Sollte es wirklich mal entarten, was wohl eher selten vorkommt, hoffe ich das man es operativ behandeln kann. Das Problem dabei ist ja, daß alles was sich im oberen Ösophagus abspielt schlechter zu behandeln ist und damit immer ein höheres Risiko besteht.


    Auf jeden Fall glaube ich, daß die Fundoplicatio für mich das beste war, auch wenn sie wohl weniger Einfluß auf die ektope Schleimhaut hatte, denn dort im oberen Ösophagus, wo sie war, hatte ich noch nie eine Entzündung, diese beschränkte sich vielmehr auf das untere Drittel, was letztendlich dann auch zum long-Barrett führte.


    Das einzige was ich jetzt noch machen kann, ist die jährliche Kontrolle, PPI's und ein gesunder Lebensstil.


    Gruß *:)

    Entle


    Das zeigt mal wieder, daß es unter den Ärzten sehr unterschiedliche Meinungen gibt, mein erster hat versucht sie abzutragen, der zweite hat mir von einer rein prophylaktischen Abtragung abgeraten, was wohl auch die bessere Entscheidung war, allein schon wegen der Risiken.


    Zum Glück habe ich bis jetzt auch noch keine Probleme mit den Tabletten, wegen evt. Nebenwirkungen und ich hoffe es bleibt auch so.


    Ob die Beschwerden nun wirklich von dieser ektopen Schleimhaut kommen, kann mir auch niemand mit Sicherheit sagen, aber man kann damit leben, es ist vielmehr der Gedanke, daß es vielleicht mal entarten könnte, genauso wie das Barrett, aber daran sollte man garnicht immer denken.


    LG

    Frodewin

    Vielen Dank für Deine Erklärungen. Ich habe ja einen Ultra-Short-Barrett, der allerdings nur 2x vor 10 Jahren nachgewiesen wurde und dann nicht mehr. Jetzt eben immer wieder Speiseröhrenentzündungen, auch unter PPIs.


    Für mich habe ich entschieden, keine PPIs mehr zu nehmen, sehr zum Mißfallen meines Gastroenterologen. Aber da ich starke Nebenwirkungen habe, versteht er mich auch irgendwo. Gehe 1x jährlich zur Magenspiegelung. Ich habe ihn mal wieder darauf angesprochen, aber er sagt halt, PPIs sind nach wie vor die Standardtherapie. Ein Chirurg, der mich operieren sollte und nicht wollte, hat gesagt, daß er überhaupt nichts von PPIs hält und die einen Barrett nicht verhindern könnten. Von einer ektopen Schleimhaut habe ich noch nie gehört.


    Ich habe übrigens einen guten Bekannten, der Barrett hatte aus dem sich Speiseröhrenkrebs entwickelt hat.


    Ihm wurde der Magen hochgezogen (laienhaft ausgedrückt) und er führt ein beschwerdefreies Leben, allerdings natürlich mit PPIs. Selbst Weintrinken ist kein Problem. Die OP ist jetzt schon 10 Jahre her.


    Mein Gastro hat mir gesagt, sollte sich irgendwas bei mir dramatisch verändern, kann man immer noch abtragen. Daher ist es sehr interessant, was Du dazu geschrieben hast.


    Auch viele Grüße @:)

    @ Paulamarie

    Hab ich doch gern gemacht. :-)


    Das mit dem Barrett klingt doch erstmal ganz gut, und deine Hernie ist ja auch nicht so groß, aber woher kommen denn die Entzündungen, oder ist es vielleicht wie bei mir ein zu schwacher Schließmuskel in der Speiseröhre. Ich hatte ja auch unter PPI's immer Entzündungen, weshalb bei mir sofort und ohne weitere Diskussion die OP gemacht wurde, leider aber erst bei der zweiten Vorstellung.


    In deinem Fall wo du wegen der starken Nebenwirkungen keine PPI's mehr nehmen willst, was ich gut verstehen kann, gibt es doch keine Alternative.


    Was ist das für ein Chirurg, der dann bei dir eine OP nicht machen will, ich will nicht wissen, wie ich in so einem Moment reagiert hätte.


    So wie dein Gastroenterologe schon sagt, sind PPI's leider immer noch die Standarttherapie, aber wenn dies nicht mehr möglich ist, muß er doch eine klare Aussage machen, was es für Alternativen gibt.


    Auch kann ich die Aussage zum Barrett nicht ganz nachvollziehen, denn die PPI's können in den meißten Fällen eine Entzündung heilen bzw. verhindern, und eine gesunde Speiseröhre bildet nach meiner Meinung nicht so leicht ein Barrett, aber ich bin ja kein Chirurg, ich kann immer nur aus eigener Erfahrung sprechen.


    Das er noch nie etwas von einer ektopen Schleimhaut gehört hat wundert mich nun doch, denn auch wenn sie nicht so häufig vorkommt und man sie nicht für so relevant hält, sollte er sie doch kennen.


    Dein Bekannter hat wohl Glück gehabt mit dem Verlauf, bzw. es ist vielleicht in einem Frühstadium erkannt worden, denn ich weiß von vielen aus einem anderen Forum, die mehr Probleme und Einschränkungen hatten, aber da ist es wohl auch später entdeckt worden, auf jeden Fall sollten wir dankbar sein für unsere jährliche Magenspiegelung.


    Mit der Möglichkeit einer Abtragung hast du sicher Recht, ich habe selbst schon mal nach gefragt ob man nicht schon das Barrett mit der sogenannten "Radiofrequenzablation" abtragen könnte, aber man wollte es erst machen, wenn sich Dysplasien bilden würden, noch besteht keine Notwendigkeit.


    Für kommende Woche wünsche ich dir eine Histo mit gutem Befund, eine gute Besprechung und natürlich noch einen schönen Abend.


    LG

    Hi Sofia,


    ich nehme zur Zeit noch 40 mg Pantoprazol, vielleicht würden auch 20 mg reichen, aber es gibt mir ein wenig das Gefühl der Sicherheit, denn ich möchte nie wieder so schwere Entzündungen bekommen, wie ich sie vor der OP hatte, denn letztendlich konnte sich wohl erst dadurch das Barrett entwickeln. Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, daß ich bei der niedrigeren Dosis wieder eine Entzündung bekommen würde, aber wenn man doch mal wieder das Gefühl von Sodbrennen hat, mache ich mir mehr Gedanken wegen irgendwelcher Gewebeveränderungen, als wegen der Nebenwirkungen der Tabletten.


    Diese 40 mg waren und sind für mich immer die absolute Schmerzgrenze gewesen, zur Not kann man ja immer noch z.B. eine Maaloxan, oder die zuvor schon erwähnten Gaviscon nehmen, die ich selber aber noch nicht kenne.


    Auf jeden Fall werde ich versuchen vor meiner nächsten Magenspiegelung, die Dosis für ein paar Monate auf 20 mg zu reduzieren, und wenn die Befunde dann gut diese Dosis beibehalten, denn auf Dauer sind 40 mg eigentlich zuviel.


    LG *:)

    Hallo Frodewin,


    mein Gastro hat von der ektopen Schleimhaut bestimmt schon gehört! Ich aber nicht, da ich wohl auch keine habe.


    Der Chirurg wollte mich deshalb nicht operieren, da er beim Röntgenbreischluck nur minimale Veränderungen der Speiseröhre sah (Refluxösophagitis Grad 1). Er ist schon für OPs (ist Chefarzt der Klinik), macht sie aber nur, wenn nötig. Finde ich gut! PH-Metrie und Impedanzmessung war bei mir ja auch in der Norm.


    Mein Gastro lehnt ja auch eine OP ab. Wegen der ständigen Speiseröhrenentzündungen muß ich aber Medis nehmen, PPIs haben das ganze definitiv verschlechtert. Jetzt habe ich Sodbrennen, aber leider nur im Hals und im Ohr (rechts), nehme ich dann Säureblocker, geht das wieder weg.


    Ich nehme an, daß durch meine sehr schlechte Verdauung der Druck auf den Magen ziemlich groß ist (ich habe nach dem Essen sofort einen Blähbauch, bei der Darmspiegelung wurde mir vorige Woche ein spastisches Colon (Reizmagen) diagnostiziert. Ich denke, ich muß mal da ansetzen.


    Heute war ich übrigens in der Apotheke und habe wegen Gaviscon nachgefragt: hat zwar kein Aluminium, soll aber einen sehr starken rebound-effect haben. Kann ich gar nicht brauchen.


    Irgendwie alles total blöd!


    L.G.

    Hallo Paulamarie,


    da habe ich mich leider ein wenig verlesen, ich dachte der Chirurg kannte sie nicht, aber das warst ja wirklich du, tut mir leid.


    Das du immer noch die Beschwerden hast ist natürlich schlimm, aber wenn die Untersuchungen so ausgefallen sind, ist es vielleicht ganz gut wenn man noch keine OP macht, vielleicht liegt es ja wirklich am Reizmagen, man möchte doch endlich wissen, was der Grund für die Beschwerden ist.


    Das dies Gaviscon auch einen so starken Rebound-Effect hat, hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe du findest etwas was dir besser hilft, bis man die wahre Ursache behandeln kann.


    LG

    liege gerade in der Klinik (Schwabach) frisch operiert mit Linx und Hiatusplastik (Zwerchfellbruch incl. Netz verschlossen). Tag 1: OP, danach kein Problem, bekomme Schmerzmittel, Trinken kleine Schlucke geht. Was ich so mitbekomme, ist der Chef, Dr. Horbach Super-Magenspezialist. Tag 2 (heute): Schmerzen fast weg,Frühstück kaue ich extrem gut und trinke zu jedem Bissen Tee. man muss immer warten, bis der Schluck unten ist und durch ist. geht ganz gut. Visite: Horbach meint, das wird erst nochmal schlechter, Schließmuskel muss trainiert werden. Danach Spaziergang bei Sonne draußen. geht mir ziemlich gut. Mittag: habe es mit dem Training übertrieben und nicht gut gekaut. Mist, es bleibt was hängen und geht nicht durch. Schmerzen, Erbrechen, Schluckauf. Schaffe es endlich nach halber Stunde das der Brocken mit Hilfe von Pudding durch geht, danach mehr Schmerzen aber sonst wieder alles gut. trotzdem "Scheiße". habe dann tapfer den Rest vom Mittag ganz langsam gekaut und gegessen, war dann kein problem. Schmerzen gehen auch wieder weg. Fazit: unbedingt gut kauen!!! -melde mich demnächst wieder.

    danke für den Bericht @:) @:)


    Für uns ist es auch immer sehr hilfreich und interessant, wenn die Operierten nicht nur kurz nach der OP was schreiben, sondern auch noch Monate und Jahre später berichten, wie es ihnen geht. Wäre Dir also sehr dankbar, wenn Du das machen könntest!


    LG

    saloon


    vielen dank bitte berichte unbedingt weiter


    ich kann dich trösten


    hab schon überall gelesen (nicht bei med1), daß die ersten wochen und evtl. die ersten monate horror sind bei linx mit dem kauen, im vergleich zu nichtlinx methode.


    dafür geht es aber nach diesen wochen bzw. monaten wieder sehr gut mit dem schlucken


    und man hat weniger sonstige nebenwirkungen was die verdauung angeht im vergleich zur fundoplicatio.


    bei med1 hab ich bisher von einer guten und einer schlechten linx erfahrungsgeschichte gehört bzw. gelesen.


    lg sofi

    p.s. wo genau hast du schmerzen?


    und was ich meinte war:


    bei der fundoplicatio dauert das schluckproblem auch wochen und monate aber es wird immer besser mit der zeit (dafür gibt es da viele andere probleme und risiken wenn man pech hat)


    bei der linx methode soll man monate lang gleichbleibend schlimme schluckprobleme haben, die dann aber irgendwann schlagartig weg sind, so ungefähr beschrieb es hier eine userin und auch so ähnlich steht es in den homepages bzw. infoseite betreff dieser linx methode.

    die Schmerzen kommen von der Belastung der OP-Bereiche (Narben, Schnitte, Nähte etc.) durch das Aufstoßen etc. weil der Brocken hängen geblieben war. Mir gehts schon wieder sehr gut, ich weiß jetzt, wie ich kauen und schlucken muss, klappt sehr gut. Man kann durch richtiges Kauen und Schlucken die Probleme sehr gut minimieren.