Aufschrecken/Hochschrecken beim Einschlafen

    Hallo liebe Mitglieder,


    ich hoffe wirklich sehr, dass es hier jemanden gibt, der die gleichen Erfahrungen gemacht hat und mir weiterhelfen kann. Ich weiß auch nicht, ob dass hier das richtige Unterforum ist.


    Ich plage mich jetzt seit 3 Jahren mit schweren Einschlafstörungen, die aber nur Phasenweise auftreten. Es gab Phasen von bis zum 6-9 Monaten, in welchen mein Schlaf absolut traumhaft war.


    Es äußert sich bei mir so, dass ich in der Einschlafphase, also in den Sekunden in welchen der Körper in den Schlaf übergeht schrecke ich hoch als ob mir jemand eine Adrenalinspritze verabreicht hätte. Natürlich geht der Puls dann hoch, beruhigt sich aber nach ein paar Minuten direkt wieder. Dann folgt der nächste Versuch usw.. In diesen Phasen des nächtlichen Hochschreckens, habe ich auch einen permanenten Harndrang, ich vermute durch das Adrenalin. Auch grummelt in dieser Zeit mein Magen sehr, sehr laut. (Nein es ist kein Hunger)


    Auch ist dies mal mehr mal weniger schlimm. Wenn ich die Störung sehr stark habe, schlafe ich erst nach 3-4 Stunden ein oder gar nicht. Das schlimmst waren einmal 4 Tage ohne Schlaf. Ansonsten dauert es so 1-1,5 h bis


    ich endlich schlafe.


    Ich habe wirklich schon sehr viel überprüfen lassen. Ich habe z.B. keine Schilddrüse mehr und mein TSH ist supprimiert (Schilddrüsenkrebs). Zuerst dachte man, der TSH ist Schuld an den Störungen und die Dosis wurde gesenkt. Ein Reduzierung der Dosis brachte aber nur temporären Erfolg. Auch mit den viel besseren bzw. eigentlich optimalen Werten, treten diese Phasen auf.


    Ich habe auch schon ein Ernährungstagebuch geführt usw. aber ich kann einfach kein Übereinstimmendes Muster oder einen Auslöser finden.


    Teilweise konnte ich Neuralgin und Aspirin als Auslöser ausmachen, wenn ich jetzt ein Schmerzmittel nehmen, dann ist es Ibuprofen, da schlafe ich dann gut. Aber auch ohne Neuralgin/Aspirin habe ich diese Einschlafstörung. Mir ist auch aufgefallen, dass es immer passiert, wenn mein Körper hormonell beansprucht wird (Thema Zyklus) und/oder ich einen Magen/Darm Virus habe.


    Schilddrüsen-Werte sind (jetzt) also ausgeschlossen worden von den Ärzten


    Nebenniere wurde geprüft alles gut


    Wechseljahre und sonstige Hormonelle Störungen wurden ausgeschlossen vom Endikrinologen


    Ich weiß echt nicht mehr weiter, was mir fehlt. Theoretisch schließe ich alles psychische aus, ich habe null


    Probleme im Leben die ganzen Zeit über nicht. Kein Stress am Arbeitsplatz, eine gefestigte Beziehung, eine nettes Familien und Freundesumfeld, dass kann ich persönlich wirklich ausschließen.


    ich habe hier im Forum zwar 2 oder 3 Beiträge gefunden mit haargenau meinen Symptomen wie dieser Z.B.


    aber die sind ja schon mehr als 10 Jahre alt :(


    http://www.med1.de/Forum/Neurologie/246503/


    Ich wäre schon froh, überhaupt jemand zu finden der die gleichen Symptome hat um sich auszutauschen.


    Liebe Grüße, Louise

  • 11 Antworten

    Hallo ich habe auch so ein Problem Bei einschlafen wenn ich schon fast weg bin bekomme ich so ein Schock im Brust der presst bis zum Kopfdruck und ich bin voll wach. Das passiert die ganze Nacht und ich kann nicht mehr einschlafen. Mein Brust brennt drückt und mein Kopf ist empfindlich auf kleinste Geräusche und kriege ich dabei auch den Schock. Das habe ich seit 4 Monaten bin richtig fertig und hoffnungslos alles untersuchen lassen nichts gegessen. Am Tag geht es mir sehr schlecht Kopfdruck und Schwindel Brust Korb enge. Ich weiss nicht was ich machen soll mein Leben ist ein Qual.

    Ab und zu schrecke ich auch kurz vom einschlafen auf. Da Träume ich dann schon. Beim Aufschrecken sind es dann Träume in denen mir ein Ball ins Gesicht fliegt oder ich auf die Straße gehe und mich ein Auto erwischt.


    Da rast dann auch der Puls und ich schrecke hoch.


    Ich hab mal gelesen, dass das eine Schutzreaktion vom Körper ist wenn man aufhört zu atmen. Oft merken wir im Schlaf nicht einmal wenn wir lange Atempausen haben und der Körper reagiert dann mit eine solchen aufschrecken bevor er erstickt.


    Wenn das zu häufig vorkommt ist es krankhaft.


    Das nennt dann Obstruktive Schlafapnoe.


    Vielleicht hilft das ja weiter.

    Ich kenne das auch. Kommt bei mir aber sehr selten vor. Und ich habe eine ganz andere Sicht auf das Phänomen.


    Meiner Meinung nach kennen das viele Menschen. Man redet nur nicht darüber. Wobei ich jetzt meine, dass es bei den meisten halt nur ab und an vorkommt und kein Problem darstellt, darum redet man nicht darüber. Ich kann schon verstehen, dass wenn es einem den Schlaf raubt, man das nicht so locker nimmt.


    Ich habe dafür auch eine völlig andere Erklärung, wie hier bisher geschildert. Die meisten werden es als spinnerte Idee abtun, aber für mich ist es absolut schlüssig. Also ich glaube nicht, dass eine Schlaf-Apnoe ist und auch nicht ein Traum, der einen hochschrecken läßt.


    Für mich besteht ein Mensch aus Körper, Geist und Seele. Und im Schlaf löst sich die Seele vom Körper und geht, weiß der Geier wohin. So ähnlich wie im Avatar, der Hauptdarsteller sich nachts, wenn sein Avatar geschlafen hat, sich von diesem lösen konnte und eben wieder er selber war. Und der Moment, in dem das passiert ist eben genau der Einschlafmoment, ab da wo wir dann in den richtigen Schlaf übergehen. In dem Moment scheint was schief zugehen. Der Körper merkt, dass sich die Seele trennen will und schreckt hoch ins Wachbewußtsein, so dass die Seele da bleiben muß. Dabei wandelt das Gehirn dieses Ereignis blitzschnell in ein kleines Alptraum-Erlebnis um. Also man träumt in dem Moment etwas, was das Hochschrecken erklären soll.


    Es ist also nicht so, dass wir etwas schlimmes träumen weswegen wir dann Hochschrecken. Also der Traum ist nicht die Ursache, sondern es umgekehrt. Er ist eine Folge davon. Er liefert dem Gehirn bzw. dem Bewußtsein einen rationalen Grund, warum das jetzt passiert.


    Es gibt sogar eine physikalische Erklärung von einem Dr. Klaus Volkamer. Der weist mit Hilfe von sehr, sehr feinen Waagen nach, dass ein Mensch kurz nach dem Einschlafen messbar an Gewicht verliert und dieses Gewicht im Aufwach-Moment wieder zurückkehrt.


    Das Gewicht der Seele - Der Nachweis feinstofflicher Felder des Menschen - Dr. Klaus Volkamer


    Mir ist durchaus bewußt, dass die Natur-Wissenschaften diesen Mann nicht ernst nehmen. Ansonsten hätte sie schon lange mal seine Versuche nachgeprüft. Das ist mir aber sche..egal, ich vertraue dem Mann und er liefert mir mit seiner Theorie eine schlüssige Erklärung für das Phänomen. Wenn es mir mal wieder passiert, dann nehme ich das als etwas ganz natürliches hin, rege mich nicht auf darüber, mache mir keinen Kopp drum, sondern drehe mich um schlafe dann ein. Es ist mir nämlich so weit ich mich erinnern kann, noch nie zweimal hintereinander passiert.


    Ok, die ihr nun das Problem habt, werdet sagen: Naja du hast gut reden. Bei dir kommt's nur ab und an vor, und dann auch nur einmal. Das mag schon sein. Aber ich denke, dass die mentale Einstellung dazu der Schlüssel zur Lösung ist. In dem Moment, in dem ich das gelassen hinnehme, als etwas ganz normales, über das ich mir keine Sorgen machen muß, genau in dem Moment kann ich auch einschlafen.


    Wenn ich hochschrecke und dann starke Angst bekomme, und vor allem Angst bekomme, dass es wieder passiert, wie soll man da einschlafen können. Es ist eine natürliche Reaktion des Körpers im Angstzustand nicht schlafen zu können. (Wer schläft schon mit dem Bewußtsein, dass der Säbelzahn-Tiger ums Lager streift, ein?)


    Wenn's bei mir passiert, dann ist es so, wie die Situation, wenn eine Mutter durch ihre Anwesenheit ein Kind zum Einschlafen bringt und sich dann entfernen will. Manchmal merkt das Kind das und wacht wieder auf, damit die Mutter dableibt. Was macht die Mutter? Sie setzt wieder neben das Kind und wartet bis es wieder eingeschlafen ist. Und vielleicht wartet sie dann einen kurzen Moment länger und kann sich dann vom schlafenden Kind entfernen. Mehr passiert nicht. Es gibt nichts worüber es sich aufregen lohnt.

    Die Theorie klingt schon sehr abenteuerlich. Andererseits gibt es so viele Dinge zwischen Himmel und Erde die wir nicht wissen oder erklären können.


    Bei meinem Beispiel ist auch nicht der Traum der Grund hochzuschrecken sonder die Tatsache das der Körper zwanghaft das Bewusstsein weckt um das Ersticken zu verhindern.


    Aber in diesem Fall ist es ja wirklich ein solches Problem, dass der TE nicht mehr schlafen kann.

    Sind das nicht einfach nur Einschlafzuckungen? https://de.wikipedia.org/wiki/Einschlafzuckungen


    Die hat fast jeder Mal und sie sind vollkommen harmlos. Manchmal ist es schon sehr heftig und man ist plötzlich hellwach mit klopfendem Herzen. Aber wenn man weiß, dass es ein ungefährliches Phänomen ist dreht man sich halt um und schläft wieder ein.


    Mein Baby hatte das vor kurzem auch als ich ihn in den Schlaf getragen haben. Er hat das aber kaum registriert und ist sofort wieder eingeschlafen.

    Zitat

    Ok, die ihr nun das Problem habt, werdet sagen: Naja du hast gut reden. Bei dir kommt's nur ab und an vor, und dann auch nur einmal. Das mag schon sein. Aber ich denke, dass die mentale Einstellung dazu der Schlüssel zur Lösung ist. In dem Moment, in dem ich das gelassen hinnehme, als etwas ganz normales, über das ich mir keine Sorgen machen muß, genau in dem Moment kann ich auch einschlafen.


    Wenn ich hochschrecke und dann starke Angst bekomme, und vor allem Angst bekomme, dass es wieder passiert, wie soll man da einschlafen können. Es ist eine natürliche Reaktion des Körpers im Angstzustand nicht schlafen zu können. (Wer schläft schon mit dem Bewußtsein, dass der Säbelzahn-Tiger ums Lager streift, ein?)

    Genau. :)^


    Die Erklärung mit der Seele find ich sehr anschaulich. ;-D

    Hi Zusammen,


    danke für die vielen Antworten. Schlaf-Apnoe und Einschlafzuckungen kann ich


    ausschließen. Die harmlosen Zuckungen kenne ich auch, dass bekommt das Gehirn


    einfach "nur aus versehen" mit, dass die Muskel gerade erschlaffen.


    Ich zucke nicht, körperlich bin ich komplett ruhig. Ich habe auch keine seltsamen Träume wir ein runterfallen, die mir das hochschrecken erklären würden. Ich liege vollkommen ruhig, drifte gerade ins Traumland und in der Sekunden schrecke ich hoch. Das kann man sich in etwa so vorstellen als ob jemand einen ganz abrupt und unsanft wachrütteln würde. Also so ein Gefühl ist das mental. Dann steigt natürlich der Puls und das Adrenalin schießt einem durch die Adern. Merkt man richtig.


    Wenn einem dass dann so ein bis zwei Stunden am Stück alle 5 Minuten so geht, muss man aufgeben. Dann lese ich etwas und probiere es 1-2 h später nochmal neu. In den harten Phasen war nichts zu machen, ich war die komplette Nacht wach. nach 4 Nächten ohne schlafe habe ich sogar angefangen zu googeln ab wann das lebensbedrohlich werden kann ... ab 100h falls es einer wissen muss :(


    Die schlimmen Phasen sind jetzt vorbei, jetzt habe ich nur ab und an Probleme und brauche dann 1-2 h zum einschlafen und auch nur an ein paar Tagen zum Ende des Zyklus meistens. Evtl. hat es ja doch etwas mit der Pre-Menopause zu tun, obwohl ich mich damit mit 43 eigentlich noch zu jung fühle ;-) und das lt. Werten ausgeschlossen wurde.


    ... Liebe Grüße, Louise

    Hallo ich finde es toll das hier zu lesen, und das ich nicht alleine mit dem Problem bin. Bei mir passiert das Hochschrecken immer in der Einschlafphase, Anfangs vor ca. 4 Jahren da war das mal , aber mit der Zeit wurde es dann täglich. Ich habe es wirklich nur in der Einschlafphase und wenn ich dann hochschrecke ist es jedes Mal angst das ich jetzt Ersticke. Mein Mann tut mir schon so leid weil a schreie ich dann immer und b Kralle ich mich immer an Ihn so doll fest. Das ist kein Stück schön man traut sich bald schon gar nicht wo anders zu schlafen. Ich war schon im Schlaflabor das war gleich zu Anfang da war das nicht oft, aber alles gut, aber jetzt ist es schön böse finde ich. Und ich bin froh das es Menschen gibt die es ähnlich geht. Lg rose

    Also ich hatte das ne Zeit lang, schiebe es aber eher auf die Psyche. Ich rede hier nur von mir und möchte niemanden etwas unterstellen aber evt. solltet ihr mal in euch hinnein hören. Heute schlafe ich wieder super.


    Bei mir kam das Ganze nach dem Tod meines Vaters, ich war anwesend und es war schlimm anzusehen, da er nicht friedlich eingeschlafen ist sondern unter Qual und Schmerzen gestorben ist.


    Erst einige Monate später ist dieses Phänomen dann bei mir aufgetreten. Wie ihr es beschreibt: ich war müde und bis dahin auch wirklich entspannt, habe nicht gegrübelt oder sonst etwas beim zu Bett gehen und genau in dem Moment wo ich eingenickt bin hat es mich regelrecht hoch gerissen. Hatte ein Panikgefühl in mir.


    Irgendwann nach gründlichem Nachdenken und reflektieren ist mir klar geworden, dass ich enorme Panik davor habe die Kontrolle zu verlieren. In dem Moment wo ich einschlafe, bin ich nicht mehr in der Lage bewusst zu agieren, mitzubekommen was um mich geschieht.


    Und ich glaube die Angst einfach zu verschwinden, - wie mein Vater einfach weg ist. Wenn ich einschlafen habe ich keine Kontrolle, kann nicht aufpassen - wer sagt mir, dass ich überhaupt wieder aufwache??


    Wie gesagt, heute habe ich es überwunden aber ich glaube fest daran, dass solch unbewusste Konflikte zu so etwas führen können.


    Denn ich habe wie gesagt, gar nicht über so etwas nachgedacht... Irgendwo tief in meinem Innen gab es aber diese Ängste.