Hallo ihr Lieben,


    ich melde mich auch mal wieder.


    Wie ihr ja wisst, bin ich einige lange Zeit mit den 15 mg Citalopram ausgekommen. Ich hatte zwar auch schlechte Tage aber die guten überwiegten.


    Nun ja.


    In der letzten Zeit fiel mir hier zu Hause etwas die Decke auf den Kopf. Jeden Tag Kinder versorgen, Haushalt.. immer dasselbe. ich liebe meine Kinder und mein Mutter-Sein, keine Frage, aber irgendwie wollte ich wieder versuchen zu arbeiten. Woran ich in den letzten Jahren keinen einzigen Gedanken wegen des Schwindels vergeudet hatte.


    Ich hatte schon lang den Gedanken mich im Krankenhaus zur Menüerfassung zu bewerben. Das sind die netten Damen, die mit Tablet von Zimmer zu Zimmer laufen und die Essenswünsche aufnehmen. Prompt bekam ich ein Vorstellungsgespräch und diese Woche war ich Dienstag und Mittwoch zum Probearbeiten dort. Es war toll :) nette Kollegen, nette Menschen im Krankenhaus, endlich wieder eine andere Aufgabe. Allerdings bin ich schon Dienstag nach Hause gekommen und es drehte und drehte sich. Extrem. Im Krankenhaus fiel es mir gar nicht auf.


    Also hatte ich natürlich schon Angst vor Mittwoch. Auch natürlich Angst und Sorge davor, dass das jetzt alles von der Arbeit kommt und ich das nicht machen kann, obwohl es mir Spaß macht und ich es möchte.


    Mittwoch war es natürlich dasselbe Spiel.


    Im Dezember war ich übrigens bei 2 neuen Psychiatern, die mir beide zu 20 mg Citalopram rieten, da mein Schwindel immer wieder bei Stress so in die Höhe gehen würde.


    Naja gestern war ich so down, dass ich auf 20 mg erhöht habe. Heute ist mir dermaßen schwindelig,wobei ich noch nichtmal weiß, kommt es von der Erhöhung oder sind es noch Nachwirkungen von der Arbeit? ich könnte gerade regelrecht wahnsinnig werden. Ich möchte diese Arbeit unbedingt machen. Aber doch nicht zu diesem Preis :-( Macht der Schwindel mir auch das jetzt kaputt?


    Nächste Woche gehe ich wieder arbeiten und nachmittags bin ich nächste woche 2 mal bei Freundinnen eingeladen. Dass zu wissen, dass ich vormittags erst arbeiten bin und nachmittags dann wahrscheinlich mit wahnsinnigem Schwindel noch dorthin muss, ist für mich absoluter Horror. Kennt ihr das?


    Aber das kann es doch nicht sein, oder? Meine Güte ich gehe gerade mal 4 Stunden vormittags arbeiten, dann bin ich schon fertig und nachmittags ist es für mich die reinste Qual noch irgendwo hinzufahren? Das soll Leben sein? Wunderbar :(


    Momentan weiß ich auch nicht. Weiß gar nicht, was richtig und was falsch ist.


    Ich freue mich von Euch zu hören und hoffe euch geht es besser.


    Umarme euch @:)

    Hallo Sun,


    hm... ":/ - es ist ja grundsätzlich OK, immer mal wieder die Grenzen (bezüglich Belastung und AD-Dosis) auszuloten und auszuprobieren, was geht, aber vielleicht überforderst Du Dich momentan doch etwas damit. Das frühzeitig zu erkennen, ist schon mal positiv zu bewerten, auch wenn es auf der anderen Seite etwas ernüchternd ist.


    Vielleicht ist es jetzt aber auch nur die Anfangsphase Deiner Tätigkeit (Umfeld, Räumlichkeiten, Anforderungen, Rhythmus, Menschen - alles neu und alles auf einmal !), die Dich wieder vermehrt "schwindeln" lässt und das kann sich im Laufe der Zeit wieder verbessern - auch in Verbindung mit der höheren AD-Dosis.

    Zitat

    Nächste Woche gehe ich wieder arbeiten und nachmittags bin ich nächste woche 2 mal bei Freundinnen eingeladen. Dass zu wissen, dass ich vormittags erst arbeiten bin und nachmittags dann wahrscheinlich mit wahnsinnigem Schwindel noch dorthin muss, ist für mich absoluter Horror. Kennt ihr das?

    Ja, dass kenne ich nur zu gut - aber wenn Du regelrecht "Horror" vor einer privaten, immerhin freiwilligen Unternehmung hast, bleibt nur, Deinen Freundinnen abzusagen, weil es Dir eben momentan einfach zu viel ist. Evtl. kannst Du aber auch die Freundinnen in Deine Situation "einweihen", dann müsstest Du immerhin dort nicht "die Starke spielen" und es wird dann am Ende gar nicht so schlimm.


    Sun, was Du beschreibst ist der typische - vermeintliche - Rückschritt, bevor es wieder einen- oder sogar 2 Schritte nach vorne gehen kann.


    :)*

    Hallo Sun,


    ich denke auch Du solltest auf 20mg gehen. Immerhin ist das eigentlich die niedrigste wirksame Dosis, die man erstmal anstreben sollte. Auch wenn es jetzt erst mal ein paar Tage schlechter ist. Falls Du Tavor hast, kannst Du die ja mal 2-3 Tage nehmen zum Abfedern des vermehrten Schwindels.


    Ich bin auf Höchstdosis Escitalopram (20mg). Es geht zwar etwas besser und ich hatte auch vor Weihnachten eine richtig gute Woche, aber leider ist es dann wieder schlechter und instabiler geworden. Weiß auch nicht warum... ich werde die Medikamente aber auf jeden Fall weiternehmen und schauen was passiert in den nächsten Wochen.


    Viele Grüße!

    Ich danke euch beiden für eure Beiträge. Was mich nur immer wieder wundert : ich habe keine Depression, Ängste oder Panik.... zumindest nicht mehr. Das liegt 3 Jahre hinter mir. Es ist lediglich der dauerschwindel der unter Belastung schlimmer wird. Bin mir halt nicht sicher, ob da das citalopram helfen kann...

    Hallo zusammen


    Mir geht es momentan echt nicht so toll. Der Schwindel ist seit der Erhöhung so furchtbar. Bin ja seit Donnerstag auf 20 mg. Wie lang dauert denn so was bis sich das hoffentlich normalisiert?

    Hallo sun,


    Ich glaube, dass deine Beschwerden von der Erhöhung kommen


    Halte auf alle Fälle noch durch, jetzt wo du schon erhöht hast. Mir geht's ja auch erst so richtig gut, seitdem ich bei 15 mg Escitalopram bin (das sind ca. 30 mg Citalopram). Und auch ich hab in Stresssituationen Schwindelgefühle. Ich hab bei der VT Entspannung gelernt und das wende ich dann an. Lass dir jetzt nicht gleich die Arbeit vermiesen , sind ja nur ein paar Stunden.


    Wir haben schon soviel durchgestanden, das schaffst du :)^

    Hallo Leute, hab mich registriert und hoffe ich kann helfen!


    leide seit ca 1,5 jahren an starken benommenheitsschwindel, kopfweh, starke verspannungen, schmerzen in der wirbelsäule und einseitig im gesicht!!


    hab alles versucht und war bei vielen ärzten und heilern ,sowie physio und psychotherapeuten, geholfen hat nichts.


    letzte hoffnung war eine chinesen ärztin, kurzes gespräch und was soll ich sagen ca 15 nadeln auf meinem körper gesteckt und ich spürte schon wie alle meine problehmzohnen anfingen auf die nadeln zu reagieren.


    kanns nicht glauben aber ich bin beschwerdefrei nach 5 sitzungen akupunktur von einer chinesin die ihr handwerk versteht


    lg hanhag

    Hallo hanhag, das ist toll, dass Du eine Lösung für Deinen Schwindel gefunden hast!! Akupunktur hatte ich auch ganz viele Sitzungen (bei sehr guten Therapeuten), aber mir hat es leider nichts gebracht.


    Ich hoffe für Dich, dass Du weiterhin beschwerdefrei bleibst!


    lg Charly

    Akupunktur gehörte natürlich auch bei mir zum Therapie-Programm, aber leider ist die erhoffte "Spontan-Heilung" damals bei mir ausgeblieben.


    Lediglich der Entspannungsfaktor (sich Zeit nehmen in entspannter Atmosphäre) an sich hat mir gut getan.

    @ Charly

    Wie gehts Dir ?

    Hi Lupo,


    mir gehts zwar besser mit Escitalopram, aber immer noch sehr schlecht. Sitz fast nur zu Hause rum weil der Schwindel noch zu stark ist. Ich nehme das AD jetzt seit 9 Wochen und hoffe, dass vielleicht noch mehr kommt.


    Parallel mache ich Psychotherapie. Hier komme ich leider nicht so richtig weiter, da ich nicht mehr weiß, was ich noch bearbeiten und erzählen kann. Bei mir ist es so, dass ich bewußt keine Belastungen habe, die meine Symptome erklären könnten. Wenn ich den Schwindel nicht hätte wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden...