wiederkehrende Bauchschmerzen, diffuse Befunde

    Hallo an Alle!


    Seit mehr als 16 Jahren leide ich unter wiederkehrenden stärksten Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen. Dabei befinden sich zwischen einzelnen „Attacken“ teilweise mehrere Monate. Mir wurde immer wieder die Diagnose Reizdarm gestellt, ohne das organische Ursachen ausgeschlossen wurden. Also wirklich keinerlei Untersuchungen.

    Ich hatte mich auch nach Arztwechsel damit abgefunden das sich niemand damit auseinandersetzen will, auch wenn die Beschwerden schlimmer werden.

    Vor 2 Jahren hatte ich wieder eine übliche Attacke: Ich wache nachts auf mit stärksten Schmerzen, so stark das ich panisch werde und nicht rational denken kann. Aus Gewohnheit gehe ich dann zum Klo, auch ohne Stuhldrang. Nach kurzer Zeit merke ich dann wie mein Kreislauf absackt und ich kaltschweißig werde. Manchmal verliere ich kurz das Bewusstsein. Nach 1-2h lassen die Schmerzen nach und ich schlafe völlig entkräftet ein. So auch vor 2 Jahren. Am nächsten Tag durchgehender drückend ziehender Schmerz im linken unteren Quadranten, aber aushaltbar. Gegen Mittag hatte ich Stuhldrang und bin zur Toilette gegangen. Ich dachte es wäre Durchfall doch es war nur Blut. Das passierte nich 3 Mal sodass ich weil es WE war zum Notdienst gegangen bin und der mich in die Notaufnahme weiterschickte. Dort wurde ich 24h überwach. Außerdem wurde ein Ultraschall gemacht, der Verdickungen der Darmwand im Sigmabereich zeigten. Da die Blutung zum Stillstand n gekommen war konnte ich nach einem Tag gehen. Der Hausarzt nahm montags Blut ab und die Entzündungswerte waren unauffällig, bis auf einen Abfall der Leukozyten unter den Normalbereich. Eine Woche Später wurde eine Darmspiegelung durchgeführt,die unauffällig war. Hämorrhoiden wurden ausgeschlossen. Weiter wollte mein Hausarzt nicht schauen.

    Also habe ich entnervt und frustriert beschlossen nicht mehr zum Arzt zu gehen wegen diesen Problemen. Es folgten weitere Attacken in unregelmäßigen Abständen. Meist nachts, aber auch im Urlaub und vor allem wenn ich frei habe. (Bin Studentin und arbeite noch in Teilzeit). Ich kann es nie am Essen festmachen, also kann keinen Zusammenhang erkennen.


    Vor 2 Wochen hat mur leider mein Freund so eine Attacke mitbekommen und mich nocheinmal zum Arzt gedrängt. Da wir zu der Zeit seine Eltern besucht haben war es nun eine andere Ärztin zu der ich ging. Die tippte zwar auch aufReizdarm wegen dem langen Zeitraum den mich die Beschwerden nun schon begleiten. Trotzdem wurde Blut abgenommen und Stuhl weggeschickt.

    Ergebnis: Blut unauffällig, Blut im Stuhl und Calprotectin bei 273

    Darauf folgte Magen und Darmspiegelung mit Biopsien: makroskopisch unauffällig, in Biopsien chronische Entzündung sichtbar, jedoch nicht typisch für M.Crohn.


    Nun bin ich wieder so schlau wie vorher und ziehmlich aum Boden zerstört. Mein Hausarzt hat nochmal Blut abgenommen und meinte damit könnte er dann sehen ob irgendeine Unverträglichkeit oder Nahrungsmittelallergie vorliegt, die dann nochmal genauer einzelnd untersucht würden wenn es im Blut einen Hinweis gibt. Außerdem wurde nochmal eine Stuhlkultur angelegt um nochmal eine Infektion auszuschließen.


    Schmerzen bestehen nun seit zwei Wochen und ich muss immer noch Novalgin nehmen um über den Tag zu kommen. Außerdem habe ich zwischendurch verhärtete Darmschlingen, die ich tasten und verschieben kann (Nähe Bauchnabel).


    Hat vll noch jemand eine Idee was das sein könnte? Ich würde einfach gerne wissen was los ist. Es macht mich verrückt und ich keide extrem.

  • 4 Antworten
    kuschelrabe schrieb:

    Außerdem habe ich zwischendurch verhärtete Darmschlingen, die ich tasten und verschieben kann (Nähe Bauchnabel).

    Aber du tastest da nicht auf den Rippen/Brustkorb herum?;-)



    Hast du mit Panikattacken zu tun?

    Und wie ist die Ernährung?


    Konsequent existiert natürlich ein Ernährungstagebuch, akribisch geführt. Seit Monaten und Jahren. Es wird selbstverständlich alles selbst zubereitet, keinerlei Industriefraß.


    Ernährungsmediziner wurden erfolgreich aufgesucht und mit Oekotrophologen die Ernährung seit Jahren optimiert....


    Ich vermute nix davon. Was oben reinkommt macht in der Regel unten weiter Probleme....

    Eigentlich logisch....

    Panikattacken habe ich nicht, da bin ich mir ziemlich sicher. Auch kann ich die Palpation von Rippen ausschließen. Zum einen wäre mir die Existenz verschieblicher Rippen neu, zum anderen liegen die doch etwas weiter vom Bauchnabel entfernt.

    Abdominelle Palpationen führe ich auch beruflich durch. ;)


    Divertikel sind in der Coloskopie nicht gesehen worden.