Anfall nach Schlaflosigkeit und erstmaligen C Konsum

    Konsum und Zustand vor dem Anfall


    - Benzodiazepine (Flualprazolam) seit ca. einem Monat alle 2-3 Tage maximal 1,00 mg

    - Cannabis Konsum unregelmäßig ca. 10 Gramm im Monat mit Konsumpausen

    - Kratom (Opioid) Konsum fast täglich ca. 10 Gramm am Tag mit Konsumpausen

    - Schlaflosigkeit seit ca. einem halben Jahr (deshalb Benzodiazepine eingenommen)

    - Mangelhafte Ernährung und wenig Flüssigkeitszufuhr

    - Keine körperlichen Abhängigkeiten bis auf Kratom (Opioid) leichte Symptome


    Was ist passiert?

    Vom 26.03.2019 – 28.03.2019 nahm ich zum ersten und auch zum letzten Mal Crystal Meth zu mir, die Person mit und bei der ich es einnahm kannte ich bis dato 2 Wochen. Das Ganze geschah bei ihm zu Hause, ich hatte die ganze Zeit über kein Zeitgefühl und war durchgehend wach. Getrunken habe ich über die 3 Tage nichts.

    In dem Zeitraum habe ich auch Cannabis konsumiert und einmal 3ml Polamidon ein paar Tage vorher. Es herrschte Sauerstoffmangel, die Fenster waren die ganze Zeit über abgedunkelt.

    Am 28.03.2019 bekam ich dann einen Anfall, es begann damit, dass wir ausrechnen wollten was er mir noch schuldet da ich die Drogen bezahlt hatte. Dabei begann ich zu stottern, weil er meine Rechnung nicht verstand. Er redete auch pausenlos auf mich ein. Ich wollte antworten und hatte mehrfach keine Stimme mehr, konnte die Wörter nicht aussprechen. Ich wollte sprechen aber die Luft fehlte, dies geschah mehrfach kurz vor dem Anfall.

    Ich saß die ganze Zeit lang auf seinem Bett und mit einmal bekam ich einen Anfall. Es zwickte in der linken Gehirnhälfte, mein Kopf verzerrte sich nach links hinten (Spastik) mein Brustkorb krümmte sich und irgendwann kam ich wieder zu mir. Schmerzen hatte ich kurz nach dem Anfall nicht, erst circa eine Stunde später.

    Kurz nach dem Anfall riefen wir die 112 die Leitstelle meinte nach einem Anfall sollte man schon mal beim Arzt vorstellig werden. Circa 3 Stunden später bin ich dann in die Notaufnahme (Uniklinikum Leipzig) gefahren.

    Ich war noch voll unter Schock und hatte Schmerzen im Brustkorb, am Rücken und auch Atemnot. Der Arzt fragte mich ob jemand dabei war, mein Handy war aus und die Ärzte haben es für mich aufgeladen, mehrfach habe ich versucht die besagte Person anzurufen, doch sie nahm nicht ab. Mittlerweile habe ich ihn erreicht und er kann den Anfall auch beschreiben


    Eigenanamnese in der Notaufnahme (Uniklinikum Leipzig)

    - Sprachstörungen und stottern kurz vor dem Anfall, wollte sprechen aber es kam keine Stimme

    - Mein Kopf ging ruckartig nach links hinten (Spastik)

    - Mein Oberkörper krümmte sich

    - Geschätzt dauerte es 20 Sekunden

    - Der Krampf ereignete sich Brust aufwärts andere Körperteile waren nicht betroffen

    - Nach dem Anfall hatte ich Nasenbluten

    - Direkt nach dem Anfall wollte ich aufstehen, sackte aber wieder zusammen

    - Das Schwindelgefühl hielt lange an ich konnte nicht sicher laufen



    Fremdanamnese (Ricky 0162 .......)


    - Diskussion mit Sprachstörungen, wollte sprechen aber kam nichts raus

    - Krümmung des Oberkörpers, Hohlkreuz, Kopf nach links hinten geneigt Spastik

    - Aus Sitzposition aufgestanden und kurz im Stehen gekrampft

    - Lautes Geräusch als würde ich keine Luft bekommen

    - Arme vom Körper abgespreizt

    - Nach hinten aufs Bett gefallen

    - Meine Venen am Hals kamen zum Vorschein

    - Ich lief rot an

    - 10 Minuten nach dem Anfall war ich nicht wirklich ansprechbar und verwirrt

    - Stabile Seitenlage war nicht möglich

    - Es war nicht möglich mir etwas zwischen die Zähne zu legen

    - Nasenbluten nach dem Anfall



    Seit dem Anfall habe ich starke Schmerzen im Brustkorb, beim hinsetzen und aufstehen tut es besonders weh. Ein leichtes drücken in der linken Kopfhälfte und Orientierungsstörungen sowie Wortfindungsstörungen ab und an. Daraufhin bin ich am 29.03.2019 erneut in die Notaufnahme. Dort meinte man ich solle in die Psychiatrie gehen, dort angekommen bot man mir eine Tablette zum schlafen an die ich ablehnte. Für physische Leiden seien sie nicht zuständig, deshalb bin ich daraufhin ins Notfallzentrum Thonberg Klinik. Dort bekam ich ein Rezept für Novaminsulfon. Die Tabletten haben mir geholfen.


    Da ich erst 3 Stunden nach dem Anfall in der Klinik war und keine Fremdanamnese erhoben werden konnte, bat ich die Person, die den Vorfall beobachtete mit mir in die Notaufnahme zu gehen und es aus seiner Sicht zu schildern. Wir trafen uns am Abend des 30.03.2019 im Notfallzentrum Thonberg Klinik und er erläuterte dort wie das ganze ablief, dort sagte man uns sie haben keine Neurologie, wir sollten ins Parkkrankenhaus gehen.


    Ich bin erstmal wieder nach Hause gegangen und wusste nicht was ich tun soll. Auf meinem Befund stehe ich solle mich melden, wenn die Schmerzen anhalten oder schlimmer werden. Ich rief den Notarzt und dieser brachte mich ins Parkkrankenhaus. Dort wurde wiederholt Blut abgenommen und ich musste auch Urin abgeben. Schmerzen hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine durch das Novaminsulfon.

    Meine Schmerzen im Kopf wurden nicht ernst genommen und ich bekam die Diagnose „drogeninduzierte Angststörung.“ Außerdem habe ich angegeben, dass ich seit dem 28.03.2019 keine Drogen mehr konsumiert habe. Im Arztbericht steht ich hätte angegeben Benzodiazepine und Cannabis konsumiert zu haben. Ich habe seit dem Vorfall keine Drogen konsumiert und das auch so angegeben.


    Natürlich habe ich Angst, eine gesunde Angst weil keiner weiß was passiert ist, ich konnte den Vorfall nicht vollständig beschreiben, eine Fremdanamnese war nicht möglich und wird mittlerweile wohl nicht mehr benötigt.


    Ich bin für jeden Tipp dankbar und werde auch nie wieder Drogen nehmen, was kann ich noch tun?

  • 28 Antworten

    Was möchtest du denn genau hören? Polytoxikomanes Verhalten, schlechte Ernährung, Methkonsum und 3 Tage fast nix getrunken. Du kannst froh sein, dass du nur einen Anfall hattest!

    Hast du Angst vor Folgeschäden? Das einzigste was angeraten wäre ist eine Umstellung deines Lebensstil. Gesunde Ernährung, Sport, geregelter Alltag und keine Drogen.

    Wombats schrieb:

    Was möchtest du denn genau hören? Polytoxikomanes Verhalten, schlechte Ernährung, Methkonsum und 3 Tage fast nix getrunken. Du kannst froh sein, dass du nur einen Anfall hattest!

    Hast du Angst vor Folgeschäden? Das einzigste was angeraten wäre ist eine Umstellung deines Lebensstil. Gesunde Ernährung, Sport, geregelter Alltag und keine Drogen.

    Ich bin kein Arzt und würde es mir auch nicht anmaßen Diagnosen zu stellen.

    Im Bekanntenkreis sagen alle es war ein kleiner Schlaganfall und davor habe ich Angst.

    Ich werde keine Drogen mehr nehmen, wieder Sport machen und mich gesund ernähren, das ist keine Frage. Ich habe Druck im in der linken Kopfhälfte und alle Symptome deuten auf einen TIA hin.

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    Mein Drogenkonsum war nie exzessiv und ich bin auch nicht körperlich abhängig.

    C habe ich das erste mal genommen. Ein Schlaganfall wurde auch nicht ausgeschlossen.

    Es ist ein Verdacht auf einen epileptischen Anfall, da die Fremdanamnese fehlt.

    Sehr gute Einsicht:)^

    Dein Körper muß sich auch erstmal erholen. Trink ausreichend Wasser, Bewegung an der frischen Luft und nicht mehr irgendwelche Symptome googeln. Momentan bist du orientiert und hast keine Sprachstörungen/Spastik mehr, richtig? Mach dich nicht verrückt, die Psyche spielt eine große Rolle.

    Du knatterst Dir Drogen zu Hauf rein, verschiedenster Art und das nicht gerade wenig. Isst und trinkst tagelang nix. Und dann wunderst Du Dich, wenn Dein Körper kollabiert?


    Und was nützt es Dir jetzt im Nachhinein zu erfahren, ob es ein epileptischer Anfall, ein Apoplex oder eine TIA war/ist? Nix, aber mit den Folgen wirst Du nun leben müssen.


    Mischkonsum bleibt nun mal Mischkonsum, Konsum bleibt numal Konsum. Das Ganze ist gerade mal 3 Tage her, gib Deinem Körper die Chance, sich zu erholen. Keine Drogen, keine Benzos, dafür viel Trinken (Du wirst massiv dehydriert sein) und iss regelmässig.

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    Wombats schrieb:

    Sehr gute Einsicht:)^

    Dein Körper muß sich auch erstmal erholen. Trink ausreichend Wasser, Bewegung an der frischen Luft und nicht mehr irgendwelche Symptome googeln. Momentan bist du orientiert und hast keine Sprachstörungen/Spastik mehr, richtig? Mach dich nicht verrückt, die Psyche spielt eine große Rolle.

    Klar spielt die Psyche eine große Rolle.

    Dennoch war dem Arzt die Fremdanamnese so wichtig und wenn es ein kleiner Schlaganfall war, wofür die Symptome sprechen, dann müssen doch auch weitere Maßnahmen ergriffen werden. Mein Kopf wurde nicht untersucht da ich zum Zeitpunkt als ich in der Notaufnahme lag nur die Schmerzen im Rücken und in der Brust hatte.


    Ich möchte ein EEG und eine richtige Untersuchung. Bei einem Krampfanfall bekommt man nicht alles mit, ich hatte nicht das Gefühl weggetreten zu sein, ich stand aus einer sitzenden Position auf. Das Nasenbluten und die Sprachstörungen deuten auch auf einen kleinen Schlaganfall hin, genau wie das zwicken in der linken Gehirnhälfte. Ich gehe morgen zu meinem Hausarzt und unabhängig davon was dabei herauskommt werde ich morgen auch in eine Entzugsklinik gehen, auch wenn ich keinen wirklichen Entzug habe.


    Wichtig ist mir das meine Symptome ernst genommen werden. Außerdem möchte ich das man die Fremdanamnese durchführt, diese ist doch wichtig um einen Schlaganfall von einem Krampfanfall zu unterscheiden. Es spricht einfach mehr für einen TIA, auch weil es das erste mal war mit dem Konsum des C.

    HasiX schrieb:

    Du knatterst Dir Drogen zu Hauf rein, verschiedenster Art und das nicht gerade wenig. Isst und trinkst tagelang nix. Und dann wunderst Du Dich, wenn Dein Körper kollabiert?


    Und was nützt es Dir jetzt im Nachhinein zu erfahren, ob es ein epileptischer Anfall, ein Apoplex oder eine TIA war/ist? Nix, aber mit den Folgen wirst Du nun leben müssen.


    Mischkonsum bleibt nun mal Mischkonsum, Konsum bleibt numal Konsum. Das Ganze ist gerade mal 3 Tage her, gib Deinem Körper die Chance, sich zu erholen. Keine Drogen, keine Benzos, dafür viel Trinken (Du wirst massiv dehydriert sein) und iss regelmässig.

    Genau darum geht es, wenn es ein TIA war, dann muss doch eine Behandlung erfolgen. Es war mir eine Lehre das steht fest, aber wenn man einmal einen TIA hatte bekommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einen egal wie gesund man sich ernährt und abstinent bleibt. Ich habe Angst da die Fremdanamnese auf einen Schlaganfall hindeutet auch das Nasenbluten habe ich angegeben es wurde aber nicht aufgenommen.

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    Wombats schrieb:

    Hast du im Moment beschwerden?

    Ja, Wortfindungsstörungen, ein drücken in der linken Gehirnhälfte und Orientierungsschwierigkeiten sowie verschwommenes sehen. Außerdem die Schmerzen im Brustbereich aber dafür habe ich Tabletten bekommen. Deshalb war ich gestern im Parkkrankenhaus, es wird alles auf einen paranoiden Wahn geschoben den ich 2014 durch Cannabis hatte (Da habe ich mich selbst eingewiesen) Seitdem habe ich auch nicht mehr täglich gekifft. Der Anfall war real und kann auch von einer anderen Person beschrieben werden. Außerdem wird im Befund von gestern angegeben ich hätte an dem Tag Drogen konsumiert. Ich habe seit dem Vorfall keine Drogen konsumiert und das auch so gesagt.

    Okay, aufgrund der Vorgeschichte und dem Supergau der dem Anfall voran gegangen ist, ist das wirklich nicht klar einzuordnen. Auch wenn du seit dem 28. keine Drogen mehr konsumiert hast können immernoch Restbestände im Körper sein. Zudem ist auch schwer unterscheidbar was eventuelle Nebenerscheinungen aufgrund des "Absetzen" ist. Hast du in der Zwischenzeit genug Wasser getrunken, gegessen, geschlafen etc.?

    Wombats schrieb:

    Okay, aufgrund der Vorgeschichte und dem Supergau der dem Anfall voran gegangen ist, ist das wirklich nicht klar einzuordnen. Auch wenn du seit dem 28. keine Drogen mehr konsumiert hast können immernoch Restbestände im Körper sein. Zudem ist auch schwer unterscheidbar was eventuelle Nebenerscheinungen aufgrund des "Absetzen" ist. Hast du in der Zwischenzeit genug Wasser getrunken, gegessen, geschlafen etc.?

    Ich zwinge mich seit gestern genug zu trinken, ich trinke schon immer sehr wenig. Eine richtige Mahlzeit hatte ich heute nicht, werde aber gleich nochmal etwas essen. Ich weiß wie gesunde Ernährung funktioniert, damals in der Klinik habe ich diese umgesetzt. Die Schlafstörungen habe ich gestern angegeben und ich habe eine Tablette mitbekommen, die hat aber auch nicht geholfen. Ich schlafe seit circa einem Jahr nicht mehr richtig. Die Neurologin schiebt alles auf eine Angststörung aufgrund meiner Vergangenheit. Wegen der Schlaflosigkeit war ich am 28.03.2018 in Behandlung, für 2 Tage, die Medikamente haben aber nichts gebracht deshalb habe ich nach 2 tagen wieder abgebrochen. Schlaf war mein größtes Problem neben psychischer Abhängigkeit und jetzt eben der Anfall.

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    Das ist halt schon ein ganz schönes Paket für deinen Körper. Schlafmangel ist auch ein enormer Stressfaktor. Ich würde auf jeden Fall so weiter machen, gut dass du auch auf deine Ernährung achtest. Versuche durch Bewegung etwas Ausgleich zu schaffen, eventuell unterstütz das auch das Einschlafen.

    Wombats schrieb:

    Das ist halt schon ein ganz schönes Paket für deinen Körper. Schlafmangel ist auch ein enormer Stressfaktor. Ich würde auf jeden Fall so weiter machen, gut dass du auch auf deine Ernährung achtest. Versuche durch Bewegung etwas Ausgleich zu schaffen, eventuell unterstütz das auch das Einschlafen.

    Von meiner Seite aus ist die Entscheidung klar, das Erlebnis war so einprägend dass ich nie wieder Drogen nehmen werde und auch den Rest werde ich komplett umstellen. Wichtig ist mir eine ordentliche Untersuchung, und das der Ablauf des Anfalls ordentlich erfasst wird. Also Fremdanamnese und EEG etc. Klar Googeln macht nur noch mehr Angst, aber jeder sagt das klingt nach einen TIA. Was mich beruhigen würde, nehmen wir an es war ein Schlaganfall, es heißt ja ein viertel erholt sich innerhalb von 24 Stunden vollständig die anderen erleiden nochmal einen richtigen Schlaganfall und sterben später daran. Wenn mir jetzt einer sagt so ein TIA ist eine einmalige Sache wenn du ab jetzt alles richtig machst, dann wäre ich beruhigt, bis jetzt wurde nicht ordentlich diagnostiziert. Der Konsum von C verursacht Schlaganfälle in jungen Jahren, Nasenbluten und Sprachprobleme vor dem Anfall, das alles spricht halt dafür und steht nicht im Befund.


    Die Diagnose ist ja auch nur "Verdacht" auf epileptischen Anfall. Wenn wir jetzt davon ausgehen das Schlaganfall und Krampfanfall oft verwechselt werden und die anderen Symptome dazu zählt ....


    Wenn es ein leichter TIA war, wovon man ausgehen kann dann muss doch eine Behandlung erfolgen oder reicht es aus ab jetzt gesund zu leben.


    Ich hatte noch nie in meinem leben solch eine Angst


    Wäre ich mal nicht erst 3 Stunden später hingegangen.

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