• Benommenheitsschwindel

    Hallo zusammen, da die meisten Ärzte doch nur auf "ihr" Fach schauen, das sich in der Regel auf ein Organ beschränkt, bin ich langsam am Verzweifeln. Alles fing im Frühjahr 2014 an. Aus heiterem Himmel. Ich hatte Urlaub, saß rum. Merkte im Sitzen, dass er mir nicht sonderlich ging.. wollte aufstehen und hatte einen massiven Schwindel. Dazu…
  • 64 Antworten

    Ohje das klingt auch sehr schlimm :-(


    Wäre es nicht eine Möglichkeit wieder mit dem Topi anzufangen ?


    Mein Neurologe hat mir auch prophezeit, dass die ersten Wochen sehr hart sein werden zwecks NW, aber super gut wirken soll.


    Wie hast du damals dosiert genau ? Und wir schnell ?

    Hi,


    lauter Nebenbaustellen... aber keinen Therapieansatz. Alles nur Vermutungen.


    Mal wieder zusammenfassen:


    - Atlasblockade (gesichert)


    - Hypogonadismus bei Empty Sella (substituiert)


    - grenzwertig erhöhter Hirndruck (neu)


    - Sekundäres Glaukom (neu)


    - Parotis-Tumor (OP steht aus)


    - Bandscheibenvorfall LWS (alt)


    - V.a. auf somatoforme Störung


    Leitsymptom: Benommenheitsschwindel


    Was sagen die Ärzte:


    - macht alles keinen Schwindel, was ich da habe. Auch die Sehstörungen sind mit nichts zu erklären.


    Einzig alleine mit Psychosomatik (vielleicht!).


    Da war nun auch mein Termin mit der Psychotherapie. Mit aller Gewalt haben wir zusammen ein schweres Trauma gesucht, das bei mir Schwindel hat anlösen können. Wir fanden 99 verschiedener Stresssituationen, man kann sich eines aussuchen. Ich fühle mich zwar grad nur durch den Schwindel gestresst und weder durch Beruf und privat, aber da muss es ja liegen, wenn meine ganzen somatischen Diagnosen nicht weh tun.


    Seit ein paar Tagen geht es mir nun eigentlich relativ normal. Ich werde bescheiden. 500 m laufen ohne nennenswerte Schwindelattacken sind ja der Hit. Wie stabil das Ganze ist ???


    Nachdem ich in dieser Woche inkl. nochmaliger Lumbalpunktion durch die Mangel gezogen wurde, bin ich ein paar Diagnosen reicher als vorher, aber ohne Therapie-Ansatz für meine Beschwerden. Ich könnte jetzt paar Wochen in eine Psychosomatische Klinik, meinen Job aufgeben oder auch ambulant Psychotherapie machen... nachdem ich letzte Woche aber Kontakt mit Betroffenen von Angststörungen hatte, bin ich mir schon gar nicht mehr so sicher, ob mir eine Psychotherapie hilft. In den Erzählungen finde ich mich GAR nicht.


    Nächste Woche steht auf dem Plan:


    Augenarzt (wegen dem erhöhten Augeninnendruck)


    Endokrinologe (Kontrolltermin zur Blutentnahme)


    Der Tag heute zeigt mir wenigstens, dass es doch noch eingermaßen erträgliche Tage gibt.


    Und diesmal habe ich NOCH nicht mal Kopfschmerzen nach der Lumbalpunktion - aber kann noch innerhalb 1-2 Tagen auftreten. Letztes Mal war ich aber zu dieser Zeit schon knocked out.

    Hi, ich lese wieder eifrig mit nachdem ich 1 Woche im Urlaub war. In dieser Woche gings mir an sich richtig gut!


    Ich erkenne mich in den Erzählungen von dir und von gomez80 exakt wieder. Bei mir wurde das ja auch von Anfang an auf die Psyche geschoben wie du meinem Faden entnehmen kannst..nur dran glauben tut man nicht so recht da es ja Episoden gibt, wo alles fast zu 99% wieder normal funktioniert.


    Ich hab das mit den Urlauben auch immer wie du. Am Strand / Pool hällt man das alles viel besser aus. In der Stadt oder bei gezwungenen Veranstaltungen geht es eher schlecht. Genau so im Büro auf der Arbeit.... Am Flughafen (beim Anstehen...) und Warten fühl ich mit dir...


    Ansonsten ja, auch ich such lieber die Action und gehe gerne etwas Feiern. Und ja, auch ich merke dass es durch den kleinen Schwips oft besser geht... schlimm oder ?


    Hier muss man sehr gut aufpassen dass man nicht in den Alkoholismus abrutscht !! (es sei nur mal erwähnt!)


    Ich bin auch ewig verspannt im rechten Nackenbereich und ich denke dies vördert die Beschwerden ungemein. Wieso dann etwas Kopfweh / Kopfdruck dazukommt versteh ich auch nicht, aber es ist halt vorhanden. Auch die Benommenheit, die Sehbeschwerden, der Schwindel, etc. alles aber immer unterschiedlich!


    Ich glaub ich mach wieder etwas mehr Physiotherapie aber richtig gut wirds nie - nur kurzzeitig besser.


    Suche und finde halt auch nichts. Durch Ablenkung (zB Sport) ist es aber oftmals besser!

    Hallo an die Betroffenen, habt ihr schon "Vertigoheel" (homöopathisches Komplexmittel) ausprobiert? Hat mir geholfen. Hilft machen sogar bei Tinnitus.

    @ angstgegner

    ich finde (für mich) aber das Detail wichtig, dass es halt überhaupt nicht davon abhängig ist ob ich viel Stress habe, gerade viel arbeite oder viel frei hab. Im Prinzip ist es egal was ich gerade mache, glaube mittlerweile das es eher stark haltungsabhängig ist bei mir. Also wie hänge ich zum Beispiel auf dem Stuhl auf dem ich gerade sitze o.ä. Wenn ich mich da mal einen halben Tag gehen lasse hab ich die nächsten Tage noch was davon -> Kopfschmerzen, Benommen, Verspannt usw. Stichwort: "forward head posture".


    Aber ich kann unterschreiben, dass solche Symptome wie Benommenheitsschwindel einfach leichter zu ertragen sind, wenn man keine Termine oder so hat bei denen man "stark" sein muss, egal welcher Natur die Termine sind.


    Und das es bei Alkoholkonsum besser wird glaube ich für mich auch nicht (mehr). Das war anfangs so, als es noch nicht so ausgeprägt war. Denke das da einfach die gedämpfte Wahrnehmung eine Rolle gespielt hat. Mittlerweile kommt es mir eher so vor als hätte ich gerade nach dem Alkoholkonsum oft noch mehr Probleme, wenn ich zb den Abend in einer Kneipe rumhing (ja wieder die Haltung).


    Zuletzt waren wir aber Wandern und haben dabei Bier getrunken (1. Mai), am Tag danach ging es mir blendend! Ich vermute mal die Kombination von Alkohol (Muskelentspannend) und Bewegung (also nicht rumhängen) war wirklich mal gut für meinen Körper, so bescheuert das klingt.


    Zu den Verspannungen: Das Kopfweh kann direkt mit den Verspannungen im Nacken/Schulterbereich zusammenhängen. Wenn zb der Trapezius fest ist zieht das hoch und verursacht Kopfschmerzen. Ich kann manchmal meine schlimmsten Kopfschmerzen selbst auslösen, wenn ich bestimmte Triggerpunkte am Hals/Nacken finde und drücke.

    @ lucky fin

    Vertigoheel habe ich auch schon probiert. Soll ja bei altersbedingtem Schwindel tatsächlich helfen, mir hat es nicht geholfen. Eine gute Portion Placebo gehört wohl auch dazu und das hat bei mir bzgl. homöopathischer Mittel leider noch nie einen Effekt gehabt.

    Nachdem jeder Therapieansatz fehlt, habe ich jetzt nochmal mit Topiramat begonnen. Ich gebe ihm noch eine Chance, nicht nur Nebenwirkungen zu haben.


    Gleichzeitig geht es nächste Woche mit Psychotherapie und Physiotherapie los - ambulant. Totaler Glücksgriff, dass ich da so schnell Termine bekommen habe.


    Ich stand gestern vor der Arbeit und war einfach nicht arbeitsfähig.. völlig benommen, schwindelig. Ich bleibe dran. So oder so. Und wenn ich eine stationäre Psychotherapie mache. Bisher konnte ich mich durch den Arbeitsalltag mogeln, wenn es mir nicht gut ging.

    Zitat

    ich finde (für mich) aber das Detail wichtig, dass es halt überhaupt nicht davon abhängig ist ob ich viel Stress habe, gerade viel arbeite oder viel frei hab. Im Prinzip ist es egal was ich gerade mache, glaube mittlerweile das es eher stark haltungsabhängig ist bei mir. Also wie hänge ich zum Beispiel auf dem Stuhl auf dem ich gerade sitze o.ä. Wenn ich mich da mal einen halben Tag gehen lasse hab ich die nächsten Tage noch was davon -> Kopfschmerzen, Benommen, Verspannt usw. Stichwort: "forward head posture".

    genau DAMIT kann ich mich auch anfreunden. Ich sehe das mittlerweile auch so. Womöglich auch wie man nachts schläft und den kopf vielleicht verrenkt und dann ist man in der früh total benommen.... kann sehr gut diese "Schildkrötenhaltung" sein.


    Trotzdem komisch dass man dann so neben sich steht und benommen ist und desorientiert wirkt, keine richtige Wortwahl treffen kann, etc etc (womöglich ist das dann eine Angststörung die sich zusätzlich aufbaut wenn man wieder mal nicht fit im Kopf ist und man Sorge trägt es wäre etwas schlimmes)

    Update


    - bin ich schlauer - nein


    - geht es mir besser - nein


    Psychotherapie läuft. Schwindel sei in der Psychosomatik ein Zeichen von Erschöpfung.


    Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Ich vertraue mal den Fachkräften.


    Ich gehe auf Arbeit. Bin verspannt bis an den Haarscheitel. Hab bisschen Physio (eigene Tasche) gemacht und mir Restbestände von Muskelrelaxantien eingeschmissen. Schien gut zu helfen. Heute zweifel ich daran wieder.


    Ich versuch es mit viel Bewegung, Topiramat, ausreichend Schlaf und jetzt auch Antidepressivum. Heureka. Hilft nicht gegen den Schwindel - aber ich soll dabei wenigstens lustig sein.. oder so ähnlich


    :)-


    Könnte in Klinik.. aber neeeeee :(v warten wir mal noch bisschen.

    Also da ich selbst nun auch seit 1,5Jahren mit diesem Mist rumlaufe, kann ich ja mal etwas berichten:


    Ich war wirklich bei jeder Arztrichtung, die es auf dieser Welt gibt und habe sogut wie nie überhaupt eine nennenswerte Diagnose bekommen..


    Das tatsächlich einzige, was sich bei mir in irgendeiner Weise als "körperlicher" Grund finden ließ, war eine Kiefergelenkarthrose, die massive muskuläre Dysbalancen entlang der ganzen Wirbelsäule verursacht hat. Auch sorgte eine Schiene zwischenzeitlich für deutliche Symptomverschlimmerung. Nun bin ich jedoch auch seit 1,5Monaten mit einer anderen Schiene und Physiotherapie in Behandlung ohne nennenswerte Verbesserungen oder Verschlechterungen...


    Ich kann eigentlich nur sagen, dass es mittlerweile eigentlich nicht mehr sonderlich schlimm ist. Ich studiere völlig normal und habe gelernt damit umzugehen.. Man ist zwar insgesamt nicht ganz so belastbar aber alles in allem sollte man nicht zuviel Zeit mit Selbstmitleid verschwenden, sondern es so hinnehmen wie es nun mal ist. Das schließt natürlich eine weitere, moderate Ursachenforschung nicht aus!


    Ich selbst finde CSD (chronic subjektive dizziness) dahingehend sehr interessant. Es ist eine (im englischen Bereich) weiterentwickelte Form des psychischen Schwindels. Dabei geht man von einem für das Gleichgewicht problematischen Ereignis aus (Innenohrentzündung etc.), dass zu Benommenheitsschwindel geführt hat. Nach diesem Ereignis, gelingt es dem Körper jedoch nicht sich wieder zurückanzupassen. Wenn es euch interessiert googled es einfach mal, wobei es leider kaum Berichte auf Deutsch gibt, aber da die Unterscheidung im Englischen zwischen Schwindel und Benommenheit (vertigo und dizziness) sowieso viel klarer ist, muss das kein Nachteil sein!


    Viele Grüße und weiterhin gute Besserung :)^

    Bin doch ein Psycho.


    2. Tag Tavor


    1. Tag Zoloft


    Ich habe 0,0 Benommenheit mehr. Komme grad vom Joggen.


    Da hat die Psychotherapie wohl noch einiges mit mir vor.


    Im ganzen Leben hätte das nicht für möglich gehalten.


    Ciao

    1 Woche Tavor in niedriger Dosierung vorbei. Die besten Woche seit Monaten! Gleichzeitig mit Zoloft begonnen.


    Da ich doch ziemlichen Schiss vor einer Benzo-Abhängigkeit habe, hatte ich mir vorgenommen, am Wochenende keines einzunehmen. Soll heißen, ich hatte gestern früh um 10 Uhr meine letzte Einnahme. Und der Schwindel bahnt sich seit heute Vormittag wieder an.


    Vielleicht sollte ich das mit der Pause nach den paar Tagen nochmal überdenken. Aber der Respekt vor eine Abhängigkeit ist da schon da. Grade, weil die Woche super war. Auf der Arbeit hat alles funktioniert, ich habe Sport gemacht, ich war abends unterwegs. Mein altes Leben... Ich kann nur hoffen, dass das Zoloft bald ebenso eine Wirkung hat.

    Hallo mipawege,


    habe Deine Beiträge schon einige Zeit verfolgt und wollte Dich zur erzielten Verbesserung herzlich beglückwünschen!! Wenn das so bleibt, bist Du wahrscheinlich im ganzen Internet eine der wenigen Erfolgsstorys.


    Bin selber seit bald 9 Jahren betroffen / benommen, mit viel auf-und-ab... wie bei Dir: Leitsymptom Benommenheitschwindel, alle möglichen Untersuchungen ohne greifbares Ergebnis, außer Verspannungen und Blockaden der HWS. Besserung im Liegen und unter leichtem Alkoholeinfluss ;-)


    Hatte mich nach anfänglichem Ärztemarathon die letzten Jahre ganz gut damit abgefunden, aber irgendwie kann es das doch auch nicht gewesen sein, so dass ich gerade wieder nach Lösungsansätzen suche.


    -> Lorazepam + Sertralin? Kannst Du evtl noch was zur Dosierung schreiben? Sieht ja aus, als ob eher das Lorazepam wirkt, da


    SSRIs wie Sertralin in der Regel mindestens eine Woche brauchen, bis der Serumspiegel hoch genug ist und es Dir nach dem Absetzen von Lorazepam wieder etwas schlechter geht.


    Was Deine "Psycho-Angst" betrifft: es könnte durchaus sein, dass auch die relaxierende Wirkung von Tavor zur Besserung beigetragen hat... bei mir war das Muskelrelaxans Katadolon-S nach abendlicher Einnahme am Folgetag gut gegen Benommenheit, habe ich aber wegen hoher Lebertoxizität abgesetzt. Wie auch immer: es freut mich sehr, Deine (hoffentlich nicht nur vorläufige) Erfolgsstory zu lesen!!!


    Alles Gute und halt uns auf dem Laufenden!


    Krusty & die Duseligen