@ mipawege

    Wie geht es Dir? Bei mir scheinen 2 Dinge das Problem darzustellen. Zum einen eine wirklich periphere vestibuläre Störung (des Gleichgewichtsnerv) als auch ständig wiederkehrende Blockaden der oberen HWS. Ich hatte jetzt 2 x Atlastherapie nach Arlen und verspüre eine leichte Besserung. Ev. ein Denkansatz für Dich. Hat der Orthopäde tatsächlich eine Blockade am Röntgen gesehen? Würde mich wundern, da eine Blockierung normal nicht sichtbar ist. Hast Du ein Funktionsröntgen gemacht oder eine normale statische Aufnahme?


    Vielleicht ist deine Migräne ein "normaler" Spannungskopfschmerz. Bei mir helfen da auch keine Schmerzmittel. Die klassischen Symptome wie Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit fehlen bei mir komplett.


    Alles Gute und berichte bitte. Bin sehr interessiert. Finde mich in deiner Beschreibung an manchen Stellen ganz gut wieder.


    LG

    @ Tintifax74

    Wie wurde das mit der vestibulären Störung herausgefunden und wie sieht die Therapie aus ?


    Nochmal ein kleiner Nachtrag bzgl. Schwindel/vertigo etc.


    Bin da mit den Definitionen gar nicht einverstanden.


    Vertigo ist der englische Begriff für alle Arten von Dreh/Schwankschwindel etc.


    Dizziness ist der englische Begriff für unser Problem hier (Benommenheit, Kopfdruck etc.).


    Leider wird diese Unterscheidung im deutschen nicht gemacht, was dazu führt, dass es den "Benommenheitsschwindel" streng genommen in Deutschland nicht gibt. Entsprechend traurig sind auch die Therapien. Ich kann nur empfehlen mal im Englischen etwas zu surfen, da findet sich zum Thema dizziness einiges und es gibt auch eigens darauf spezialisierte Kliniken.

    @ derbes

    Ja, die englische Sprache ist hier genauer. Ich würde meine Beschwerden auch eher als Dizzyness, Brainfog etc. beschreiben.


    Vestibuläre Störung: Zyste im Kleinhirnbrückenwinkel, die den Gleichgewichtsnerv komplett ummantelt hatte. Therapie: OP vor 4 Monaten; noch keine Beschwerdefreiheit


    Rausgefunden nach 3 Jahren im Kreis laufen wurde es hier:


    https://schwindelambulanz-sinsheim.de/


    Bin viel in diesem Thread aktiv:


    http://www.med1.de/Forum/Neurologie/721616/


    Viele in diesem Thread haben ähnliche Beschwerden und wurden in der o. a. Schwindelambulanz mit Vestibularisparoxysmie diagnostiziert. Ich auch; Carbamazepin (Antiepileptikum) führte sofort zur Beschwerdelinderung (der Kopfdruck war dann ziemlich weg), aber keiner Beschwerdefreiheit (Dosis zu gering, habe das Medikament dann nicht vertragen etc.)


    HWS ist dennoch ein heißes Thema, habe fast permanente Kopfgelenksblockierungen. Kenne diese Dizzyness auch von früher. Hatte schon vor Jahren mit HWS-Blockierungen zu kämpfen. Nach Manipulation der Kopfgelenke sofortige Besserung. Aktuell allerdings nicht mehr bzw. blockieren die Kopfgelenke rasch wieder. Atlastherapie nach Arlen scheint mir bis jetzt ein vernünftige Sache. Aber wohl noch zu früh, um das beurteilen zu können.

    Die Atlastherapie nach Aarlen hat bei mir leider nichts gebracht. Allerdings scheint mir das auch zu kurz gedacht. Meistens ist im HWS-Bereich nicht nur der Atlas ein Problem sondern auch die verschiedenen Muskeln. Um diesen Bereich wieder hinzubiegen gilt es Ursachen herauszufinden und zu beseitigen (Fehlhaltungen, CMD etc.) und gleichzeitig bei einem gut ausgebildeten Physio (am besten mit Bachelor oder sogar Master) mehrere wöchentliche Behandlungen und auch dann ist das kein Selbstläufer!


    FInde ich persönlich sehr schade, dass der Begriff dizziness in der deutschen Medizin keinerlei Bedeutung hat. Er beschreibt unser Problem 1000x besser als Schwindel, denn wirklich schwindlig ist mir eigentlich nicht!

    Hast Du überhaupt eine Diagnose? Wenn ja, welche?


    Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung sagen, ich habe fast 5stellige Euro-Beträge für Physios, funktionelles Krafttraining, Orthopäden, Osteopathen etc. ausgegeben. Ohne Erfolg.


    Atlastherapie nach Arlen ist bis dato das einzige, das bei mir anschlägt. Hier wird nicht der Atlas therapiert, sondern eigentlich soll bei der umgebenden Muskulatur quasi ein "Reset" ausgelöst werden.


    Vielleicht hilft dir wirklich das hier weiter; lies dich mal an:


    http://www.med1.de/Forum/Neurologie/721616/


    Oder dein Problem liegt in einer Instabilität begründet, dann wär das hier ganz gut:


    http://www.instabile-halswirbelsaeule.de


    Gibt dort auch ein tolles Forum.

    Aja, Bachelor/Master Physios sind die Schlimmsten. Wenig praktische Erfahrung, dafür können sie richtig zitieren ;-D .


    Mir ist lieber jemand, der jahrelange Erfahrung hat und viele Patienten gesehen hat, als jemand, der sich durch einen bezahlten Lehrgang geschummelt hat. Aber nur meine Erfahrung.

    Ihr macht mir ja alle Mut, wenn ich von jahrelangen Leidenswegen höre. Ich kann und will mir das das ja noch nicht vorstellen, dass ich damit leben soll.


    Wie kam das?


    Ende November - war ich dann - völlig "klar im Kopf". Keine Benommenheit, kein Schwindel. Also weder das eine, noch das andere. Lediglich Spannungskopfschmerzen waren vorhanden, aber wen stören die schon. Auffällig war dagegen, dass ich ich kaum schlafen konnte. ich schlief in der Zeit maximal 5-6 Std. am Tag. War aber total leistungsfähig. Und war natürlich auch super drauf. Wenn man davor monatelang und v.a. in die letzten Wochen kaum mehr am Leben teilnehmen konnte...hab gearbeitet wie ein bekloppter und am Wochenende war Party angesagt (von mir ganz bewusst gelebte manische Phase ]:D ) ... hatte natürlich im Hinterkopf, dass es immer ein Auf und Ab sein kann.


    Die "Benommenheit" schlug dann wieder akut zu. Aber auch mit Schwindel, Müdigkeit, Schüttelfrost, diesmal sehr starken Magenschmerzen und Übelkeit (mal was neues). Diesmal ging es mir auch somatisch so richtig dreckig und ich habe eine Woche außer Suppe und Toast oder Brei nichts gegessen. Und jetzt kann ich 10 Std. schlafen. Der Bauch erholt sich langsam. Die Benommenheit ist wieder auf einen Level, dass ich 200 m laufen kann. Dann setzt bei mir aber auch noch zusätzlich ein Schwindelgefühl ein. Ganz komisch. Autofahren geht, laufen nicht.


    Meine Parästhesien in den Füßen interessieren irgendwie gar keinen?! Auf der einen Seite sind sie seit Juli auch wieder besser geworden. Dafür links eher schlechter. Meine Empty Sella interessiert neurologisch auch irgendwie nicht... nur den Endokrinologen. Da musste ich aber auch alleine drauf kommen und wurde nicht mal überwiesen. Erstes Screening war auffällig betreffend ACTH, Cortison, Testosteron. Nächste Baustelle (weitere Tests, Urologe...)


    Irgendwie muss man doch herausfinden, welcher Nerv, welches Gefäß, welches Hormon etc. betroffen ist, dass sich mein Zustand von hier auf da so komplett ändern kann.

    @ Tintifax

    Das Röntgenbild war statisch. Es sah einfach mal arg asymmetrisch aus.


    Ich suche gerade noch nach einer Erklärung, was diesen "Rückschlag" ausgelöst hat. Die Physiotherapeutin meinte, es könnte passieren, dass sich die Symptome dadurch verschlechtern, bzw. ist sie ganz betroffen, weil sie denkt, dass es dadurch gewesen sein könnte. Ich bin bei ihr ja als relativ fitter, aber halt bewegungseingeschränkter Mensch angekommen. Jetzt ist mein Hals länger und ich kann ihn besser drehen, mir geht es aber schlechter (in ihren Augen, weil sie mich eben gerade in der "guten Woche" kennen gelernt hat").

    Aktuelle Situation:


    Der Schwindel kommt und geht. Letzten Montag und Dienstag war es fast unerträglich. Es war nicht nur das Benommenheitsgefühl, sondern auch ein Frieren, eine Müdigkeit.. einfach schlimm. Und ich muss arg "grau" ausgesehen haben im Gesicht. So wurde mir berichtet.


    In der Woche waren dann auch noch die letzten Untersuchungen: CT Abdomen und Urologe. Und es war bei beiden ALLES in Ordnung.


    D.h., es bleibt bei 3 Diagnosen, die den Zustand begründen könnten:


    1. Atlasblockierung


    2. Hormonstörungen bei Empty Sella


    3. Vestibuläre Migräne


    Für 1 war die Physiotherapie.. Nutzen? Ich mache auch zuhause Übungen und Wärmeanwendungen. Ich habe das Gefühl da müsste in engeren Intervallen manuelle Therapie durchgeführt werden.


    Für 2 liefen mittlerweile die ganzen Tests beim Endokrinologen. Die Ergebnisse gibt es im Januar. Wahrscheinlich muss zumindest Testosteron substituiert werden.


    Für 3 erhalte ich seit Wochen Topiramat. Und ich hatte im November wirklich das Gefühl, dass sich mein Zustand verbessert hatte. Ich war ja eine Woche völlig beschwerdefrei, wenn man davon absieht, dass ich das Schlafen aufgehört hatte. Nach weiteren Wochen in meinem Beschwerdetagebuch muss ich sagen, dass ich keine Verbesserung durch Topiramat beweisen kann. Nein, im Allgemeinbefinden ging es mir an den meisten Tagen sogar schlechter, weil so viele andere Beschwerden dazu kamen, die ja nur noch Nebenwirkungen der Medikamente sein können wenn alle Untersuchen in Ordnung sind. Deshalb habe ich jetzt auf eigene Faust ALLE Medikamente (auch für den Magen) abgesetzt. Bisher geht es mir damit auch wirklich nicht schlechter. Ich würde sogar sagen, der Freitag und Samstag waren nahezu beschwerdefreie Tage.


    Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir jetzt der Sache auf der Spur sind. Bis auf meine Knie ;-) ist nun wirklich alles an mir durchleuchtet und/oder gespiegelt ....


    Bisher habe ich Ärzte und alles drum rum gemieden, wo es geht. Jetzt mache ich mir gerade Gedanken, ob ich nicht eine Kur beantragen sollte, für bisschen mehr Physio. Da habe ich aber keine Ahnung, ob das dann auch einer Kur auch so ist, dass die mit meinem "Atlas" arbeiten.


    Frohe Feiertage

    Hi mipawege,


    ich wollte auch mal was zu deinem Thema schreiben, denn ich finde mich in vielen Aussagen wieder, wenn auch nicht überall.


    Mir geht es ähnlich wie dir, ich habe Benommenheit, manchmal würde ich es auch als Schwindel bezeichnen, sehr oft Kopfschmerzen (seitlich, wie ein Ring, hinter den Augen/Schläfe), Verspannungen im Hals/Nacken/Schulterbereich mit Triggerpunkten die ausstrahlen und trete auch mal gefühlt ins Leere wenn es ganz schlimm ist. Dazu auch oft Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Magen/Darm-Probleme und was sonst noch wenn man sich sowieso beschissen fühlt.


    Vor 2-3 Jahren, wo das alles so schlimm wurde, hatte ich auch so blitzartige "Anfälle" wo es mich gefühlt nach hinten gezogen hat, das ging einher mit einem großen Schreck der den Körper durchfährt und danach war ich für 2-4 Stunden fix und fertig. Diese Anfälle sind weg seitdem ich Yoga mache, ich habe manchmal das Gefühl das durch das Yoga eine gewisse Spannung abgebaut wird, die sich sonst in den Anfällen schlagartig entladen hat oder so.


    Medikamente habe ich bisher nicht bekommen. Zuerst wurde alles auf die Psyche geschoben, ich hatte Therapie die nichts verbessert hat (außer wie ich damit umgehe). Dann alle möglichen Fachärzte, MRTs usw. Viel Physiotherapie, manuelle Therapie, Osteopathie, LnB- und FDM Schmerztherapie, Akupunktur, Homöopathie und total bescheuerter Mist mit Heilsteinen und was weiß ich...


    Was mir vor allem bei den manuellen Therapien/Physio aufgefallen ist und deshalb schreib ich dir auch: Mir ging es danach oft auch vegetativ eher schlechter, zumindest kurzzeitig. Besonders wenn der Nacken behandelt wurde, manchmal auch wenn die BWS mit dabei war. Mir ist das gestern wieder aufgefallen als ich meine neue Blackroll ausprobiert habe. Ich habe den Nacken damit gerollt und danach war mir erstmal eine Stunde lang etwas elend zumute. Kommt das in etwa bei dir hin, dass du dich einfach elend fühlst seit der Behandlung jetzt? Manchmal gehts mir auch nach dem Yoga so, zumindest für ein paar Stunden, maximal einen Tag.


    Außerdem: Du schreibst du hast viel gefeiert. Ich nehme an du hast auch viel Alkohol getrunken? Mir geht es häufig nach einer durchfeierten Nacht definitiv schlechter - vor allem was den Schwindel/Benommenheit angeht. Ich vermute das hängt mit der gesteigerten Wahrnehmung dieser Gefühle zusammen weil man sie sowieso jeden Tag hat, aber ich könnte mir vorstellen, dass du es einfach übertrieben hast? ;-)


    Ich warte momentan auf einen Termin bei einer Schmerzklinik allein weil ich diese Kopfschmerzen an im Schnitt jedem zweiten Tag bald nicht mehr aushalte. Ich hoffe die finden vielleicht nochmal einen Hinweis woran es liegen könnte.


    LG


    gomez.

    Hallo gomez,


    vielen Dank für Deinen Bericht.


    Aktuell ist es so, dass sich die Hormonstörung durch die Empty Sella bestätigt hat. Betrifft nur das Hormon, dass wiederum die Hormonproduktion in den Hoden anregt. Da ist es deutlich. Manch andere sind im Grenzbereich und nicht behandlungsbedürftig.


    Die Benommenheit lässt sich damit aber nicht erklären.


    Dann bleibt wirklich nur noch der Atlas. Alles andere ist ausgeschlossen. Selbst die Psyche schließe ich für mich mittlerweile völlig aus. Es gibt keine bestimmten Situationen, wo es auftritt, besonders schlimm ist. Richtig fieser beruflicher Stress macht mir weiterhin ganz andere Beschwerden, aber keine Benommenheit inkl. Sehstörungen.


    Das einzige, was mir auch auffiel, dass sich die Beschwerden oft besserten, wenn ich mich flach auf den Rücken gelegt habe. In der Regel bin ich nicht so ein "Yoga"-Typ ;-) - auch QiGong, Meditation usw. ist nix für mich. Ich finde meinen Ausgleich immer mehr in "Action". Damit bin ich die letzten Jahr(zehnte) immer ganz gut gefahren.


    Alkohol ist bewiesener Maßen nicht gesund, aber da konnte ich bisher auch keinen Zusammenhang mit meinen Beschwerden feststellen. Wobei ich sogar das Gefühl hatte, dass ein leichter Rausch subjektiv meine Beschwerden verbessert hat.


    Seit WEihnachten geht es mir relativ gut. Ich hatte nur 2 Tage in der Zeit, wo nicht soooo toll waren, aber trotzdem kein Vergleich zu den letzten Wochen/Monaten davor. Auf der Arbeit flutscht es wieder ganz anders.


    Mein Hals ist aktuell auch viel beweglicher.


    Bis gestern habe ich keine Medikamente genommen. Jetzt beginne ich mit der Testosteron-Substitution. Dann bin ich wahrscheinlich noch weniger der Yoga-Typ ;-)


    Aber mir fehlt wirklich etwas, das ich machen kann, wenn es mir eben nicht gut genug für Aktivitäten ist.


    Ich hatte bisher zu wenig Physio als dass ich beurteilen könnte, ob das immer so ist, dass mir HWS-Behandlungen gut tun oder eher zu einer Verschlechterung führen. Nach der ersten Physio ging es auf jeden Fall ziemlich steil bergab. Die anderen hatte fühlbar keine Effekte für mich. Ich werde jetzt trotzdem 2 Termine beim Osteopathen wahrnehmen. Da war ich schon mal, bevor meine Atlasblockade bekannt war und damals halfen 2 Behandlungen für eine gewisse Zeit. Das war zu einem Zeitpunkt als ich noch gar nicht dran geglaubt habe, dass es die Hws ist - und dass Osteopathie was helfen kann.


    Mein Kur-Projekt habe ich noch nicht begonnen, bzw. mich noch nicht darum gekümmert.


    Zum Glück habe ich eher selten Kopfschmerzen. Bei starkem Schwindel/Benommenheit habe ich mir zwar oft Kopfschmerzen gewünscht (weil ich da zumindest die Vorstellung hatte, Schmerzmedis nehmen zu können), aber wenn ich sie dann auch mal habe, bin ich auch nicht zufrieden damit ;-) Alle 2 Tage ist natürlich extrem einschränkend.


    LG


    mipawege

    Hallo,


    dann man ein Update.


    So viel vorweg. Es geht mir weiterhin relativ gut. Die Benommenheit ist manchmal völlig weg, manchmal erträglich.. und so 2mal im Monat geht es mir bescheiden. Aber dann meist nicht den ganzen Tag.


    Ich substituiere brav mein Testosteron, merke schon was, aber das hat nix mit meinem Benommenheitsschwindel zu tun. Reha-Antrag ist mittlerweile gestellt und ich warte...


    Was ich gar nicht vertrage ist das Topiramat. Ich hatte wieder mit der Einnahme in niedriger Dosis bekommen. Manch einer mag sich über Übelkeit und völlige Appetitlosigkeit freuen - ich auch 3 Tage lang - aber dann wurde es wieder zur Qual für mich. Also, wieder weg.


    Die große "Überraschung" kam für mich eigentlich nach dem letzten Neurologenbesuch. Ich mag eigentlich gar nicht drüber reden... Kurz gesagt, man hatte meinen MR-Befund vom Oktober noch gar nicht. Dann verstehe ich auch, dass die mich wegen meiner Fragen nach der Empty Sella, dem Atlas, der Stauungspapille und was ich sonst so auf dem Befund zu lesen bekam, für einen Hypochonder hielten. (Sie sagten es nicht, aber sind halt NULL drauf eingegangen.) Nun - nach Blick auf den Befund - ist er dann doch schlimm genug, dass er kontrolliert werden muss. Und schon in einem Monat habe ich den nächsten MR-Termin ergattert.. bin aber auf der Warteliste und werde vorgezogen, wenn jemand ausfällt :-/


    Ich habe mittlerweile so meine eigene Theorie ;-) .. wenn schon alle anderen im Dunkeln tappen. Es interessiert ja auch keinen, dass ich bei der ersten Episode auch starke Kopfschmerzen hatte und der Arzt mir "eher blind" Antibiotikum verschrieben hat, weil er auf Stirnhöhlenentzündung tippte. Damit war die Sache auch in 3 Tagen auch im Griff... Da war ich leider unterwegs und das war kein Arzt vor Ort. Der HNO hier vor Ort meinte dann bloß, dass das nicht von der Stirnhöhle kommen kann. Und war fertig.


    In meinem MR habe ich jetzt aber auch inhomogene Strukturen in der Keilbeinhöhle. Das grenzt ja alles so ans Hirn. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass da irgendein Prozess vonstatten geht/ging. Hoffentlich entzündlich. Wenn es was anderes wäre, wäre ich ja wahrscheinlich schon nicht mehr hier.


    Da ich zu "Leistungssport" weiterhin nicht fähig bin, mache ich jetzt nur für meinen Rückengymnastik. Meine HWS ist viel besser geworden. Bei langen Spaziergängen geht die Benommenheit allerdings los.. deswegen probiere ich gar nichts anderes im Moment. Den Alltag bekomme ich auf jeden Fall hin. Da habe ich eine Verbesserung von 300% im Vergleich zum November/Dezember.


    LG


    mipawege

    @ mipawege

    Hallo :) Ich glaub wir können uns prima identifizieren ! Mir geht es genau wie dir, und das ist schrecklich. Und das seit einer gefühlten Ewigkeit ... immer wieder abwechselnd gut und dann wieder schlecht. Benommenheitsschwindel, Schwankschwindel, Kopfdruck, Migräneverdacht, urplötzliches Auftauchen, Herzrasen, Herzpochen, dann kommt die Angst, etc etc - alle Tests und Untersuchungen ohne Befund.


    Lies mal bei mir mit oder alles durch ( http://www.med1.de/Forum/Krankheitsaengste/721318/ ), ich suche halt immern och nach dem richtigen Ansatz, wobei ich mich schon vielleicht mit der HWS Symptomatik und generalisierten Angststörung anfreunden könnte. Ich verfolge deine Thread auch weiterhin :)* :)^


    Es muss doch eine Lösung geben.

    Dann mal wieder ein Update..

    @ Angstgegner

    Ich habe Deinen Thread gelesen. So gewisse Parallelen gibt es ja da schon.

    @ Kira

    Ich wünsche Dir, dass Du das besser verträgst. Ich hatte sonst nie irgendwelche Nebenwirkungen bei irgendwelchen Medikamenten. Ich bin im Moment schon wieder fast soweit, dass ich es am liebsten wieder nehmen würde.


    Naja. man soll sich ja nie zu früh freuen, bzw. habe ich ja gar nicht. Während es bis Anfang April eigentlich relativ gut ging, hat es mich dann in der 1. Aprilwoche wieder völlig kalt erwischt. Und wieder kam es für mich wie aus dem Nichts... und noch was Neues dazu. Ich saß so früh vor meinem Kaffee - und plötzlich hatte ich so ein komisches Gefühl hinter dem Brustbein, hoch zum Hals. Wie ein pulsieren, nur weder im Pulsschlag noch regelmäßig.. einfach 2-3 pulsierende Schläge.. war komisch, tat aber nicht weh. Also.. dachte mir nur, was das jetzt wieder ist. Merkte aber auch gleich, dass mir schwindelig wurde. Naja. Hab mich auf den weg zur Arbeit gemacht.. aber dort nicht angekommen. Im Auto nochmal sehr heftig dieses pulsierende Gefühl (wie gesagt.. hat nichts mit dem Pulsschlag zu tun) und ganz massiver Schwindel. Gleich beim Hausarzt eingekehrt.. hingelegt (war präkollaptisch, Schüttelfrost), EKG, Blutdruck.. alles SUPER! Nach 30min wurde es wieder besser.. und ich wieder heim. Hab einen Tag HomeOffice eingelegt. In einem anderen Job wäre ich schon lange Weg vom Fenster.


    Freitag war genauso bescheiden.. Samstag stand Flug in den Urlaub an. Ist ja nun nicht die erste Flugreise (ich fliege sehr viel), die ich in dem Zustand antrat. Autofahrt bescheiden, Zeit im Flughafen bescheiden (extrem viel los und lange Warteschlangen).. komischerweise geht es mir immer gut, wenn der Flieger in der Luft ist. Habe das noch keinem Arzt gesagt, weil eigentlich müsste es mir bei allem (ob Hirn, Ohr oder Nasennebenhöhlen) eher schlechter gehen beim Flug. Und ich fliege ja nicht mal gerne :-/


    Der Urlaub war dann leider auch bescheiden. Klar, wenn man nur am Pool oder Strand liegt, dann hält sich das besser aus als auf Arbeit oder am Flughafen. Allerdings ist das nicht meine Art von Urlaub. Und ich habe sehr gelitten.. sowohl bei den ausgedehnten "Wanderungen" durch die Stadt oder auf irgendwelche Berge. So schaffte ich auch nur 3 solcher Tage.. und war den Rest am und im Pool gelegen - bzw. am Strand. Heimreise wieder das gleiche. Wegen Zwischenlandung usw. war das alles ganz schlimm und ich war immer froh, wenn ich wieder irgendwo gesessen war. Und dieses blöde Gefühl hinter dem Brustbein war immer mal da.


    Weiß gar nicht, ich war ja so naiv und dachte, dass ich nach dem Urlaub einfach brav auf meine Arbeit gehe.. und es schon wieder besser wird. War echt naiv. 3 Tage habe ich durchgehalten. Hatte auch mein Kontroll MR in den Tagen. Und ein CT für meine Nebenhöhlen.. wollte der HNO-Arzt noch wegen dem letzten MR-Befund.


    Dann hat die ganze Welt wieder geschwankt. mir ging es schlecht. Es überkam mich eine unbändige Müdigkeit, obwohl ich wirklich ausreichend und gut geschlafen hatte.. ich konnte mich kaum konzentrieren und musste mich total zusammenreißen, irgendwie den Tag zu überstehen. und dann setzte plötzlich auch noch totale Sehschwäche ein. Konnte nix mehr auf dem Smartphone lesen. Wie als wäre ich von jetzt auf gleich schwer Kurzsichtig.


    Habe dann beschlossen, dass ich dringend einen Arzttermin beim Neurologen brauche. Nicht wieder in 5 Tagen als Notfall, wenn die Beschwerden vielleicht nicht mehr in dem Ausmaß da sind. Tja.. keine Chance.. lange geklingelt, dann Anrufbeantworter, dass ich außerhalb der Praxiszeit anrufe (gar nicht wahr). Nachdem ich die Faxen schon lange dick habe, bin ich zum Hausarzt und habe um eine Einweisung ins Krankenhaus gebeten. Ich konnte einfach nicht mehr mit dieser Hinhalterei umgehen... und dem wochenlangen Warten auf die nächste Untersuchung. Der Schwindel hatte eine neue Dimension erreicht. Ich war völlig arbeitsunfähig, sah nicht mehr richtig und konnte kein Auto mehr fahren.


    Dann lag ich also in der Klinik. Aber so richtig wissen die auch nicht, was sie mit mir machen sollen. Dabei ist es doch einfach


    - entweder habe ich etwas organisches - dann bitte behandeln


    - oder ich habe etwas somatisiertes - dann bitte auch behandeln


    Jetzt gibt es halt weitere Untersuchungen. Irgendwie ist mein MR ja schon auffällig.. aber erklärt das wohl alles nicht. Auf der anderen Seite kann die Empty Sella und das gestörte Sehen auch ein Zeichen eines erhöhten Hirndrucks sein (Pseudotumor Cerebri).. Also möchten sie nochmal eine Lumbalpunktion machen, um den Druck zu messen. Beim letzten Mal wurde das ja nicht mitgemacht. Schade, wenn ich dran denke, wie FURCHTBAR schlecht es mir nach der letzten Punktion ging. Das war das allererste Mal, dass ich dachte, dass es NIE mehr besser mit mir werden würde... hatte mich mit Koffeintabletten vollgedröhnt und Theophyllin.. konnte keine 15 Sekunden aufrecht sitzen.. mich nicht im Bett drehen. Ich habe es überlebt... und wahrscheinlich überlebe ich auch das nächste Mal. Die Punktion selbst ist ja nicht so schlimm.


    So wie es mir grad geht, bin ich gar nicht Reha-fähig. Was soll ich da? Ich hatte das so schön im Kopf, dass ich da jeden Tag schwimmen gehe, beim Walken mitmache und vielleicht sogar nach 3 Wochen wieder joggen kann.. haha.. Ich muss mal der Realität ins Auge sehen. Ich werde den Weg zum Speisesaal früh wohl kaum überstehen.


    Womit ich mich zur Zeit wirklich auseinandersetze... ich das Thema psychosomatische Störung. Ich hatte mal 2010 eine Phase, wo ich kurz vor dem Burnout stand. Da hatte ich berufliche Sorgen, sehr viel Stress und körperliche Beschwerden. Da merkte ich, dass ich dringend was ändern muss, war innerlich richtig aufgewühlt.. unruhig. Es hat mich total bedrückt. Dazu starke Rückenschmerzen. Da habe ich gemerkt, dass es nicht gut um mich stand. Und ich habe reagiert. Job gewechselt, mehr Freizeit genommen zum Sport machen, mehr mit Freunden unternommen.. und dann ging es mir auch wieder gut.


    Aktuell habe ich beruflichen Stress und positionsbedingte Konflikte, die ich nicht persönlich nehmen muss. Irgendwie wundere ich mich schon lange, dass das alles so an mir abprallt und ich doch recht gut schlafen kann. Vielleicht prallt es ja gar nicht an mir ab, sondert äußert sich jetzt eben in somatisierter Form?! Das wäre für mich zwar irgendwie nicht naturwissenschaftlich genug, aber irgendwoher müssen ja solche Beschwerden kommen, wenn nichts organisches zu finden ist.


    Nach wie vor halte ich mich nicht für sonderlich angstbesetzt und interpretiere auch nicht in jeden Schmerz irgendwas schlimmes rein. Ich kann auch sehr fröhlich sein, sobald der Schwindel 5min weg ist. Depressiv werde ich wahrscheinlich bald, wenn das so weiter geht.


    Sorry, das war jetzt eher was für das Tagebuch - habe ich aber keines ;-)


    Mal sehen, was der nächste Monat bringt. Würde gerne irgendwas medikamentös und mit Psychotherapie ausprobieren. Vielleicht fördert das ja mein ganz verworrenes Seelenleben zutage, von dem ich grad nix mitkriege, außer dass mich der Schwindel fertig macht.