... ich wünschte, ich könnte es euch durchs Internet schicken, was für ein Gefühl das ist, wenn man nach Jahren der Quälerei wieder klar wird, fröhlich wird, sich wieder stabiler, stärker und sorgenfreier fühlt, sich wieder normal mit Leuten unterhalten und in Gruppen bewegen kann, ohne dass man das Gefühl hat, man kippt um oder die Augen driften einem weg :)z In der Stadt mit vielen Leuten habe ich immer noch Probleme, aber damit kann ich leben, selbst wenn das nicht mehr weggehen sollte.


    Noch mal liebe Grüße!

    Danke für Deinen Beitrag Christina... und schön, dass Du Deinen Weg gefunden hast :)z :)*


    Allerdings bin immer bisschen vorsichtig mit der zu schnellen AD-Einnahme... denn die AD's verschleiern ja nur und man kommt dem eigentlichen Grund nicht so auf die Spur.


    Wenn es wirklich eine Depression ist... dann sollte ein AD wirklich helfen... da gebe ich Dir Recht...


    Aber sollte es z. B. ein Belastungssymtom sein, dann verschleiert das AD ja nur den Schwindel, d. h. anstatt sich Ruhe zu gönnen und runter zu fahren um seinen Körper ne Zeit lang zu schonen damit er wieder hoch kommt... schluckt man AD's und fährt seinen Körper ja erst recht nicht runter sondern macht weiter und weiter und weiter....


    Das ist meiner Meinung nach eben die Schwierigkeit hier... und wenn man ein AD plötzlich höher dosieren muss finde ich das eher nicht so toll... man kann nicht sein Leben lang nur noch AD's einnehmen... man muss ja dahinter kommen warum man den Schwindel hat...


    Sich Zeit für sich selbst nehmen und auf den eigenen Körper hören... in sich hinein hören... was will ich - wer bin ich - was tue ich - den Moment real und im hier und jetzt erleben...


    Ich persönlich halte ein AD in bestimmten Fällen auch für sehr sinnvoll... aber nicht in allen!!!

    @ maleena,

    ich bin bei dem akuten Schwindelzustand beim Hausarzt gewesen und der hat anhand der Augenbewegungen beim Hoch- und Runterschauen einen gutartigen Lagerungsschwindel diagnostiziert. Ist auch mit den Übungen wieder vergangen. Hab diesen Schwindel so ca. 5 -6 mal im Jahr und kann ihn ganz gut von dem Benommenheitsschwindel, den ich ja immer habe, unterscheiden. Diese Übungen hab ich schon gemacht. Mir war dabei bei den Kopfdrehübungen schon etwas schwindlig. Ich werd aber weitermachen. Mal sehen.

    @ christina45,

    da ich ja auch escitalopram nehme (=Cipralex) würde mich noch interessieren. Ich nehme das jetzt seit August. Habe den Schwindel schon seit ca. 20 Jahren. Ich bin jetzt bei 12 Tropfen angelangt.


    Kann es sein, dass ich noch erhöhen muß, da ich den Schwindel immer noch habe. Die Ängste sind allerdings verschwunden, auch meine innere Unruhe. Ich würde so gerne mal wieder" freiwillig" in die Stadt gehen, oder auf einen Markt oder einfach nur bummeln. Aber der Schwindel hält mich von solchen Aktivitäten meistens ab.


    Trotzdem danke für die Aufmunterung :)^

    @ christina45

    noch eine Frage, hattest du auch jedes Mal, wenn du einen Tropfen mehr genommen hast, wieder schlechtere Tage? Bitte melde dich auch ab und zu und sag uns, wie es dir geht. Eine positive Nachricht hören wir immer gern. lg

    @ laura60

    Ja, hatte ich. Hatte jetzt bei drei Tropfen mehr wieder mehr Benommenheit, Unruhe, Nackenschmerzen, Müdigkeit, aber langsam wird es besser. Ich denke, das ist normal, der Körper muss sich auf die höhere Dosis einstellen. Morgen habe ich wieder eine Psychotherapiestunde, meine Therapeutin ist Psychiaterin und ich kann sie gleich fragen, ob das mit der Höherdosierung okay war. Ich habe gelesen, dass jeder Mensch eine individuelle "Wohlfühldosis" hat, die muss man erst einmal herausfinden und da braucht es viel Geduld und sicher auch einige kleinere Rückschläge.

    @ Maleena2010

    Natürlich hast du recht, ein AD kann keine Pauschallösung sein! Man sollte auf alle Fälle in einer begleitenden Psychotherapie herausfinden, wofür der Schwindel steht, wovor er einen zu schützen versucht, warum man ihn eventuell braucht? Ich persönlich habe mir immer zu viel zugemutet, zu wenig auf mich selbst aufgepasst, war immer nur für andere da (peinlicherweise bin ich selbst Psychologin und habe jahrelang nicht sehen können, dass mein Schwindel psychische Ursachen hatte ;-D ). Durch den Schwindel und die Therapie habe ich gelernt, mich besser abzugrenzen, toleranter und liebevoller mit mir selbst umzugehen, mich weniger in alles reinzustressen. Aber erst das AD hat es mir erlaubt aus diesem Teufelskreis: Schwindel - Ängste, Sorgen, Freudlosigkeit, Verspannung - noch mehr Schwindel - noch mehr Verzweiflung über diesen furchtbaren Zustand, usw. auszubrechen. Ich habe erfahren: Es gibt ein Leben ohne Schwindel, es gibt wieder Spaß, Mut, Zuversicht und auf dieser Basis fällt es mir leichter, auch die psychischen Konflikte anzugehen. Außerdem glaube ich fest an dieses "Schwindelgedächtnis" im Gehirn. Je seltener der Körper/das Gehirn schwindelt, desto leichter und schneller wird sich wohl auch dieses Schwindelgedächtnis löschen. Deswegen versuche ich mit der Dosiserhöhung wieder den Zustand vom Sommer - schwindelfrei - herzustellen. Meine Psychotherapie läuft natürlich weiter und ich versuche jeden Tag an mir zu "arbeiten".


    Übrigens mache ich schon jahrelang Yoga (dachte, damit verschwindet der Schwindel). Seit ich das Cipralex nehme, bin ich viel "biegsamer" und auch mein Atem fließt viel gleichmäßiger und tiefer. Das ist ganz seltsam, muss aber wohl an der besseren Entspannung liegen.

    @ Christina

    :-o :-o :-o


    Du bist selbst Psychologin??? :-D das ist ja lustig... hi hi ;-D


    wieso hast du denn nie an die psychologische Seite gedacht?


    Also ich glaube auch sehr wohl dass eine psychologische Seite bei mir eine grosse Rolle spielt! Aber eben auch nur bedingt... ich versuche auch was für meine Psyche zu tun... aber ohne eine Therapeutin und evtl. Mediaktion ist es einfach schwierig sich zurecht zu finden... ich fühle mich wie in einem Schwindelstrudel und momentan zieht er mich eher immer tiefer rein... es ist wirklich depremierend...


    Und an dem Schwindelgedächtnis ist bestimmt was dran... aber wie durchbricht man das?


    Ich versuche momentan im hier und jetzt zu leben... aber das ist das schwierigste an meiner ganzen Verfassung... ich gehe z. B. Gassi und versuche die Schönheit des Waldes zu sehen und meine Umgebung bewusst wahr zu nehmen... aber es geht einfach nicht... mir wird schummrig und alles ist so benommen. Es ist als würde ich durch einen dicken nebligen Schleier sehen. So wie wenn man total angeschwippst ist... alles passiert so total schnell und im Tunnelblick...


    Und dieses Schwanken und die Drehmomente machen es zusätzlich schwer...


    Ich bin einfach nur verzweifelt...


    Welches AD nimmst Du nochmal? Und da Du ja vom Fach bist... sind denn die Tropfen wirklich besser als Pillen? Weil man sie so dosieren kann wie mann sie braucht? Oder wie darf ich das verstehen?


    Und vor allem: Bei welchem AD nimmt man nicht zu?!?!? Das spielt auch eine wichtige Rolle für mich. Ich habe nämlich die letzten Monate ziemlich mühselig abgenommen und fühle mich jetzt zumindest mit meinem äußeren endlich zufrieden (obwohl ich noch n paar Kilo abnehmen müsste...) und wenn ich jetzt ein AD nehme und wieder zunehme... das würde mich auch wieder zurück werfen... %:|

    @ Maleena:

    Warum ich nie an die psychische Seite gedacht habe? Gute Frage - keine Ahnung, ich war mir immer sicher, es kommt von der Halswirbelsäule. Vielleicht hab ich mir immer weismachen wollen: Die anderen brauchen Hilfe, aber ich doch nicht. Hab so einen Helferkomplex und bin dabei selber irgendwie "verloren gegangen" :°(


    Das Schwindelgedächtnis kann man wohl nur durchbrechen, wenn man dafür sorgt, dass das Gehirn den Schwindelzustand wieder vergisst, dafür muss der Schwindel aber möglichst dauerhaft verschwinden, damit das Gehirn wieder lernt "Schwindel ist falsch, Klarsein ist normal". Bei mir ging das nach drei Jahren eigentlich jeden Tag Schwindel nur mit 150mg Opipramol/Tag, dann Cipralex 12mg, jetzt hoffentlich 16 mg. Heute war wieder ein guter Tag.


    Das mit dem Hund in den Wald gehen und versuchen, im Hier und Jetzt zu leben, kenne ich. Irgendwann kam immer das Schwanken und die verdrehte Wahrnehmung und Natur und Bäume waren scheißegal. Hab sogar Qigong im Wald gemacht, bin rückwärts gelaufen, alles für die Katz. Hab auch drei Jahre lang geglaubt, ich schaffe das ohne Medikamente - aber ich habe seit Februar mindestens 50 Hundegassis komplett ohne Schwindel erleben dürfen - das ist so toll!


    Mit ADs kenne ich mich nur bedingt aus - das ist das Fachgebiet von Psychiatern, die sind ja Mediziner, ich nicht (ich kenne mich auch nur mit vernachlässigten Kindern aus...). Die Tropfen kann man halt besser dosieren, bei Tabletten gibt's nur 5er-Schritte.


    Also, ich hab mit dem Cipralex gar nicht zugenommen, aber unter Opipramol schon. Bin aber eher zu dünn, daher ist es mir egal. Ich merke schon, dass ich öfter Hunger habe, aber das kann ich ganz gut ignorieren ;-D


    Aber wenn du "einfach nur verzweifelt" bist, dann solltest du echt mal so ein Medi ausprobieren; selbst wenn es den Schwindel nicht beseitigt (was ich aber nicht glaube), dann macht es zumindest wieder fröhlicher und entspannter :)z

    @ Sun 2009

    Cipralex und Citalopram sind sich wohl recht ähnlich, Cipralex soll nur irgendwie nebenwirkungsärmer und wirksamer sein - deswegen ist die Höchstdosis bei Cipralex 20mg und bei Citalopram das doppelte, also 40 mg. Cipralex ist erst bei 10mg überhaupt wirksam und Citalopram bei 20mg. Aber ich bin keine Psychiaterin, habe das nur gelesen.

    @ Christina

    was hast Du denn für einen Schwindel?


    schwankst Du oder fährst Du Karussell... oder von beidem etwas?


    ich habe ja Dauerhaft dieses Schwanken mit teilweise drehen und immer mal kurz "verdrehen" ... und klar die Benommenheit... eigentlich habe ich von allen Schwindelformen etwas :-D sonst wärs ja langweilig... Abwechslung muss schon sein...

    @ Maleena2010

    Schwanken. In meiner schlimmen Zeit hatte ich immer das Gefühl, es zieht mich nach rechts weg. Scheinbar hat jeder Körper sein eigenes Schwindelmuster, aber du hast ja scheinbar die "volle Dröhnung" :-/


    Schon am Telefon unsympathisch klingt nicht gut. Aber du kannst sie dir ja mal anschauen. Manchmal täuscht der erste Eindruck.


    Wie alt bist du? Wie lange schwindelt es dich schon? Neigst du (auch) zum Perfektionismus oder dazu, es allen Recht machen zu wollen? Fütterst du auch zuerst deinen Hund, bevor du dir selbst was zu essen machst ;-D ;-D ?

    @ christina45

    fühl dich von mir gedrückt, du hast mir gestern wieder so viel Mut gemacht. Ich wollte schon fast wieder irgendwie aufhören, weil ich nicht die Wirkung erhalte, die ich mir von dem AD erhoffe. Aber mir wird jetzt schon klar, warum es so lange dauert, bin ja bei dieser langsamen Hochdosierung in 2 Monaten erst mal auf 10 Tropfen gekommen. Ich habe immer das Gefühl, es zieht mich beim Gehen zur rechten Seite. Ist das bei dir jetzt besser oder verschwunden? Hast du beim Erhöhen der Dosis gleich um mehrere Tropfen erhöht, oder langsam mit 1 Tropfen? Trotz der Beschäftigung mit dem Schwindel gestern war der Tag sehr gut!!!

    @ maleena

    Das mit dem Gassigehen war bei mir das gleiche. Ich hatte auch immer so einen Tunnenblick. War deswegen sogar beim Augenarzt und hab so eine Gesichtsfeldkontrolle machen lassen. War aber alles o.k. Das ist bei mir jetzt auch besser, nur diese komische Wahrnehmung hab ich noch. Wünsche dir heute alles gute bei deiner Therapeutin.


    Mir wurde erklärt, das Cipralex so ne Art Nachfolger vom Citalopram ist. Und es ist doppelt dosiert, aber besser verträglich.


    Wünsche euch allen einen guten schwindelfreien Tag. :)z :)^

    ...sorry, sollen natürlich keine Psychofragen sein (wie gesagt, ich arbeite mit Kindern), aber bei mir ist es so/war es so. Erst kamen immer die anderen, dann ich. Der Schwindel zeigt mir dann scheinbar immer an, wenn ich irgendwie "gegen" mich handele oder denke. 8-)