Das mit der gefühlten Schwäche keuchtet mir auch ein


    Ich weiß und merke auch dass ichbpsychisch überlastet bin


    Aber diese miskelzucken nervt


    Und egal wie abgelenkt ich bin


    Trotzdem ist es in einer ruhigen Minute sofort wieder da

    Ich habe einen Bandscheibenvorfall mit Kompression des Rückenmarkes


    Das heißt das zucken könnte auch von da her kommen


    Und doch seit ich von dem schlimmeren gelesen habe komm ich nicht weg davon


    😩😩

    Schonmal was von BFS gehört? Ich zitiere es halt nochmal, denn anscheinend war es dir zuviel, selbst danach zu suchen, obwohl ich drauf hingewiesen hatte, wo diese Übersetzung zu finden ist.


    Aber warum auch was lesen, was harmlos ist? Da sind die vielen ALS-Seiten doch viel interessanter. Die treffen zwar absolut nicht zu, aber die schüren so schön die Angst. Dann kann man doch so richtig schön jammern. >:( >:( >:(

    Meine erste Panikattacke kam gefühlt auch aus dem Nichts. Ich war ruhig, ich lernte für eine Klausur und plötzlich fing die Hyperventilation an.


    Will heißen: Das ist die typische Argumentation einer Angststörung: Mir ging es doch gut, bis plötzlich die Symptome kamen und dann bekam ich Angst.


    Leute, glaubt mir: Man kann unglaublich blind für Auslöser, Belastungen und Stress durch den Alltag gehen. Warum sollte auch plötzlich ein System blockieren, das man jahrelang auf die gleiche Weise belastet hat?


    Aber da liegt der Denkfehler: Ein Haus stürzt nicht einfach so ein, sondern weil sich über Jahre Mikrorisse, Fehlplanungen und falsche Materialien summiert haben. In zehn Sekunden fällt ein riesiges Gebäude in sich zusammen (siehe z.B. Word Trade Center), obwohl das von der rationalen Seite gar nicht sein kann (oder darf?)! Ich kann jeden Tag nur zehn lange Haare in meinen Abfluss runterspülen, nach einem Jahr können sich die zehn täglichen Haare aber so verknotet haben, dass ich den Installateur rufen muss.


    Leute, ihr seid krank! Irre! Ihr habt einfach eine Fehlschaltung im Gehirn! Das ist nicht böse gemeint, aber es ist nun mal so. Seht doch mal die Muster in der Angst, im Verhalten gegen euren Körper und gegen andere (z.B. die Ärzte). Ich meine, ihr seid nicht weniger irre, als die Menschen, die sich für Jesus halten oder Verfolgung durch in Zähne implantierte Sonden von Aliens befürchten.


    Angst ist absolut irrational! Das heißt nicht, dass man nicht wieder Macht über diesen Irrsinn gewinnen kann! :)*

    Ja ist auch die warheit aber die schwäche hatte ich zuvor.


    Das mit dem zucken war so das ich voll auf dem Trip war und ich im Bett gelegen hatte und immer nur dachte Bitte keine Zuckungen Bitte keine Zuckungen und dann baam hat angefangen zu zucken.

    Ich finde es sehr sehr sehr nett und entgegenkommend von euch dass ihr trotz eurer Abscheu gegen uns für uns soviel Zeit und Interesse aufbringt


    Ich meine das vollkommen ernst und frei von Ironie


    Ihr wisst gar nicht wie uns das wenn auch nur für kurze Zeit gut tut


    Danke

    NA, Abscheu ist das falsche Wort. Ich würde mal eher Unverständnis sagen.


    Bis zu einem gewissen Grad hab ich ja Verständnis für Ängste, aber wenn jemand so hartnäckig an einem Gespenst, das mit der momentanen Symptomatik absolut nicht sein kann, dann kommt das Unverständnis in mir hoch.

    Ich war ja schon bei Psychotherapie damals


    Und sogar die hat gesagt ich solle mal zum Psychiater weil sie allein mir nicht helfen könne


    Ich war dann auch dort


    Ich schäme mich nicht Hilfe dafür in Anspruch zu nehmen


    Und alle die Mich kennen wissen davon


    Aber diese Angst ist leider ein Symptom unserer Erkrankung


    Leider

    Ich würde auch sagen: Abscheu ist das falsche Wort! Definitiv!


    Vielleicht kann ich das mit einem Beispiel verdeutlichen: Stellt euch vor, euer Partner / Bruder / Vater würde ab morgen felsenfest davon überzeugt sein, dass er eine Reinkarnation von Jesus ist. Letztlich würde er jedes Argument von euch mit (willkürlichen) Zitaten aus der Bibel kontern und wo die Argumente fehlen, würde euch einfach gesagt: "Das kommt daher, weil du des Teufels bist!"


    Bei meinen psychischen Problemen habe ich auch immer gehofft, dass der eine Mensch kommt und mir sagt: "Du bist richtig meschugge, richtig krank!" Durch die Blume haben mir das aber viele Leute gesagt, aber entweder ich war dann stinkendbeleidigt oder habe das nicht wirklich realisiert oder gaaaaanz weit von mir weggeschoben.


    Dass es nicht normal ist, wenn man sich bei einer verpassten Hausaufgabe oder verlorenen 50 Euro sofort daran denkt, dass man sich ja aufhängen kann (wirklich so passiert, dauernd, im Alltag!) das habe ich in meiner Verblendung einfach nicht gecheckt. Da gingen Jahre ins Land!


    Es ist also keine Abscheu, eher wie ein Kampf mit unsichtbaren Gegnern. Wo man unglaublich gerne helfen möchte und gleichzeitig einfach nicht kann. Deshalb auch meine klaren Worte.


    Ich erkenne mittlerweile meist nach einiger Zeit, wenn ich wieder "spinne". Gott sei Dank. Weil ich halt die Muster kenne, weil ich die Krankheit kenne, weil ich weiß, dass es extreme Ausschläge nach oben und nach unten bei mir gibt und ich deshalb am besten immer mit zeitlicher Verzögerung agiere. Nicht spontan in dem "Spinn-Muster", sondern, wenn ich eine Woche darüber geschlafen habe.

    Ich erkenne es auch


    Hab helle Momente


    Lebe gut und gerne


    Und das ist gerade wieder ein Tief welches ich durchleben muss


    ZB ist bei mir eben nur hängen geblieben dass es bei als nur minimale Zuckungen sind die nicht sichtbar sind


    Wie meine


    Dann erkläre ich mir selber dass ich dann eben diese Schwäche haben sollte die ich ja nicht habe


    Aber es siegt nach wie vor die angst

    PS: Ich habe mich sehr über meine Krankheit / mein Krankheitsbild informiert. Auf Seiten der Betroffenen, aber vor allem auf der Seite der fachlichen Meinung. Vieles war zutreffend, vieles auch nicht. Und sehr vieles davon war sehr schmerzhaft - das Eingeständnis, dass man in sich auch x und y sieht.


    Ich habe mich ca. 3 Jahre vor Therapiebeginn über gewisse Symptome per Google schlau gemacht. Alles verwies tendenziell auf ein gewisses Krankheitsbild. Und ich sah mich genau NULLKOMMANULL in diesem Krankheitsbild. Als ich mir therapeutische Hilfe gesucht habe, habe ich genau diese Diagnose bekommen. Ein Schock. :-o :-o :-o Selbstbild krass über den Haufen geworfen. :-o :-o


    Nach und nach konnte sah ich dann in der Therapie und durch eigene Fortbildung die Mechanismen dieser Störung in mir. Nicht alle, nicht alle stark ausgeprägt, aber die Diagnose trifft definitiv zu. Das war ein langer Prozess.


    Die Diagnose hat mir aber sehr bei der Selbsthilfe geholfen, v.a. über ein bestimmtes Selbsthilfe-Forum im Internet, aber auch über den Austausch hier.


    Erst seit Kurzem gibt es den Therapieansatz der "Psychoedukation", d.h. die genaue Diagnose und das Krankheitsbild wird mit dem Patienten erarbeitet. Und das wichtigste: Individuelle Strategien mit dem Therapeuten festlegen, woran man erkennt, dass man gerade wieder "spinnt", d.h. in der Krankheit gefangen ist und wann und wie man sich Hilfe suchen kann / soll. Ich bin intuitiv und auf eigene Faust diesen Weg gegangen, für mich war das total wichtig und richtig. Nur so als Hinweis. :)*

    Das ist doch schon soooooooooo viel wert! Wirklich! Dass du siehst, dass da am Ende des Tunnels auch irgendwann wieder Licht kommt :)^ :)=

    Zitat

    Aber es siegt nach wie vor die angst

    Sie siegt doch nur temporär, oder?


    Ich kann da nur für mich sprechen, weil ich nur mich als Referenzwert habe, aber mir geht es insgesamt gut. Trotzdem habe ich meine Höhen und Tiefen, trotzdem Zweifel und manchmal einfach nur blanke Angst. Das sehe ich als normal an.


    Ich habe mir als Kranke die Normalität immer schrecklich schön und rosa ausgemalt: Keine Ängste, keine Tiefs, keine Selbstzweifel. Heute sehe ich das differenzierter, weil ich mich auch mit vielen Gesunden unterhalten habe: Keinem scheint immer nur die Sonne aus dem Arsch, keinem geht alles leicht von der Hand, keiner ist komplett angstfrei. Nur die meisten schaffen es, Ängste und Probleme Stück für Stück und Schritt für Schritt anzugehen und abzubauen. Manche sind wahre Raketen und machen das alles nebenbei, andere sind halt Schnecken und müssen sich ganz langsam und fokussiert von Ziel zu Ziel schwingen. Mit einer psychischen Erkrankung ist man halt objektiv eingeschränkt, man ist manchmal langsamer oder das Wort Erfolg hat eine andere Bedeutung. Das heißt nicht, dass man minderwertig ist, dass man nicht genauso hart (oder noch härter) für Ziele kämpft oder sich verstecken und schämen muss. Es geht halt alles in anderen Dimensionen, anderem Tempo, anderen Blickwinkeln. Aber: Anders heißt einfach nur anders, und ist kein Synonym für schlechter. ;-)