Angst vor eventuellem MRT Befund :(

    M, 54j


    Schon vor einer Weile war ich bei einem Neurologen weil mir immer wieder mal die Finger bzw. auch manchmal die Füße einschlafen (Kribbeln). zB. Beim Fahrradfahren, beim Essen wenn ich zb. Steak schneide, Nachts, oder auch beim Bedienen vom Smartphone. Das Kribbeln geht nicht sofort los, es dauert eine Weile. Wenn ich den Arm bzw das Bein "schüttle" wird es wieder besser und ist weg. Eigentlich genau so wie man es kennt wenn man Nachts mit dem Kopf auf dem Arm schläft.


    Die Nervenleitfähigkeit wurde gemessen, dass war unauffällig.


    Vor knapp 3 Jahren wurden bei einem MRT des Kopfes ganz kleine weiße Punkte gefunden. Damals wurde mir gesagt, dass dies nichts zu bedeuten habe. Könnten alte Entzündungen sein. Die Punkte waren wirklich sehr klein und es waren auch nur zwei oder drei.

    Als die Neurologin davon erfuhr, hat sie gleich ein weiteres MRT vom Kopf verschrieben:

    Parästhesien der Beine und Arme DD entzündlich DD mikroangiopathisch. Auftrag: MRT-Kopf mit DWI und TOF intrakraniell umd KM


    Sie hat auch gleich den Verdacht MS geäußert. Was mir große Angst gemacht hat.


    Hinzu kommt das ich ziemlich verstreut bin. Möchte den Salzstreuer in den Kühlschrank stellen. Gehe in die Küche und weiß nicht mehr was ich wollte. usw. Das ist mal mehr mal weniger ausgeprägt. Einzelfälle sind es nicht. Vor allem das Vergessliche macht mir immer mehr Sorgen. Da es nicht unerheblich ist. Ich kann mir manchmal Filme oder Serien anschauen die ich schon geshen habe. Das fällt mir dann zwar irgendwann auf, aber das dauert. Im Bad denke ich mir, wenn ich raus gehe dann nimm Trinken mit ins Wohnzimmer. Nur eine Minute später habe ich das vergessen und gehe ohne Trinken ins Wohnzimmer.


    Ich bin psychisch Krank, habe Angststörungen (vor dem Tod, schlimmen Krankheiten, dem Krankenhaus und einiges mehr) und Depressionen. Hinzu kommt das ich alleine bin und niemanden habe.


    Ich habe das MRT schon eine Weile vor mich hergeschoben. Vor kurzen nahm ich dann allen Mut zusammen und habe den Termin gemacht. Der rückt immer näher und meine Ängste vor einem Befund werden immer größer. Vielleicht ist es MS oder Alzheimer oder sonst was schlimmes ":/

    Nach dem Befund habe ich niemanden zum reden oder der mich aufbaut falls was ist. Ich gehe nach hause, bin alleine und die Gedanken werden nur um den eventuellen Befund (MS oder sonst was) kreisen.


    Natürlich denke ich auch positiv, dass nichts gefunden wird. Und stelle mir vor wie ich mich dann freue und alles gut ist.

    Aber leider überwiegen die negativen Gedanken. Eben weil ich alleine bin. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen würde wenn was gefunden würde.



    Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Was habt ihr gemacht?

  • 16 Antworten

    Unspezifische White Matters?

    Also ich hab die nicht, zumindest wurde es nie vermerkt und ich höre davon zum ersten mal.

    Flapp schrieb:

    Unspezifische White Matters im Kopf MRT hat fast jeder. Das ist erstmal kein Grund zur Panik.

    Wäre es nur dass, dann wäre ich vielleicht auch nicht so ängstlich. Aber wie geschrieben, habe ich ja noch andere Symptome.

    Zitat

    Unspezifische White Matters?

    Also ich hab die nicht, zumindest wurde es nie vermerkt und ich höre davon zum ersten mal.

    Bekommst Du mit dem Alter auch noch. Ich bin gerade mal 38 und habe 4 von denen. Laut den Neuroradiologen der Charite Mitte ist das in meinem Fall ein Normalbefund. Entscheidend ist nicht, dass man weiße Flecken im Hirn hat, sondern vor allem, wo.


    Unter der 60-90 jährigen Bevölkerung findet man nur bei 5% keine weißen Flecken in der T2 Gewichtung im Hirn. Rotterdam Studie

    Alles klar, danke für die Info, wusste ich nicht.


    Kann es sein das es so selbstverständlich ist, dass es einfach nicht vermerkt wird?

    Sollte eigentlich schon vermerkt werden. Wenn man irgendwann mal wieder ein Kopf MRT macht, könnte man so auch recht schnell kontrollieren, wieviele Läsionen in welchem Zeitraum dazugekommen sind.


    Ich weiß nicht wie alt Du bist, aber vielleicht hast Du auch einfach keine.


    Zu den einschlafenden Händen/Füssen: Das kann alles und nichts sein. Ist doch gut, dass Du eine Neurologin hat, die Deine Beschwerden ernst nimmt und abklärt. Wo befanden sich denn laut Befund damals die Läsionen im Hirn?

    Ich finde den Befund von damals leider nicht (Vielleicht habe ich auch keinen bekommen). Muss mal sehen ob ich eine Kopie davon bekomme.


    Meine Angst ist weniger wegen den damals gefundenen Läsionen. Eher wegen dem einschlafen/kribbeln der Finger/Füße , wegen meiner Verstreutheit und Vergesslichkeit.


    Ein MRT der HWS/BWS wurde vor einem Jahr auch schon gemacht, außer altersbedingte Veränderungen war nichts auffälliges. Also kein eingeklemmter Nerv bzw. Verengung oder so. Daher bleibt nicht mehr viel übrig was das kribbeln angeht. Und wie gesagt, die Neurologin hat vorsichtig den Verdacht auf MS geäußert. Ich weiß nur ein Verdacht aber wenn man eh schon eine Angststörung hat, dann reicht das schon....

    Tertius schrieb:

    Ich finde den Befund von damals leider nicht (Vielleicht habe ich auch keinen bekommen). Muss mal sehen ob ich eine Kopie davon bekomme.

    Einfach beim Radiologen anrufen. Du hast ein recht auf den Befund und auch auf eine Kopie solltest du den Befund nicht bekommen oder verloren haben.

    Vereinbare am besten mit dem Radiologen, dass er direkt nach der Untersuchung das Ergebnis kurz mit Dir durchspricht (macht leider nicht jeder automatisch). Sonst sitzt Du bis zum Facharzttermin "auf heissen Kohlen", was für Deine Psyche sicherlich auch nicht förderlich ist.


    Für mich klingen Deine Symptome nicht nach MS. Keine Sehstörungen, keine Koordinationsstörungen, keine lang anhaltenden Empfindungsstörungen, unauffällige NLG, keine Krämpfe, keine Darm- oder Blasenentleerungsstörungen, keine abnorme Erschöpfung...


    Die Diagnose von MS ist durch ein MRT mittlerweile ziemlich früh möglich. Insofern kannst Du nach dem MRT MS (vermutlich) abhaken. Alles Gute erstmal!

    MRT ist geschafft, leider hat doch kein Arztgespräch statt gefunden :(


    Hier der Befund:

    Vereinzelte subcorticale, max 4mm messende Gliosen beiderseits hochfrontal sowie subependymal in der Celia media links kleine Demyelinisierung mit 5mm Durchmessser.


    Wie viele Gliosen er gesehen hat, steht da leider nicht.


    Kann mir jemand sagen ob das was schlimmes ist oder eher nicht? Kann das Kribbeln in den Fingern und Füßen dadurch erklärt werden?

    In meinem MRT Bericht gab es nach dem Befund auch eine Beurteilung durch den Radiologen. Gibt es das bei Deinem Bericht nicht? Hast Du dem Radiologen die CD vom letzten MRT mitgebracht, damit er den Verlauf beurteilen kann? Falls nicht, bring sie sicherheitshalber Deiner Neurologin mit - vielleicht schaut sie sich die Bilder ja nochmal selbst an.


    Meine laienhafte Interpretation: die kleinen subcorticalen Läsionen sind aus meiner Sicht erstmal nicht besorgniserregend (meine liegen auch subcortical). Die Demyelinisierung in der Cella Media ist dagegen schon auffällig bzw. grenzwertig. Man erkennt im MRT ja leider nicht, was die Ursache der Schädigung ist oder war. Keine Ahnung, ob man bei so einem Befund erstmal weiter abwartet oder diagnostisch weitermacht (z.B. MRT Rückenmark, Lumbalpunktion).


    Wann hast Du den Termin bei der Neurologin?

    Normalerweise gibt es bei dem Radiologen auch ein Gespräch aber wegen corona halt nicht. Wurde mir auch zu spät gesagt.


    Ja die Demyelinisierung macht mir auch sorgen. Weiß halt nicht inwieweit eine einzige Stelle mit 5mm schlimm ist.


    Termin beim Neurologen war erst einmal nicht vorgesehen. Muss aber nun einen machen und das kann dauern, die haben volle Terminkalender.


    Werde aber morgen meine Hausärztin fragen ob sie was dazu sagen kann.

    Wurde bei der Neurologin auch ein SEP gemacht (ähnlich wie die Nervenleitmessung, aber mit Elektroden auch am Kopf und Nacken?