An alle

    Hallo ich bins wieder mal.


    Habe einige Fragen.


    Wer hat das alles schon hinter sich?


    Wem geht es heute wieder gut?


    Wie lange hat es gedauert?


    Wie seid ihr da rausgekommen?


    Würde mir sehr helfen wenn jemand antworten würde, damit ich wieder Hoffnung bekomme, das es doch möglich ist diesen verdammten Schwindel loszuwerden.


    Liebe Grüße an alle


    Evchen

    Hallo Evchen,


    Du brauchst Dir im Prinzip nur diesen Faden - von Anfang an - durchlesen und Du wirst einige Geschichten mit "Happy End" finden.


    Aber in Kurzform:


    Wer hat das alles schon hinter sich?


    Ich (hoffentlich)


    Wem geht es heute wieder gut?


    Mir (hoffentlich noch lange)


    Wie lange hat es gedauert?


    ganz grob...6 Monate rein - 12 Monate raus


    Wie seid ihr da rausgekommen?


    Verhaltenstherapie, Stationäre Reha, Antidepressiva, Sport, Entspannung, Internetverbot


    Bitte nicht all zu wörtlich nehmen...


    Es gibt keine Patentrezepte, dazu ist die Krankheit und jeder Mensch zu individuell. Es gibt auch keine garantierten Zeitspannen, jedenfalls gibt es auf diesem Gebiet nur selten Spontanheilungen, vielleicht sollte die Arbeit an sich selbst - z.B. Umgang mit Angst oder Stress - lebenslang andauern. Es ist ein Weg der kleinen Fortschritte und Erfolg und Dauer sind von sehr vielen Komponenten abhängig.


    Wichtig ist, dass man irgenwann damit beginnt, diesen Weg einzuschlagen, leider gibt es kaum Alternativen.


    Viele Grüsse


    von


    Lupo

    Hallo Lupo

    Gratuliere dir das du es geschafft hast. Beneide dich.


    Also kurz bei mir ist es so:


    Aufgebaut hat sich der Schwindel schleichend, über warscheinlich 15 Jahre.


    Permanent vorhanden ist er seit September 2003.


    Habe Antidepressiva genommen noch immer.


    Ein halbes Jahr Verhaltenstherapie.


    Seit 2 Jahren endlich einen guten Psychotherapeuten.


    Stationären Aufethalt hatte ich noch nicht, möchte das aber jetzt machen.


    Es ging mir auch schon besser im vergangenen Winter und seit März wieder ein starker Rückfall.


    Warum dauert das so lange bei mir, das verstehe ich nicht.


    Ich arbeite an mir mit aller Kraft. Aber im Moment geht nichts weiter.


    Ich habe schon Angst der Schwindel geht nie wieder weg.


    Habe natürlich scho fast alles im Forum gelesen und freue mich für jeden dem es wieder gut geht.


    Deswegen Auch meine Fragen. Ich weiss schon es ist bei jedem anders, aber wer hat auch das auch so lange ich gehabt und ist da wieder draussen???


    Ich will den Mut nicht verlieren!:-/


    Grüße Evchen

    Bin total verunsichert - das erste Mal Schwindelanfall

    Hallo,


    bin neu hier und hatte Anfang Juli das erste Mal diese Probleme, mitten im Büro um die Mittagszeit fing es an mit Übelkeit und Schwindel, dachte es sei der Kreislauf, bin wirklich fast blind heimgefahren und dann nur gebrochen, dann lag ich im Bett. Alle Ärzte durchforstet, der HNO meinte Ausfall des linken Gleichgewichtsorgans, Tabletten wie Sulpirid halfen nicht und Vertigo Vomex ebenfalls nicht, hatte eine schreckliche Woche.


    Nichts gegessen, total eingefallen, die Leute im Ort habe ich nicht mehr erkannt....


    Dann 1 Woche später war der Gleichgewichtssinn wieder da, aber der Schwindel hielt an, nicht mehr so stark wie anfangs....


    War im Krankenhaus, aber keiner konnte was richtiges finden. CT usw.....


    Dann bin ich zum Neurologen und der meinte, es wäre psychosomatisch, bin auch seit 3 Jahren in Psychotherapie. Nun jetzt nehme ich Opipramol-neuraxpharm zur Entspannung, mehr kann ich nicht machen. Es gibt Tage da gehts, dann wieder nicht so gut. Im sitzen/stehen ohne Bewegung ist es weg, aber z.b beim reiten auf dem Pferd geht es los. Die Übelkeit ist zum Glück auch weg, bin seit 1 Woche wieder arbeiten, alles soweit okay. Ich hoffe, dass es bald ganz weg geht.... Aber toll ist immer, wenn die Psyche okay ist, dann würde es mir auch besser gehen... nur meine Psyche ist halt nicht okay :-(


    Gruß an alle, denen es auch so geht... viell. schreibt mir jemand was dazu...

    es ist zum heulen !!!

    Hallo,


    ich bins wieder.Ich bin wütend und ich muß es jetzt von der Seele schreiben.


    WARUM kann ich diesen schwindel nicht als psyche annehmen.Ich suche und suche und suche nachmöglichkeiten was es sein kann nur nicht die psyche,verdammt ich stehe mir wahrscheinlich selber im Weg damit aber es geht nich in meinen Kopf hinein ES GEHT NICHT!!


    Ich habe Angst denn es hat keiner so wie ICH keiner auch das beschäftigt mich dann schaue ich in google nach und möchte nur EINEN menschen finden dem es GENAUSO geht,aber nein es gibt keinen.


    Es ist zum heulen, ich weiss ich sollte mich an meinen Schwindel orientieren nicht ob andere Ihn auch haben aber auch ich möchte mich austauschen können und das Gefühl haben hey da ist jemand der hat das auch Morgens mittags abends im liegen ohne das er verschwindet, 95 Prozent ist doch so das Ihr euch austauschen könnt, ich habe das Gefüh ich kann es nicht.


    Ja sicherlich mache ich einen Fehler weil ich nach der Person suche aber habt Ihr das nicht auch getan.


    Es tut mir leid musste meine Verzweiflung mal niederschreiben, es ist zum heulen.


    Mit einer Person schreibe ich mir ja und bei zwei habe ich auch angefragt und ganz liebe antworten erhalten, aber es ist eben anderer schwindel,trotz allem ist mir dieses schreiben sehr wichtig gerade mit evchen.


    Liebe Grüße


    tina

    @lena294

    Hallo Tina,


    je nach Charakter kann es sehr lange dauern, bis man so etwas akzeptieren kann. Muss zugeben, obwohl auch bei mir alle Befunde unauffällig waren (..und das waren viele...), legte sich der Schalter erst endgültig um, nachdem sich meine Symptome nach Wirkung des Antidepressivums schlagartig und deutlich besserten. Erst dann konnte ich verstehen und akzeptieren, was ständige Angst mit unserem Körper und unserem Empfinden alles anstellen kann. Erst dann war ich auch offen und empfänglich für Hilfsangebote von aussen, vorher ist man nur schwer therapierbar.


    Den Menschen, dem es 100%-tig genauso geht wie Dir, wirst Du sowieso nicht finden, aber viele, die ähnliche Probleme haben und einige, die Dir sagen, dass man da auch wieder rauskommen kann.


    Viele Grüsse


    Lupo

    hi lupo!

    Hallo Lupo,


    Naja das ist es ja ich nehme jetzt schon 300mg Trevilor und es schlägt nichts an.


    Erst hatte bich 34,5, dann 75, dann 150 jetzt 300 und das in dem Zeitraum von 14 Tagen,und mir ist immernoch schwindelig.


    Ich war heute das erste mal nach 14 Tagen mit meiner Tochter ein eis essen,mutig von mir und von Ihr hi,hi,


    Es schwankte schwankte aber ich habe ne dreiviertel stunde durchgehalten und kinder reden so viel das man sekundenweise den schwindel vergessen hat er war nicht weg aber er war unwichtig.


    Ich hoffe ich bleibe weiter so mutig und auch hoffe ich das es besser wird mit den medikamenten.


    Liebe Grüße


    Tina

    Hey Ihr lieben!

    Ja, also ich bin derMathias aus Hamburg bin 25 Jahre alt, und seit etwas über 3Jahren.....einer von euch, he,he.


    Jedenfalls bin ich sehr froh dies Forum gefunden zu haben, man fühlt sich sonst wirklich allein und alleingelassen.


    Ich hatte mir eigendlich vorgenommen alle 29 Seiten des Themas zu lesen, habs allerdings nur bis knapp zur hälfte geschafft.


    Ich hoffe also ich wiederhole nix oder ähnliches.


    Ich hab viele mir ähnliche kranheitsbilder von euch gelesen.


    Alles klingt als hätte ich einen Phobischen-Dauerschwindel.


    Allerdings istr bei mir 2mal in dieser zeit das Gleichgewichtsorgan komplett ausgefallen, wie mei Morbus mieniere.


    Deshalb bin ich etwas verwirrt, kann mir einer was dazu sagen??


    Ich nehm antidepressiva (citalopram) nun schon seit 2Jharen und schwindel immernoch rum.


    Als einst Lebensfroher Mensch und Mädchenschwarm bin ich zum absoluten psychischen wrack geworden, und habe angst mir irgendwann das Leben zu nehmen.


    Der moment, wenn das gleichgewichtsorgan ausfällt, man nur noch die Augen verdrehen kann und spucken muß.....


    Im Krankenhaus in der Not-Ambulanz liegt, und keiner weiß was oder kann einem helfen! Es war so grausam, ich dachte wirklich ich müsse sterben und habe nur noch gebetet.....


    2 mal hatte ich das, vielleicht ist daher, oder aus angst davor, der Dauerschwindel entstanden. Aber dennoch muß auch diese 2mal irgendetwas ausgelöst haben...?


    Jemand ne idee


    N tipp


    oder nen tröstendes wort??


    Danke das ihr da seid!!!!!

    @ horst

    Danke Horst für deine Info!!


    Hi Lena,


    das Mittel brauch seine Zeit bis es wirkt! Bei manchen Menschen bis zu vier Wochen. Ich kann dir nur sagen das ich Alprazolam( vor zwei Jahren abgesetzt und Sulperit seit 12 Wochen abgesetzt hab) Ich kann dir sagen das es die Hölle im moment für mich ist! Nicht der Entzug aber das durchhalten und das nicht wissen woher es kommt!


    Ich wünsch jedem hier, das er mal wieder rausgehen kann und richtig Lacht! Den Lachen ist das einzige was mir noch geblieben ist! Und das kann mir keiner nehmen.


    Also last euch nicht hängen!


    Liebe Grüße


    Sensation-White

    Matze HH

    Hallo Mathias


    Also zu deinem Gleichgewichtsausfall kann ich nichts sagen, das klingt für mich aber schon so als ob das mit der Psyche zusammenhängt.


    Bist du in Therapie? oder nimmst du nur die Citalopam und sonst nichts?


    Der ewige Schwindel kann einem schon sehr kaputt machen.


    Hast du auch Angst?


    Grüße Evchen

    @Evchen

    Ich hatte ne Psycho therapie.


    Hab seit dem keine Panik anfälle mehr sobald mir etwas schwindelig wird, und ich kann Fahrstuhl fahren was ich vorher nicht konnte*g*


    Aber der Schwindel selber....ist immernoch da!


    Angst??? Hatte ich eigendlich nie. Nur durch den Schwindel...


    Wenn man einmal einen Total Ausfall hatte, prägt das natürlich, und man hat immer Angst das es mal wieder passiert....


    Aber kann ein Total Ausfall auch psychisch sein??? Ich bin unsicher...

    @ matze

    Hallo Matze,


    Schwindel-Anfälle, wie Du sie hattest, erlebt man mindestens als extrem verunsichernd, manchmal sogar als lebensbedrohlich und es ist logisch, dass hier eine extreme Angst vor Wiederholung des ganzen zurückbleibt.


    Es ist sehr gut möglich, dass Dein chronischer Schwankschwindel aufgrund dieser Erlebnisse entstanden ist. Das kommt gar nicht so selten vor, man nennt dies einen "reaktiv-psychogenen Schwindel", d.h. zuerst ist das - körperlich verursachte - Schwindel-Erlebnis und daraus entsteht eine Angst-Komponente, die einen phobischen Schwankschwindel zur Folge haben kann.


    hier ganz gut beschrieben: http://www.drhschaaf.de/mmeniere.htm


    Letztendlich ändert es nichts an Deinem momentanen Zustand selbst, aber eine Erklärung für diese ganze Misere zu haben, könnte schon ein erster Schritt sein.


    Viele Grüsse


    Lupo

    @Lupo,

    dass ist wirklich eine sehr interessante Seite, die du uns da angegeben hast. Ich selbst war ja...wie du vielleicht aus früheren Threads noch weisst... aufgrund einer "Angststörung" auch stark vom Schwindel "gebeutelt"...jahrelang. Ich kenne aber auch diesen anfallsweisen Schwindel, wenn sich plötzlich von einer Sekunde auf die andere alles dreht und einem total übel wird. Ich habe es dann aber immer nur ca. eine Minute und leide auch nicht an Morbus Meniere.

    @Matze,

    ich kann mir gut vorstellen, dass sich dein chronischer Schwindel aufgrund der Gleichgewichtsausfälle, die ja wirklich, auch aufgrund des starken Erbrechens, sehr, sehr unangenehm sind, aufgebaut hat. Auch ich hätte Angst dass es mir wieder passiert, zumal man dann ja wirklich völlig hilflos ist.


    So gesehen kann man bei dir vielleicht von einer Angst vor der Angst sprechen...nämlich der Angst, dass es wieder auftritt.


    Ich litt 10 Jahre unter Angst vor der Angst...Angst vor der nächsten Panikattacken...und weiß, wie einschränkend dass sein kann. Mir hat letztlich, genau wie Lupo, ein Antidepressiva und vor allen Dingen eine gute Verhaltenstherapie geholfen. Natürlich gehört da meistens auch ein Überdenken und eine Änderung seiner Lebensweise zu.


    Da ich auch aus HH komme, weiß ich, dass es in der Uni-Klinik Eppendorf eine Angstambulanz gibt, an die man sich wenden kann.


    Einen morgen in der Woche haben sie dort eine Sprechstunde, zu der jeder ohne Termin kommen kann. Für mich war dass damals der Anfang eines neuen Lebens.


    Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, deinen Schwindel in den "Griff" zu bekommen.


    Liebe Grüße :-)