wie schnell kann ein Magen-Darm-Infekt abklingen?

    Moin Moin,


    vergangenen Freitag nachmittag habe ich einige Zeit in der Notaufnahme eines Krankenhauses aufgehalten und am darauffolgenden Morgen im Bad gab es dann einen ersten "Schub", bei dem ich regelrecht zusammengeknickt bin, wobei mir gleichzeitig ganz kötzerlich und schwummrig zumute war. Das klang aber relativ schnell wieder ab. Im Laufe des Vormittags kam noch ein weiterer "Schub" - aber weniger intensiv. Tatsächlich gebrochen habe ich bis heute nicht und die Ausscheidungen blieben fest, rochen aber ungewohnt. Den Tag über war ich appetitlos, habe aber trotzdem Suppe, Fladenbrot und Kräutertee zu mir genommen, ohne dass der Magen rebelliert hat. Durchfall, der ja normalerweise mit einem Magen-Darm-Infekt einhergeht, ist bisher völlig ausgeblieben.


    Nun stellt sich mir natürlich die große Frage:


    War das bei diesen Symptomen überhaupt ein Magen-Darm-Infekt oder etwas ganz Anderes?


    Man muss dazusagen, dass ich einen ziemlich robusten Magen und ein gutes Immunsystem habe.


    Und wenn grad ein Magen-Darm-Infekt mit diesem kurzen Verlauf "umgeht": wie lange wäre ich ggf. noch ansteckend?


    Das ist für mich hauptsächlich deshalb wichtig, weil ich meine Mutter so lange nicht im Altenheim besuchen kann.

  • 14 Antworten

    Für mich klingt das so, als wäre der Kreislauf kurz abgesackt. So fühlt es sich zumindest bei mir gerade an, wenn ich Kreislaufprobleme habe. Bei Magen-Darm wäre es nicht nur eine kurze Übelkeit, das würde sich länger ziehen... eins meiner Kinder hat auch nie oder selten dabei Durchfall, das zumindest will bei uns nichts heißen.

    Mir ist das auch nie passiert. Dann hat in der Schwangerschaft die Schilddrüse verrückt gespielt und ich wäre mehrmals fast umgekippt, auch mit zuerst Übelkeit umd Bauchkrämpfen und dann allgemein Unwohlsein. Und seit der Schwangerschaft bin ich anfälliger dafür. Schilddrüse ist perfekt eingestellt, aber manchmal muss es nur eine Kleinigkeit sein, dass es mir schlecht wird, der Bauch krampft, schwummrig - und nach 3 bis 5 Minuten ist es wieder okay.

    Also ich hatte das so auch schon, wenn MD im Umkreis unterwegs war. Ich hatte den Eindruck, wenn ich es einmal richtig doll hatte, dann hat es mich die nächsten Male oft nur gestreift, dh. ein Kind (oder auch mehrere ;-)) haben gespuckt oder hatten Durchfall, ein paar Tage später war mir öfter flau und ich hab mich schlapp gefühlt aber es ging dann vorbei, ohne daß mehr dabei herauskam. Auch bei den Kindern hatten wir es schon, daß eins mal einen Tag über ein bißchen Bauchweh klagte, das nächste einen Tag später über der Schüssel hing.


    Was mich aber bei dir wundert ist, daß du sagst, es kam anfallartig. Da war dann viellleicht doch noch etwas anderes im Spiel.


    Was den Besuch bei deiner Mutter angeht, so hat MD ja doch eine recht kurze Inkubationszeit und ist eine Schmierinfektion. Wenn es dir wieder gut geht und du auf Hygiene achtest (Hände gründlich waschen, vielleicht kein zu enger Kontakt), dann sollte da eigentlich nicht viel passieren können. Wenn du unsicher bist, laß noch 1-2 Tage verstreichen @:)

    So etwas ähnliches hatte ich bei Galle, obwohl ich das damals noch nicht gewußt hatte. Ging mir Hundeelend bis zu 2 Stunden, dann war wieder gut.


    In Altersheimen sind da nicht die Flaschen mit Desinfektionsmitteln wie im Krankenhaus im Flur?

    Also ich kenne das nur so:


    Es wird dir übel, übler...noch übler und du gehst kotzen. Magen und Darm tun weh, Durchfall kommt, dann wieder Übelkeit bis zum Kotzen, Magen-Darmschmerzen ohne Ende. Kamilletee trinken? Kotzt man sofort wieder aus.


    Man muß halt liegen, Wärmekissen auf dem Bauch, nichts essen und immer wieder Tee in kleinen Schlucken versuchen, aber meist erstmal gar nichts zu sich nehmen. Nach ein paar Tagen geht es wieder und man kann mit Zwieback langsam wieder anfangen zu essen. So kenne ich eine echte Magen-Darmgrippe.

    Vielen Dank, dass am Ende doch noch einige Antworten zusammengekommen sind. Dass sowas auch von der Schilddrüse kommen kann, wäre womöglich eine plausible Erklärung, falls es denn "nur" der Kreislauf war. Wobei ich eigentlich schon seit geraumer Zeit auf den "richtigen" Wert eingestellt bin. In der Zwischenzeit hat es übrigens keine weiteren "Schübe", keinen Durchfall und auch sonst nichts außer einer ungewohnten Appetitlosigkeit gegeben, die sich bis heute hinzieht. Das Desinfizieren der Hände und z.T. Handschuhe verstehen sich natürlich von selbst. Ich helfe aber in der Regel auch ein bisschen bei der abendlichen Pflege, daher die Frage und meine Besorgnis. Hatte wegen des Aufenthalts in der Notaufnahme auf etwas Infektiöses getippt und wusste nicht, dass einem bei Kreislaufstörungen auch zum Brechen zumute sein kann. Galle ist auch so ein Schlagwort, dem ich vielleicht mal nachgehen sollte. Selbst hatte ich deswegen noch keine Probleme, aber meine Mutter ist an der Galle operiert worden.

    Fast immer war ich zu der Zeit Zuhause wenn mich dieses Gefühl überkam. Einmal löste der Geruch von Birnen in Rotwein heftiges Reaktionen aus, nur der Geruch.


    Da half nur hinlegen und hoffen das es vorüberging. Mir wurde heiß und kalt abwechselnd , große Übelkeit.


    Einige Male habe ich mich auch übergeben, war aber seltener. Schmerzen von der Galle hatte ich nie.


    Schließlich ordnete die Ärztin eine Magenspiegelung an, der Internist fand nichts, suchte weiter und dabei kam heraus das es Gallensteine waren.


    Es hat ein paar Jahre gedauert mit solchen Phasen mit Übelkeit. Deshalb brauchst du dir nicht unbedingt Sorgen machen. Nur im Hinterkopf merken das es Galle sein KÖNNTE.

    O.k., vielen Dank, das wird es dann eher nicht sein, weil der Kalt/Heiß-Wechsel bei mir fehlt. Kreislauf i.V.m. der Schilddrüse halte ich weiterhin für die wahrscheinlichste Alternative, da ich am Vortag viel Stress und zum Zeitpunkt meines Zusammenbruchs früh noch kein Thyroxin eingenommen hatte.

    Es schadet sicherlich nicht, wenn ich das Thema Galle bei meiner Hausärztin mal mit anspreche. Momentan hat es aber mangels Ansteckungsgefahr keine Priorität. Nachdem mir bereits weiter oben bestätigt wurde, dass MD-Infektionen in einzelnen Fällen auch beinahe spurlos vorübergehen können, stellt sich mir im Wesentlichen nur noch die Frage, wie lange ich nach den beschriebenen Symptomen im Zweifel noch ansteckend bliebe.