Hallo Leute,

    nach gut einem halben Jahr habe ich endlich mal eine gute Nachricht über meinen Schwindel....nämlich dass er seit gut einer Woche sehr viel besser geworden ist.


    Bin nun schon seit 3 Tagen völlig schwindelfrei und hoffe, dass es nun so weiter geht.


    Habe gestern auch wieder mit Sport angefangen und außer meiner üblen Kondition :-) klappt alles ganz gut.


    Denke mal, dass ich so langsam wieder mein Leben leben kann....werde natürlich noch etwas aufpassen aber bin eigentlich ganz zuversichtlich.


    Also dann Leute, nicht aufgeben und weiter machen.


    Ihr schafft das alle bestimmt auch.


    Gruß

    Auch seit längerem "Schwindler"!

    Ich hage seit etwa 3 Jahren mit Schwindel zu tun, meist Drehschwindel. Wurde bei mir mit Depressionen in Zusammenhang gebracht, womit ich mich schon abgefunden hatte. Dann im letzten Jahr 3 Anfälle wie bei Morbus Meniere, nach etlichen Untersuchungen aber nichts eindeutiges, nur wieterhin Verdacht auf Meniere. Drehschwindel und Gangstörungen aber weiterhin. Neueste Entwicklung: Nachweis von Borreliose-Antigenen im Blut, jetzt noch eine Lumbalpunktion wegen Verdacht auf Neuroborreliose. Glaub ich aber auch nicht dran.


    Denke letztlich kommt doch alles von der Psyche und damit muss ich wohl leben. Ich stehe in ewigem Kampf gegen die Depressionen, mal gewinne ich, mal das "Ungeheuer" Depression.


    Habe mir jetzt vorgenommen einfach wieder "gesund" zu sein. Hatte in letzter Zeit auch körperlich einige gesundheitl. Probleme. Jetzt reichts mir!!!


    Viele Grüße an alle "Mitgepeinigten"!


    Mahalia

    verunsicherung

    Liebe Schwindel-Erfahrene, gerade stöbere ich mal wieder durch dies Forum und lese, was ihr so über Medikamente gegen Angst geschrieben habt. Gestern war das sowohl bei meiner Neurologin als auch bei meiner Verhaltenstherapeutin das 1. x Thema. Ich durchlebe gerade eine absolute Spitzen-Phase mit dem Schwindel, Übelkeit, Empfindungsstörungen etc. Vor ein paar Tagen schrieb ich noch, dass ich nach drei Wochen krankschreiben (davor fünf Wochen mit Schwindel gearbeitet) nun wieder arbeite, eine Woche ging es, dann gestern nicht mehr. Viel zu schnell wollte ich wieder "Leistung" bringen und meine Ängste bezüglich dieser ganzen Symptome in den Griff kriegen. (Wenn Arbeit geht, kann es ja nicht so schlimm sein...) Um mich zu entlasten, stehen nun also Medikamente zur Diskussion. Die Neurologin hat eins im Kopf, Name kenne ich noch nicht. Ich merke, dass mich dabei eine Sache sehr verunsichert: Im Krankenhaus, in dem ich 1x in der Ambulanz war, sagten sie, solche Medikamente sollten vom Psychiater verschrieben werden. Meine Neurologin ist aber "nur" Neurologin. Ich vertraue ihr menschlich sehr, bin aber trotzdem verunsichert. Was meint ihr?? Mache ich mir da viel zu sehr Panikgedanken, ich würde einen Fehler machen??


    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, danke tausendmal, andrea

    Re: Verunsicherung

    ...also darüber würde ich mir jetzt gar keine Gedanken machen.


    Auch ein Hausarzt kann ADs verschreiben.


    Schlechte oder ignorante Ärzte gibt es leider auf jedem Gebiet.


    Das Vertrauen ist 100 mal wichtiger als die "Bezeichnung".

    Hallo Lupo!

    Hallo Ralph,


    du stöberst also auch noch ab und zu hier rum.


    Ich wollte einfach mal nachfragen, wie's dir geht.


    Wie weit bist du mit dem Paroxetin-Ausschleichen?


    Mir geht's recht gut. Bin mittlerweile auf 1/4 Tablette (also 5mg) pro Tag und den Schwindel spüre ich fast nur noch, wenn ich extrem müde oder gestresst bin.


    Im September / Oktober gab's viele Wochen, in denen der Schwindel komplett weg war. Das zu wissen, hilft soo viel.


    Ich bin wirklich guter Hoffnung, dass der Alptraum des letzten Herbstes langsam ein Ende nimmt.


    Meld' dich doch mal,


    herzliche Grüße und alles Gute


    Lucylein

    Jaja, ich denke das meiste kommt von der Psyche.


    Ich schliesse mich gerne an, allerdings scheine ich nicht so starke Schwindelanfälle wie die meisten zu haben. Bei mir ist das meist mit Kopfweh verbunden. Wenn ich das hab, so wie jetzt, dann denke ich auch immer, es sei was ernstes, allerdings hab ich deratige Schwindel/Kopfwehanfälle eigentlich schon immer (ich bin 37).


    Ich bin manchmal der Meinung, meine Psyche will sich richtig davon gewissern, dass ich nix hab, nachdem man dieses Jahr ausser meinem Kopf untersucht hat. Da ich aber beim Neuorlogen war, gehe ich davon aus, dass der was ernstes festgestellt hätte, auch wenn ich ihm meine Schwindelprobleme geschildert hätte, was ich aber VERGESSEN habe, da ich genug mit undefinierten Brustschmerzen zu tun hatte.


    Man hat mir ja auch schon AD und Psychotherapie angeboten, aber vielleicht geht das ja auch noch weg.

    @Lucylein

    Hallo Lucylein,


    freut mich, daß es weiter voran geht bei Dir.


    Bin jetzt be 10 mg, immer schön langsam, im Frühjahr will ich "clean" sein.


    Ja, ab und zu schau ich hier rein und wenn ich das Gefühl habe, jemandem helfen zu können, schreib ich auch mal. Nur manchmal muß man trotzdem immer noch aufpassen, daß man nicht wieder auf "neue Ideen" kommt.


    Alles Gute !


    Lupo

    Hallo Alle, mir geht es schon besser

    Habe in diesem Forum vor einiger Zeit schonmal gestöbert wegen meiner Symptome: Drehschwindel, Empfindungsstörungen (Kribbeln, Taubheit), Funkensehen, Gesichtsfeldausfälle, Doppelbilder (zum Glück immer nur kurz, Sekunden bis höchstens drei Minuten).


    Mir geht es jetzt besser mit Hilfe der Feldenkrais-Methode. Man lernt, seinen Körper besser einzusetzen und findet nach und nach seine Balance wieder. Meine Symptome haben jetzt quasi einen Knopf zum Ausschalten und ich hoffe, daß ich sie ganz loswerde.


    Feldenkrais-Kurse gibt´s auch in den Volkshochschulen für kleines Geld - Ausprobieren hilft vielleicht dem ein oder anderen. Für mehr Infos einfach mal Feldenkrais in Google eingeben oder mir ein Mail schreiben.


    Viele Grüße und alles Gute


    Dani

    Hallo ihr alle!


    Bin zum ersten mal hier und sehr froh das ich diese Seite geunden habe. Mir ist seit einem halben Jahr fast täglich schwindelig und die Ärtze sagen immer nur ich hätte niedrigen Blutdruck und soll mehr Sport treiben, dann würde das von ganz alleine weg gehen. Habe den Rat vom Arzt befolgt, aber mein schwindel ist kein bisschen besser geworden. Bin früher immer sehr gerne weg gegangen, aber seit das mit dem Schwindel angefangen hat traue ich mich fast gar nicht mehr vor die Tür. Hab ständig so ein Druck auf dem Ohr und komme mir total Orientierungslos vor. Habt ihr vielleicht tips was man dagegen machen kann, oder gibt es Tabletten die dagegen helfen. Würde mich sehr freuen wenn ihr mir weiter helfen könntet. Bin nämlich schon total verzeifelt!!!!

    ich bin ja nicht allein!

    Erstaunlich, wie viele Menschen unter ähnlichen Symptomen leiden. Bei mir wurde immerhin (beim 2ten Anlauf mit neuem Ärzteaufgebot) eine chronische Sinusitis mit allem drum und dran festgestellt - eine Fensterung und Nasen-OP hat die Sache aber eigentlich nur verschlimmert, welche mich vorher nicht gestört hat. Die Ursache zu finden ist wohl wichtiger. Der Druck um ein Auge, der sich über die gesamte Gesichtshälfte zieht, stört viel mehr und noch schlimmer sind diese undefinierbaren Schwindelzustände. Aber ich merke auch, dass ich nicht richtig ernst genommen werde, weder auf der Arbeit, noch von diversen Fachärzten, zu denen ich jeweils eine Überweisung erhalten hatte. Wenn einem nicht ein 20 cm breiter Fleischlappen irgendwo herunterhängt oder man aus Eimern blutet, kann es einem ja nicht schlecht gehen. Mein Hausarzt versucht es nun vorübergehend mit Akupunktur und Lasertherapie, auch hab ich mich in die Hände eines Pysiotherapeuten und Osteopathen begeben. Wenn man nur mal dran bleiben und einen Termin nach dem nächsten machen könnte! Aber ohne Verständnis in der Firma und im Freundeskreis ist das alles verflucht schwierig zu organisieren, denn man funktioniert ja schliesslich augenscheinlich!

    Hallo nochmal an euch!!!


    Schreib jetzt schon zum zweiten mal, da ich beim ersten mal leider keine antwort erhalten habe. Habe genau die selben Symtome wie die meisten hier (Druck auf dem Ohr, Dauer Schwindel, Angstzustände, Panik, Herzrasen usw...) Könntet ihr mir vielleicht sagen was ihr dagegen macht. Hab das jetzt ein gutes halbes Jahr und bin fast am ende meiner kräfte. Das schlimmste ist echt das einen keiner ernst nimmt und die meisten meinen das ich mir das alles nur einbilden würde, da die Ärzte ja nichts gefunden haben.


    Bitte helft mir!!!!!!!!!


    Verzweifelte Grüße


    Sunny82

    @ sternchen und alle anderen "Schwindler"

    Hallo Sternchen,


    ja, was hat mir geholfen?? Das sind eine Menge Dinge... Doch zunächst einmal möchte ich dir beschreiben, wie meine "schlimme Phase" aussah:


    Alles fing an mit Schwankschwindel, ich kam mir vor, als liefe ich auf einem Boot. Rein äußerlich war mir nichts anzusehen. Hinzu kamen Kopfschmerzen, Übelkeit.


    Die Angst / Panik, die ich auch verspürte führte ich immer auf die Ursache "Schwindel" zurück. Ich glaubte also, dass ich nur durch den Schwindel mit den Nerven so am Ende war.


    Zig Untersuchungen bei HNO, Augenarzt, Neurologen, Orthopäden, Kernspin, Internist endeten alle mit dem Befund "kein Befund, alles in Ordnung". Der Neurologe probierte einige Schwindelmedikamente an mir aus, die allesamt nichts brachten, der Orthopäde verschrieb Massagen, Krankengymnastik... ohne Erfolg.


    Irgendwann kam mein Neurologe aber auf die Idee, dass es wohl psychisch sein müsste und verschrieb mir "Seroxat". Der Beipackzettel sagte mir, dass dieses Medikament gegen Angstzustände gegeben wird.


    Schließlich hatte ich noch einen Termin in der Schwindelambulanz der Uniklinik München. Ich wurde komplett durchgecheckt - alles okay bei Ihnen, Ihr Schwindel ist psychogen. Nehmen Sie das Seroxat weiterhin, das benötigt einige Zeit, bis es wirkt, irgendwann wird ihr Leben wieder normal sein.


    Das alles zu glauben dauerte bei mir unheimlich lang. Verzweifelt verbrachte ich meine Tage und Nächte im Internet. Ich dachte an Hirntumor, Multiple sklerose, Durchblutungsstörungen... Mein Leben war ein Trümmerhaufen, ich dachte, niemand hilft mir, Selbstmord schien mir manchmal die Lösung zu sein, ich unternahm nichts mehr, ich aß nichts mehr.... es war die Hölle!


    Gleichzeitig fing ich eine Psychotherapie an, einmal pro Woche redete ich mir meine Sorgen von der Seele und lernte mich neu kennen.


    Nach 3-4 Monaten Seroxat und Psychotherapie wurde mein Zustand besser, der Schwindel war zwar noch da, aber nicht mehr so stark und er belastete mich weniger, ich lebte nach außen wieder normaler. Übermütig setzte ich das Seroxat ziemlich schnell ab. Nach ca. 6-8 Wochen fing alles von vorne an: Angst, Panik, Schwindel... Wohlgemerkt, bei mir war der Schwindel immer da, nicht nur in Extremsituationen.


    Dass ich an einer Angststörung litt, wurde mir Ende März 2003 klar. Ich lief vom Einkaufen nach Hause, die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich, der Frühling machte sich Platz und...... ich hatte ANGST vor dem Frühling, vor dem Sommer, davor, dass das Wetter besser wird. So ein absurdes Gefühl hatte ich noch nie. Dieses Angstgefühl war nun losgelöst vom Schwindel erlebbar. Ständig fühlte ich mich wie kurz vor einer Prüfung: Mein Herz klopfte, meine Hände zitterten, mir war schwindlig.


    Ich wollte nicht den Helden spielen und begann wieder mit der Einnahme von Seroxat. Die ersten Tage waren wieder heftig (übliche Nebenwirkung), aber dann besserte sich mein Zustand wieder. Zum ersten Mal nahm ich nicht nur 20, sondern sogar 30 mg. (40 mg sind bei Angststörungen empfohlen). Und siehe da: Der Schwindel war immer öfter weg, in den Pfingstferien sogar komplett.


    Bis September habe ich die Seroxat-Dosis gehalten. Seitdem reduziere ich Stück für Stück. Ich würde Seroxat auch noch länger nehmen, aber im kommenden Jahr wollen wir gerne schwanger werden, da ist Seroxat nicht so geschickt...


    Mittlerweile würde ich mich als schwindelfrei bezeichnen. Nur in Stresssituationen, wenn ich sehr müde oder gereizt bin, zeigt mir der Schwindel manchmal, dass ich auf mich achten muss.


    Jedenfalls ist die Lage momentan so, dass ich damit gerne 100 Jahre alt werden würde.


    Als Tipps für dich:


    - lass dir einen Termin in einer Schwindelambulanz geben, damit du sicher sein kannst, dass nichts Köperliches kaputt ist (ist es zwar sicherlich nicht, aber du musst es auch glauben - wenn erst einmal ein Spezialist dir das gesagt hast, dann kannst du beruhigter sein)


    - beginne eine Psychotherapie, die dir die Zusammenhänge von Psyche und körperlicher Symptomatik klar macht.


    - sprich deinen Neurologen auf "Seroxat" an. Wichtig ist, dass du die unter Umständen ätzenden ersten Tage durchhältst. Die Paniksymptomatik wird nämlich am Anfang etwas durch das Medikament erhöht


    - verbiete dir jegliche Beschäftigung mit dem Thema Schwindel, so gut das eben geht


    - vermeide keine Situationen, in denen du Schwindel besonders befürchtest, sonst lernt dein Körper dies und du kommst in einen gefährlichen Teufelskreis.


    Gerade umgekehrt soll ja der Weg gehen: Dein Körper soll wieder lernen, dass ihm nichts passiert, dass alles gut geht. DAs kannst du nur erreichen, indem du ihm positive Erlebnisse verschaffst.


    Ach ja, zur Erklärung des psychogenen Schwindels: Beim psychogenen Schwindel hat das Gehirn verlernt, dass die Erde konstant bleibt, wenn du dich bewegst. Angststörungen bewirken dieses Verlernen. Hinzu kommt, dass du durch die ständige Überbeschäftigung und Selbstkontrolle und Beobachtung in einen unnormalen Zustand begibst und dein Gehirn völlig verunsicherst. Das ist vergleichbar mit: Wenn man beim Treppensteigen mal bewusst die Stufen nimmt, stolpert man eher, oder: Wenn man seinen Namen 100 mal bewusst vor sich hin sagt, klingt er komisch.


    Also: Du musst wieder hin zum Spontanen, Unbewusste. Das ist enorm schwierig und dauert sicher seine Zeit. Auch ich merke heute noch, dass ich, wenn ich an den Schwindel denke, ihn auch vermehrt spüre. Wenn ich einfach gehe, mit anderen Gedanken beschäftigt, dann merke ich nichts.


    Bei all diesen Effekten hilft dir auf jeden Fall das Seroxat. Du wirst cooler, der Schwindel nimmt weniger Raum in deinem Denken ein, das Leben wird normaler. Und zusätzlich bewirkt das Seroxat den Rückgang der Angststörung und damit des Schwindels.


    Schwierig ist heute noch für mich, dass ich akzeptieren muss, dass ich psychisch krank war (bin?) und mein Leben lang daran arbeiten muss.


    Eine konkrete Ursache findet sich selten. Es ist vielmehr der allgemeine Umgang mit Gefühlen, Stress... Ich hatte zum Beispiel vor dem Beginn des Schwindels eine sehr stressige Zeit hinter mir (neuer Job, neue Stadt, mit dem Partner zusammen gezogen), glaubte aber immer, dass ich das alles ganz cool wegstecke. Pustekuchen! Wenn die Seele zu wenig spürt, dann zeigt einem der Körper, dass was nicht stimmt!


    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Wenn du noch mehr wissen möchtest, dann melde dich noch einmal.


    Viele liebe Grüße


    Lucylein

    @ sternchen

    Hallo Sternchen, ich habe Dauerschwindel seit 10 Wochen, oft auch psychosomatische Empfindungsstörungen in der linken Körperhälfte (nicht taub, nicht kribbelnd, sondern ganz leicht, als würde der Körper einfach "davonfliegen"). Die von Lucylein beschriebene Ärzteodysee habe ich ebenfalls hinter mir - alles ohne Befund. Diagnostiziert sind meine Symptome als "Panikstörung mit Schwindel".


    Mir hilft auf jeden Fall Verhaltenstherapie!! Ein Beispiel: Ganz oft habe ich "einfach" nur Schwindel, mal doll, mal weniger doll, und deswegen mehr oder weniger Angst. Manchmal kriege ich die Panik zu fassen, merke, was dahinter steckt. Z.B. wenn ich zum Kernspin muss und meine, "die vergessen mich in der Röhre"... Diese, meine Gedanken finde ich dann zwar schockierend, kann sie aber immerhin gedanklich als übersteigerte Panik einordnen, sie in der Therapie mit meiner Lebensgeschichte in Zusammenhang bringen und dann auch den Kernspin machen. (Natürlich ohne Befund ;-) So habe ich jetzt schon einige Situationen durchlebt, vor denen ich Panik hatte - und nix von dem, was ich mir ausgemalt habe, ist eingetreten. Im Gegenteil! Daraus soll, so die Verhaltenstherapie, ein"Lerneffekt" entstehen. Bei mir würde ich sagen, das Pflänzchen Lerneffekt ist noch superzart, aber immerhin gesät.


    Was mir auch noch hilft: Mir die Beiträge von Lucylein und Lupo in diesem Forum durchzulesen :-) Echt, das gibt mir Mut!


    Wichtig, wie du ja auch schreibst, ist für mich, dass ich eine Neurologin gefunden habe, die mich erst nimmt. Und eben besagte Verhaltenstherapeutin.


    So, das klingt vielleicht alles leicht und easy. Ich empfinde - ist ja auch noch alles sehr frisch - es aber als harten Kampf. Manchmal, wie gestern, bin ich einfach auch nur knackenmüde, den ganzen Tag, will nix mehr wissen von Therapie und Konfrontation und all dem Zeug, nur noch schlafen und abends Fußball im TV gucken und Knabberzeug essen und mich an meinen Freund ankuscheln. Das hilft mir auch, mich mal durchhängen zu lassen!


    Vielleicht kannst du mit diesen Zeilen ein wenig was anfangen, liebe Grüße, andrea

    RE

    Hallo zusammen,


    also die Geschichte von Lucylein sollte wirklich zur therapeutischen Pflichtlektüre für alle "Schwindler" werden. Und von den Erklärungen könnten sich die meisten Ärzte und Psychologen noch eine Scheibe abschneiden.


    Naja, letztendlich hat halt jeder seine eigene Geschichte und "easy" ist es bestimmt nicht. Ich empfinde es als langen, steinigen Weg - aber in die richtige Richtung !


    Eine Frage an Andrea,


    dieses "Halbseitensymptom", genau wie Du es beschreibst, habe ich auch (auch links). Hat man Dir irgendeine Erklärung / Theorie dafür geliefert ?


    Würde mich interessieren.


    Danke & Ciao


    Lupo

    @ lupo

    Hallo Lupo, meine Neurologin sagt zu dem "leichten" Körpergefühl, dass seien psychosomatische, nicht bedrohliche Empfindungsstörungen. Und meine Therapeutin meint, das sei eine dieser "Körpersensationen", die nicht zu erklären sind, merkwürdig, fremd, aber eben nicht schlimm.


    Mal kann ich das gut annehmen und mal panike ich deswegen rum. Jetzt habe ich mir vorgenommen, zu gucken, ob ich einen Zusammenhang mit meiner "Tagesform" herstellen kann. Gestern war ich z.B. (siehe oben) total müde und überfordert. Heute geht es mir besser und die Körperseite fühlt sich stabiler an. Vielleicht finde ich ja was raus? Was soll ich auch sonst versuchen ;-)


    Stellst du bei dir Zusammenhänge fest? Hilft dir was? Ich lege mir manchmal nachts ein grobes Handtuch als Unterlage ins Bett (auf das glatte Bettlaken), dann hat mein Körper mehr Halt, das tut der linken Seite besonders gut. Tipp von meiner Pysiotherapeutin.


    Hoffe, du kannst damit was anfangen.


    Lieben Gruß, andrea

    @Andrea

    Hallo Andrea,


    "Körpersensationen" der Ausdruck ist nicht schlecht....


    Ja, bei mir ist es genauso. Wenn eine "Sensation" mal wieder überhand nimmt, werd ich schon mal wieder etwas unruhig, aber Angst oder Panik löst es nicht mehr aus, das ist wohl der therapeutische Erfolg nach 1,5 Jahren.


    Ich bin sicher, Zusammenhänge mit der Tagesform gibt es immer. Stress, Müdigkeit, Unausgeglichenheit wirken sich immer auch auf das körperliche Befinden aus und verstärken die Symptome. Ansonsten hat man sich schon bestimmte Verhaltensweisen angewöhnt, die die Stabilität fördern. Also lieber mal auf den festen Boden legen zum Entspannen. Obwohl mein Schwindel eigentlich nicht mehr vorherrscht, bin ich unheimlich sensibel für jegliche Schwankungen geworden, als hätte man einen Sensor für Bodenunebenheiten, wackelnde Stühle usw., wobei es weniger um die Dinge geht, die sowieso schwanken (Auto, Fahrstuhl usw.) sondern um die, wo man es nicht erwartet.


    Mir hilft am besten Sport (Joggen, Radfahren, Fussball) und Entspannung. Ansonsten möglichst wenig Wallungen, besonders jetzt beim Absetzen der Tabletten - Stabilität ist wieder mal gefragt.


    Ich finde, Du bist schon ziemlich weit für 10 Wochen, besonders in Deiner Akzeptanz der psychogenen Komponente, da war ich ein ziemlich harter Knochen. Ich glaube, Du hast das ziemlich seltene Glück, den richtigen Leuten (Ärzte, Psychologen usw.) über den Weg gelaufen zu sein, die Dich auf den richtigen Weg gebracht haben.


    Ciao, bis bald


    Lupo

    anti-phobie medikament

    wißt Ihr, da sowas in arbeit ist? dh es existiert, wird aber z.zt. für tb benutzt und der effekt auf phobien ist noch nicht so lange bekannt, der artikel ist auf englisch, falls ihn einer will

    angsthase

    Wie lief / läuft das bei euch eigentlich mit der Arbeit und dem Schwindel? (Mannomann, für diese Frage sitze ich jetzt schon 15 min am PC, weil viele sagen, ich soll mir darüber keine Gedanken machen. Tu ich aber!! Inzwischen ist es mir schon peinlich, wenn ich davon anfange... Mist verdammt!! Schicke die Frage jetzt einfach mal ab. Und freue mich wie immer über Antworten!)


    Lieben Gruß, andrea

    Re: Dauer-Schwankschwindel

    Hallo Lucylein, Habe mit großem Interesse Deine Beiträge und auch die der anderen Schwindler gelesen. Ich glaube, mir hat das sehr geholfen. Meine Schwindelzeit begann vor 4 Jahren. Der schwere Schwankschwindel dauerte ca. dreiviertel Jahr und ging dann langsam zurück. Vor 1 Jahr hatte ich einen Oberschenkelbruch und mußte lange Zeit an Krücken gehen. Darf nun mein Bei wieder voll belasten, Alles okay, aber jetzt ist der Schwindel wieder da. Er äußert sich so, daß ich zu Hause ganz gut laufen kann. Kaum gehe ich vor die Haustüre, ist es so, als wären meine Beine am Boden festgewachsen. Ich beginne zu schwanken und bin nicht in der Lage auch nur einen einzigen Schritt zu laufen. Habe 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS und nehme jetzt Valoron und Thethexal (vom Neurologen) Hat bisher noch nicht sehr viel gebracht. Kann, wie gesagt - nicht allein das Haus verlassen. Kein Auto fahren und und und. Damals habe ich Kraft-Sport in einer Reha-Einrichtung gemacht. Hat mir geholfen. Jetzt habe ich es auch wieder versucht, ist aber dadurch noch viel schlimmer geworden. Man muß mit Kraftsport unheimlich vorsichtig sein als Schwindler. Es ist toll, daß ich mich mit Euch austauschen kann. Wünsche Euch allen gute Besserung


    Viele liebe Grüße Suzanna