• Bandscheibe - Welche Schmerzmedikamente kann man nehmen?

    Hallo Leute Ich schreibe euch im Namen meiner besten Freundin. Bei ihr wurde kürzlich ein Bandscheibenvorfall festgestellt zwischen L3 und L4. Sie hat wahnsinnige Schmerzen und hat mit ihrer Ärztin vereinbart, dass sie am 22.11. eine Kortisonspritze bekommt. Die Ärztin hat ihr aber gesagt, dass sie bis dahin keine Schmerzmittel mehr nehmen darf. Jetzt…
  • 37 Antworten

    Wie gesagt ich war letztes Jahr 4 Monate krank inkl. 6 Wochen Reha & 1 Woche Krankenhaus


    Im Anschluss noch 6 Wochen Wiedereingliederung.


    Aber ich sah das Problem von Anfang an als ein weitsichtiges.


    Ich versuchte einmal wieder arbeiten zu gehen...mittags gings ab in die Notaufnahme...war kein Schönes Erlebnis...

    Sollte es sich um einen echten Bandscheibenvorfall handeln, gibt es eigentlich nur 2 Behandlungsmethoden: erstens konservativ mit 6 Wochen Liegen im Gipsbett und zweiten operativ mit Versteifung des Gelenks. Schon grenzwertig im Bereich der Schulmedizin wäre ein Chiropraktiker, der das wieder einrenkt. Aber es sollte sich dabei am besten schon um einen Arzt handeln, damit er weiß, was er da tut, denn das ist nicht ganz ungefährlich (Aber ausgekugelte Schultern werden ja auch vom Unfallarzt oder Orthopäden schnell wiederr eingerenkt). Auch die Schmerzambulanz wäre eine umstrittene Alternative, wo die Muskeln dort mit - ich glaube - einer Procainspritze betäubt werden, damit man dann selbst in schmerzfreiem Zustand hoffentlich die richtige Bewegung macht, dass es sich wieder einrenkt.


    Die lange Karrenzzeit, wo Deine Freundin laut ihrer Ärztin unbehandelt, also auch ohne Medis auskommen soll, halte ich nicht für durchführbar...

    Sie hat nun gestern ihre Ärztin angerufen und gesagt, dass sie etwas nehmen muss weil sie es sonst nicht aushält. Sie hat nun Novalgin-Tropfen genommen. Die Ärztin hat eingewilligt aber hat ihr gesagt, dass sie 1-2 Tage vor der Spritze keine Schmerzmedikamente nehmen soll.


    Heute strahlt sie im Gegensatz zu den letzten Tagen :)^

    Hallo! Freut mich, dass die Tropfen geholfen haben. Sie sind auch sehr stark, und Deine Freundin sollte max. mit 2 x 20 Tropfen pro Tag auskommen, das wäre die halbe Dosis von der Packungsbeilage. Bei mir reicht das auch nach einer OP. Nun, Ihre Ärztin scheint mir mit der Karrenzzeit ganz auf Nummer sicher zu gehen. Das ist lobenswert, aber die avisierte Kortisonspritze ist ja auch kein Wundermittel... Sie wird die Entzündung an der lädierten Stelle wegdrücken, aber sie ist weder schmerzstillend, noch renkt sie einen rausgesprungenen Wirbel ein. Wie hat sie denn den "Bandscheibenvorfall" diagnostiziert? Mit tasten? Eigentlich gehört da schon ein Röntgen zur Diagnose dazu. Meist springen nur die kleinen Stützknorpel links und rechts der Wirbelsäule raus. Schließe mich deshalb Xirain an!

    Zitat

    Sollte es sich um einen echten Bandscheibenvorfall handeln, gibt es eigentlich nur 2 Behandlungsmethoden: erstens konservativ mit 6 Wochen Liegen im Gipsbett und zweiten operativ mit Versteifung des Gelenks. Schon grenzwertig im Bereich der Schulmedizin wäre ein Chiropraktiker, der das wieder einrenkt. Aber es sollte sich dabei am besten schon um einen Arzt handeln, damit er weiß, was er da tut, denn das ist nicht ganz ungefährlich (Aber ausgekugelte Schultern werden ja auch vom Unfallarzt oder Orthopäden schnell wiederr eingerenkt

    Entschuldige bitte, aber dass was du schreibst ist völliger Blödsinn!! Eine konservative Therapie sieht in erster Linie die Reduzierung der Schmerzen vor. Das kann durch verschiedene Maßnahmen wie manuelle Therapie, Akupunktur, Analgetika, Kortison usw. passieren. Ein 6 wöchiges Gipsbett ist da nicht mehr Standard.


    Ebenfalls lässt sich ein Bandscheibenvorfall von außen auch nicht mehr zurückdrücken!!


    Es kann sein, dass rausgerutschte Stück der Bandscheibe im Rahmen von Entzündungsprozessen abgebaut wird und das die Schmerzen durch den nachlassenden Druck auf die Nerven ebenfalls nachlassen.


    Diese Zeit lässt sich zunächst mit Schmerzmitteln überbrücken...


    Ansonsten gehört ein Bandscheibenvorfall in die Hände eines Facharztes. Neurochirurg oder wenigstens Orthopäde.

    hi BeautifulDay!


    ausnahmsweise sehe ich eine gute portion panikmache in diesem fall als sehr angebracht.


    ohne jetzt romane zu schreiben, ich hatte bisher 3 ganz heftig schmerzhafte BSV mit echtem hexenschuss, also keinerlei möglichkeit damit weiter zu arbeiten, und einen vierten fast schmerzlosen, dafür mit partielle fusslähmung.


    ironischerweise ist seitens des gesundheitssystem nur was getan worden das einzige mal wo mich niemand zur notaufnahme bringen konnte, und ich den notdienst rufen musste, da bekam ich eine spinalanästhesie und abschliessende reha, und dadurch meine erste zwei schmerzfreie monate nach jahrzehnten, sonst wurde ich nur mit schmerzmitteln (Tramal im krankenhaus, Diclofenach oder Dolomo zuhause, Novalgin hatte ich auch da, weiss aber nicht mehr ob es nichts brachte, oder ob ich davon angeraten wurde) und ein paar mal krankengymnastik absolut unzureichend behandelt, so das teil der schmerzen blieben, sowie die häufigkeit der akute episoden jeweils zunahm.


    und noch ironischer das gerade bei den vierten BSV, wo ich kaum (neue) schmerzen hatte, die ganze ärzte auf panik schalteten, so viele besuche bei neurologen, orthopäden, MRTs usw hatte ich nicht bei den anderen drei vorfälle zusammen.


    ich kenne auch leute die selbst nach den fünften BSV weiter arbeiten, und nur ein bisschen krankengymnastik machen (müssen), ich weiss nicht ob ich neidisch sein soll, oder die eher für absolut unverantwortlich halten soll, ich hab' immer vermieden, wenn nur möglich, schmerzmitteln zu nehmen, denn gerade bei solche potentiell sehr gefährliche problemen halte ich es für sehr wichtig zu wissen wenn was nicht stimmt, der schmerz ist doch dafür da.


    also, so wichtig einen job auch ist, ich persönlich würde viel eher das riskieren, als ein paar jahre später auf den rollstuhl zu sitzen, und/oder keine kontrolle mehr über blase, schliessmuskel, beine oder sexualleben zu haben, ich denke das alles wäre viel schlimmer als jeder Hartz IV.


    von den ganzen arztgespräche her ist (nicht nur) meine meinung, das die einzige OP die etwas sinn haben könnte, aber erst als letzte lösung, ist eine versteifung der wirbeln, das ehemals klassische abschneiden der abstehende teile der bandscheibe ist meistens unnötige geldmacherei, sonst nur notwendig, aber folgenreich, bei starke und nicht zurückgehende lähmungeserscheinungen, denen man aber rechtzeitig entgegen arbeiten sollte, wie es scheint ist die spinalanästhesie, die aber nicht überall durcgeführt wird, der eingriff der wahl, darauf muss aber reichlich ruhezeit und reha folgen, sonst bringt es nichts...


    ich würde also dringendst deiner freundin empfehlen was zu tun, und zwar jetzt, sofort, denn jetzt eine weile länger zu arbeiten, und auch noch unter starken schmerzen und/oder heftige drogen, kann für die zukunft sehr viel schlimmere folgen als ein jobverlust haben.


    ich drück ihr unbekannterweise die daumen, das sie es schnell versteht...

    Also ich hatte auch einen BSV und auch solche Kortison Spritzen bekommen, nomalerweise werden diese so drei bis fünf mal wiederholt.


    Bis dahin sollte deine Freundin unbedingt Schmerzmittel nehmen ( am besten sie wechselt den Arzt, denn die Aussage, dass sie nichts nehmen darf , ist völlig unverständlich und auch falsch.)


    Es geht darum den Schmerz zu unterdrücken, damit sie weiterhin beweglich bliebt und sich nicht allzuviel Schonhaltung ausbildet. ( natürlich trotzdem schonen, bewegen, aber auf keinen Fall schwer heben). Sie kann erstmal die "normalen" Schmerzmittel nehmen: Ibubrofen ist gut, da auch entzündungshemmend - der Nerv ist ja entzündet ( aber am besten mit Magenschutzt) oder was es da in der Aphotheke so gibt (Celebrex hatte ich auch). Sie kann sich auch dort mal beraten lassen.


    Sollte das nicht reichen, kann der Arzt die nächste Stufe verschreiben: Tilidin etc.


    Gegen die Nervenschmerzen hat mir gut Lyika (ist aber shon ein spezielles Medikament, ein Antiepileptikum, was aber sehr gut gegen Nervenschmerzen hilft)) geholfen. Aber all das sollte sie mit einem Arzt besprechen. Aber auf alle Fälle darf sie Schmerzmittel nehmen.


    Außerdem sollte deine Freundin darauf achten, ob sie auf Hacken und Zehen Spitzen laufen kann, wenn nicht leigt eine LÄhmung der Fußheber oder- senker Muskeln vor und das ist eine OP Indikation.


    Aber nicht eher operieren lassen, denn ein BSV trocknet in aller Regel aus ,das dauert aber schon ca 8- 12 Wochen , manchmal auch länger.

    Übrigens kann sie sich auch ein TENS Gerät vom HA verschreiben lassen. Ist etwas physikalisches...Reizstrom über Klebepaetz auf dem schmerzenden Bereich... der angenehme Kribbelstrom ist eher im Gehirn als der Schmerz. Ich empfand das als Erleichterung.


    Diese Geräte bekommt man im Sanitätshaus dann ausgeliehen, wenn es die Ärtzin verschreiben hat. Das ist ein HIlfsmittel und belsatet das BUget der Ärzte nicht, also insofern schon eindringlich darum bitten, dass die Ärztin das verschreibt.

    Zitat

    und noch ironischer das gerade bei den vierten BSV, wo ich kaum (neue) schmerzen hatte, die ganze ärzte auf panik schalteten, so viele besuche bei neurologen, orthopäden, MRTs usw hatte ich nicht bei den anderen drei vorfälle zusammen.

    ist aber klar, da hattest du partielle Fußlähmung... da müssen die Ärzte genau schauen, ab wann OP notwendig ist.


    Schmerzen allein sind schlimm (und ich weiß wovon du sprichst), aber eben nichts dramatisches .


    Bist du denn nach den vielen BSV mal selbst aktiv geworden, mit konkretem Muskelaufbau?

    Zitat

    ich persönlich würde viel eher das riskieren, als ein paar jahre später auf den rollstuhl zu sitzen, und/oder keine kontrolle mehr über blase, schliessmuskel, beine oder sexualleben zu haben

    na das ist aber unverantwortliche Panikmache... ob es soweit kommt , kann doch keiner vorausssagen. Ein BSV ist zwar ein dramtisches (wegend er starken Schmerzen) , aber oft vorrübergehendes Ereignis.


    Es ist notwedig sich ein bisschen Kenntnisse über rückenfreundliches arbeiten, Rückenmuskel aufbau anzu eignen, dann muss es nicht zwnagsläufig zum nächsten Vorfall kommen.


    Persönlich würde ich aber auch bei einem schlimmen BSV erst mal zur AU und anschließenden Reha raten.... ist aber abhängig davon, wie schlimm es ist. (kann man hier im Internet nicht einschätzen).


    Ich wäre nie und nimmer in der Lage gewesen auf Arbeit zu gehen, auch wenn ich sofort an dem Tag die Kündigung bekommen hätte.... ging echt nicht.)

    Zitat

    gibt es eigentlich nur 2 Behandlungsmethoden: erstens konservativ mit 6 Wochen Liegen im Gipsbett und zweiten operativ mit Versteifung des Gelenks. Schon grenzwertig im Bereich der Schulmedizin wäre ein Chiropraktiker, der das wieder einrenkt.

    wie schon jemand oben schrieb: das ist absoluter Blödsinn!!!! :-o :-o :-o :(v sorry ( aber so ist das im Netz und dafür gibt es eben auch Ärzte... ich rate notfalls immer zur zweiten Meinung , wenn man mit dem einen Arzt nicht so richtig weiter kommt oder unsicher ist)

    wintersonne, die panik haben mir, wie gesagt, die ärzte gemacht, nicht erst aber ganz besonders als ich die fussheberlähmung bekam, ich hab' mit denen streiten müssen um mich nicht operieren zu lassen, und hab' ein paar millionen mal gefragt bekommen (mehr als bei den anderen BSV zusammen) ob mit blase, schliessmuskel, erektion alles in ordnung ist, ich habe verboten bekommen jeglichen sport zu machen, lange zu stehen oder laufen usw, und jeder arzt, egal ob physio, neurologe, orthopäde, usw, alle machten mir viel mehr panik als nur ein quäntchen hoffnung.


    mir wurde eine wahrscheinlichkeit von weniger als 50% gegeben, das mein fussheber je irgendwann überhaupt wieder funktionieren könnte, und nur wenn ich einer OP zugestimmt hätte, ohne OP wollte mir niemand ein bisschen hoffnung machen, es hiess wenn ich die OP nicht will dann ist es nur auf meine eigene verantwortung, die liessen mich richtig wie ein unverantwortlicher selbstverstümmeler fühlen.


    jetzt, ohne OP, nach anderthalb jahr, tonnenweise vitamin B, krankengymnastik usw ist der fussheber würde ich sagen wieder auf 95%, ich merke es überhaupt nicht mehr im normalen alltag.


    so wie es sich angehört hat ist es aber eher glück als das normalfall, bzw, mein knorpelgewebe scheint sehr stark zu sein, so das die lädierten bandscheiben trotz allem noch elastisch genug waren, um zurück in der "normalstellung" zu gehen, und der nerv war nicht irreparabel beschädigt, was wiederum auch eher glück als normalfall zu sein scheint.




    aber allgemein, ich redete hier von risiko, also das das risiko des jobverlustes für mich persönlich weniger gefährlich wäre als das risiko von mögliche folgen eines unbehandelten und weiter belasteten BSV, die bis zum rollstuhl usw reichen können, und das ohne das man besonders viel pech dazu bräuchte.


    ein BSV an sich muss nichts dramatisches sein, abgesehen von den schmerzen, die aber auch nicht immer auftreten, einen BSV nicht zu behandeln und weiter zu belasten erhöht aber geradezu exponentiell die wahrscheinlichkeit von nicht berechenbare und bis zu äusserst ernste folgen, ein kleines riss in der hülle der bandscheibe, ein kleines bisschen gallertmasse die an eine ostheochondrose an der falsche stelle verknöchert und eine falsche bewegung und man ist irreparabel querschnittgelähmt.


    klar, bis zu einen gewissen punkt bildet sich einen BSV meistens zurück, bzw es verschlimmert sich nicht und bereitet keine grossen problemen mehr, wenn die fehlbelastung entfällt, aber ich persönlich, nach vier BSV, unzählige gespräche mit dutzende von ärzten, eine spinalanästhesie bei ein weltberühmter neurochirurg und scheinbar viel glück mit mein fussheber, würde nicht über die wahrscheinlichkeit von auch extreme folgen spekulieren wollen, wenn es um meine gesundheit ginge.


    wie ich schon schrieb, ja, es ist panikmache, die mMn aber angebracht ist, aber jeder kann machen was er will, ich befehle niemandem was, hab' nur meine meinung geäussert.


    mir ist es in diesem fall viel lieber eine (für anderen vielleicht unverantwortliche) bewusste panikmache, als die möglichkeit, mich eventuell für eine unterschätzung von lebensverändernde gefahren verantwortlich fühlen zu müssen.

    mh ...tja ..verrständlich was du schreibst, prinzipiell bin ich ja auch deiner Meinung lieber vorsichtiger (eher AU annhemen) zu sein.


    Denke aber eben, dass sachliche Darstellungen da besser sind als Panik mache.... und sachlich: eine Querschnittslähmung droht nich bei BSV in der Lendenwirbelsäule.