@ muhkuh2k

    Zitat

    Bisher habe ich (erst nach mehreren Wochen der Einnahme) Nebenwirkungen bekommen (niedriger Blutdruck, Übelkeit), die nach meiner Recherche Vorboten eines Serotonin-Syndroms sind. Also wenn man quasi zu viel Serotonin im Körper hat. Seitdem ich bei der halben Dosis (10 mg) angekommen bin, ist es wieder deutlich besser geworden. Dafür habe ich jetzt das Gefühl eine depressive Verstimmung zu haben. Hatte ich aber auch beim Absetzen des Amitriptylin, da aber etwas stärker (habe es aber auch schneller abgesetzt).

    Du ergooglst Dir dein Diagnose selbst, änderst von dir aus deine Medikamentaion und beschwerst dich dann über dii unfähigen und unwilligen Ärzte?


    Ehrlich gesagt habe ich auch schon eigenständig meine Medikamention geändert, aber sobald ich das tue, ist es ganz allein meine Verantwortung. Selbst wenn der Arzt tatsächlich falsch lag, sobald ich ihm ins Handwerk pfusche, ist das allein mein Problem.


    Und Medikamnete sollen Krankheiten heilen, dazu müssen sie teilweise massiv ins Körpergeschen eingreifen, das ist kein Spaß, aber manchmal leider notwendig.

    @ Gucky

    Nein, das habe ich nicht getan. Durch Google habe ich dem Kind nur einen Namen gegeben, eigtl. ist es vollkommen egal. Ich hatte sehr niedrigen Blutdruck und Übelkeit. Ob man das nun Serotonin-Syndrom nennt oder nicht ist mir vollkommen egal.


    Die Dosis habe ich nach anraten mehrerer Ärzte reduziert. Dabei habe ich so lange durchgehalten, bis auch der Neurologe, der es mir verschrieben hat, ebenfalls gesagt hat, ich solle reduzieren.


    Die einzige Abweichung, die ich gemacht habe, ist, dass ich nicht direkt von 20 auf 10 mg gegangen bin, sondern vorher erst auf 15. Glaube kaum, dass man das als "ins Handwerk pfuschen" werten kann, wenn ich keinen Bock auf so heftige Absetzsymptome haben, die schon fast an eine Psychose rankommen...

    @ muhuh

    Zitat

    Lupo ich habe das Gefühl, dass die ärztliche Abklärung bei mir nicht so läuft/gelaufen ist, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Insbesondere wenn ich deine Beiträge lese.

    Da täuschst Du Dich. Im nachhinein gesehen, haben auch bei mir Ärzte schon ziemlich früh die richtige Diagnose gestellt und es lag alleine an mir (bzw. an der Störung selbst), den Fachleuten nicht zu vertrauen und so verging eben noch ein halbes Jahr, in der ich panisch und ohne Navi durch die Gegend geirrt bin - Richtung Abgrund...


    Du hast das Navi eingeschaltet, entscheidest Dich bewusst, immer genau den anderen Weg zu fahren und gehst davon aus, das sowohl Auto als auch Navi kaputt sind.


    Zu Deinem heutigen 1-Jährigen Forumsjubiläum @:) kann ich Dir nur raten:


    "Wenn möglich - bitte wenden"

    Hehe ein sehr schöner Beitrag, danke :-).


    Naja, so lange es mit der Gesundheit langsam bergauf geht, würde ich nur ungerne wenden ;-D . Aber wer weiß, erst sobald es weg ist, weiß ich wer Recht hatte und wer weiß, vielleicht muss ich auf deinen Ratschlag noch zurückkommen. Wie gesagt, eine psychische Komponente ist auf alle Fälle vorhanden. Und selbst, wenn ich mit meiner Theorie recht habe und es eine somatische Ursache ist, würde ich nicht ausschließen, dass ich nach deren Beseitigung nicht noch psychische Hilfe/Therapie in Anspruch nehmen muss.


    Mit dem Psychiater habe ich vereinbart, dass eine Therapie dann sinnvoll wäre, wenn die körperliche Diagnostik und Therapie abgeschlossen ist. Vorher nicht- schade, ich hätte mich über psychische Unterstützung schon gefreut. Dann müsste ich nicht alles bei meinen Eltern abladen. Aber naja auch gut- ich brauche derzeit niemanden der versucht mir einzureden es wäre komplett psychisch, wenn es das nur zum Teil sein sollte. Denn nach meinen Erfahrungen wächst dadurch der psychische Anteil immer weiter.

    Zitat

    Aber wer weiß, erst sobald es weg ist, weiß ich wer Recht hatte ...

    Es geht hier doch nicht ums Recht haben, sondern um Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden.


    Und wer sagt, dass es überhaupt "weg geht", egal wer "Recht hat" ?

    Zitat

    Mit dem Psychiater habe ich vereinbart, dass eine Therapie dann sinnvoll wäre, wenn die körperliche Diagnostik und Therapie abgeschlossen ist.

    Zu einer Therapie gehört ja erst mal die Diagnose - und wenn die bei den bisherigen Untersuchungen noch nicht gestellt wurde ... :-/


    Was glaubst Du, wie lange das dauert ?

    Zitat

    Vorher nicht- schade, ich hätte mich über psychische Unterstützung schon gefreut.

    Dann gehe ich mal davon aus, dass er eine Therapie ohne ernsthafte Anerkennung der Diagnose nicht für erfolgversprechend erachtet - auch nachvollziehbar.


    Schönes WE !

    Zitat

    Es geht hier doch nicht ums Recht haben, sondern um Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden.


    Und wer sagt, dass es überhaupt "weg geht", egal wer "Recht hat" ?

    Da hast du recht :)

    Zitat

    Zu einer Therapie gehört ja erst mal die Diagnose - und wenn die bei den bisherigen Untersuchungen noch nicht gestellt wurde ... :-/


    Was glaubst Du, wie lange das dauert ?

    Keine Ahnung, so lange wie es halt notwendig ist. Jedenfalls länger als mir lieb ist :-). Mein Hausarzt war übrigens am Anfang mal der Meinung es wäre psychisch, bzw. ich solle es abklären lassen, vermutet aber mittlerweile eine körperliche Ursache. Nur mal so am Rande, da ich hier ja fast so behandelt werde, als hätte ich eine gestörte Wahrnehmung der Realität. Wobei letzteres (Citalopram sei dank) mit Sicherheit nicht verkehrt ist. Versteh mich nicht falsch, ich will nicht gegen das AD wettern- es hilft sehr vielen Leuten und das ist super. Nur mir eben nicht.

    Zitat

    Dann gehe ich mal davon aus, dass er eine Therapie ohne ernsthafte Anerkennung der Diagnose nicht für erfolgversprechend erachtet - auch nachvollziehbar.

    Könnte sein. Da der Vorschlag von mir kam glaube ich es aber nicht. Wobei ich selbst der Meinung bin, dass eine Therapie Zeit-/Ressourcenverschwendung wäre, wenn ich selbst nicht dran glaube.

    Zitat

    Mein Hausarzt war übrigens am Anfang mal der Meinung es wäre psychisch, bzw. ich solle es abklären lassen, vermutet aber mittlerweile eine körperliche Ursache. Nur mal so am Rande, da ich hier ja fast so behandelt werde, als hätte ich eine gestörte Wahrnehmung der Realität.

    DU wendest dich hier an einen Faden für phobischen Schwindel. Und ja, deine Wahrnehmung wirkt sehr verzerrt und deine Lebensmittelversuche hypochondrisch. Wenn dir nach allem schwindlig wird (sogar nach puren Kartoffelln) denkst du, es läge an den Lebensmitteln, statt daran, dass dir eh auch unabhängig vom Essen schwindlig geworden wäre etc. {:(


    Zudem scheinst du einige Inhalte deinet Buchempfehlungen entweder falsch verstandem zu haben oder sie die bewusst zurechtzubiegen. Gilt auch für dein angebl. Serotonin Syndrom, auf das zu pochst, was zeigt, dass es dir doch nicht 'vollkommen egal' ist, dem Kind einen (organischen) Namen zu geben.

    Ich schreibe hier mittlerweile im wesentlichen, weil ich vermute einen sekundären psychischen Schwindel zu haben und mir hier Unterstützung und Erfahrungsaustausch erhoffe. So wie ich hier in den letzten Beiträgen angegangen wurde, scheine ich die hier nicht mehr zu finden. Schade.


    Die Behauptung ich würde psychisch auf Kartoffeln reagieren.... :)= . Und auf andere Dinge, wo ich eine heftige Reaktion erwartet hätte, reagiere ich dann gar nicht? :=o . So ein Unsinn...


    Mir geht es momentan jedenfalls deutlich besser, da ich die letzten Tage keinen Ausrutscher beim Essen hatte. Sowohl Magenprobleme, als auch Schwindel sind geringer geworden. Ich werde auch die AD-Dosis noch weiter reduzieren. Je weiter ich damit wieder runtergehe, desto besser geht es mir derzeit.


    Streich halt das Serotonin-Syndrom, der Name ist mir vollkommen egal. Ich hatte mir 20 mg Cita niedrigen Blutdruck und verstärkten Schwindel sowie Übelkeit. Jetzt mit 10 mg ist es deutlich besser. Mir ehrlich gesagt sch... egal wie man es nennt...


    Ich würde hier gerne weiter schreiben, habe aber so langsam keine Lust mehr, wenn mir die ganze Zeit irgendwelche Verdachts-Ferndiagnosen um die Ohren gehauen werden, die fernab der Realität sind.

    Zitat

    Ich würde hier gerne weiter schreiben, habe aber so langsam keine Lust mehr, wenn mir die ganze Zeit irgendwelche Verdachts-Ferndiagnosen um die Ohren gehauen werden, die fernab der Realität sind.

    Naja, @muhkuh, Du bist selbst derjenige, der sich (und manchmal auch anderen...) hier gerne (teilweise ziemlich haarsträubende) Zusammenhänge und "Diagnosen" zurechtzimmert, da sollte man auch damit rechnen und klar kommen, wenn in diesem Thema erfahrene Forumsteilnehmer Ihre Einschätzung dazu abgeben.


    Du kannst davon ausgehen, dass man sich ernsthaft und intensiv auch mit Deiner Thematik beschäftigt, wenn man etwas dazu schreibt.


    Dass Dir das nicht immer gefällt, liegt in der Natur der Sache - und auch der Krankheit.

    Zitat

    Streich halt das Serotonin-Syndrom, der Name ist mir vollkommen egal.

    Das ist aber ein gutes Beispiel für eines der Grundprobleme. Du scheinst viel Zeit darauf zu verbringen, (Fach-)lektüre zu lesen und um jeden Preis auf dich beziehen zu wollen, um eine körperliche Erklärung zu haben und "nur" einen sekundären Schwindel für dich annehmen zu müssen.


    Gerade als Außenstehender mit etwas Abstand erkennt man bei dir aber viele klassische Symptome und Verhaltensmuster mit meist rein psychischer Wurzel. Ein psychisch ansich gesunder, dessen Psyche nur am Rande einer körperlichen Erkrankung mitleidet, verhält sich anders. Ob du das hören magst oder ob du mich magst ( bzw. nicht magst, macht nix) ändert daran nichts. Jedenfalls nutzen dir allzu wohlgesonnene Streichelhandschuhe, die dir nie direkt sagen, dass du dich verrennst, auch nichts. Das würdr nur vordergründig netter wirken.


    Meiner Meinung nach verschwendest du wertvolle Lebenszeit oder reitest dich sogar noch tiefer rein, wenn du dich nicht allmählich intensiv mit dem Kerm deiner Ängste befasst, ggf. nicht nur mit ADs, sondern mit verhaltens- oder tiefenpsychologischer Therapie. Da ist ziemlich sicher mehr als du dir eingestehen willst. Du kratzt nach wie vor nur an der Oberfläche. Eine offenere und mitarbeitswilligere Einstellung wäre dafür auch nicht verkehrt. Auch wenn dir mal Unrecht getan wurde schimmert hier oft eine sehr trotzige+bauernschlaue Abwertung von Ärzten und Therapeuten durch. So können (und wollen) sie dir nicht helfen und du dir auch nicht.

    Ok, ich fasse nochmal kurz die Geschehnisse bei mir in den letzten Wochen zusammen:


    Ich hatte vor 3 Wochen einen Fructose- und einen Sorbittest. Durch beide Tests wurde der Schwindel massiv verstärkt, beim Sorbittest nur kurz und heftig (bis der Durchfall kam), beim Fructosetest über mehrere Tage. Bei dem Lactosetest ist gar nichts passiert.


    Die empfohlene Karenzzeit (nur Kartoffeln und Reis) ging nach hinten los: Kartoffeln verstärken die Benommenheit extrem für ein paar Stunden, Reis macht starke Magenschmerzen. Also muss noch weitere Diagnostik herangezogen werden.


    Seitdem ich die mir bereits bekannten unverträglichen Lebensmittel meide, geht es mir deutlich besser. Wobei ich immer wieder Rückschläge habe, wenn ich "neue" Lebensmittel teste.


    Das ist der aktuelle Stand. Verschlechterung des Schwindels lassen sich bis jetzt immer (teilweise mit Zeitverzögerung) auf gewisse Mahlzeiten beziehen. Aber auch durch die Psyche wird es schlechter, wobei dann nicht dauerhaft, sondern nur kurz, solange ich drüber nachdenke. Bestes Beispiels ist, wenn ich jemanden erzähle (oder hier schreibe), dass der Schwindel besser wird. Dann wird er erstmal für einen Moment wieder schlechter ;-) ???


    Und zum jetzigen Zeitpunkt empfehlt ihr mir, die körperliche Diagnostik abzubrechen und stattdessen eine Psychotherapie zu machen? ":/

    Und was haben die Werte gesagt, z.B. H2-Atemtest?


    Die halte ich in deiner Situation für einzig aussagekräftig.

    Zitat

    Und zum jetzigen Zeitpunkt empfehlt ihr mir, die körperliche Diagnostik abzubrechen und stattdessen eine Psychotherapie zu machen? ":/

    Du musst sie ja nicht abbrechen. Du kannst sie aber zurückfahren und parallel eine Psychotherapie beginnen (oder zumindest einmal annehmen, dass, selbst wenn eine Intoleranz vorhanden ist, die auch zu Schwindel führen kann, das nicht automatische das gesamte Schwindelproblem zum Sekundärschwindel macht).