Unperfekt bin gespannt wie es bei Dir weitergeht....hattest du während deiner Aufenthalte in Bottrop auch eine Manometrie ...würde mich mal interessieren ...und als du in Herne warst....hattest du Magenspiegelungen nach der Linx-Implantation....


    Harry....ich habe ja den Linx seit Mai 2014 und seitdem phasenweise starke Probleme...ich kann z.B. keine kalten Sachen mehr trinken...konnte ich aber schon vor dem Eingriff nur sehr langsam..und ich muß kleine Portionen essen..Hähnchen kann ich nicht mehr essen..außer es ist Sosse dabei...ich würde mich nicht wieder für diese Implantation entscheiden...aber ich muß damit leben..weil eine Entfernung neue stärkere Schmerzen hervorrufen könnte...und deshalb wird es nicht gemacht..ich hatte letztes Jahr ja eine Rekonstruktion weil der Linx nicht mehr am richtigen Platz war und mir Luftnot bereitet hat..und ich habe damals auch nicht überlegt..wenn man orthopädische Grossbaustellen darf man nicht mehr ins MRT..mittlerweile darf ich ja mit meinen ..weil alten Linx bis 0,7 Tesla und mit den neuen darf man ja jetzt bis 1,5 Tesla ...es gibt aber neue MRT-Geräte bis 3 Tesla..und ich habe letztes Jahr mal mit jemanden gesprochen..die hatte ein neuen Linx..und trotzdem Probleme mit dem MRT..... und Harry ..informiere dich doppelt....eine Zweitmeinung ist wichtig..die normalen wie Fundo...etc. werden immer feiner...und ein Implantat ist eben ein Fremdkörper.


    Grüße von Hopfensee

    Hallo an alle:


    ich habe mal wieder hier gelesen und bin einigermaßen erstaunt. Ich kann ja nicht auf alles konkret eingehen, aber ganz allgemein:


    Bei den teilweise hier beschriebenen Problemen und Symtomen, kann man schon ins Grübeln kommen. Es ist bestimmt nicht weit hergeholt, wenn man vermutet, dass bei den jeweiligen OP's etwas schief gelaufen ist. Und natürlich schreiben diejenigen hier besonders intensiv, denen es mit dem LINX nicht gut geht, das ist ja ganz normal. Sie erhoffen sich Informationen, die ihre Probleme lösen oder verbessern.


    Wenn man den LINX-Ring gesehen und in der Hand gehalten hat und sich die Wirkungsweise einmal genau überlegt, dann sollte klar sein, dass er im Normalfall und wenn die OP-Schwellungen abgeklungen sind (nach ein paar Tagen) dann, wenn man nicht gerade schluckt, völlig unbemerkt dort drin liegt, so wie die Titan-Schrauben an meiner Wirbelsäule.


    Mittels eines speziellen Meßgerätes (siehe Youtube-Video) wird genau der benötigte Durchmesser ermittelt, damit der Ring exakt und geschlossen um die Speiseröhre liegt.


    Schluckt man, öffnet sich der Ring und zwar genau so weit, wie dies durch die sich aus den Perlen schiebenden Drähte möglich ist, ganz leicht, und auch keinen Mikrometer weiter.


    Es ist also völliger Blödsinn zu versuchen, den Ring zu "weiten". Im geschlossenen Zustand ist er geschlossen und im offenen eben so weit offen, wie es geht.


    Wenn man ganz wohlwollend ist, dann könnte man vermuten, dass der Ring mit Gewebe verklebt ist und durch das "Weiten" versuchen dies zu lockern.


    Für mich klingt das mit den Schmerzen so, als wäre ein zu enger Ring eingesetzt wurden und das mit der Magenentleerungsstörung nach der klassischen Durchtrennung des Vagus-Nerves bei der OP.


    Aber ich bin 1. Laie und 2. kann ich das nur durch das Gelesene nicht beurteilen.


    Ich kann nur allen raten, unbedingt zu einem sehr erfahrenen Operateur zu gehen.


    Mein Zustand ist unverändert, leider habe ich wieder zugenommen und wiege wieder fast 100kg. Aber das nehme ich demnächst wieder ab.


    Ich habe minimalen Reflux, ohne nennenswerte Beschwerden und muss keinerlei Säureblocker o.ä. nehmen. Allerdings esse ich nach 19.00 Uhr (fast) nichts mehr und schlafe mit dem Oberkörper erhöht. Ansonsten bekäme ich Probleme. Das stört nur im Urlaub, wenn man abends noch mal ausgeht, gut isst und ein paar Bier trinkt. Und meist im Hotel ohne Erhöhung schläft.


    Wenn ich zu schnell esse und nicht gut genug kaue, muss ich viel drauf trinken, damit alles durchrutscht.


    Viele Grüße,


    saloon

    Hallo zusammen,


    Hopfensee ich hatte eine Manometrie in Bottrop.


    In Herne hatte ich danach keine Magenspieglung nur einen Brei Schluck.


    Ich werde mir das ganze nun sehr gut durch den Kopf gehen lassen was ich mache wenn das 'LINX Band raus ist. Aufjedenfall werde ich es mir raus nehmen lassen.

    Hallo zusammen,


    bis mir ist die Linx-OP nun genau zwei Jahre her und ich kann nur sagen: ich würde es wieder machen. Hatte den gleichen Operateur wie Saloon. Abgesehen von dem genähten Zwerchfellbruch hatte ich (wie berichtet) nur von der 5-8 Woche Schluckbeschwerden. Nach wie vor bleibt aber hin und wieder was hängen wenn ich nicht ordentlich kaue. Aber nicht zu vergleichen wie in er ersten Zeit.


    An harryg: wenn Du erst nach 20 Jahren bei einer Dosis von 40 mg am Abend bist, solltest Du Dir das wirklich gut überlegen. Manche steigen da ein und sind schnell bei 120mg am Tag.


    Was das Bier angeht hat es mindestens 3 Monate gedauert bis ich irgendetwas anderes als stilles Wasser trinken konnte. Liegt daran dass der Ring zu Beginn von der Muskulatur nicht so leicht bei Magenluft öffnet und deshalb hat man auch verstärkt Blähungen. Wird aber auch rasch besser. Heute (und bereits ab dem 8 Monat) merke ich diesbezüglich absolut nichts mehr.


    Dass man den Ring wieder so leicht rausnehme kann glaube ich auch nicht. Der wächst ja mit Gewebe


    zu.


    Ich hatte seitdem kein Sodbrennen mehr. Habe aber leichten stillen Reflux. Könnte diesen aber mit Besserer


    Ernährung begegnen (basisch) und vielleicht ein paar Kilos abnehmen. Das nimmt Druck aus dem Magen.

    Hallo zusammen...


    Ich hab das Linx Band vor 5Tagen rein bekommen. Was die meisten Leser interessiert, sind wohl die eventuellen Schmerzen danach... Nun..ich bekomme starke Schmerzmittel zur Zeit. In Kombi des genähten Zwechfellbruchs, Aufgeblähter Bauch raum, Nähte und Klammern an fünf Stellen und dem Nabengewebe des Bandes...sollen diese Schmerzen Normal sein...


    Besonders Schmerzen hatte ich bei der Atmung in Kombi beim Schlucken von größeren Stücken bin Nahrung. Flüssigkeiten gehen eigentlich sehr gut...noch zu erwähnen wäre das angestaute Gasgemisch im Magen, was nun nicht mehr so einfach durch kommt, obwohl ich unter Umständen die ich noch nicht verstanden hab, problemlos rülpsen kann.


    Sodbrennen hate ich seit der OP noch keine...ich verzichte jedoch noch auf kohlensäurehaltige Getränke.. LG RayMen *:)

    Hallo zusammen,


    ich war bei noch einem Krankenhaus und mir wurde dort das gleiche geraten. Im November lasse ich mir das Band entfernen, da die Krämpfe der Nerven einfach nicht aufhören und das Schmerzen sind die mich in meinem Leben vollkommen einschränken.

    Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop wird das entfernt. Es kommt drauf an wie gut es zu entfernen ist. 3 Tage auf jedenfall kann aber auch bis zu 10 werden.


    Alles erst bei der OP richtig einsehbar.


    Ich werde auf jedenfall ca. 3 Wochen komplett ausfallen wenn alles gut verläuft.

    das ist bisher das einzige kh wo ich bisher nichts negatives gehört habe seit dem ich seit ca. 2005 bei med1 bin betreff Speiseröhre und co.


    also wenn die es nicht schaffen, dann keiner glaub ich.

    sofia ich war ja auch in Bottrop und mir hat nicht gefallen---das eine Untersuchung wegen der ich ja übernachtet hatte---aus technischen Gründen abgebrochen wurde--und ich das erst im Bericht lass und es wurde nicht für erforderlich gehalten diese Untersuchung nochmal zu machen ....war ph Messung...das etwas nicht richtig läuft kann vorkommen----leere Batterie etc.----aber es nicht zu wiederholen fand ich nicht gut.


    Unperfekt wünsche Dir alles Gute für die OP..du wirst sicherlich berichten.


    Es würde mich interessieren warst du in herne Privat oder Normalpatient...weil du keine Magenspiegelungen hattest,


    Ich habe ja auch die Bauchkrämpfe aber in größereren Abständen und mein Hauptproblem ist die Atemnot ie von dem linx kommt--aber nach den Magenspiegelungen habe ich erstmal Ruhe...warum das so ist weiss ich nicht

    Hopfensee


    also von Untersuchungen weiß ich nicht


    ich weiß halt nur aus dem refluxfaden der sehr lange schon besteht ca. 15 jahre oder noch länger sogar, daß ich da nie von einer schlecht verlaufenden Operation im Bereich fundoplicatio gehört habe, linx hab ich aber betreff diesem kh noch nichts gehört,und halt daß in Bottrop jemand per fundoplicatio so erfolgreich operiert wurde, daß diese Person danach ihren Job wieder aufnehmen konnte wie vor der op.


    (im Gegensatz zu mir wo ich seit der fundoplicatio in einem hamburger krankenhaus damals, arbeitsunfähig bin)


    allerdings hängen solche Reflux ops ja auch von den chirugen ab, wenn der chirug gut ist dann hat man glück, wenn nicht Pech, aber von diesem Bottrop kh hab ich bisher trotztem keine negativ ops gehört und ich hab seit 2005 von sehr sehr vielen Krankenhäusern im refluxfaden damals gelesen, den faden von anfang an sozusagen auch nachgelesen.


    das hier ist der betreffene faden:


    http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/1153/


    wie geht es dir Hopfensee? gibt es was neues? :)_ :°_

    Hi sofia,


    sorry das ich Deinen Nickname nicht ganz schreibe. Ich musste stöhnen als ich Deinen Link aus dem letzten Posting anklickte. Über 1400 Seiten. Das ist mir zuviel zum Lesen. Darf ich fragen in welchen KH Du in Hamburg gewesen bist?


    1. Israelit. Krankenhaus


    2.UKE


    3. BETHESDA


    oder ein anderes?


    Ich tippe auf Nummer 1. Die haben ja angeblich den besten Ruf. Aber nur angeblich. Ich kenne persönlich ausschließlich Fälle bei denen dort gepfuscht wurde und dies erst seit 2015.


    Nur die Unterbringung ist dort Top, doch das interessiert mich einen... :_D


    Ich hoffe trotzdem das Dein damaliger Chirurg nicht mehr operiert.


    Dir alles Gute und ich hoffe Du kommst einigermaßen gut klar im Alltag.


    Beste Grüße

    Hallo zusammen,


    ich möchte hier einmal meine Erfahrungen mit dem LINX Implantat teilen. Meine OP ist ein paar Tage her, nun kann ich aber ein Gesamtbild über den Verlauf abgeben.


    Seit mehr als 10 Jahren habe ich Probleme mit Reflux, habe Anfangs PPI 20 mg genommen. Dies auch nur phasenweise in den ersten Jahren. Leider ist es immer schlechter geworden, in den letzten 2 Jahren musste ich 40 mg PPI täglich nehmen, die Symptome sind auch nur teilweise verschwunden. Vor meiner OP sind es 2 x 40 mg täglich gewesen. Durch die dauerhafte Einname von PPI's war mein Vitamin B12 Spiegel im Keller, musste regelmäßig zum Spritzen von B12.


    Nachdem ich bei verschiedenen Ärzten gewesen bin, habe ich mir eine weitere Meinung im UKE Hamburg eingeholt. Ich bin in der Privatsprechstunde der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie gewesen.


    Dort wurde dann noch einmal eine Magenspiegelung durchgeführt (sehr nettes, kompetentes Team) bzw. veranlasst, danach die PPI abgesetzt für 1 Woche damit eine ph-Metrie durchgeführt werden kann. Ergebnis: Reflux tags und nachts, "pathologisch" wie man mir sagte. GERD Grad B, DeMeester 38


    Mir wurden dann die weiteren Optionen erläutert: weiter PPI nehmen, damit ist aber das Problem nicht behoben. Fundoplicatio oder LINX System wurden mir erläutert und mir wurde die freie Wahl gestellt ohne auf eine OP Methode zu "drängen". Fürs LINX System war ich wohl ein idealer Kandidat, da mein Zwerchfellbruch nur ca. 2 cm groß war. Ich habe mich dann für das LINX System entschieden, da ich bei der Fundoplication gelesen habe, dass man nicht mehr aufstoßen kann danach und der Heilungsverlauf länger ist oder dauert.


    OP Termin war Montag der 26.06.2017, morgens direkt ins UKE / SDS (Same Day Surgery). Aufnahme ging reibungslos, nach 30 Minuten lag ich auf der Liege und wurde in Richtung OP gebracht. ca. 9 Uhr ging es los, um 12 Uhr war ich wieder wach und es ging auf die Station.


    Am Tag der OP: kaum Schmerzen, sehr aufgeblähter Bauch durch die Laparoskopie. Am Abend habe ich mir noch Novalgin geben lassen für die Nacht. Konnte aber ca. 18 Uhr das erste Mal aufstehen und allein zur Toilette. Am ersten Tag nach der OP keinerlei großartige Schmerzen mehr, leichtes "ziehen" an den OP Narben (5 Stück) und unangenehmes Gefühl beim nach vorn beugen. Dies ist aber ganz normal nach einer OP.


    Ich bekam nur Suppen (morgens/mittags/abends), Zwieback und Tee.


    Bei jedem Schluck Wasser oder Suppe musste ich mich schon konzentrieren, da unten im Magen nichts mehr so einfach durchrutschte. Das war sehr gewöhnungsbedürftig, aber nicht schmerzhaft. Dies ging weiter so bis Mittwoch. Weiterhin keine Schmerzen, ich konnte mich gut bewegen und schon ganz eigenständig durchs Krankenhaus flitzen. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr verwundert, dass alles so schmerzfrei und reibungslos abgelaufen ist.


    Am Mittwoch Mittag habe ich dann das erste Mal "feste" Nahrung bekommen, es gab Reis und Königsberger Klopse. Da habe ich mich die 2 Tage sehr drauf gefreut. Und was soll ich sagen: auch dies ging in kleinen Bissen und gut gekaut mit etwas Wasser dazu wunderbar durch die Speiseröhre und in den Magen. Donnerstag dann Entlassung aus dem UKE. Keinerlei PPI mehr nötig, keine Schmerzmittel und nur noch die Duschpflaster auf den OP Wunden.


    Nach den 2 Wochen habe ich meine Arbeit wieder aufgenommen.


    Weiterhin sehr vorsichtiges Essen, kleine Bissen, immer ein Schluck Wasser dazu. In der Broschüre, welche ich nach der OP bekommen habe, stand auch: Ähnlich dem Konzept der Physiotherapie nach dem Erhalt eines Implantats an Hüft- oder Kniegelenk ist eine regelmäßige Nahrungsaufnahme die Physiotherapie für das LINX Implantat nach der OP. Daran habe ich mich gehalten und konnte nach und nach immer mehr essen und auch wieder mehr essen.


    Ebenso stand in der Broschüre aber auch, dass es zu sog. Dysphagien kommen kann (Schwierigkeiten und Schmerzen beim Schlucken). Zeitverlauf: in der ersten 2 Wochen nach der OP langsam zunehmend, 6 Wochen nach OP erreichen diese den Höhepunkt und nehmen dann 12 Wochen nach der OP deutlich ab bzw. verschwinden wieder. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keinerlei Probleme, Schmerzen oder Beschwerden.


    Das einzige was ich hatte: gut gekautes Essen hing nach dem Schlucken erstmal vor dem LINX Implantat fest und es dauerte ein paar Sekunden bis es dann durchging und in den Magen rutschte. Aber auch dies wurde von Tag zu Tag besser. Zwischenzeitlich hatte ich 2 x einen schnell einsetzenden stechenden Schmerz in Höhe des Brustbeins, welcher aber genauso schnell wieder verschwunden ist.


    In Woche 3 habe ich dann wie gesagt meine Arbeit wieder aufgenommen. Alles lief in Woche 3 gut bis zur Woche 4 Donnerstag. Auf einmal sehr schnell einsetzender stechender Schmerz in Brustbeinhöhe/Magenhöhe, Schmerz wurde immer stärker (mir wurde leicht schwarz vor Augen). Der Schmerz strahlte bis in den Rücken aus (wie Rückenschmerzen), den Hals nach oben bis in die Schläfen und es setzten starke Kopfschmerzen ein.


    Novalgien und IBU 600 haben sogut wie nicht geholfen. Ich habe wirklich starke Schmerzen gehabt und zu diesem Zeitpunkt das LINX Implantat "verflucht". Mein erster Gedanke war, dass etwas verrutscht ist oder nicht in Ordnung ist.


    Am Freitag direkt ins UKE. Dort war man sehr überrascht von der Heftigkeit der Schmerzen, hat direkt ein Röntgen mit Breischluck / Kontrastmitteln veranlasst welches gleich ne Stunde später stattgefunden hat. Auch dort wieder sehr nettes Team und ein sehr netter Arzt. LINX Implantat saß aber an der richtigen Stelle und hat auch korrekt gearbeitet.


    Dann wurde der Professor dazu gezogen, welcher mich operiert hat. Es wurden Krämpfe der Speiseröhre vermutet. Dafür habe ich dann Diltiazem AL 60 erhalten und habe eine halbe Tablette morgens vor dem Essen und eine halbe Tablette abends genommen. (zusätzlich IBU600 und PPI 2 x täglich) Damit gingen die Krämpfe auch sofort vorbei. Über das Wochenende habe ich die Tabletten dann genommen und am Montag diese wieder abgesetzt um zu schauen, ob es auch ohne geht. Mitten in der Nacht bin ich dann wieder durch den schnell einsetzenden Schmerz in Brustbeinhöhe aufgewacht, wieder Schmerzen bis in den Rücken.


    Nun musste ich die Diltiazem Tabletten (krampflösend/auch bei Bluthochdruck) erstmal eine Woche lang durchnehmen um zu schauen ob es besser wird. Alternative (falls es nicht besser wird): nochmal Bauch aufmachen, LINX System überprüfen.


    Daher habe ich dann die Tabletten weiter genommen und mich an die Broschüre zurückerinnert. 6 Wochen nach OP können die Beschwerden ihren Höhepunkt erreichen. Der Körper bildet um die Magnetperlen neues Gewebe während des Heilungsprozesses. Während sich das neue Gewebe um das Implantat bewegt und ausdehnt, können Beschwerden oder Schwierigkeiten beim Schlucken auftreten. Dies ist vorübergehend und ein normaler Bestandteil des Heilungsprozesses.


    Das Essen fiel mir dann aber wieder sehr schwer. Ich musste komplett von vorn anfangen. Es ging nur Suppen und Flüssigkeiten. Trotz intensivem kauen hatte ich nach jedem Bissen einen starken Schmerz genau beim LINX System. Langsam machte sich doch etwas Panik breit...was wenn durch das LINX Implantat eine dauerhafte Schluckstörung ausgelöst wurde? So ein Ösophagusspasmus ist echt nicht witzig und ziemlich schmerzhaft!


    Ich bin dann noch 2 weitere Wochen zu Hause geblieben, habe mich geschont und sehr auf die Ernährung geachtet. Allerdings hat durch das lange kauen und die Flüssigkeit dazu nur noch ein Teil der Nahrungsmenge in den Magen gepasst. Ich bin schnell satt gewesen (oder hatte keine Lust mehr auf die Schmerzen beim Schlucken). 7 kg hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt verloren, 7 Wochen nach OP waren rum. (ich hab vorher 106 kg bei 1,93 Körpergröße gewogen, es konnten auch gut 7 kg runter!)


    Dann ging es langsam wieder bergauf. Es passte wieder etwas festere Nahrung..weiterhin viel kauen, viel zum Essen trinken und Schritt für Schritt habe ich mich wieder nach vorn getastet. Weiterhin Diltiazem 60 mg, allerdings ab dann 1 ganze Tablette morgens und dafür am Abend nichts mehr. Mir ging es immer besser damit, hatte aber noch Angst das Medikament abzusetzen und zu riskieren, dass die Krämpfe wiederkämen.


    In Woche 10 nach der OP war dann von einem auf den anderen Tag sämtliche Schmerzen und Beschwerden verschwunden. So schnell wie sie gekommen sind, waren sie vorbei. Ich konnte auf einmal alles essen, hatte keinerlei Probleme oder Schmerzen und es ging alles ganz normal durch (gut gekaut vorher).


    Zwischenzeitlich habe ich die Arbeit wieder aufgenommen und dann in Woche 11 meinen 2-wöchigen Urlaub gestartet. Im Urlaub habe ich die Tabletten abgesetzt und siehe da: KEINE SCHMERZEN oder Krämpfe mehr.


    Ich kann seitdem ALLES essen, kann so essen wie vor der OP, brauche keine PPIs mehr!


    Selbst das unendliche kauen des Essen ist nicht mehr notwendig (ich versuche aber besser zu kauen als vor der OP, da dies ja sowieso gesünder ist) Bin damit absolut glücklich und zufrieden mit dem LINX Implantat. Auch nach der "Durststrecke" zwischendurch! Eigentlich ist genau das eingetreten was in der Broschüre bzgl. des Zeitverlaufes stand. Krämpfe der Speiseröhre sind jedoch sehr selten und müssen keineswegs bei jedem auftreten. Jeder Körper reagiert anders. Sollte jemand Krämpfe bekommen: lasst Euch Diltiazem 60 mg verschreiben (oder ähnliches)


    Man muss dem Körper Zeit geben sich auf die veränderten Bedingungen einzuspielen, unbedingt weiter das Schlucken trainieren und vor allem Geduld haben.


    Wenn jemand die Broschüre zum Lesen haben möchte, dann gern eine Nachricht an mich. Hab auch meine Fotos vom Röntgen (weiß aber nicht ob ich hier Fotos einfügen kann).


    Hoffe mein Bericht hilft dem ein oder anderen bei seiner Entscheidung. Ich denke man kann nichts pauschalisieren. Für jeden ist das LINX Implantat nicht geeignet. Das sollte aber mit einem Arzt besprochen werden, der Erfahrungen auf diesem Gebiet hat!


    Viele Grüße, Stefan