Antidepressiva

    hallo,


    ich brauche ganz dringend rat :(


    udn zwar:


    vor 2 moanten ist mein freund gestorben. seit dem nehm ich vom neurologen verschrieben anti depressiva und beruhigungstabletten. zwar nur eine halbe am tag aber wer weiß ob das schuld ist.


    ich habe seit 2 moanten ca ständige übelkeit. jhetzt habe ich seit 3 tagen mit den tabletten aufgehört (ohne rücksprache mit meinen arzt weil der immer sagt er kann nichts machen) und seit dem könnt ich nurmehr kotzen.


    können dass entzugserscheinungen sein von den tabletten? ist dass der grund für meine momentan extreme übelkeit mit brechreiz??


    hat jemand von euch erfahrungen damit gemacht?


    bitte helft mir. vl habt ihr ja eine idee oder einen rat für mich. es macht mein leben so schwer. ich kann nicht mehr raus gehen obwohl es zurzeit gut für mich wäre mich abzulenken.


    lg bambie

  • 61 Antworten

    Liebe bambie,


    zu erst, es tut mir sehr Leid, dass dein Freund von dir gegangen ist.:°_ :)-:)-


    *


    Man sollte nie von selber ADs absetzen.


    Habe ich auch schon gemacht.


    Habe nicht erbrechen müssen, aber mir ging es ebenfalls schlecht.


    Rede am Montag mit deinem Arzt. Wenn du kannst Neurologen.


    Viele ADs haben Nebenwirkungen und es kann gut sein, dass dein Körper dieses AD nicht verträgt.


    Was für ein Medikament hast du denn bekommen?


    Hast du denn bemerkt, dass es dir seelisch besser geht mit diesem Medikament?


    Bist du denn in psychologischer Behandlung?


    *


    Wir haben hier auch ein Trauer Forum, ich weiss nicht ob es dir hilft dort zu schreiben.


    Vielleicht möchtest du ja mal reinschauen.


    Fühl dich ganz lieb gedrückt:°_:°_:)_:)_:)_:)_:)_


    Alles Liebe,


    :)*@:)

    danke :(


    ja ich habe MUTAN und PRAXITEN bekommen. hab meinen arzt schon des öfteren gesagt wegen der übelkeit. habe auch immer wieder andere medis bekommen aber es hat nichts geholfen.


    kann es sein dass ich generell die einfach nicht vertrage?


    habe nur eine halbe am tag genommen. usn seit donnerstag hab ich ganz aufgehört.


    udn jetzt lieg ich nur mehr im bett mit brechreiz :(


    wie lange dauerte es bei dir als du aufgehört hast dass die übelkeit weg war???


    bei mri geht das schon seit 2 monaten seit dem ich sie nehme. und das macht alles nur noch schlimmer wenn man nicht raus kann zum ablenken.


    danke. ich weiß. aber ich bin eh schon bei einigen foren angemeldet :)


    zum hausarzt und neurologen will ich nicht mehr gehen. will das ohne tabletten schaffen.


    nur die übelkeit macht mir zu schaffen,. dagegen habe ich auch paspertin tropfen und motiliuim bekommen aber die helfen auch nichts

    Hallo bambie,


    ich finde es derb, dass du so schnell Antidepressiva bekommst - ich denke, eine Trauer ist etwas normales, was auch wichtig ist, "ausgelebt" zu werden. Psychopharmaka aber unterdrücken z. T. die Gefühle und das erschwert meiner Meinung nach die Trauerverarbeitung. :-/


    Es tut mir sehr leid, dass dein Freund gestorben ist. :)-


    Medikamente (vor allem Antidepressiva) ohne Rücksprache mit dem Arzt abzusetzen, finde ich bedenklich, weil's oft zu Absetzerscheinungen kommen kann. Aus diesem Grund wäre es wichtig, diese LANGSAM zu reduzieren und dann abzusetzen.

    Zitat

    kann es sein dass ich generell die einfach nicht vertrage?

    Ja! Aber auch das Absetzen sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen - du kannst ja sagen, dass du keine Medikamente nehmen willst.

    Zitat

    ich weine so oder so jeden tag und vermiss ihn :(

    Das ist völlig normal. :°_


    Das Mutan braucht übrigens einige Wochen, bis die Wirkung voll entfaltet ist, aber wenn du es eh nicht verträgst, ist das egal und ob es sinnvoll ist, Tabletten zu verschreiben, wenn jemand im normalen Trauerprozess ist, sei dahingestellt. Natürlich weiß ich nicht, wie deine Situation sonst ist und warum du zum Neurologen gegangen bist. Erfahrungsgemäß werden Psychopharmaka nur leider sehr schnell und "gern" verschrieben... :(v

    ja ich weiß.


    ich bin noch immer krank geschrieben deswegen muss ich auch immer zum neurologen.


    ich wollte einfach aufhören weil ich diese ständige übelkeit nicht mehr aushalten kann.


    war das ein fehler??? kann meine starke übelkeit absetzerscheinung sein und sie geht in ein paar tagen wieder weg???


    ich weiß echt nicht mehr weiter :°(

    Zitat

    kann meine starke übelkeit absetzerscheinung sein und sie geht in ein paar tagen wieder weg

    Ja, aber das kann leider 2,3 Wochen dauern.:-/


    Wieso lässt du dich nicht vom Hausarzt krank schreiben?


    Wie hoch war die Dosis denn, die du genommen hattest?


    Hast du beides abgesetzt?

    was?? diese übelkeit und brechen kann so lange dauern???


    na toll.


    ja ich bin eh noch krank geschrieben.


    ich habe nur eine halbe von beiden am tag genommen.


    udn beides habe ich abgesetzt. ich hoffe so sehr dass es bald mal aufhört. ich bin am verzweifeln :°(

    Mutan macht keine Entzugserscheinungen - Praxiten schon, aber dafür musst du es natürlich länger nehmen! (einige Monate hochdosiert und dann schlagartig absetzen - muss man ausschleichen!) Eigentlich finde ich komisch das du solche Medis gegen deine Trauer kriegst. Gerade Praxiten... :-/ Und Mutan hat eine Freundin von mir gegen Bulemie bekommen und meinte das kriegt man bei Esstörungen. Ich denke da gäbe es Alternativen... sprich doch nochmal mit deinem Arzt. Lieben Gruss und viel viel Kraft an dich!

    Vielleicht hast du die Übelkeit, dadurch, dass du so traurig bist?


    Und es ist keine Begleiterscheinung sondern es ist weil du einfach sehr, sehr traurig bist.


    Viele können wenn sie sehr traurig sind nicht schlafen, andere nicht essen.......


    Kann es nicht das sein.


    Bist du denn ist psychologischer Behandlung?


    :)*@:)

    Also ich msus meinen Senf mal dazugeben..


    MEINER Meinung nach helfen Antidepressiva nicht wirklich.. ( Wenn sie bei jemanden geholfen haben dann hat der mein größten Glückwunsch bei mir habens sies zumindest nicht ;-D und wie gesagt das ist nur meine meinung^^) Da ich finde sie beseitigen nicht die Depressionen sonder überspielen sie nur.. Also fie Antidepressiva können nicht die Ursache behandeln - sie beseitigen, wenn sie wirken, nur die Symptome. D.h., man behält nicht nur die Depression, sondern bekommt gegen teures Geld auch noch Nebenwirkungen und eine langfristige Verschlechterung des Zustandes, weil die eingenommene Chemie den Gehirnstoffwechsel erst recht durcheinander bringt.


    Soviel zu meiner Meinung^^

    So mal etwas Klarheit....


    Ja Mutan mit dem Wirkstoff Fluoxetin ist ein SSRI der unter anderem gegen depressive Zustände verschrieben wird.

    @ teardrop77

    Deine Freundin hat Bulimie und bekommt daher Fluoxetin in der Dosis von 60 mg verabreicht. Nicht wegen der Antidepressiven Wirkung sondern weil sich ab 60mg eine "Fressbremese" einstellt. (oder einstellen soll). Deswegen gibt man Fluoxetin sehr gerne bei Bulimie...

    @ bambie

    Es tut mir schrecklich Leid was dir passiert ist....


    Ich kann dir zumindest pharmakologisch Rat geben - Fluoxetin oder Mutan (das eine der Wirkstoff, das andere der Handelsname) hat sehr sehr oft als Nebenwirkung Übelkeit und gastrointestinale Störungen zur Folge...


    Praxiten mit dem Wirkstoff Oxazepam ist ein Benzodiazepin dass zwar nicht so schnell abhängig macht aber wie alle Benzodiazepine ein enormes Gefahrenpotential birgt. Halte dich genau an die Instruktionen des Neurologen nimm nie mehr als verordnet. Ich wünsch dir wirklich alles alles gute...

    Zitat

    Mutan macht keine Entzugserscheinungen

    Laut meinen Erfahrungen und denen von meiner Ärztin bei manchen Leuten schon. In der Regel passiert das aber erst nach längerer Einnahme und in höheren Dosen.

    Zitat

    Und Mutan hat eine Freundin von mir gegen Bulemie bekommen und meinte das kriegt man bei Esstörungen.

    Mutan ist ein Antidepressivum, das u. a. auch bei Bulimie eingesetzt wird. ;-)

    Zitat

    oder kann es sein dass ich einfach eine magen darm grippe erwischt habe

    Das kann natürlich auch sein. Oder aber es ist die Trauer, die sich eben oft auch körperlich äußert.


    Gute Besserung! :)*

    Zitat

    Da ich finde sie beseitigen nicht die Depressionen sonder überspielen sie nur.. Also fie Antidepressiva können nicht die Ursache behandeln - sie beseitigen, wenn sie wirken, nur die Symptome. D.h., man behält nicht nur die Depression, sondern bekommt gegen teures Geld auch noch Nebenwirkungen und eine langfristige Verschlechterung des Zustandes, weil die eingenommene Chemie den Gehirnstoffwechsel erst recht durcheinander bringt.


    Soviel zu meiner Meinung^^

    Deinen Grinse-Smile kannst du dir in Anbetracht des Todesfalles von ihrem Freund wirklich sparen, deinen Senf und genauso wie deine neunmalklugen Ratschläge die allesamt nicht mal stimmen. Ich werde aus Piätetsgründen hier sicher keine neurobiologische Diskussion entfachen...manchmal sollte man sich einfach besser zurückhalten oder den Mund halten vorallem wenn man nicht den Schimmer einer Ahnung hat.

    Zitat

    Laut meinen Erfahrungen und denen von meiner Ärztin bei manchen Leuten schon. In der Regel passiert das aber erst nach längerer Einnahme und in höheren Dosen.

    Entzugserscheinungen wie bei Betäubungsmittel hast du nicht. Du hast lediglich (wenn du es über Jahre nimmst) und nicht ausschleichst ein "Absetzungssyndrom" weil der Gehirnstoffwechsel mit der schnellen Umstellung nicht klarkommt....

    Zitat

    Entzugserscheinungen wie bei Betäubungsmittel hast du nicht. Du hast lediglich (wenn du es über Jahre nimmst) und nicht ausschleichst ein "Absetzungssyndrom" weil der Gehirnstoffwechsel mit der schnellen Umstellung nicht klarkommt....

    Sorry - hast Recht. Entzugserscheinung ist das falsche Wort. Ich hatte es einfach nur zitiert und nicht dran gedacht, dass Absetzsymptom passender wäre. |-o

    kann es sein dass ich einfach zur die einnahme diese übelkeit habe


    udn jetzt nach ein paar tagen wieder verschwinden kann?


    ich habe ohne rücksprache mit dem arzt aufgehört. weil ich dass gefühl habe dass mir die ärzte nicht helfen können. die verschreiben einen immer so schnell etwas. und ich will ja meine trauer nicht unterdrücken. lieber jetzt alles raus als später

    @ Antidepressiva

    Hi Bambie, ich fühle mit dir. einen geliebten Menschen zu verlieren ist erst einmal ein Schock....Auch mein Lebensgefährte verstarb vor ziemlich genau 10 Jahren. Habe noch heute das Gefühl, dass es Gestern war.......Zeit ist relativ....heilt aber auch Wunden....Bedenke immer: Dein Freund möchte bestimmt nicht, dass es dir auf Dauer schlecht geht und du an seinem Tod verzweifelst. ...In deiner Situation brauchst du wirklich gute verständnisvolle Freunde, Freunde, bei denen du dich wirklich aufgehoben, verstanden und geliebt fühlst. Halte dich von Menschen fern, die dir das nicht geben können...zumindest solltest du sie nicht in deinen Trauerprozess einbeziehen......Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe Selbsthilfegruppen, die dich begleiten können.....


    ACHTUNG: Müssen die Antidepressiva wirklich sein? Ich halte sie für die falsche Therapie, zumal du ja vorher keine benötigt hast?!! Und bedenke: Sie machen, auch wenn dein Arzt gegenteiliges behauptet, abhängig......Suche dir einen verantwortungsvolleren Arzt, der dir mehr Verständnis und Verantwortung entgegenbringt als ein Tablettenrezept. Das MUSST du dir Wert sein.......


    Dir wünsche ich viel Kraft...


    Fühl dich umarmt


    bonsaidogge

    @ Antidepressiva

    ...hab was vergessen: Antidepressiva unbedingt schleichend absetzen.......du kannst zum Beispiel von 20mg für 2 Wochen auf 10 mg gehen......und dann aufhören. Danach wirst du Absetzprobleme haben, die aber nach einiger Zeit vorüber gehen...dabei unbedingt viel trinken, damit das Teufelszeug aus deinem Körper verschwindet......Hier nochmal einen Link...der Absetzprobleme von Parotoxin beschreibt........Die hatte ich ca. 8 Wochen genommen, bevor ich sie wie oben beschrieben eigenständig abgesetzt hatte ......was für Parotxin gilt ist auch anderen SSRI-Hemmern nicht fremd


    STROMSCHLAG-ÄHNLICHE SYMPTOME NACH ABSETZEN VON SSRI


    Absetzen selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) kann mit Entzugssymptomen* wie Schwindel, Kopfschmerz, Parästhesien, Schlafstörungen oder gedrückter Stimmung u.a. einhergehen (a-t 1998; Nr. 2: 14) (1). Dies gilt auch für die Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer Venlafaxin (TREVILOR) und Mirtazapin (REMERGIL) (2). Kurze Halbwertszeit und inaktive Metaboliten wie bei Paroxetin (SEROXAT u.a.) sowie lange Therapiedauer und abruptes Absetzen erhöhen das Risiko (2,3). Entzugssymptome können jedoch auch auftreten, wenn die Dosis - wie zur Vermeidung empfohlen - langsam reduziert wird (4). Sie können ein bis zwei Wochen, bisweilen Monate lang anhalten. Wiedereinnahme der ursprünglichen Dosis lindert die Beschwerden meist innerhalb eines Tages (2, 4, 5). Absetzversuche können aufgrund der Entzugssymptome auch gänzlich misslingen (6).


    Mehrfach wird in der Literatur über Elektroschockartige Parästhesien im Rahmen der SSRI- oder Venlafaxin - Entzugsbeschwerden berichtet. Die für Sekunden anhaltenden Blitz- oder Stromschlag-artigen Missempfindungen setzen überwiegend im Kopf- und Nackenbereich ein und können sich dann "wellenartig" auf andere Körperbereiche wie Brust, Arme und Beine ausbreiten. Bewegungen, insbesondere Kopfbewegungen, können die Symptomatik auslösen oder verstärken (3,5). Bei einer 39-jährigen Frau werden die "elektrischen" Missempfindungen durch Bewegungen so unangenehm, dass sie versucht, regungslos zu verharren (5).


    Nach einer systematischen Auswertung von Patientenberichten über unerwünschte Wirkungen von Paroxetin ist das Phänomen des "elektrischen Kopfes" das häufigste und am meisten quälende und behindernde Symptom des Paroxetin - Entzugs. Das "als schwer beschreibbar" geschilderte Phänomen wäre danach eine Hauptursache für den im Zusammenhang mit Absetzen von Paroxetin häufig berichteten Schwindel (6). Bedeutung und Häufigkeit der Elektroschock-ähnlichen Symptomatik werden nach einer Analyse der Daten des britischen Spontanerfassungssystems (Yellow Card) bislang unterschätzt, weil die verwendete medizinische Terminologie zu einer Fehlcodierung führt, z.B. als Parästhesie oder Schwindel (7).


    Anwender müssen vor Beginn der Einnahme über die Möglichkeit und die Art von Entzugssymptomen aufgeklärt werden, die auch dann auftreten können, wenn die Einnahme einer Tablette vergessen wird. Verkennungen oder Fehlinterpretationen der Stromschlag-artigen Beschwerden haben zu notfallmäßigen Krankenhausaufnahmen geführt oder weit reichende unnötige Untersuchungen nach sich gezogen (2,6). Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, dass diese Missempfindungen in alle Fachinformationen von SSRI und verwandten Antidepressiva aufgenommen werden.


    Nach Absetzen von SSRI können Entzugssymptome auftreten, die das Absetzen erschweren.


    Ein offenbar häufiges und quälendes, bislang aber unterschätztes Symptom des SSRI- und Venlafaxin (TREVILOR)-Entzugs sind Stromschlag-artige Missempfindungen.


    ////


    STROMSCHLAG-ÄHNLICHE SYMPTOME NACH ABSETZEN VON SSRI


    Absetzen selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) kann mit Entzugssymptomen* wie Schwindel, Kopfschmerz, Parästhesien, Schlafstörungen oder gedrückter Stimmung u.a. einhergehen (a-t 1998; Nr. 2: 14) (1). Dies gilt auch für die Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer Venlafaxin (TREVILOR) und Mirtazapin (REMERGIL) (2). Kurze Halbwertszeit und inaktive Metaboliten wie bei Paroxetin (SEROXAT u.a.) sowie lange Therapiedauer und abruptes Absetzen erhöhen das Risiko (2,3). Entzugssymptome können jedoch auch auftreten, wenn die Dosis - wie zur Vermeidung empfohlen - langsam reduziert wird (4). Sie können ein bis zwei Wochen, bisweilen Monate lang anhalten. Wiedereinnahme der ursprünglichen Dosis lindert die Beschwerden meist innerhalb eines Tages (2, 4, 5). Absetzversuche können aufgrund der Entzugssymptome auch gänzlich misslingen (6).


    Mehrfach wird in der Literatur über Elektroschockartige Parästhesien im Rahmen der SSRI- oder Venlafaxin - Entzugsbeschwerden berichtet. Die für Sekunden anhaltenden Blitz- oder Stromschlag-artigen Missempfindungen setzen überwiegend im Kopf- und Nackenbereich ein und können sich dann "wellenartig" auf andere Körperbereiche wie Brust, Arme und Beine ausbreiten. Bewegungen, insbesondere Kopfbewegungen, können die Symptomatik auslösen oder verstärken (3,5). Bei einer 39-jährigen Frau werden die "elektrischen" Missempfindungen durch Bewegungen so unangenehm, dass sie versucht, regungslos zu verharren (5).


    Nach einer systematischen Auswertung von Patientenberichten über unerwünschte Wirkungen von Paroxetin ist das Phänomen des "elektrischen Kopfes" das häufigste und am meisten quälende und behindernde Symptom des Paroxetin - Entzugs. Das "als schwer beschreibbar" geschilderte Phänomen wäre danach eine Hauptursache für den im Zusammenhang mit Absetzen von Paroxetin häufig berichteten Schwindel (6). Bedeutung und Häufigkeit der Elektroschock-ähnlichen Symptomatik werden nach einer Analyse der Daten des britischen Spontanerfassungssystems (Yellow Card) bislang unterschätzt, weil die verwendete medizinische Terminologie zu einer Fehlcodierung führt, z.B. als Parästhesie oder Schwindel (7).


    Anwender müssen vor Beginn der Einnahme über die Möglichkeit und die Art von Entzugssymptomen aufgeklärt werden, die auch dann auftreten können, wenn die Einnahme einer Tablette vergessen wird. Verkennungen oder Fehlinterpretationen der Stromschlag-artigen Beschwerden haben zu notfallmäßigen Krankenhausaufnahmen geführt oder weit reichende unnötige Untersuchungen nach sich gezogen (2,6). Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, dass diese Missempfindungen in alle Fachinformationen von SSRI und verwandten Antidepressiva aufgenommen werden.


    Nach Absetzen von SSRI können Entzugssymptome auftreten, die das Absetzen erschweren.


    Ein offenbar häufiges und quälendes, bislang aber unterschätztes Symptom des SSRI- und Venlafaxin (TREVILOR)-Entzugs sind Stromschlag-artige Missempfindungen.


    STROMSCHLAG-ÄHNLICHE SYMPTOME NACH ABSETZEN VON SSRI


    Absetzen selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) kann mit Entzugssymptomen* wie Schwindel, Kopfschmerz, Parästhesien, Schlafstörungen oder gedrückter Stimmung u.a. einhergehen (a-t 1998; Nr. 2: 14) (1). Dies gilt auch für die Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer Venlafaxin (TREVILOR) und Mirtazapin (REMERGIL) (2). Kurze Halbwertszeit und inaktive Metaboliten wie bei Paroxetin (SEROXAT u.a.) sowie lange Therapiedauer und abruptes Absetzen erhöhen das Risiko (2,3). Entzugssymptome können jedoch auch auftreten, wenn die Dosis - wie zur Vermeidung empfohlen - langsam reduziert wird (4). Sie können ein bis zwei Wochen, bisweilen Monate lang anhalten. Wiedereinnahme der ursprünglichen Dosis lindert die Beschwerden meist innerhalb eines Tages (2, 4, 5). Absetzversuche können aufgrund der Entzugssymptome auch gänzlich misslingen (6).


    Mehrfach wird in der Literatur über Elektroschockartige Parästhesien im Rahmen der SSRI- oder Venlafaxin - Entzugsbeschwerden berichtet. Die für Sekunden anhaltenden Blitz- oder Stromschlag-artigen Missempfindungen setzen überwiegend im Kopf- und Nackenbereich ein und können sich dann "wellenartig" auf andere Körperbereiche wie Brust, Arme und Beine ausbreiten. Bewegungen, insbesondere Kopfbewegungen, können die Symptomatik auslösen oder verstärken (3,5). Bei einer 39-jährigen Frau werden die "elektrischen" Missempfindungen durch Bewegungen so unangenehm, dass sie versucht, regungslos zu verharren (5).


    Nach einer systematischen Auswertung von Patientenberichten über unerwünschte Wirkungen von Paroxetin ist das Phänomen des "elektrischen Kopfes" das häufigste und am meisten quälende und behindernde Symptom des Paroxetin - Entzugs. Das "als schwer beschreibbar" geschilderte Phänomen wäre danach eine Hauptursache für den im Zusammenhang mit Absetzen von Paroxetin häufig berichteten Schwindel (6). Bedeutung und Häufigkeit der Elektroschock-ähnlichen Symptomatik werden nach einer Analyse der Daten des britischen Spontanerfassungssystems (Yellow Card) bislang unterschätzt, weil die verwendete medizinische Terminologie zu einer Fehlcodierung führt, z.B. als Parästhesie oder Schwindel (7).


    Anwender müssen vor Beginn der Einnahme über die Möglichkeit und die Art von Entzugssymptomen aufgeklärt werden, die auch dann auftreten können, wenn die Einnahme einer Tablette vergessen wird. Verkennungen oder Fehlinterpretationen der Stromschlag-artigen Beschwerden haben zu notfallmäßigen Krankenhausaufnahmen geführt oder weit reichende unnötige Untersuchungen nach sich gezogen (2,6). Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, dass diese Missempfindungen in alle Fachinformationen von SSRI und verwandten Antidepressiva aufgenommen werden.


    Nach Absetzen von SSRI können Entzugssymptome auftreten, die das Absetzen erschweren.


    Ein offenbar häufiges und quälendes, bislang aber unterschätztes Symptom des SSRI- und Venlafaxin (TREVILOR)-Entzugs sind Stromschlag-artige Missempfindungen.