Doku - Vitamin B 12 Einnahme - Start: 170 pg/ml

    [Urspr. Titel: "B 12 Tropfen bedenkenlos einfrieren?"]


    Hallo allerseits! *:)


    Meine Frage steht oben. ;-)


    Ich habe eine 50 ml große Flasche mit B 12 Tropfen bestellt. Nach Anbruch ist sie nur noch 6 Wochen haltbar.


    Zur Auffüllung meines B 12 Speichers benötige ich rechnerisch etwa 35 - 40 ml von den Tropfen. Den Rest möchte ich einfrieren, damit ich ihn nach einer neuen Blutuntersuchung weiter nehmen kann, falls nötig.


    Nimmt das B 12 Schaden, wenn ich es einfriere? Wie lange ist es nach dem Auftauen haltbar?




    Kurzer Hintergrund, falls es wen interessiert:


    Mein B 12 Wert wurde vor ca. 1 Jahr durch eine Blutuntersuchung getestet mit einem Ergebnis von ca. 150 (Normalbereich 200 - 2.000). Darauf hin sollte ich einen Vitamin B Komplex nehmen (musste ich selbst bezahlen, war aber nicht teuer). Habe ich getan und bin nach einem guten halben Jahr nochmal zur Kontrolle gegangen (Aufschieberitis |-o ). Wert: ca. 170. :-o :-/ Enttäuschung. :|N Die Arzthelferin richtete mir von der Ärztin aus, dass ich mich B 12 reich ernähren soll. Das war's. ???


    Ich las dann etwas im Internet und erkannte, dass die Dosierung in dem Vitamin B Komplex viel zu niedrig ist und suchte nach einem geeigneten Produkt. Ich fand B 12 Tropfen, mit der ich die gewünschte Dosis nach meiner ergoogelten Therapieform leicht steuern und anpassen kann.


    Nun ist es so, dass ich zwar theoretisch errechnen kann, in welchem Zeitraum ich den Speicher voraussichtlich aufgefüllt habe, ich es aber natürlich nicht genau weiß und ich auch nicht "zu viel des Guten" machen will. Ich mag nach dem rechnerischen Erreichen eines guten B 12 Wertes eine neue Blutuntersuchung machen lassen, bevor ich mit der Einnahme fortfahre. Dann wären die 6 Wochen, die das Produkt nur haltbar ist, aber schon lange rum. ":/

    Danke für eure Beiträge! *:)

  • 39 Antworten

    Ach ja, hier die Zusammensetzung von dem Produkt:


    Methylcobalamin


    Wasser


    Kaliumsorbat (Konservierungsstoff)


    Sorbinsäure (Konservierungsstoff)


    Keine weiteren Zusätze.

    Laut Sicherheitsdatenblatt für das Cyanocobalamin ist die empfohlene Aufbewahrung für B12 zwischen 2-8 Grad als Reinsubstanz, in Lösung 15-25 Grad.


    Im Zweifelsfall mal den Hersteller anrufen, aber ich denke nicht, dass man das überhaupt einfrieren darf.

    Ich würde dir raten, erst einmal abklären zu lassen, woher der Mangel kommt. Könnte durchaus sein, dass eine Aufnahmestörung im Magen-Darm-Trakt besteht, dann bringt eine orale Aufnahme von Vitamin B12 so gut wie nix. Es sei denn, es ist ein Präparat, was über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.


    In der Regel gibt es aber bei einem B12 Mangel Spritzen. Zudem muss dann, gerade am Anfang, regelmäßig das Vitamin B12 im Blut kontrolliert werden. Wenn der Speicher irgendwann aufgefüllt ist, wird dann vom Arzt eine Erhaltungsdosis empfohlen. Bei mir ist das zum Beispiel eine Spritze mit 1000µg im Monat. Bei meinem Vater und bei meinem Schwiegervater, die ebenfalls unter einem B12 Mangel leiden, verhält es sich ähnlich. Die Kosten werden auch von der KK getragen.


    Ich würde dir raten einen Arzt zu suchen, der mehr Ahnung von der Materie hat und dich entsprechend behandelt. Dass deine Ärztin dich damit abspeist, dass du dich einfach nur B12 reicher ernähren sollst zeigt nur, dass sie anscheinend nicht weiß, dass ein ernährungsbedingter B12 Mangel sehr selten ist und eigentlich nur bei Veganern auftreten kann. Die Ursachen sind nämlich meist andere.


    Aber um auf deine Ursprungsfrage zurückzukommen: Friere es nicht ein. Verbrauche es lieber. Überdosieren kann man Vitamin B12 eh nicht, da es wasserlöslich ist und ein zu viel vom Körper einfach ausgeschieden wird.

    Danke für eure Antworten! @:)

    @ _Parvati_

    Ich gehe davon aus, dass der enorme Stress der letzten Jahre meine B 12 Reserven langsam aber sicher aufgefressen hat - bei Stress hat man ja einen höheren Bedarf, das wusste ich aber nicht und habe nichts für meinen B 12 Haushalt getan. Die Stress-Ursache ist glücklicherweise seit Kurzem beseitigt. :)^


    Ich gehe nicht davon aus, dass bei mir eine Aufnahmestörung vorliegt, weil der relativ gering dosierte Vitamin B Komplex zumindest geringe Erfolge gebracht hat. Nur würde ich Jahre brauchen, wenn ich in dem Tempo weiter mache.


    Ich plane tatsächlich im Übrigen trotzdem die direkte Aufnahme über die Mundschleimhaut, weil ich meinen Magen-Darm-Trakt entlasten will. ;-)


    Die B 12 Spritzen sind mir bekannt und auch, dass das die KK übernimmt, aber das wollen die Ärzte hier auf dem Land leider nicht machen. :-/ Hatte auch in Bezug auf Eisenmangel bei mehreren Ärzten nach Spritzen gefragt, weil ein Ferritin-Wert von ca. 10 ja auch alles andere, als berauschend ist. Keiner wollte mir eine Infusion legen. :-/ Ich hab's aufgegeben und probiere es halt weiterhin über die oralen Medikamente ... keine Lust auf einen Ärzte-Marathon. {:(


    Ich werde mich jetzt aber intensiver mit meiner Gesundheit und der Auffüllung meiner Speicher beschäftigen - früher ist das immer nur so nebenbei gelaufen und da war ich nicht immer so konsequent. :=o


    Wieso muss anfangs das B 12 im Blut kontrolliert werden?

    Definitiv nicht einfrieren! Kommt zu chemische Veränderungen.


    Einfach im Kühlschrank stellen. Um ein paar Wochen abgelaufen, macht nichts.

    Sorry, aber ich wundere mich gerade schon etwas über diese Frage. Auf den Beipackzettel steht doch überall das MHD und ebenso die Aufbewahrungstemperaturen des Medikaments drauf.


    In den allermeisten Fällen, dürfte das einfrieren negative Auswirkungen haben und die Medizin oder ähnliches , ihre chemische Zusammensetzung verändern, beinflussen.

    Zitat

    Frier mal nen Impfstoff ein, oder Insulin... danach is nix mehr mit Impfschutz oder Zuckersenkung...

    Erstens ist das kein Argument und zweitens ist es auch nicht richtig. Es ist kein Argument, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Impfstoffe und Insulin sind große Biomoleküle, die verschiedene Strukturen aufweisen, welche für ihre Aktivität wichtig sind. Cobalamin ist chemisch gesehen etwas völlig anderes. Wir reden hier von Proteinen bzw. RNA/DNA Strukturen gegenüber einer Komplexverbindung. Proteine können ihre Stuktur verlieren, vorallem wenn sie wieder aufgetaut werden, aber Cobalamin nicht; sondern es ist eher gegenteilig, je niedriger die Temperatur, desto besser die Stabilität.


    Und was das einfrieren angeht, stimmt es auch nicht, zumindest nicht für das Insulin:http://www.sciencedirect.com/s…cle/pii/S0378517378800027


    Heißt das jetzt, dass man seine Medikamente einfrieren soll? Nein, man soll sich, wie Murkas gesagt hat, an die Vorgaben der Hersteller halten. Liegt zum einen an physikochemischen Eigenschaften, die sich tatsächlich ändern können (z.B. Viskosität) oder es kann etwas später ausfallen und nicht mehr in Lösung gehen, was schlecht bei Injektionen wäre und zum anderen weil die Hersteller Angaben zur Haltbarkeit und Aufbewahrung des Medikamentes machen müssen und nur in einem bestimmten Bereich testen und dafür auch nur eine Zulassung erhalten.


    Zur allgemeinen Problematik: Einfrieren ist Unsinn, weil Vitamin B12 ein wasserlösliches Vitamin ist. Für wasserlösliche Medikamente gilt, dass eine Überdosierung (Hypervitaminose) kaum eine Rolle spielt. Ich würde daher das gesamte Vitamin B12 verbrauchen, zumal der Vitamin B12 Speicher definitiv nicht gefüllt ist. Einen Vitamin B12 Mangel kann man nicht in 6 Wochen durch die orale Aufnahme von B12 korrigieren.

    Danke für eure Antworten! @:)

    @ Murkas

    Bei meinen B 12 Tropfen war kein Beipackzettel dabei. Auf der Flasche steht nur, dass es kühl und dunkel gelagert werden soll.


    Nur, was heißt kühl? Also Kühlschranktemperatur von ca. 5 °C?

    @ blade19

    Zitat

    Einen Vitamin B12 Mangel kann man nicht in 6 Wochen durch die orale Aufnahme von B12 korrigieren.

    Nach meiner Berechnung kann man den Speicher in 6 Wochen schon auffüllen:


    Laut Internet können alle paar Stunden etwa 1-2 ug über den Intrinsic Factor (IF) aufgenommen werden und bei höheren Dosen etwa 1-2 % über passive Diffusion (PD).


    Empfohlene Therapieform bei starkem Mangel lt. Internet: 5.000 ug täglich für 4 Wochen.



    Rechenbeispiel

    1 % von 5.000 ug = 50 ug tägliche Aufnahme über die PD.


    50 ug x 28 Tage = 1.400 ug in 4 Wochen über die PD.


    Meine Flasche reicht bei einer täglichen Dosis von 5.000 ug für etwa 40 Tage (also fast 6 Wochen).


    50 ug x 40 Tage = 2.000 ug (empfohlener Maximalspeicher)




    Dazu kommt die Aufnahme über den IF, die sich mit dem täglichen Bedarf ausgleichen dürfte (oder einen minimalen Überschuss verursacht, das lasse ich jetzt aber mal außenvor, weil es nicht viel ausmacht).


    Wenn wir von meinem letzten B 12 Wert (ca. 170) ausgehen, dann wäre ich nach dem Aufbrauchen meiner Flasche theoretisch bei 2.170, was über dem empfohlenen Maximalwert von 2.000 liegen würde.


    Oder habe ich einen Fehler in meiner Denke? ???

    Mir fehlt in deiner Rechnung die Einbeziehung des körperlichen Verbrauchs.


    Außerdem würde ich die Tropfen im Kühlschrank lagern (Mache ich mit meinen Vitamin D3 Tropfen auch).


    Verringere die Dosis doch nach den 28 Tagen und brauche die Tropfen innerhalb von 3 Monaten oder so auf.


    Das alleinige Auffüllen reicht für einen dauerhaften Zustand ja nicht aus...man muss den Spiegel auch halten...

    Hallo Xirain, *:)


    den körperlichen Verbrauch habe ich mit dem IF als ausgeglichen angesehen (1. Satz unter der Berechnung). ;-) Mit dem IF nimmt man ca. 1,5 ug auf. Ich nehme die Tropfen in mindestens 3 Portionen, also erreiche ich damit ca. 4,5 ug. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 3 ug, glaube ich.


    OK, dann lagere ich die Tropfen im Kühlschrank. Habe sie wegen der Lichtempfindlichkeit außerdem in eine Schachtel getan. ;-)


    Habe heute übrigens endlich angefangen mit den Tropfen. :-) Die ersten 2.000 ug habe ich nun intus, nachher folgen noch 2 Portionen. 8-) Bin gespannt, wie ich mich in 4 Wochen fühlen werde. :)D 2 Tropfen sind übrigens schon daneben gelandet. |-o Ich hoffe, dass mir das nicht jedes Mal passiert, sonst stellt sich die Frage mit der Haltbarkeit nicht mehr. ]:D

    Neue Frage:

    Überall lese ich, dass man die Tropfen für eine optimale Aufnahme möglichst lange im Mund behalten soll. Was heißt eigentlich "möglichst lange"? Sind da 3-4 Minuten ausreichend oder sollte es doch eher eine halbe Stunde sein? ???

    Zitat

    Habe sie wegen der Lichtempfindlichkeit außerdem in eine Schachtel getan.

    Das dürfte bei Lagerung im Kühlschrank nicht nötig sein. Ich hatte diese Methylcobalamin-Tropfen auch schon, nur in kleineren Packungen (10 oder 20 ml). Flasche war aus dunkelblauem Glas, dessen Oberfläche größtenteils von einem umlaufenden Etikett bedeckt war: das alleine bringt schon viel Lichtschutz. Vor allem aber ist der Kühlschrank normalerweise ein stockfinsterer Ort, das Lämpchen sollte ja nur bei geöffneter Tür leuchten.... ]:D


    Die Haltbarkeit "nach Anbruch" bezieht sich vermutlich auf die Vermehrung von Keimen in der Lösung, die durch den Konservierungsstoff zwar gebremst, aber nicht völlig unterbunden wird. Es dürfte in diesem Zusammenhang sinnvoll sein, auf hygienische Entnahme zu achten, d.h. die Pipette sollte möglichst nicht mit der Haut oder der Mundschleimhaut in Berührung kommen. - Ich habe die Lösung immer in ein kleines Glas mit etwas Wasser (ca. 10 ml) getropft und das dann eingenommen. (Um genau zu sein, war es kein Glas, sondern die Plastik-Dosierkappe einer Mundspülung. Ein Schnapsglas oder ähnliches geht natürlich auch.)

    Ach ja, auf dieser Seite wird die Einnahme auf nüchternen Magen empfohlen. Du könntest also z.B. einen Teil der Dosis morgens gleich nach dem Aufstehen nehmen, wenn die Möglichkeit besteht, bis zum Frühstück einige Zeit zu warten.

    Der Link tut bei mir nicht, wie er soll.... Ggfs. nach dem Anklicken oben auf "Forumswissen" klicken und dann zu "Vitamin B12" vorarbeiten.