• Eigene Diskussion für phobischen Dauer­schwank­schwindel

    Liebe Schwindler, habe seit längerem mal wieder Forumsluft geschnuppert und denke, dass es vielleicht an der Zeit oder sinnvoll wäre, eine eigene Diskussionsgruppe für phobische Dauerschwindelpatienten einzurichten. Schwindel ist ja soo vielgesichtig und wir phobischen Schwindler sind ja nun wirklich eine ganz spezielle Spezies und nicht zu vergleichen…
  • 10 Antworten

    Hallo Leute! Ich brauche euren Rat..


    Auch ich leide unter dem Dauerschwindel (genaue Story hier: http://www.med1.de/Forum/Neurologie/727463/)


    Jedoch gehts mir in letzter Zeit besser :)


    Ich nehm seit einem Jahr das Medikament Sertralin. Angefangen mit 25mg bis hin zu 125mg, nun setze ich das Medikament ab und bin jetzt wieder bei 25mg.


    Heute war ich wieder mal bei meinem Psychiater und sagte ihm, dass ich das Medikament nun gerne ganz absetzen will. Dieser riet mir aber erst einmal nur jeden zweiten Tag 25mg zu nehmen anstatt ganz abzusetzen. Zudem meinte er, dass sich mein Zustand auch verschlechter könnte und hm.. ich mein ich nehm das Medikament nun aber schon mehr als ein Jahr!


    Ich war von sozialen Ängsten geplagt, vor allem die ständige Anspannung, Herzrasen und auch Übelkeit äußerten sich bei mir.


    Diese Symptome sind aber nun seit der Therapie komplett verschwunden! Jedoch hab ich auch so einen Dauerschwindel, der sich zwar "irgendwie" gebessert hat (gefühlt 70% Schwindelfrei), aber so irgendwie immer noch da ist. Er war auch noch bei den 125mg da. Nun bin ich mir auch nicht sicher, ob ich überhaupt komplett das Medikament absetzen soll, oder vielleicht doch sogar zum Erhöhen beginne und experimentiere, ob sich der Schwindel bis max zu den 200mg vielleicht doch noch komplett verabschiedet. Jedoch muss ich aber auch sagen, dass ich seit ca. einem Monat komplett rauchfrei bin und deswegen denke, dass das auch irgendwie den SChwindel begünstigt hatte (Nikotin Entzug).


    Meine ursprüngliche Idee war eigentlich, dass ich das Medikament komplett einmal abbaue, denn es steht ja auch beim Medikament selber wieder bei den Nebenwirkungen, dass es Schwindel verursachen kann ???


    Und, dass ich dann bis 21 einmal abwarte, weil mein Hausarzt meinte immer oft, dass dieser Schwindel beim "Übergang" passiert also im Alter (bei mir Pubertät - alter 17-21 bzw. auch wenn man ins "Seniorenalter" kommt) - er meinte selber, er habe es so erlebt in meinem Alter. Dieser Theorie steh ich aber sehr kritisch gegenüber.


    Auf jeden Fall sollte ich dann mit 21 noch immer keine Besserung erfahren, würde ich dann in eine Schwindelambulanz fahren, ob die vielleicht etwas finden? Also das wäre der eigentliche Plan nur mein Psychiater hat mich heute irgendwie wieder "verunsichert" was ich machen soll..


    Ich weiß nicht, ich bin im allgemeinen unsicher, ob der Schwindel wirklich psychisch bedingt ist? Meine anderen Symptome sind irgendwie futsch aber nicht der Dauerschwindel, dieser hat sich höchstens gebessert. Jedoch kommt mir manchmal vor, dass der Schwindel oft am Abend besser wird aber nicht weggeht.


    Wie seht ihr das? Soll ich die Therapie wieder "aufrollen" und die Dosis steigern? Oder soll ich absetzen und probieren wie es sich dann verhält? Oder soll ich gar gleich in eine Schwindelambulanz gehen? (Dazu muss ich sagen, dass ich mich sonst schon komplett aber abchecken lassen hab --> Neurologie, HNO, Blutbild, Wirbelsäule..)


    Amalgamfüllungen habe ich noch in meinen Plomben, kann es vielleicht sogar davon kommen? (hab sie im gleichen Jahr bekommen als der Schwindel kam).


    So tut mir Leid für den ganzen Text, ich bin nur sehr verunsichert, was das beste ist. :-|


    LG

    Hallo Leeder,


    Medikament auf 0 ? - Medikament auf Höchstdosis ? - ... oder doch wieder zurück in die Diagnostik ?


    Du bist da extrem verunsichert, obwohl Du eigentlich auf einem guten Weg bist.


    Nun hast Du Dich jetzt erst mal entschieden, das Medikament abzusetzen. Das ist nach 1 Jahr legitim, wenn man so wie Du eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Symptome erreicht hat.


    Dein Psychiater hat allerdings recht, wenn er Dir zu einem langsamen ausschleichen rät und es ist ebenfalls richtig, Dich darauf hinzuweisen, dass es Dir dadurch wieder schlechter gehen könnte, da so ein Medikament nicht die Grunderkrankung heilt.


    Das musst Du jetzt halt genau beobachten und gemeinsam mit dem Facharzt herausfinden, ob der Zeitpunkt, die therapeutischen Maßnahmen (Medikament & Therapie?) zu beenden, der richtige war.


    Weitere Diagnostik macht meines Erachtens bei Dir keinen Sinn - Du hast doch alles schon durch.


    Eine seriöse Schwindelambulanz wird Dir das bestätigen können, aber ob Dich das weiter bringt ?


    Ich hoffe mit Dir, dass es Dir nach dem absetzen des AD weiterhin gut geht, dann wir mit etwas Geduld irgendwann auch noch der "Restschwindel" verschwinden.


    :)*

    Hallo,ich habe das auch nun schon seit 3 Monaten.Auch von Arzt zu Arzt alles ohne Befund.Habe gestern ein sehr interessantes Video dazu auf y tube gesehen,es heißt 'Schwindel ohne Befund'.


    Als ich gehört habe was die Patienten so erzählen konnte ich mich da 100% hinein versetzten. Mir geht es genau so.Ich hoffe das dies nun die richtige Richtung ist und ich den mist wieder los werde.mfg

    Ich bin auch eine Leidensgenossin. Hatte es letztes Jahr schon mal sehr schlimm. Hatte bereits CT und MRT HWS, HNO Arzt mit mehreren Untersuchungen. Auch bereits CT Kopf durch ständige Polypen in Nasennebenhöhle. Ich leide unter Panikattacken und einer Angststörung. Ich hatte Monatelang ruhe und jetzt ist der Schwindel seit ca. 2 Wochen wieder da. Nicht immer. Mal mehr und mal weniger. Arzt meint ich bin gesund.

    PiMa0509 schrieb:

    Mir geht es so, dass plötzlich ein unwirkliches Gefühl auftritt und dann habe ich das Gefühl gleich umzukippen. Kein richtiger Schwindel.


    Wenn ich dann panisch flüchte dann fühle ich mich nach links gezogen. Beine werden wackelig und im Kopf so ein wattegefühl als wäre ich gleich weg. Ekelhaft.

    Genauso geht es mir auch. Du hast es prima beschrieben! Was machst du dagegen?

    HFC83 schrieb:
    PiMa0509 schrieb:

    Mir geht es so, dass plötzlich ein unwirkliches Gefühl auftritt und dann habe ich das Gefühl gleich umzukippen. Kein richtiger Schwindel.


    Wenn ich dann panisch flüchte dann fühle ich mich nach links gezogen. Beine werden wackelig und im Kopf so ein wattegefühl als wäre ich gleich weg. Ekelhaft.

    Genauso geht es mir auch. Du hast es prima beschrieben! Was machst du dagegen?

    Nichts. Bzw. ich habe noch keine Lösung gefunden.

    Ich hatte nun lange nichts und heute morgen hat es mich mal wieder erwischt. Ich habe dann mir bewusst das fliehen verboten und beim laufen darauf geachtet, achtsam zu laufen. So war dieses Linksgefühl nicht so stark da.

    PiMa0509 schrieb:

    Nichts. Bzw. ich habe noch keine Lösung gefunden.

    Es kann bei psychogenem Schwindel hifreich sein wenn du dir psychologische Hilfe holst z.B. als ambulante Therapie oder stationär für mehrere Wochen.

    Hallo zusammen,

    Nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder. Ich habe ja erst vor ein paar Wochen geschrieben wie gut es mir ging. Und das bestimmt ein knappes Jahr nun unter täglicher Einnahme von citalopram 20 mg. Seit letzten Montag-Boom. Schwindel vom allerfeinsten und daraus auch wieder resultierende Panikattacken. Das zieht mich so was von runter. Mir ging es so dermaßen gut, wie früher eben und nun das:( ich bin am verzweifeln.

    Ist jemand so was auch schonmal nach so langer Stabilität passiert????

    Weiß nicht mehr weiter. Ich dachte ich hätte es geschafft. :°(:°(:°(

    Lg Sun

    Hallo zusammen,


    Bin glücklich diesen thread gefunden zu haben und wollte mich auch mal äußern, vielleicht verschafft mir das ein bissel Erleichterung. :)


    Bei mir fing alles an vor ungefähr 2 Jahren.Von einer Sekunde auf die andere.


    War auf dem Heimweg von der Arbeit und auf einmal hatte ich starke schmerzen in der Brust. Zuhause angekommen war mir mega schwindelig, war mega unruhig und hatte übelste schmerzen in der Brust. Dann mein größter Fehler, denk ich, hab ich im Internet schnell geschaut, was es sein kann und Dr. Google spuckte mir Herzinfarkt aus. Ich wurde total panisch, kriegte Todesangst und da begann der Kreislauf mit der Gedankenschleife. Denke mal das war meine erste Panikattacke, was mir aber erst viel später klar wurde.


    Die nächsten Tage hatte ich mit kompletter Todesangst verbracht, dachte ich hab alle Krankheiten der Welt. (Dr. Google half mir dabei). Nichts war so wie vorher, mein Körpergefühl hat sich bis heute verändert. Ich fühle mich nicht mehr so wie früher. Wenn ich es jetzt

    beschreiben würde, würde ich sagen ich fühle mich Tag für Tag vergiftet.


    Fehler war auch, dass ich mit Todesangst, übelst Panikattacken und mega Schwindel arbeiten gegangen bin. Tag für Tag, bis ich mich nach zwei Wochen endlich mal zum Arzt begeben hab. Hierbei muss man verstehen, dass ich vorher nie beim Arzt war und nicht einmal krankgeschrieben und bin 31. Ist ziemlich dumm von mir gewesen!!! Bis zum heutigen Tage übrigens, obwohl Ihr sicher verstehen könnt, wie es sich anfühlte mit Todesangst und Panikattacken arbeiten zu gehen. Wollte nur noch umfallen und sterben, weil es so schlimm war. Betonung liegt auf wollte ;)


    Dann würde alles durchgecheckt und alles für normal empfunden. Für mich unverständlich mit Todesangst, Schwindel, etlichen Symptomen (jetzt weiß ich typische Angst Symptome).


    Hab es dann nach ungefähr einem Jahr verstanden, dass es meine Psyche sein muss. Danach ging die Todesangst zurück. Angst wurde weniger. Symptome gingen runter von ungefähr 20 auf 3. Dieser Symptome drop passierte, wann ich die Hypochondrie runtergefahren hab.


    Leider sind die Hauptsymptome geblieben. Und das einzigste was mich wirklich stört ist der Dauerschwindel und das veränderte vergiftet anfühlende Körpergefühl.


    Mein Schwindel äußert sich im stehen durchgehed Schwankschwindel (wirklich durchgehend) beim gehen Gangunsicherheit, im sitzen Gefühl gezogen zu werden (nach hinten etc). Und was noch dazu kommt ist jede 3 Sekunden eine falsch Information vom Kopf über Position im Raum. Jedenfalls kommt es mir so vor. Denke kommt davon, dass ich mich zu sehr auf den Schwindel konzentriere, sonst wäre ich nicht noch immer der schnellste auf der Arbeit und könnte genauso gut tanzen, wie vor dem Scheiss!!


    Mittlerweile hab ich denk ich zu 90 Prozent akzeptiert, dass der Schwindel und das Gefühl von der Psyche kommt. In nächster Zeit Versuche ich eine Therapie und vielleicht auch AD. Weiß ob der Schwindel durch AD weggeht, aber denke das vergiftete Gefühl.


    Wer diesen Text bis zum Ende gelesen hat, gebt nicht auf die Zeit heilt alle Wunden, auch die Psychischen, man muss nur nicht aufgeben!


    LG

    Wollte übrigens meine Theorie zum phobischen Schwindel noch mitteilen :)


    Ich denke der Schwindel ist eine eigenständige psychische Krankheit, die mit Angststörung oder Hypochondrie zusammen vorkommen kann, aber nicht zwangsläufig muss.


    Wie bei der Hypochondrie man sich ständig mit Krankheiten beschäftigt, beschäftigt man sich bei diesen Schwindel mehrere Stunden am Tag mit dem Schwindel. Eher wie ein Zwangsgedanke. Durch ständiges grübeln und ständige Kontrolle des Körpers, ob einem Schwindelig ist ist man überempfindlich. Bei mir vergeht keine Stunde wo ich nicht merfach, manchmal ständig drüber nachdenke. Sogar ständig im Liegen, wenn mir gar nicht schwindelig ist. Verliert man den Gedanken, verliert man den Schwindel. Nur ich denke alle hier haben diesen Zwangsgedanken leider :/. Deswegen haben nicht alle Angstpatienten Schwindel.


    Nur meine Theorie.


    LG